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#1
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| hi folks, da ich immer öfters auf sog. chi sao wettkämpfe angesprochen werde, würde es mich interessieren wer von euch hat solchen wettkämpfen schonmal beigewohnt oder selber mitgemacht? kennt jemand links zu reglementen? was haltet ihr davon? pro und kontra? würdet ihr an solchen wettkämpfen teilnehmen? danke seeya |
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#2
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| was sollte das bringen ? chi sao ist ein reines reflex training, dachte ich ? oder ? beide trainingspartner können so entweder frei oder gezielt für genau den " bruchteil " einer sekunde trainieren, in dem sie es im ernstfall brauchen. also ich halte nichts davon. allerdings würde mich das reglement auch interessieren. gruss mak |
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#3
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| Zitat:
ich habe im Jahre 2000 bei den internationalen Kung Fu- Meisterschaften bei den Chi Sau (Sao)- Wettkämpfen mitgemacht. Konnte damals den 3. Platz belegen. Das Regelwerk ist sehr einfach: 1.) einzelne Punktschläge mit Gegenkonter zählen nicht 2.) Beendigungspunkte- Ellbogenschläge, Kettentechniken, Würfe (ohne selbst zu fallen), Hebeltechniken, Fußfeger mit anschließender Kontrolltechnik 3.) Halbe Punkte für das rausdrängen aus dem Grenzbereich Das ganze wird von 2-4 Schiedsrichtern beobachtet und bewertet. Bei Gesamtzahl von 3 Punkten ist man weiter. Ach ja, man steht sich Gegenüber und rollt im Phun Sau- Zyklus bis der Schiedsrichter das Startkommando gibt. Jetzt kann man nur noch handeln, da alles in Bruchteil einer Sekunde passiert. Übrigens sind meine Schüler schon an so einem Wettbewerb interessiert. Bin Gerne bereit als Schiedsrichter mich zu beteiligen. Falls Du noch Infos benötigst, so kontaktiere mich einfach nochmals. Mit sportlichen Grüßen Walter |
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#4
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| Merkwürdig, merkwürdig. Anders kann man das wohl nicht bezeichnen. Gruß Michael |
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#5
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| Walter hat die Regeln geschildert, die mein Sifu Andreas Hoffmann entworfen hat. Die Regeln sind sehr weit gehalten um die Techniken aller Weng/Wing Chun Stile zu integrieren. Das Ving Tsun Museum hat auch interessante ChiSAo Regeln entworfen, die aber mehr die Wing Chun Stilisten ansprechen. Viele Grüsse Hans |
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#6
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| Vielleicht wäre weniger entwerfen hilfreicher. Dafür sich mehr auf das Wesentliche beziehen/beschränken. Gruß Michael |
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#7
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| hi folks, @MK bitte bitte... es ist nun mal offenbar ein bedürfnis dafür da und wir versuchen hier nicht darüber zu debattieren ob das sinnnvoll ist oder nicht. ich persönlich halte auch nicht sehr viel von solchen wettkämpfen aber wenn die leute daran freude haben und es sich eine art "sub-kultur" daraus entwickelt, so möchte ich nicht im weg stehen.man sollte das positiv sehen und beobachten was daraus noch wird, eventuell entsteht irgendwann mal etwas sinnvolles daraus. ![]() ist ja wie beim tui shou der taiji leute, bei den wettkämpfen werden auch viele taiji prinzipien über bord geworfen... seeya |
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#8
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| @Ma-Shao-De: Interessante Argumentation. Würde weiterführend bedeuten: Alles, wofür Interesse, bzw. Bedürfnis besteht, darf gemacht werden/ist gerechtfertigt. Mmmmmmmmmmmmm Gruß Michael |
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#9
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| offensichtlich gibt da ja seeehhhr grosse unterschiede in der frage, wozu man chi sau oder derivate überhaupt macht. wenn mk das als blödsinn bezeichnet und meint, man solle sch auf das wesentliche konzentrieren... wenn ma shao de meint, dieses wesentliche würde dabei über bord geworfen, ... andere aber genau darum frei und sparringslike trainieren, um zu sehen, ob das wesentliche überhaupt funktioniert und ob das, worauf es ankommt überhaupt angewendet werden kan........ dann schliesse ich daraus, dass chi sao nicht gleich chi sao ist.... und das freut mich irgendwie..... also mal fleissig weiter aneinander vorbeireden... |
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#10
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| @mk Zitat:
nur bedingt. was ich versuche zu machen ist inputs zu sammeln und später auszuwerten, damit ich mir ein genaueres bild machen kann.in den USA sind chi sao wettkämpfe bereits bestandteil trad. kuoshu turniere und ist sehr populär. wenn man chi sao wettkämpfe im vornherein ablehnt ohne alle aspekte durchleutet zu haben, müsste man grundsätzlich über sinn und unsinn von wettkämpfen (tao lu, leit tai, danda) nachdenken.. oder? ![]() seeya |
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#11
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| Hallo Ma Shao-De, hier ist mal eine Übersicht möglicher Wettkampfregeln: http://www.sixharmony.com/Main/Wing_...o/chi_sao.html Unser Sifu Clive Potter hat seine Jungs schon öfters auf solche Wettkämpfe in England geschickt. Das ist sicherlich mal eine Erfahrung wert, jedoch sollte man hier schon darauf achten das das ganze realistisch bleibt und nicht durch zuviele "Sicherheits"-Regeln zum RingelpietzMitAnfassen mutiert. Ciao MD |
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#12
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| Bleibt halt die Frage nach dem Sinn, der Funktion des Chi-Sao. Dann die Frage, womit sich Ving Tsun eigentlich versucht auseinanderzusetzen und schließlich wie man das letztendlich möglichst realitätsnah umsetzt. Auch wird Chi-Sao doch wohl von Stil zu Stil sehr unterschiedlich umgesetzt und ob man in einer 'Stress'-Situation mit 'aneinandergeleimten' Händen in der Prärie rumsteht ist doch eher fraglich. Der Sinn ist mir also doch eher unverständlich. Gruß Michael |
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#13
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| Ohne Eingangstechnik auf "Vollkontakt"-Wettkämpfen mit rudernden Armen aufeinander einzuplästern, und sich dabei ohne Ende zeitgleich ins Gesicht zu treffen aber auch nicht. So sehen nämlich Schulhofraufereien aus. Um sich nicht mit den Bridgingfähigkeiten einzelner Leute auseinander zu setzen, sondern mit den KERNTECHNIKEN (die haben doch so schöne Schweinenamen oder ?), fängt man halt bei Null mit den Kontakt haltenden Armen an. Danach ist es dann schon realistisch, weil der, der schneller ist, besser die Lücken findet, nicht faselnd von "Prinzipen" des Dingens-Kirchen verdrängt daß wichtig auf'm Platz ist, sondern die Hebel- und Rootingmechanik von Wing Chun benutzt um die Lücke zu bekommen die man unter anderem auch im Profiboxen braucht und da per Schnelligkeit öffnet, der gewinnt auch. Was ist daran "unrealistisch" ? Daß man nicht mit anspringen und wild im Kreis hauen einen aus dem Konzept bringen kann und dafür auch noch Punkte bekommt ? Ich wäre gerne in der Verfassung, mal auf solchen Wettkämpfen zu zeigen wie sowas ausgehen kann wenn der andere wirklich was kann. Leider kann man das in den entsprechenden Wettkämpfen nur selten sehen, wenn mal wirklich einer in der Luft gekontert wird und dann mit dem Kopf zuerst auf dem Boden aufsetzt. Realistisch heist ohne Pause und mit Realgeschwindigkeit seine Techniken umzusetzen, auch wenn der Andere sich nicht an den Baukasten hält und plötzlich mit was ganz anderem kommt. GERADE dann zeigt sich aber auch, ob das Gerede von den überlegenen Konzepten, und das unsägliche unerträgliche Gebrabbel von "Kling-Sau muß aber mit 43,5° zur Ferse des 3. von links in der hinteren Reihe gesetzt werden!", wirklich Bestand hat oder nicht. Und wenn nicht, dann ab in den Boxverein und mit Jab zu neuen Ufern aufbrechen. Man kann, und das habe ich mit entsprechend gut trainierten WClern schon ausprobiert und auch zur Kenntnis genommen, durchaus die Arme blockieren daß der Schlag einfach nicht durchkommt, und man auf die Geometrie trifft die sich die "Gründer" des WCs zurechtgelegt haben. Da bricht der Arm nicht einfach weg weil man mal wirklich voll schlägt, sondern man kann höchstens den ganzen Typen weghauen weil er nicht die Kraft in den Füssen hat, stehen zu bleiben. Die Armgeometrie hält das aus. Und das kann auch ein "Chisao-Wettbewerb" zeigen. Daß das funktioniert wenn man sich an die Geometrie und Folgetechniken hält, statt Arme weg und Overhand hauen, und dann duckt sich der Andere weil er Angst hat sein Arm hält das doch nicht. Bei 10 Kilo Gewichtsdifferenz und voll reingehalten tun ihm jetzt nicht die Arme weh, sondern das Kreuz Aber es hat gehalten. Und mir kam die Funktion und Geometrie wirklich gut passend vor. Ich denke, daß Chi-Sao-Wettbewerbe ein guter Übergang sind, die Techniken zu lernen die man im Leicht- oder Vollkontakt dann voll einsetzen kann. Daß man das im VK nicht sieht, ist ein Systemfehler in der Ausbildung, ein Kardinalfehler im Sparringsunterricht. Wenn man das nicht korrigiert, sondern die Leute Kickboxen lässt, dann lernen die es nie. Und reden dann tatsächlich auch wenn man sie fragt davon, "das funktioniert halt nicht". Ich glaube Willi Herren hätte am Samstag den 1. gemacht, und dreimal mit KO gewonnen, genauso wie Dustin Semmelrogge. |
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#14
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| *respekt*@klaus. war chi sao nicht die übung, wo man lernt in der nahkampfdistanz, also dort, wo arme sich berühren, greifen, halten, schlagen, schwingen, zwicken, kratzen und beissen..... sicher seine zentrale zu verteidigen und die des gegenübers zu bedrängen ? wieso sollte es überflüssig, oder "unrealistisch" ( ein wort in gottes ohr ) sein, die arme zu kreutzen ( also in der Distanz zu beginnen in der der typ in der kneipe auch immer steht) und bei "GO" zu prüfen, was man trainiert hat und schaun, was man trainieren sollte. ob ein wettkampf der richtige ort für sowas ist, obs da sinn macht, hängt in meinen augen in erster linie von der "stimmung" und atmosphäre zwischen den beteiligten ab. vielleicht hab ich aber auch was falsch verstanden, und es geht im chi sao um was ganz anderes. bewegungen auswendig lernen oder so. grüsse der müsliman Geändert von müsliman (03-05-2004 um 21:50 Uhr). |
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#15
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| Zitat:
da gebe ich dir 100% recht !dem klaus kann ich auch beipflichten .. also mk siehst du hier gibt es kontroversen und eben denen will ich sachlich auf den grund gehen. seeya Geändert von Ma Shao-De (04-05-2004 um 08:19 Uhr). |
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