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#1
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| Würde gerne mal eure Erfahrungen dazu hören : Ich habe erst vor kurzem mit meiner Kampfkunst angefangen und stehe jetzt kurz vor meiner ersten Prüfung. Was ich aber jetzt schon festgestellt habe, ist dass sie alle nur nach ihren Graduierungen gehen und ich wohl jedesmal dafür auf einen Lehrgang muss. Sehe ich mich aber bei uns um, sehe ich beim Sparring einige gute Kämpfer, die sich im Training danaber bei den kleinen Graduierungen einreihen. Kaufe ich mir also nur meine Grade ? Mein Lehrer zeigt mir nämlich erst was neues, sobald ich die Prüfung gemacht habe. Was ist sie dann denn noch wert ? Überlege jetzt schon, ob ich mit dem Wing Tzun / LWS aufhören soll. |
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#2
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| Ich habe die Erfahrung gemacht (und das sicher auch viele andere hier), dass es bei einem fähigen Kämpfer nicht auf die Gurtfarbe ankommt! Ich z.B. habe als Blaugurt (8.Kyu) in nem Vollkontaktturnier mal nen Grüngurt (4. od. 3.Kyu) nach 30 sec K.O. geschlagen. Andererseits habe ich auch schon extrem schöne Beintechniken sehen (und erleben! AUA!) dürfen, von Karate-Kas, die kaum Prüfungen hinter sich haben. Das mit dem Gradierungswahn kenne ich aber auch. Wird man doch immer ab seiner Gurtfarbe eingeteilt! Folglich wollen viele so schnell wie möglich einen höhreren Grad erreichen um nicht unter Vorurteilen leiden, sondern von ihnen Profitieren zu können! Oftmals kam es mir dann auch schon so vor, als ob Gürtel mehr vergeben werden, anstatt, dass richtig geprüft wird, ob er den Grad auch wirklich verdient hat. Warum das? Ein Club mit vielen Braungurten sieht halt gegen aussen schon viel besser aus, als wenn vorallem niedrig gradierte Schüler sich darin abmühen. Und da die meisten Leute ja eh keine Ahnung haben, wie die Technik jetzt richtig aussehen muss, kann es den Dojoleitern ja auch egal sein, wenn ihre Schüler nicht mal die Anfängerkatas richtig können (dafür vielleicht irgendeins für die Dan-Gradierung...). Viele Neueinsteiger haben Anfangs sowieso nur ein Ziel: Möglichst schnell Bruce Lee's Nachfolger zu werden! (war bei mir auch mal so... ) Zum Glück merken die meisten (zumindest bei uns) nach ein paar Monaten, was KK wirklich bedeutet! Das hat man dann wohl auch vorallem den Trainern zu verdanken! Aber wenn die Trainer ihre Gurte einfach zu, Winterschlussverkaufs-Preis anbieten, dann artet der Gradierungswahn wohl aus!(MENSCH, bin ich ne Schwaffeltante! ) |
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#3
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| Zitat:
Meineserachtens sollte es so aussehen das: Hohe Graduierung gleich hohe Leistung ABER Hohe Leistung NICHT gleich hohe Graduierung So ganz nach dem Motto: Jeder Hund ist ein Tier aber nicht jedes Tier ist ein Hund ![]() |
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#4
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| die Wahrheit ist für einige zu negativ, habs wegeditiert! C |
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#5
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| in vielen wing tsun schulen ist es halt so, dass man nur dass gezeigt bekommt was grad zum programm gehört. was die prüfungen anbelangt, so sind diese (die ersten zumindest) nicht sonderlich anspruchsvoll, d.h. jemand mit einer hohen graduierung muss wirklich nicht zwangsläufig gut sein. warum viele tiefgraduierte trotzdem recht gut sind, liegt 1. daran, dass es - zum glück - lehrer gibt, die nicht nur das zeigen was zum programm gehört (und sich somit über die verbandsregeln hinwegsetzen). 2. liegt der hauptgrund aber darin, dass nun mal die basics am wichtigsten sind UND dass übung den meister macht! wenn also jemand fleissig 1 jahr lang als 1. schülergrad trainiert, so kann er durchaus gleich gut oder besser sein als jemand mit nem 4. schülergrad der jeweils 2 monate trainiert hat zwischen den prüfungen... Zitat:
das liegt aber an dir... trainier doch einfach fleissig und freu dich nach den (überflüssigen) prüfungen darüber, neues gezeigt zu bekommen! und freu dich darüber, besser zu sein, als höher graduierte welche weniger trainieren als du! ![]()
__________________ Human beings, who are almost unique in having the ability to learn from the experience of others, are also remarkable for their apparent disinclination to do so. |
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#6
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| Oh, darüber hab ich auch schon lange gegrübelt... wenn ich manchmal bei Karate um mich schaue, mit welcher Akribie Leute auf Prüfungen hinarbeiten... Das soll konkret heissen: man macht nur Prüfungsprogramm, und zwar solange bis der Trainer sagt: "Hmm... du würdest nicht zwangsläufig durchfallen..." und ab gehts. Weiterhin habe ich schon mitbekommen, dass Leute z. B. als Gelbgurt zum Wettkampf angemeldet (was erst ab Orange geht...) und bekommen dann noch fix den orangenen verpasst, weil sie im Kumite antreten sollen. Das gleiche gibts auch bei höheren Graduierungen. Wenn ein Trainer seinen Schützling zu den Regionalmeisterschaften "Kata" schicken will, was erst ab braun geht, bekommt er halt fix die passende Farbe, ganz egal ob er im Kumite gerade stehen kann. Da geht die ganzheitlichkeit imho verloren. Weiterhin werden imho auch schwarze Gürtel zugeschanzt, um die Leute an eine jeweilige Stilrichtungs-Dachorganisation zu binden. Anders kann ich mir die desolate Vorstellung einiger Danträger auf den Lehrgängen nicht erklären... Das ganze wirft für mich eine elementare Frage auf: macht das Graduierungssystem zwischen weiss und schwarz Sinn, oder besser, ist es für die Qualität einer Kampfkunst förderlich? Öffnet es nicht der Geldschneiderei Tür und Tor? Bei uns ist es so, dass der Schüler Techniken lernen kann wie er will, sobald der Trainer allerdings erkennt, dass er noch nicht reif dafür ist spricht er ihn daraufhin an. |
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#7
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| Zitat:
entscheide selbst: ich betreibe seit 1985 die verscheidensten Kampfkünste. In der letzten, in der ich Gürtel gemacht habe, bekam ich den Orangefarbenen Gurt. Nun könnte ich mir diesen Gurt anlegen und wäre ein "Orangegurt". Das ich dieses Kampfsystem nur angefangen habe um meine Fähigkeiten in bestimmten Techniken zu ergänzen, kann niemand an meinem Gurt sehen. Niemand weiß, dass ich vor diesem Gurt 15 Jahre Kampfkünste praktiziert habe. Was also sagt ein Gurt aus, außer, dass Dir seine Farbe gefällt, oder auch nicht? Beste Grüße, ChinNa |
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#8
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| 100% Agree, Ging mir ähnlich als ich (Shotokan Karate Braungurt) mal 'n halbes Jahr cross Training im TKD mitgemacht hab, Was denksten wie die Geguckt haben, was ein Taekwondo Weissgurt schon alles draufhaben kann im Sparring und andersrum wars mal so, als ich im Training Sparring mit nem Weissgurt machen sollte, hab mich erst gewundert und dann mal locker angefangen und der hätte mich fast zusammengefaltet Hab dann später erfahren, das der Kerl nen hohen Grad in nem Andern Karate Stil hatte und Umzugs bedingt jetzt halt bei uns im Shotokan mittrainiert. Die Moral aus der Geschicht, Graduirungen haben durchaus ihren Sinn aber zu hoch sollten sie nicht bewertet werden...
__________________ "Free people will never remain free, if they are not willing, if need be, to fight for their vital interests." - John Foster Dulles |
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#9
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| Zitat:
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#10
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| Zitat:
Lieben Gruß, wfn |
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#11
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| ... das ist nicht nur kleinlich, sonder verarsche. ein hervoragendes kriterium für eine schule, aus der man schleunigst austreten sollte. |
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#12
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| Zitat:
bis dann |
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#13
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| Ich glaube, es kommt auch immer auf die einzelne Schule an. Jeder Trainer arbeitet anders. Wenn du den Kampfstiel aber gut findest, dann soltest du dir ein andere Schule suchen, in der ähnliches beigebracht wird. |
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#14
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| Also eines habe ich in unserem Dojo, zu mindest bei meinem Sensei schon gelernt. Der Grad ist bei uns zu 70 Prozent und mehr, nur eine Farbe! Bis auf wenige Ausnahmen (Kata, oder mal 2 bis 4 Minuten) haben alle Farben (einschließlich bis Braun) das selbe Programm bei den Anfängern. Höchstens gibt es mal eine leichte Veränderung. die Bezieht sich dann allerdings mal auf die Ergänzung eines Trittes, oder Handhaltung, wo es die Weissen und teilweise gelben noch nicht so können. Ebenso spielt für mich selbst die Farbe keine so große Rolle. Schließlich ist Karate Do beim Dan noch lange nicht zu Ende. Das einzige, was ich mit der Farbe verbinde, ist der Schwierigkeits Grad, was auf mich zukommt. Nichts weiter. Warum das so ist? Am Anfang habe ich die anderen Farben entsprechend angesehen. Aber spätestens wenn es um Kondition, Trittfehler und ähnliches geht, sind sie zum Teil nicht viel besser drann, als niedriger Graduirte. Mit einer Ausnahme. Wir haben einen Gelbgurt, der allen im Bereich Kondition reichlich vormacht. Allerdings hat er einen Körperbau, der sehr nach entsprechendem Zusatz Training aussieht. Auch ist der Zierlicher (klein) und braucht teilweise weniger Kraft. |
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#15
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| Graduierungen sind so eine Sache. Ich fühle mich in diesem GraduierunsSystem schon unwohl obwohl eine bestandene Prüfung sich schon immer mal wieder gut anfühlt muß ich sagen das es doch oft abzockerei ist. Sicherlich ist da auch vieles mit Traditionen verknüpft aber wenn der Trainer nur noch Zahlen anstatt können sieht ist das im allgemeinen schon eine verachtungswürdige Sache. Da muß man eben durch... oder nicht, irgendwie gehts ja immer noch nicht anders |
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