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  #1  
Alt 27-09-2011, 20:52
Benutzerbild von Vlad
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: WSL/PHB Ving Tsun
 
Registrierungsdatum: 25.07.2005
Alter: 22
Beiträge: 104
Standard Formen

Hallo zusammen,

nach einigen Jahren dachte ich mir schaust du mal wieder hier vorbei.
Inder Ecke Ing Ung hat sich ja nicht viel geändert

Jetzt aber da ich auch wieder mit Kampfkunst angefangen habe, stellen sich mir ein paar Fragen, bzw. wollte ich eure Meinung zu einem Thema hören.

Ich sprach gestern mit meinen Brüdern über Formen und wir waren uns nicht sehr einig. Wie seht ihr das?
Wie wichtig sind Formen für die Ing Ung Stile?

Meine Meinung vorab, ich halte sie für sehr wichtig.

MfG Vlad
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  #2  
Alt 27-09-2011, 21:02
Benutzerbild von unnamed84
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: wingchun/wingtsun
 
Registrierungsdatum: 03.12.2008
Ort: NRW
Beiträge: 147
Standard

Formen formen!

Sie bringen dir zwar nicht das kämpfen bei, dienen einem aber als Vorlage für Techniken und Fähigkeiten.

Ohne Form kein wingchun, ohne wingchun keine Form... ...meiner Meinung nach.
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  #3  
Alt 27-09-2011, 21:28
inaktiv
Kampfkunst: und da meinte der, ich hätte abgeschmatzt. aber das ist quatsch, weißte!
 
Registrierungsdatum: 28.10.2009
Beiträge: 1.888
Standard

Zitat:
Zitat von unnamed84 Beitrag anzeigen
Ohne Form kein wingchun, ohne wingchun keine Form... ...meiner Meinung nach.
Meinst Du wirklich?
Ich hab mich das unlängst auch gefragt, wie es wäre, Ingung ohne die Formen zu lernen. Ich fand sie immer unglaublich langweilig und zum speien. Einfach direkt wunderbar mit Kettenfausstößen und Tritten an Pratzen und Polstern starten, dann irgendwann mit Dan Chi und anschließend Sektionen und was weiß ich sonst noch anfangen. Die Prinzipien kriegst Du sowieso durch die Action rein und die Bewegungen ansich kann man dem Schüler sicherlich auch währenddessen einschleifen. Ich glaube, dass das sehr gut möglich wäre. Und zwar mit sehr viel mehr Spaß für die Schüler.
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  #4  
Alt 27-09-2011, 21:51
Benutzerbild von EikeK
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: Ving Tsun
 
Registrierungsdatum: 10.02.2011
Ort: Ruhrgebiet
Beiträge: 604
Standard

Zitat:
Zitat von openmind Beitrag anzeigen
Ich fand sie immer unglaublich langweilig und zum speien.
Was ist das denn für ein WC-Dialekt, den du lernst? Ich finde Formen unglaublich anstrengend und komme dabei oft ins Schwitzen, und das schon bei der ersten Form, wo man eigentlich "nur rumsteht". Dann noch die zweite Form, mit ihren Wendungen und Kicks und anschließend Langstock. Eigentlich würde mir schon das für ein Kraft- und Konditionstraining reichen.
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  #5  
Alt 27-09-2011, 22:06
inaktiv
Kampfkunst: und da meinte der, ich hätte abgeschmatzt. aber das ist quatsch, weißte!
 
Registrierungsdatum: 28.10.2009
Beiträge: 1.888
Standard

Ich HABE gelernt. Bin umgestiegen.
Und ich möchte den Jungs nicht schon wieder an den Karren fahren, deswegen behalte ichs mal für mich. Jetzt arbeite ich mit viel Power, Pratzen, Polstern, Sparring. Und das lerne ich auch ziemlich gut ohne Formen
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  #6  
Alt 27-09-2011, 22:07
inaktiv
Kampfkunst: und da meinte der, ich hätte abgeschmatzt. aber das ist quatsch, weißte!
 
Registrierungsdatum: 28.10.2009
Beiträge: 1.888
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Lernt man im Boxen eigentlich auch Formen?
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  #7  
Alt 27-09-2011, 22:10
Benutzerbild von rukola
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Wushu Sanda
 
Registrierungsdatum: 01.08.2010
Alter: 24
Beiträge: 1.061
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Zitat:
Zitat von openmind Beitrag anzeigen
Lernt man im Boxen eigentlich auch Formen?
Nirgendwo im modernen Wettkampfsport lernt man Formen. Es gibt einfachere, schnellere und sinnvollere Möglichkeiten den Stoff zu vermitteln.
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  #8  
Alt 27-09-2011, 22:14
inaktiv
Kampfkunst: und da meinte der, ich hätte abgeschmatzt. aber das ist quatsch, weißte!
 
Registrierungsdatum: 28.10.2009
Beiträge: 1.888
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Zitat:
Zitat von rukola Beitrag anzeigen
Nirgendwo im modernen Wettkampfsport lernt man Formen. Es gibt einfachere, schnellere und sinnvollere Möglichkeiten den Stoff zu vermitteln.
Also im Boxen keine Formen. Danke
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  #9  
Alt 27-09-2011, 22:27
Benutzerbild von MaFyA
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: وىڭ چون WSL/PHB - Ving Tsun Kung Fu
 
Registrierungsdatum: 13.11.2010
Ort: Istanbul
Beiträge: 1.716
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die formen im ving tsun sind unerlässlich.. sie sind keine techniken sondern abstrakte bewegungen.. sie lehren den körper ein bestimmtes bewegungsverhalten und zeigt wege auf die man gehen soll bzw sich ankonditionieren muss.. man bekommt also hier ein koffer voll mit bewegungen die man dann zur verfügung hat.. in drills und übungen wird dann darauf hingearbeitet die bewegungen weiter zu konditionieren und umzusetzen.. im weiteren verlauf kommt dann das sparring sozusagen als krönung.. da muss dann alles sitzen.. wenn nciht, noch mal zurück an den anfang ..
und richtig, westliches boxen geht da andere mittel und wege, ist auch westliches boxen und nicht ing ung.. wir haben spezifische kraft übungen die meist mehrere dinge gleichzeitig konditionieren bzw trainieren.. lange rede kurzer sinn, die form wird einfach immer wieder genutzt die eventuell irgendwo irgendwie verhunzten bewegungen eines anwenders wieder in geordnete bahnen zu bringen.. wenn übungen nicht funktionieren schaut man in der form nach was man eventuel falsch macht.. siehe da, meist wird der fehler entdeckt und man kann weiter arbeiten..

weiter machen
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عثمانلی مافيا Wer sein Ving Tsun liebt, der schiebt!
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  #10  
Alt 27-09-2011, 22:40
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Null
 
Registrierungsdatum: 13.03.2009
Beiträge: 162
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[QUOTE=openmind;2646255]Also im Boxen keine Formen. Danke [/QUOTE)

Jene Ausage von Rucola war dir ausreichend um als Untermauerung deiner These zu genügen... aber das das Bewegungsreportoir des Boxens auch nicht von irgendwoher kommt,ist schon klar oder?...auch wenn der Lernweg hier nicht eine aneinanderreihung von Bewegungen ist,ist es doch der selbe Weg was die Koordination von Bewgungsmuster ist.

Schon alleine deswegen keinen Sinn in den Formen zu sehen,weil man sie als langweilig empfindet,sagt doch schon so einiges.
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  #11  
Alt 27-09-2011, 22:40
Benutzerbild von wfn.j
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Weng Chun
 
Registrierungsdatum: 08.08.2004
Ort: Lokale Flocke
Beiträge: 3.970
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Wir müssen hoffentlich nicht darüber diskutieren, ob man Formen benötigt, um auf hohem Niveau Kämpfen zu lernen. Natürlich braucht man sie nicht. Außer Sparring gibt es wohl keine einzelne Übungsmethode, die man dafür praktisch zwingend benötigt (Nein, Sparring alleine reicht natürlich auch nicht).

Formen sind nicht nur eine bestimmte Art körperlichen Trainings. Formen sind auch eine Verbindung zur Tradition des Stils. Die meisten hier werden wohl nicht verstehen, warum das hilfreich sein kann. Kampf ist aber nicht nur eine physische Angelegenheit. Zu einem nicht unerheblichen Anteil ist es Kopfsache.

Dazu ein konkretes Beispiel:
Ich kenne einen Weng Chun-Wettkämpfer, der vor einem Wettkampf seine Nervösität besiegt hat, indem er eine Form in der Umkleide geübt hat. Die anderen Kämpfer dort haben ihn wohl belächelt, aber ihm hat es genau das gegeben, was er in dem Moment brauchte. Er konnte völlig gelassen in den Ring steigen und hat seinen Kampf dann gewonnen.

Was den körperlichen Anteil angeht, könnte man meiner Meinung nach in vielen Stilen Formen auch durch entsprechende Einzeldrills ersetzen. Im Weng Chun müssten diese Drills dann aber schon relativ lange sein (vielleicht 5-6 Bewegungen), um wirklich die ganze Körperarbeit mit verschiedenen Wechseln sinnvoll üben zu können, womit sie fast so lange wären wie unsere kürzeste Form.

Nur meine 1,9 Cent. =)
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  #12  
Alt 27-09-2011, 23:10
inaktiv
Kampfkunst: und da meinte der, ich hätte abgeschmatzt. aber das ist quatsch, weißte!
 
Registrierungsdatum: 28.10.2009
Beiträge: 1.888
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[QUOTE=Schattengewächs;2646274]
Zitat:
Zitat von openmind Beitrag anzeigen
Also im Boxen keine Formen. Danke [/QUOTE)
Schon alleine deswegen keinen Sinn in den Formen zu sehen,weil man sie als langweilig empfindet,sagt doch schon so einiges.
Tatsächlich habe ich nicht zur Untermauerung meiner These danach gefragt, sondern weil ich gerade Bock drauf hatte.
Des Weiteren habe ich nicht gesagt, dass ich keinen Sinn in den Formen sehe, weil ich sie langweilig finde. Man übt die Bewegungen ein, insofern machen sie sicherlich Sinn. Aber ich finde es zum speien langweilig. Ich habe lediglich schriftlich nachgedacht, ob es wohl möglich ist, einen Ingung-Stil ohne Formen zu lernen. Und ich glaube, das könnte wohl funktionieren.
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  #13  
Alt 27-09-2011, 23:33
Benutzerbild von WT-Herb
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: WT, Escrima, Iaido
 
Registrierungsdatum: 17.11.2009
Beiträge: 2.520
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Hallo Vlad,

(In der Diskussion muß berücksichtigt werden, daß hier verschiedene Derivate das Thema aus ihrer eigenen, also unterschiedlichen Sicht und unterschiedlichem Anspruch gegenüber dem System heraus beantworten werden. Die Antworten werden also zu Recht voneinander abweichen.)

Um die Relevanz der Formen zu bestimmen, muß deren Wirkung betrachtet werden und diese Wirkung gegenüber anderen Maßnahmen des Trainings gegenübergestellt werden. Damit ergeben sich Fragen:

* Welche Auswirkungen haben die Formen auf das System?

Die Formen können als eine Art Datenspeicher des System betrachtet werden. Sie enthalten die wesentlichen Merkmale und die wesentlichen Strukturen. Im Zusammenwirken aller Formen ( 1.2.3., Holzpuppe, Messer) ergibt sich neben Bewegung und Struktur auch eine Anwendungs-Basis. In der Definition der Formen wird das System definiert. Damit ergibt sich. Die Formen „sind“ das System. Bezieht man hierzu auch noch die Partnerfomen mit ein, dann wird die Definition noch eindeutiger. In der Übertrafung der Formen von einer Generation auf die nächste, findet eine Überlieferung von Wissen über das System statt.


* Wie sind die Auswirkungen der Formen auf den Anwender und auf das Verhalten im Kampf zu bewerten?

Eine Notwendigkeit dieser Auswirkungen läßt sich dort ableiten, wo diese Auswirkungen in der Anwendung (im Kampf) eine Rolle spielen. Soweit es im Kampf notwendig ist, mit einer speziellen Struktur zu arbeiten, mit Bewegungen, die einem Ideal anstreben, mit einem Repertoire bestimmter Bewegungen zu arbeiten, kann dies die Notwendigkeit der Formen bestimmen, soweit dies nicht über andere Trainingsmaßnahmen in gleicher Qualität zu gewährleisten ist. Da man inzwischen sehr gut weiß, wie der Mensch konditioniert und daß gerade während der Konditionierung von Bewegungen Fehler und Abweichungen möglichst zu vermeiden sind, liegt das Anwenden des Formenstrainings zum Zwecke der Konditionierung auf der Hand.

Andere Maßnahmen, wie Partnerübungen, weichen vom zu konditionierenden „Soll“ ab, da in der Anwendung am Partner (wie später auch am Gegner) die Anpassung auf der Basis des Ideals erfolgen muß. Liegt kein Ideal vor, kann keine optimale Anpassung erfolgen. Damit ist das Formentraining eine zentrale Instanz für das System. Ebenso, wie das Chi-Sao-Training eine weitere Instanz ist, die auf den Bewegungen der Formen aufsetzt. Aus diesem Grund halte ich die Formen für unverzichtbar. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Formen alleine keinen Kämpfer erzeugen. Sie sind allerdings die Basis des Systems, auf dem der Kampf aufbaut. Will man Kämpfer werden, muß man zunächst sich für die Methode entscheiden, die man im Kampf anwenden will. Will man mit der Methode des Wing Tsun arbeiten, liefern die Formen dazu die Grundlagen.


Daß einige Sportsysteme ohne Formentraining scheinbar auskommen, muß genauer betrachtet werden:
Zunächst sind viele Sportsysteme weniger umfassend, als Vollsysteme. Die Reduzierung auf eine einzige Körperwaffe beispielsweise ergibt einen Fokus auf einen einzelnen Aspekt des Kampfes. Das gesamte Training findet in diesem Fokus statt. Damit erübrigt sich ein umfassendes Formentraining. Zudem werden andere Trainingsmittel verwendet, die ihrerseits eine Art Formentraining darstellen. Beispiel Punchingball oder Schattenboxen. Die Bewegungen wie die Haltung des Körpers finden dabei auch auf einer „Ideallinie“ statt. Sie sind allerdings individueller, als im Wing Tsun. Das Individualisieren findet im Wing Tsun erst statt, wenn die „Muster“ in einer bestimmten Qualität vorliegen.

Gruß, WT-Herb
__________________
Kommunikation ist die Kunst des Zuhörens.

Geändert von WT-Herb (27-09-2011 um 23:37 Uhr).
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  #14  
Alt 28-09-2011, 06:21
Benutzerbild von ChuckGaylord
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: CQC nach Carl Cestari und Kelly McCann-
 
Registrierungsdatum: 15.03.2011
Beiträge: 152
Standard

Formen sind in deinem Fall absolut für den *****.
Schreib mir lieber mal ne PM.
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  #15  
Alt 28-09-2011, 09:43
Kamikaze-Snoopy
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
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editz...

Geändert von Kamikaze-Snoopy (28-09-2011 um 19:33 Uhr). Grund: Geht keinem was an...
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