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  #1  
Alt 04-04-2008, 20:51
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Avci Wing Tsun
 
Registrierungsdatum: 14.01.2008
Beiträge: 156
Standard Gewichtsverlagerung

Hallo,

ja ich weiss dass das Thema durchaus mal angesprochen wurde aber ich denke meine Frage ist konkret genug um es nochmal anzureissen und mittlerweile neue Board User = neue Meinungen.

Standardmässig ist ja in vielen WT Derivaten die Gewichtsverlagerung so dass zumindest mehr als die Hälfte des Gewichtes über das hintere Bein gelegt werden soll.

In der Theorie macht das für mich zunächst folgenden Sinn.

- Beim "Reingehen" in den Gegner kann man sein Körpergewicht reinlegen (in den Schlag, Befreiung aus aus irgendwelche Situationen ... blabla, ihr wisst bestimmt was ich meine)
- Ausweichen (in Richtung des vorderen Beins - rechts u. links ) zB um nem Kicks zu entgehen oder beim Versuch in die Flanken zu gehen, geht schneller da man nicht noch "lange" das Gewicht auf das hintere Bein verlagern muss)
- Der Schwerpunkt ist weiter hinten so dass man schwerer aus dem Gleichgewicht zu bringen ist (von vorne zumindest)
- und vorallem kann man ansatzlos und schneller kicken und im infight auch beinaktionen des gegner schneller entgegen wirken/kontrollieren

das sind zumindest die Vorteile die ich daraus erkenne, vermutlich nicht so optimal in Worte gefasst aber so halt

In der Praxis hab ich das Gefühl dass es hinhaut, zB wenn es mir oben bei den Armen zu unübersichtlich wird und ich die Kontrolle verliere kommt zack das Bein auf den gegnerischen Oberschenkel und ich verschaff mir etwas Luft. Oder wenn ich eine gegnerische Beinaktion sehe oder fühle dann gehts auch ohne groß gewicht "umlagern" das bein schnell hoch und kontrolliert das gegner bein. Oder wenn mir jemand zu aggressiv/schnell/unktrolliert in die nähe kommt dann zieh ich das Bein hoch und er rennt das ersma rein oder lässt das rennen dann doch lieber sein.

Das sind so meine noch jungen Erfahrungen was das angeht.
Man könnte ja jetzt meinen: "na wenn du meinst dass es für dich funktioniert dann machs halt". Aber nun frage ich mich ob das ganze nicht auch mit zB 50:50 gewichtsverteilung funktionieren würde oder nur soviel schneller wäre dass man keinen praktischen nutzen sieht.

ich seh das nun nicht mehr so dogmatisch mit der gewichtsverteilung, und würde sicher auch mehr gewicht auf das vordere verlagern wenn es die situation verlangt (zB nen schwinger mit mehr gewicht vorne so dass es mehr kracht und/oder aus weitere distanz treffen kann). aber ich frag mich ob die sache mit dem gewicht hinten für kicks und gegner beinkontrolle, wofür ich in der theorie den hauptvorteil des ganzen sehe, in der praxis wirklich (soviel) mehr bringt als 50:50.

ich hätte jetzt auch nicht gegen grundsätzliche argumente gegen die gewichtsverlagerungs geschichte als solche aber wichtiger sind mir antworten zu der eigentlichen frage.

danke
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  #2  
Alt 04-04-2008, 22:07
Benutzerbild von iron101headDareius
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Ich sehe die klassiches WT Gewichtsverlagerung als unflexibel an.Unflexibel dem gegenüber was auf mich einwirkt nämlich dem Gegner. Für mich geht man da von falschen Vorraussetzungen aus, zb das der Gegner es nicht schaffen kann an meine Hüfte oder meine Seite zu kommen und da ist mancher schneller als einem lieb ist


Viele grüße,
iron
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  #3  
Alt 04-04-2008, 22:34
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Kampfkunst: Avci Wing Tsun
 
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nagut da könnte man wieder auf die dogmatische interpretation zurückkommen. man sollte schon situation gerecht agieren und nicht um jeden preis das gewicht hinten halten.

ich *glaube* jeder stand und bewegungsprinzipien hat/haben ihr vor- und nachteile. deswegen *denke* ich man sollte von seinem "standardvorgehen" abweichen wenn es die situation erfordert.

zZ frag ich mich halt ob die praxis das hält was die theorie verspricht. klingt ja erst einmal nicht schlecht aber in meinen trockenübungen konnt ich kein unterschied feststellen.
aber das alleine/selbst zu erkennen/sehen ist vermutlich nicht möglich. (btw. es geht immernoch um die x>50%:y% gewichtsverlagerung gegenueber 50:50)

klingt jetzt alles etwas theoretisch und vielleicht nicht nachvollziehbar aber manchmal bohr ich manchmal (zu) tief an irgendwelche theorien.

Geändert von WT_rookie (04-04-2008 um 22:38 Uhr).
  #4  
Alt 04-04-2008, 22:44
Benutzerbild von iron101headDareius
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Zitat:
nagut da könnte man wieder auf die dogmatische interpretation zurückkommen. man sollte schon situation gerecht agieren und nicht um jeden preis das gewicht hinten halten.
Ein bissel haste das Gewicht immer mal hinten, aber 100 nöö aber ich geh lieber nicht zu tief auf das Thema ein das führt zu nichts

Zitat:
ich *glaube* jeder stand und bewegungsprinzipien hat/haben ihr vor- und nachteile. deswegen *denke* ich man sollte von seinem "standardvorgehen" abweichen wenn es die situation erfordert.
Als Ansatz kann man sehen das eine Gewichtverlagerung dich immer in Bewegung halten können sollte. Ich finde das hat das eine Video schön gezeigt mit dem WT Mann im weißen Shirt.

Er immer nur auf dem hinteren Bein gehoppelt fixiert gewesen und der Gegner hat sich bewegt wie er wollte. Jop es verwirrt wenn jemand so direkt auf dich zugerichtet ist, aber es ist nicht viel von Nöten um sowas auszukontern.

Zitat:
zZ frag ich mich halt ob die praxis das hält was die theorie verspricht. klingt ja erst einmal nicht schlecht aber in meinen trockenübungen konnt ich kein unterschied feststellen.
Naja du bist doch bei Avci, ich denke die sollten etwas brauchbares Zustande bekommen oder ?


Zitat:
aber das alleine/selbst zu erkennen/sehen ist vermutlich nicht möglich. (btw. es geht immernoch um die x>50%:y% gewichtsverlagerung gegenueber 50:50)
Meine persöhnliche Ansicht ist dazu das eine Schrittarbeit befreiend sein sollte.Ich glaube nicht das es für mich einen Vorteil hat wenn ich Bewegungen einnehme die mich einengen.

Viele grüße,
iron
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  #5  
Alt 04-04-2008, 22:44
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naja wenn TKDler auf ihren Wettkämpfen 20/80 hätten wäre es ganz schön undynamisch
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Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dann mit Erfahrung.
  #6  
Alt 04-04-2008, 22:47
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Zitat:
Zitat von WT_rookie Beitrag anzeigen
manchmal bohr ich manchmal (zu) tief an irgendwelche theorien.
Ja.

Gruß,
Wolfgang
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  #7  
Alt 04-04-2008, 22:54
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Kampfkunst: Avci Wing Tsun
 
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Zitat:
Zitat von iron101headDareius Beitrag anzeigen
Ein bissel haste das Gewicht immer mal hinten, aber 100 nöö aber ich geh lieber nicht zu tief auf das Thema ein das führt zu nichts



Als Ansatz kann man sehen das eine Gewichtverlagerung dich immer in Bewegung halten können sollte. Ich finde das hat das eine Video schön gezeigt mit dem WT Mann im weißen Shirt.

Er immer nur auf dem hinteren Bein gehoppelt fixiert gewesen und der Gegner hat sich bewegt wie er wollte. Jop es verwirrt wenn jemand so direkt auf dich zugerichtet ist, aber es ist nicht viel von Nöten um sowas auszukontern.



Naja du bist doch bei Avci, ich denke die sollten etwas brauchbares Zustande bekommen oder ?




Meine persöhnliche Ansicht ist dazu das eine Schrittarbeit befreiend sein sollte.Ich glaube nicht das es für mich einen Vorteil hat wenn ich Bewegungen einnehme die mich einengen.

Viele grüße,
iron
ich hoffe auch dass da was brauchbares zustande kommt aber ich hab halt das "problem" dass ich so schnell wie möglich etwas *verstehen* und entsprechend anwenden möchte und sachen wie "mit der zeit kommt das schon" nicht so gern höre.

wenn wir vom selben video reden dann finde ich dass das genau das ist was ich meine. versteift auf diesen einen stand und schritt und das war dann vielleicht nicht so optimal. wobei da wohl mehr als das schief gelaufen ist (wobei zu bedenken ist dass der aussah wie ein kind oder wie habt ihr den gesehn?).
als der gegner nichtmal in kickdistanz war ist er weitergehopelt, da hätte er sich ja auch im handstand fortbewegen können.

naja macht kein sinn über den kleinen zu reden, er hat böse auf die fresse bekommen. woran es lag.. da kann man ewig diskutieren. der andere war einfach besser? (auch älter?)
  #8  
Alt 04-04-2008, 22:57
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Avci Wing Tsun
 
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Zitat:
Zitat von wfn.j Beitrag anzeigen
Ja.

Gruß,
Wolfgang
ja, ne?

die gewicht sache war für mich von anfang ziemlich gewöhnungsbedürftig und ich hab dran gezweifelt und nun habe ich zumindest das gefühl dass es funktioniert. nur erreicht ich das ziel auch mit weniger aufwand (=50:50)?

*bohr*
  #9  
Alt 04-04-2008, 23:01
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Zitat:
Zitat von WT_rookie Beitrag anzeigen
naja macht kein sinn über den kleinen zu reden, er hat böse auf die fresse bekommen. woran es lag.. da kann man ewig diskutieren. der andere war einfach besser? (auch älter?)
Quatsch. Er war doof genug mit 0815-WT Taktik in nen richtigen Kampf mit nem richtigen Gegner zu gehen.
Sowas kann nicht gut gehen, das muss man deutsch und deutlich sagen, auch wenn das nicht jeder hören oder wahrhaben will.
Es hat schon seinen Grund dass andere Leute mit WT-Hintergrund (Andre und Yassin aus den anderen Videos z.B.) crosstraining machen und im FreeFight stilfremde Vorgehensweisen anwenden.
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Chris bamboozle: Warum darf Lars hier eigentlich reinspammen und sich aufführen wie ein Grundschulkind?
  #10  
Alt 04-04-2008, 23:02
Benutzerbild von iron101headDareius
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@Rookie

Jo noch groß drüber zu reden macht keinen Sinn. Es ist etwas auch was ich allzuoft beobachtet habe deswegen finde ich die Varierende Fortbewegung also mal mehr vorn mal mehr hinten für mich besser.


Viele grüße,
iron
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  #11  
Alt 04-04-2008, 23:24
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Lars: ich glaub der hat noch nie gegen einen nicht WT'ler gekämpft. sah alles sehr naiv aus und sehr unverantwortlich von denen die das zugelassen haben.
der hat ein gong bekommen und sich in den feierabend verabschiedet.

iron: ja find die variante auch richtig nur es sollte doch sowas wie ein default behavior geben, also wenn ich nicht weiss wie der gegner einzuschätzen ist. wenn der andere sich so flott wie ein kran bewegt dann brauch ich mir kein kopf machen wo das gewicht ist, das bein wird schon schnell genug oben sein aber was wenn der andere richtig fix ist..

i glob ich pack die KFS aus, da kann mir nix passieren - amen

Geändert von WT_rookie (04-04-2008 um 23:28 Uhr).
  #12  
Alt 05-04-2008, 10:43
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Zitat:
Zitat von Lars´n Roll Beitrag anzeigen
Quatsch. Er war doof genug mit 0815-WT Taktik in nen richtigen Kampf mit nem richtigen Gegner zu gehen.
Sowas kann nicht gut gehen, das muss man deutsch und deutlich sagen, auch wenn das nicht jeder hören oder wahrhaben will.
Es hat schon seinen Grund dass andere Leute mit WT-Hintergrund (Andre und Yassin aus den anderen Videos z.B.) crosstraining machen und im FreeFight stilfremde Vorgehensweisen anwenden.
Wenn du den Typen auf dem Video als Vorzeigebeispeil nimmst mit Sicherheit.
  #13  
Alt 07-04-2008, 16:39
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Ich habe beide Varianten ausprobiert und muss sagen das ich im Sparring mit Gewicht 50/50 einfach mehr Power im Fauststoß habe und besser gegenhalten kann wenn ich bedrängt werde. Weiterhin ist gerade gegen Grappling Stylisten der Stand mit Gewicht hinten sehr anfällig.
  #14  
Alt 07-04-2008, 17:07
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ich mach ja auch noch grad meine erfahrungen und ich denke das man situationsgerecht agieren muss.
wenn ich im kampf das heft in die hand nehme und druck mache dann ist es vielleicht nicht mehr ganz so wichtig dass ich mit den beinen besonder schnell reagieren/arbeiten kann und/oder ausweichen kann. da macht es dann vermutlich mehr sinn sich mehr auf die schlagkraft/weite zu konzentriere.

ist es jedoch so dass es man sich grade abtastet oder eher in einer defensive phase ist, dann kann es durchaus sinnvoll sein intensiver mit dem bein zu arbeiten .. um sich vom gegner zu befreien und dann vielleicht selbst wieder die distanz zu schliessen um druck aufzubauen.

das sind so meine bisherigen erfahrungen/gedanken dazu.

irgendwo empfinde/empfand ich es anstrengend und gewöhnungsbedürftig diese "gewicht hinten" position aber in der praxis gibt es oft (mal mehr mal weniger) situationen wo das helfen kann. man kann es auch als vorteil sehen dass man es eine zeitlang intensiv trainiert, 50:50 kann jeder stehen aber ersma auf mehr gewicht hinten drauf klarkommen dauert schon eine weile.

zu der mehr power im fauststoß sache: ist vermutlich logisch dass man mehr power in der faust hat wenn man mehr gewicht hinter bringt aber bei den wt typischen punches aus dem elenbogen ist das eher irrelevant. man verliert halt etwas reichweite durch das gewicht hinten aber dafür ist man auch ein stück weiter von der gegner faust entfernt.

"besser gegenhalten"... sollte man ja auch eher vermeiden, stattdessen eher austeigen oder so aber das ist ja so ne sache...

aber ich denk man ist auch irgendwo weniger anfällig für gleichgewichtsverlust da man das gewicht hinten hat und der gegner ersma da rankommen muss.



meine theorie *duck*


gruß
  #15  
Alt 07-04-2008, 17:40
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Zitat:
Zitat von WT_rookie Beitrag anzeigen
... 50:50 kann jeder stehen...
Naja ohne Bewegung ist das auch kein Problem

Für mich ist meine bescheidene Erfahrung und bescheidenem Gewicht: der Stand und das Gleichgewicht sind für mich das A und O. Ich persönlich fühle mich agiler mit beiden Beinen aufem Boden und wenn möglich mit 50:50 Gewichtverteilung. Sobald ich eine extreme Gewichtsverlagerung auf ein Bein bekomme, sind mir meine meist schwereren Traingspartner sofort überlegen und treiben mich nach belieben hin und her. Das mag ich garnicht

mfg qpid
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