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  #1  
Alt 23-09-2007, 12:23
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 27.01.2007
Beiträge: 23
Standard Die Grenzen des WT - Fragen an Sifu Martin Dragos

Damit alle etwas davon haben!

Zitat:
Zitat von B1tst0rm
Sehr geehrter Sifu Martin Dragos,

(…)

ich bitte Sie um Ihre fachliche Meinung zu den nachfolgenden Fragen:

Auch mich hat der überall propagierte Gedanke fasziniert (infiziert), dass man durch das erlernen eines Kampfkunststiles (besonders WT) durch Technik die Chancen zu treffen ohne getroffen zu werden deutlich zu seinen Gunsten verschieben kann. Doch je länger ich mich mit der Thematik Kampf ohne Regeln beschäftige desto mehr muss ich mir (leider) eingestehen das das meiste was gelehrt (verkauft) wird unter massiven Angriffen und in Echtzeit versagt und in einer wilden Klopperei mit ureigenen (natürlich vorhandenen) Mitteln endet! Was ist Schuld die eigene Unfähigkeit oder doch nur die unverrückbaren physiologisch-, psychologischen Grenzen des Menschen?

Was kann ich durch Wing Tsun erreichen? Wo liegen die natürlichen Grenzen des Machbaren?

Das Haupttrainingselement des WT ist das Chi Sao. Chi Sao wird hauptsächlich vor bzw. für Angriffe zum Rumpf trainiert. 90% aller Angriffe in der Praxis zielen auf den Kopf! Viele der Bewegungsmuster der unzähligen Sektionen sind in dieser Höhe irrelevant. Liegt hier nicht ein total unsinniges Verhältnis von Trainingsaufwand und Nutzen vor?

Des weiteren zeigt meine praktische Erfahrung das 90% der Angreifer ihre Arme blitzschnell zurückziehen und nicht solange weiterdrücken bis irgendwelche passiven Verschiebungen zustande kommen. Man hat es mit einem regelrechten Feuerwerk aus wechselnden Winkeln und Distanzen zu tun! Welchen Sinn (Wert) macht (hat) Chi Sao bei einem beweglichen schnell schlagenden Gegner?
Lässt sich dieses Chaos (Informationsdichte) bzw. ein Gegner mit unendlichen(!) Möglichkeiten durch ein begrenztes(!) System wie WT kontrollieren?

Die Theorie das meine schützenden Positionen so lange nicht einbrechen dürfen bis ich meinen Körper aus der Angriffsflucht verschoben habe leuchtet theoretisch ein. Dies ist wie ich meine das zentrale Element des DWT (Dragos WT) überhaupt. Doch gerade bei diesem zentralen Element des DWT siegt leider auch nicht in jedem Fall Technik über Kraft, sondern die Körperkraft stellt auch hier die einschränkende Komponente dar. Wenn es mir nicht gelingt soviel Körperkraft aufzubringen wie es nötig ist um mich aus der Schusslinie zu bringen dann schlägt es ein. Die kinetische Energie welche durch einen deutlich schwereren Gegner (z.B. Mann gegen Frau) zu widerstehen ist kann bei einem Angriff ohne vorherigen Kontakt enorm sein. Aufgrund der eigenen Masseträgheit und der Wucht des Angriffs knicken die Arme dann trotz DWT ein wie Streichhölzer. Ich habe hier im Forum von (offensichtlich) DWT Praktizierenden Aussagen gelesen wie: es sei nur eine ganz geringe Körperkraft hierfür notwendig, als wenn ich mich von einer Wand wegdrücke. Diese Aussage mag für einen Angriff bei bestehendem Kontakt annähernd zutreffen. Die meisten Angriffe sind aber aus nicht bestehendem Kontakt zu überstehen und in diesem Fall gleicht es eher einer aufprallenden (bewegten) Wand (bzw. Auto oder Zug)! So gesehen hat der Nutzen des WT als Verteidigungssystem für z.B. Frauen, Senioren und Kinder gegen Stärkere ganz klare Grenzen, welche eindeutig durch die Körperkraft (!) und nicht durch die Technik bestimmt werden! Sehe ich das falsch?

Bezüglich der von Ihnen demonstrierten isometrischen Vorspannung bei z.B. Wu Sao ist mir aufgefallen das der Arm bei vielen dann doch recht steif bzw. verkrampft in der Gegend rumsteht anstatt nach vorn zu gehen bzw. der Übergang zu Block ähnlichem Verhalten fließend ist.

Welche Chancen Räumen Sie sich aufgrund Ihres Könnens ein, einen Angriff in Gesprächsdistanz ohne Vorwarnung zu vereiteln?

Gibt es in Hinsicht Reaktionszeit, verarbeitbare Informationsmenge (Kampf = Chaos), Konzentration, hinterlistige Gegner ( = Kriegskunst ?) usw. nicht Grenzen welche keine Kampfkunst der Welt verrücken kann?

Ich hoffe das Sie dem Kampfkunst Forum noch lange erhalten bleiben und nicht wie angekündigt nichts mehr schreiben. Es gibt viele wie z.B. ich die Ihre Beiträge im Stillen neugirig verfolgen.

In diesem Sinne,

mit freundlichen Grüssen

PS.: Als Interessante Videos zum Thema „was "wirklich" funktioniert“ kann ich die Videos von Geoff Thompson z.B. The 3 Second Fighter usw. empfehlen.
Zitat:
Zitat von SifuMartinDragos
Hallo Bitstorm,

endlich komme ich dazu Deine Fragen zu beantworten..

>>>Ich bitte Sie um Ihre fachliche Meinung zu den nachfolgenden Fragen:

Was ist Schuld die eigene Unfähigkeit oder doch nur die unverrückbaren physiologisch-, psychologischen Grenzen des Menschen?>>>

Das Ergebnis im Kampf wird immer von den persönlichen Fähigkeiten des Ausübenden beeinflusst und Menschen machen Fehler, bzw. können (trotz durchdachten
Systems) Unzulänglichkeiten in körperlich-technischer Hinsicht an den Tag legen. Sehr oft wird aber bei Treffern oder verlorenem Kampf sofort "das System" in Frage gestellt. Es ist ein alter Hut, dass das beste System nurso gut ist, wie der Mann der es vertritt.
Eine "wilde Klopperei" entsteht nur, wenn keine Systematik vorhanden ist, mit der man Situationen löst. Speziell was WT angeht, das ja taoistisch geprägt ist (man versucht "Abwehren" zu vermeiden, zuvorzukommen und dem Gegner durch taktische Ansätze, den Einsatz der Waffen unmöglich zu machen etc.), wird stets ein Folgeschutz vor jeglichen etwaigen Angriffen vorgenommen und die Bewegungsmöglichkeit des Gegners sofort eingeschränkt.



>>>Was kann ich durch Wing Tsun erreichen? Wo liegen die natürlichen Grenzen des Machbaren?>>>
Ich denke, dass man auch bei Gegner die doppelt so schwer sind wie man selbst,vorausgesetzt man hat sein Hausaufgaben gemacht und besitzt die körperliche Mindeskraft, die man für die Ausführung benötigt, gut Karten. Ein Gegner mit Kampferfahrung ist dennoch jedem überlegen, der sich lediglich auf Theorie beschränkt, viel weiß, aber nicht wirklich trainiert hat.
Die Mentale Seite ist mind. 50-70% Anteilig für den Erfolg aller Verteidigungshandlungen. Ist man eingeschüchtert, ängstlich und nicht zum Kampf bereit, nützt einem das schönste System nichts. Die Japaner mit ihrer Samuarai-Tradition machen es vor - sie waren bereits zu sterben, ohne mit der Wimper zu zucken...und im Extrem,entscheiden sich die Dinge..wenn der andere also nicht mindestens ebenso bereit war zu sterben, hat er den Kampf psychologisch schon verloren...das ist die Strategie des Kriegers...


>>>Das Haupttrainingselement des WT ist das Chi Sao. Chi Sao wird hauptsächlich vor bzw. für Angriffe zum Rumpf trainiert. >>>

Rumpfangriffe?..Wirklich ernsthafte Trefferzonen liegen im Genitalbereich, Hals und Kopf. Auch Schwachstellen wie Kniegelenke sind sehr vitale Punkte.
Man verwechsle das Training nicht mit dem Ernstfall. Wenn man in einer Übung statt zum Hals zur Brust schlägt, liegt es meist nur daran, dass man Verletzungsgefahren vermeiden möchte. In Anwendung schlägt man nur bei den sogenannten "Door-Opener"-Strategien zum Rumpf. Diese Schläge zu den Rippenflügeln, Blase oder Solar Plexus-Gewebe, sollen die aufrechte Haltung des Gegners zerstören und seinen Kopf in unserer Richtung spielen, seine Deckung
senken oder ihn ablenken. Ein überaschender Schlag in diese Regionen wirkt im Kampf wie ein unerwarteter Schachzug.
Auch z.B. westlichen Boxen und vielen anderen Kampfkünsten kennt man das..imSinne einer Vorbereitung, um dann die entstehende Lücke zu nutzen.


>>>Welchen Sinn (Wert) macht (hat) Chi Sao bei einem beweglichen schnell schlagenden Gegner?
>>>

Chi-Sao ist nur nötig, wenn unser eigene Angriff nicht durch die Arme des Genger hindurchkommt. Unser Technik wird dann wie Wasser, das sich seinen Weg "findet".
Bei einem schnell schlagenden Gegner, der seine Arme wieder zurückzieht, ist es so, dass er uns angreift, wir also in der Defensive sind.
Im Idealfall können wir den Angriff visuell erkennen (bzw. nur das sich Nähern desGegners) und den Gegner durch Stopptritte auf distanz halten,während der Tritt seine Haltung verändert.
Beginnt der Kampf in Schrittdistantz und ist Tritt nicht möglich, bleibt nur ein ausweichendes Verhalten mit freiem Schlag aus einem Winke.
Die von dir genannte "unausweichliche" Kollision dh. schneller Schlag des Gegners in unsere Richtung, der wir nicht entkommen konnten,
führt kampfsystematisch bei uns zur Notwendigkeit, den Arm des Gegnes über unsern Kopf zu lenken (z.B BiuFak). Durch die aufwärts gerichtet Bewegung erhalten wir viel Standkraft..Ein Gegner der den Arm schnell zurückziehen kann, ist nicht sonderlich weit vorgedrungen. Vermutlich verlieren wir dadurch nichtunser Gleichgewicht. Grundsätzlich gibt esim WT Haltetrechniken mit denen wir den Gegner am zurückziehen seiner Arme hindern, ohne selbst greifen zu müssen.
Gerade bei Kampfsportarten dieauf dynamik und Bewegung spielen,um dem Gegner in einer bestimmten Distanz zu halten, gilt es dessen Bewegungsmöglichkeiten systematisch einzuschränken und seine Waffen zu isolieren. Daher machen Wettkämpfe für WT lerkeine Sinn, da man die fremde Strategie annehmen müsste, zumal das was wir benutzen, nicht verwendet werden darf.
Vor allem die Chamkiu verwendet viele Kontrollmechanismen, die den Genger die Flucht unmöglich machen und ihn ständig unmöglich machen, seine Waffen einzusetzen (Kontrolle der 4 Ecken (Knie und Schultern).
Die Vielfalt (Chaos) im Kampf ist nicht vorhanden, da man im WT nur die Wesentlichen Handlungen des Gegners wahrzunhemen versucht (Augenblick des ersten Schritte bzw. überhaupt Annäherung, grundsätzlche Drehrichtung des Rumpfes). Aufgrund der isolierenden Systematk und Folgeschutz macht man sich über etwaige Möglichkeiten keine Gedanken. Komplexe Entscheidungen sind nur im chi-Sao möglich und dort kein Problem.

>>>Die Theorie das meine schützenden Positionen so lange nicht einbrechen dürfen bis ich meinen Körper aus der Angriffsflucht verschoben habe leuchtet theoretisch ein. >>>

Körperkraft ist immer ernstzunehmen. Haben wir nicht genug Kraft um uns vom Gegner wegzudrücken,bin ich für WT zu schwach.
Das ist ein hohes Ziel, doch erreichbar. Nicht umsonst, beinhaltet WT eine Vielzahl an kräftigenden Übungen (Holzpuppe, Langstock und Chi-Sao selbst).

>>>Wenn es mir nicht gelingt soviel Körperkraft aufzubringen wie es nötig ist um mich aus der Schusslinie zu bringen dann schlägt es ein. >>>

Es gibt noch Notlösungen aus der BiuTze, die diesen Fall abdecken - z.B. die Körperpendelbewegungen.

>>>Die kinetische Energie welche durch einen deutlich schwereren Gegner (z.B. Mann gegen Frau) zu widerstehen ist kann bei einem Angriff ohne vorherigen Kontakt enorm sein. Aufgrund der eigenen Masseträgheit und der Wucht des Angriffs knicken die Arme dann trotz DWT ein wie Streichhölzer. So gesehen hat der Nutzen des WT als Verteidigungssystem für z.B. Frauen, Senioren und Kinder gegen Stärkere ganz klare Grenzen, welche eindeutig durch die Körperkraft (!) und nicht durch die Technik bestimmt werden! >>>
Korrekt, man muss den Impuls in die Wagschale legen nicht das zu bewegende Körpergewicht, also Masse mal Geschwindkeit.
Wenn mir DWT-treibende Worte in den Mund legen, die ich nie gesagt habe, habe ich das nicht zu verantworten.
Wenn ein Mensch mit schweren Armen und grossem Körpergewicht schlägt und ein sich verteidigenderMensch ebenso schlägt, jedoch sehr leichte Arme und weniger Kraft besitzt bedeutet das nicht zwangsläufig, dass seineArme einknicken. Der Grund ist, dass es nicht zu einer negativen Beschleunigung,ähnlich wie bei einem Auffahrunfall kommt, in der man das auf einen zukommenden Objekt stoppt. Ich gebe dir recht, wenn ein Verteidiger versuchen würde den auf ihn zukommenden Schlag frontal zu stoppen (Bud-Spencer-abfangendes Verhalten etc.).Dann hat der mit dem geringeren Impuls keine Chance, die Arme knicken wie Streichhölter.
Es ist vielmehr so, dass es um ein Abrpallendes Abwehrwerhalten kommt. Durch die Wahl eines geeigenten Winkels wirkt eine wesentlich geringer
Kaft auf uns ein, so das die gengerische Kraft nicht in vollem Umfang auf die Arme des Gegners wirken kann.
Ein Laie hat nicht die Erfahrung und Routine sich WT-technisch günstig zu bewegen, daher kommt es hier eherzum Kräftemessen. Wie gesagt, wieder ist
hier das Nadelöhr der Anwender mit seinen vermeintlichen technischen Unzulänglichkeiten.


>>>Bezüglich der von Ihnen demonstrierten isometrischen Vorspannung bei z.B. Wu Sao ist mir aufgefallen das der Arm bei vielen dann doch recht steif bzw. verkrampft in der Gegend rumsteht anstatt nach vorn zu gehen bzw. der Übergang zu Block ähnlichem Verhalten fließend ist.>>>

Es gibt eine dynamische Wu-Sao, die Angriff über unsern Kopf lenkt (im Falle einer unausweichlichen Kollision) und eine statische Wu sao, die einen Rippenflügel schütz. Letztere benötigen wir bei Ausweichendem Verhalten um der 3-Ebenen-Kontrolle gerecht zu werdne. dh. Schutz auf 3 Ebenen erzeugt höhere Sicherheit.
Die Wu Sao geht dabei mit dem Körperaus der Flucht und darf den Körper nicht verlassen (Torwart solle auch im Tor bleiben).
Die statische Wu dar ihre Position erst aufgeben,wenn der Gegner eine seiner Waffen einsetzen konnte (normalerweise bzw. idealerweise lassen wir ihn keine seiner Waffen einsetzen).

>>Welche Chancen Räumen Sie sich aufgrund Ihres Könnens ein, einen Angriff in Gesprächsdistanz ohne Vorwarnung zu vereiteln?>>
In Gesprächsdistanz hat man nur eine Restschance, wenn man seine Arme und Knie günstig positioniert hat..und auch dann nur, wenn der Genger
"telegrafiert" und sich in sekundenbruchteilen hinsichtlich seiner Absichten verrät.

>>Gibt es in Hinsicht Reaktionszeit, verarbeitbare Informationsmenge (Kampf = Chaos), Konzentration, hinterlistige Gegner ( = Kriegskunst ?) usw. nicht Grenzen welche keine Kampfkunst der Welt verrücken kann?>>

Die Verarbeitungsgeschwindigkeit unserers Brains hat Grenzen...vor allem die visuelle Aufnahme ist einer der langsamen Dinge.


Gruss
Sifu Martin

PS: ich beantworte Fragen bei völlig Annonymen User nicht so gern, ist mir eigentlich zu unpersönlich.
Quicklinks
  #2  
Alt 23-09-2007, 12:28
Benutzerbild von soi_chong
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Kampfkunst: ...Mischmasch...
 
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Ort: .de
Beiträge: 1.425
Standard

sehr interessante gedanken....auf jeden fall lesenswert.....

kann sich ja jeder ne eigenen meinung drüber bilden....






offtopic: hat sifu martin dragos bei sifu hp edel gelernt????
vllt einfach pm an mich ..wäre nett
  #3  
Alt 23-09-2007, 12:49
Moderator
Kampfkunst: LTWT
 
Registrierungsdatum: 24.08.2007
Ort: Deutschland
Beiträge: 4.214
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Sehr interessanter Post. Gefällt mir.
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„Wohin möchtest Du, dass ich Dich schlage?“
  #4  
Alt 23-09-2007, 13:10
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: nichts gefährliches
 
Registrierungsdatum: 02.03.2003
Ort: Deutschland
Beiträge: 277
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aus welchem thread stammen die Texte ?

hoffentlich doch keine ungefragte pN Veröffentlichung


  #5  
Alt 23-09-2007, 13:21
Benutzerbild von Trinculo
Moderator
Kampfkunst: La Superba, Non-tree-hugging Yiquan
 
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Alter: 38
Beiträge: 8.100
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Das werden wir klären ... bis dahin ist hier erstmal dicht.

(Der erste Beitrag dieses Threads enthielt eine PN von Martin Dragos, und es war nicht ersichtlich, ob dieser einer Veröffentlichung zugestimmt hatte.)
__________________
« If the rule you followed brought you to this, of what use was the rule?»
Anton Chigurh

Geändert von Trinculo (23-09-2007 um 13:23 Uhr).
  #6  
Alt 23-09-2007, 13:41
Benutzerbild von Trinculo
Moderator
Kampfkunst: La Superba, Non-tree-hugging Yiquan
 
Registrierungsdatum: 15.01.2004
Ort: Rheinhessen
Alter: 38
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O.K., Veröffentlichung freigegeben (ich füge das hier provisorisch ein, bis der Originalbeitrag wieder hergestellt ist):

Zitat:
Zitat von B1tst0rm
Sehr geehrter Sifu Martin Dragos,

(…)

ich bitte Sie um Ihre fachliche Meinung zu den nachfolgenden Fragen:

Auch mich hat der überall propagierte Gedanke fasziniert (infiziert), dass man durch das erlernen eines Kampfkunststiles (besonders WT) durch Technik die Chancen zu treffen ohne getroffen zu werden deutlich zu seinen Gunsten verschieben kann. Doch je länger ich mich mit der Thematik Kampf ohne Regeln beschäftige desto mehr muss ich mir (leider) eingestehen das das meiste was gelehrt (verkauft) wird unter massiven Angriffen und in Echtzeit versagt und in einer wilden Klopperei mit ureigenen (natürlich vorhandenen) Mitteln endet! Was ist Schuld die eigene Unfähigkeit oder doch nur die unverrückbaren physiologisch-, psychologischen Grenzen des Menschen?

Was kann ich durch Wing Tsun erreichen? Wo liegen die natürlichen Grenzen des Machbaren?

Das Haupttrainingselement des WT ist das Chi Sao. Chi Sao wird hauptsächlich vor bzw. für Angriffe zum Rumpf trainiert. 90% aller Angriffe in der Praxis zielen auf den Kopf! Viele der Bewegungsmuster der unzähligen Sektionen sind in dieser Höhe irrelevant. Liegt hier nicht ein total unsinniges Verhältnis von Trainingsaufwand und Nutzen vor?

Des weiteren zeigt meine praktische Erfahrung das 90% der Angreifer ihre Arme blitzschnell zurückziehen und nicht solange weiterdrücken bis irgendwelche passiven Verschiebungen zustande kommen. Man hat es mit einem regelrechten Feuerwerk aus wechselnden Winkeln und Distanzen zu tun! Welchen Sinn (Wert) macht (hat) Chi Sao bei einem beweglichen schnell schlagenden Gegner?
Lässt sich dieses Chaos (Informationsdichte) bzw. ein Gegner mit unendlichen(!) Möglichkeiten durch ein begrenztes(!) System wie WT kontrollieren?

Die Theorie das meine schützenden Positionen so lange nicht einbrechen dürfen bis ich meinen Körper aus der Angriffsflucht verschoben habe leuchtet theoretisch ein. Dies ist wie ich meine das zentrale Element des DWT (Dragos WT) überhaupt. Doch gerade bei diesem zentralen Element des DWT siegt leider auch nicht in jedem Fall Technik über Kraft, sondern die Körperkraft stellt auch hier die einschränkende Komponente dar. Wenn es mir nicht gelingt soviel Körperkraft aufzubringen wie es nötig ist um mich aus der Schusslinie zu bringen dann schlägt es ein. Die kinetische Energie welche durch einen deutlich schwereren Gegner (z.B. Mann gegen Frau) zu widerstehen ist kann bei einem Angriff ohne vorherigen Kontakt enorm sein. Aufgrund der eigenen Masseträgheit und der Wucht des Angriffs knicken die Arme dann trotz DWT ein wie Streichhölzer. Ich habe hier im Forum von (offensichtlich) DWT Praktizierenden Aussagen gelesen wie: es sei nur eine ganz geringe Körperkraft hierfür notwendig, als wenn ich mich von einer Wand wegdrücke. Diese Aussage mag für einen Angriff bei bestehendem Kontakt annähernd zutreffen. Die meisten Angriffe sind aber aus nicht bestehendem Kontakt zu überstehen und in diesem Fall gleicht es eher einer aufprallenden (bewegten) Wand (bzw. Auto oder Zug)! So gesehen hat der Nutzen des WT als Verteidigungssystem für z.B. Frauen, Senioren und Kinder gegen Stärkere ganz klare Grenzen, welche eindeutig durch die Körperkraft (!) und nicht durch die Technik bestimmt werden! Sehe ich das falsch?

Bezüglich der von Ihnen demonstrierten isometrischen Vorspannung bei z.B. Wu Sao ist mir aufgefallen das der Arm bei vielen dann doch recht steif bzw. verkrampft in der Gegend rumsteht anstatt nach vorn zu gehen bzw. der Übergang zu Block ähnlichem Verhalten fließend ist.

Welche Chancen Räumen Sie sich aufgrund Ihres Könnens ein, einen Angriff in Gesprächsdistanz ohne Vorwarnung zu vereiteln?

Gibt es in Hinsicht Reaktionszeit, verarbeitbare Informationsmenge (Kampf = Chaos), Konzentration, hinterlistige Gegner ( = Kriegskunst ?) usw. nicht Grenzen welche keine Kampfkunst der Welt verrücken kann?

Ich hoffe das Sie dem Kampfkunst Forum noch lange erhalten bleiben und nicht wie angekündigt nichts mehr schreiben. Es gibt viele wie z.B. ich die Ihre Beiträge im Stillen neugirig verfolgen.

In diesem Sinne,

mit freundlichen Grüssen

PS.: Als Interessante Videos zum Thema „was "wirklich" funktioniert“ kann ich die Videos von Geoff Thompson z.B. The 3 Second Fighter usw. empfehlen.

Zitat:
Zitat von SifuMartinDragos
Hallo Bitstorm,

endlich komme ich dazu Deine Fragen zu beantworten..

>>>Ich bitte Sie um Ihre fachliche Meinung zu den nachfolgenden Fragen:

Was ist Schuld die eigene Unfähigkeit oder doch nur die unverrückbaren physiologisch-, psychologischen Grenzen des Menschen?>>>

Das Ergebnis im Kampf wird immer von den persönlichen Fähigkeiten des Ausübenden beeinflusst und Menschen machen Fehler, bzw. können (trotz durchdachten
Systems) Unzulänglichkeiten in körperlich-technischer Hinsicht an den Tag legen. Sehr oft wird aber bei Treffern oder verlorenem Kampf sofort "das System" in Frage gestellt. Es ist ein alter Hut, dass das beste System nurso gut ist, wie der Mann der es vertritt.
Eine "wilde Klopperei" entsteht nur, wenn keine Systematik vorhanden ist, mit der man Situationen löst. Speziell was WT angeht, das ja taoistisch geprägt ist (man versucht "Abwehren" zu vermeiden, zuvorzukommen und dem Gegner durch taktische Ansätze, den Einsatz der Waffen unmöglich zu machen etc.), wird stets ein Folgeschutz vor jeglichen etwaigen Angriffen vorgenommen und die Bewegungsmöglichkeit des Gegners sofort eingeschränkt.



>>>Was kann ich durch Wing Tsun erreichen? Wo liegen die natürlichen Grenzen des Machbaren?>>>
Ich denke, dass man auch bei Gegner die doppelt so schwer sind wie man selbst,vorausgesetzt man hat sein Hausaufgaben gemacht und besitzt die körperliche Mindeskraft, die man für die Ausführung benötigt, gut Karten. Ein Gegner mit Kampferfahrung ist dennoch jedem überlegen, der sich lediglich auf Theorie beschränkt, viel weiß, aber nicht wirklich trainiert hat.
Die Mentale Seite ist mind. 50-70% Anteilig für den Erfolg aller Verteidigungshandlungen. Ist man eingeschüchtert, ängstlich und nicht zum Kampf bereit, nützt einem das schönste System nichts. Die Japaner mit ihrer Samuarai-Tradition machen es vor - sie waren bereits zu sterben, ohne mit der Wimper zu zucken...und im Extrem,entscheiden sich die Dinge..wenn der andere also nicht mindestens ebenso bereit war zu sterben, hat er den Kampf psychologisch schon verloren...das ist die Strategie des Kriegers...


>>>Das Haupttrainingselement des WT ist das Chi Sao. Chi Sao wird hauptsächlich vor bzw. für Angriffe zum Rumpf trainiert. >>>

Rumpfangriffe?..Wirklich ernsthafte Trefferzonen liegen im Genitalbereich, Hals und Kopf. Auch Schwachstellen wie Kniegelenke sind sehr vitale Punkte.
Man verwechsle das Training nicht mit dem Ernstfall. Wenn man in einer Übung statt zum Hals zur Brust schlägt, liegt es meist nur daran, dass man Verletzungsgefahren vermeiden möchte. In Anwendung schlägt man nur bei den sogenannten "Door-Opener"-Strategien zum Rumpf. Diese Schläge zu den Rippenflügeln, Blase oder Solar Plexus-Gewebe, sollen die aufrechte Haltung des Gegners zerstören und seinen Kopf in unserer Richtung spielen, seine Deckung
senken oder ihn ablenken. Ein überaschender Schlag in diese Regionen wirkt im Kampf wie ein unerwarteter Schachzug.
Auch z.B. westlichen Boxen und vielen anderen Kampfkünsten kennt man das..imSinne einer Vorbereitung, um dann die entstehende Lücke zu nutzen.


>>>Welchen Sinn (Wert) macht (hat) Chi Sao bei einem beweglichen schnell schlagenden Gegner?
>>>

Chi-Sao ist nur nötig, wenn unser eigene Angriff nicht durch die Arme des Genger hindurchkommt. Unser Technik wird dann wie Wasser, das sich seinen Weg "findet".
Bei einem schnell schlagenden Gegner, der seine Arme wieder zurückzieht, ist es so, dass er uns angreift, wir also in der Defensive sind.
Im Idealfall können wir den Angriff visuell erkennen (bzw. nur das sich Nähern desGegners) und den Gegner durch Stopptritte auf distanz halten,während der Tritt seine Haltung verändert.
Beginnt der Kampf in Schrittdistantz und ist Tritt nicht möglich, bleibt nur ein ausweichendes Verhalten mit freiem Schlag aus einem Winke.
Die von dir genannte "unausweichliche" Kollision dh. schneller Schlag des Gegners in unsere Richtung, der wir nicht entkommen konnten,
führt kampfsystematisch bei uns zur Notwendigkeit, den Arm des Gegnes über unsern Kopf zu lenken (z.B BiuFak). Durch die aufwärts gerichtet Bewegung erhalten wir viel Standkraft..Ein Gegner der den Arm schnell zurückziehen kann, ist nicht sonderlich weit vorgedrungen. Vermutlich verlieren wir dadurch nichtunser Gleichgewicht. Grundsätzlich gibt esim WT Haltetrechniken mit denen wir den Gegner am zurückziehen seiner Arme hindern, ohne selbst greifen zu müssen.
Gerade bei Kampfsportarten dieauf dynamik und Bewegung spielen,um dem Gegner in einer bestimmten Distanz zu halten, gilt es dessen Bewegungsmöglichkeiten systematisch einzuschränken und seine Waffen zu isolieren. Daher machen Wettkämpfe für WT lerkeine Sinn, da man die fremde Strategie annehmen müsste, zumal das was wir benutzen, nicht verwendet werden darf.
Vor allem die Chamkiu verwendet viele Kontrollmechanismen, die den Genger die Flucht unmöglich machen und ihn ständig unmöglich machen, seine Waffen einzusetzen (Kontrolle der 4 Ecken (Knie und Schultern).
Die Vielfalt (Chaos) im Kampf ist nicht vorhanden, da man im WT nur die Wesentlichen Handlungen des Gegners wahrzunhemen versucht (Augenblick des ersten Schritte bzw. überhaupt Annäherung, grundsätzlche Drehrichtung des Rumpfes). Aufgrund der isolierenden Systematk und Folgeschutz macht man sich über etwaige Möglichkeiten keine Gedanken. Komplexe Entscheidungen sind nur im chi-Sao möglich und dort kein Problem.

>>>Die Theorie das meine schützenden Positionen so lange nicht einbrechen dürfen bis ich meinen Körper aus der Angriffsflucht verschoben habe leuchtet theoretisch ein. >>>

Körperkraft ist immer ernstzunehmen. Haben wir nicht genug Kraft um uns vom Gegner wegzudrücken,bin ich für WT zu schwach.
Das ist ein hohes Ziel, doch erreichbar. Nicht umsonst, beinhaltet WT eine Vielzahl an kräftigenden Übungen (Holzpuppe, Langstock und Chi-Sao selbst).

>>>Wenn es mir nicht gelingt soviel Körperkraft aufzubringen wie es nötig ist um mich aus der Schusslinie zu bringen dann schlägt es ein. >>>

Es gibt noch Notlösungen aus der BiuTze, die diesen Fall abdecken - z.B. die Körperpendelbewegungen.

>>>Die kinetische Energie welche durch einen deutlich schwereren Gegner (z.B. Mann gegen Frau) zu widerstehen ist kann bei einem Angriff ohne vorherigen Kontakt enorm sein. Aufgrund der eigenen Masseträgheit und der Wucht des Angriffs knicken die Arme dann trotz DWT ein wie Streichhölzer. So gesehen hat der Nutzen des WT als Verteidigungssystem für z.B. Frauen, Senioren und Kinder gegen Stärkere ganz klare Grenzen, welche eindeutig durch die Körperkraft (!) und nicht durch die Technik bestimmt werden! >>>
Korrekt, man muss den Impuls in die Wagschale legen nicht das zu bewegende Körpergewicht, also Masse mal Geschwindkeit.
Wenn mir DWT-treibende Worte in den Mund legen, die ich nie gesagt habe, habe ich das nicht zu verantworten.
Wenn ein Mensch mit schweren Armen und grossem Körpergewicht schlägt und ein sich verteidigenderMensch ebenso schlägt, jedoch sehr leichte Arme und weniger Kraft besitzt bedeutet das nicht zwangsläufig, dass seineArme einknicken. Der Grund ist, dass es nicht zu einer negativen Beschleunigung,ähnlich wie bei einem Auffahrunfall kommt, in der man das auf einen zukommenden Objekt stoppt. Ich gebe dir recht, wenn ein Verteidiger versuchen würde den auf ihn zukommenden Schlag frontal zu stoppen (Bud-Spencer-abfangendes Verhalten etc.).Dann hat der mit dem geringeren Impuls keine Chance, die Arme knicken wie Streichhölter.
Es ist vielmehr so, dass es um ein Abrpallendes Abwehrwerhalten kommt. Durch die Wahl eines geeigenten Winkels wirkt eine wesentlich geringer
Kaft auf uns ein, so das die gengerische Kraft nicht in vollem Umfang auf die Arme des Gegners wirken kann.
Ein Laie hat nicht die Erfahrung und Routine sich WT-technisch günstig zu bewegen, daher kommt es hier eherzum Kräftemessen. Wie gesagt, wieder ist
hier das Nadelöhr der Anwender mit seinen vermeintlichen technischen Unzulänglichkeiten.


>>>Bezüglich der von Ihnen demonstrierten isometrischen Vorspannung bei z.B. Wu Sao ist mir aufgefallen das der Arm bei vielen dann doch recht steif bzw. verkrampft in der Gegend rumsteht anstatt nach vorn zu gehen bzw. der Übergang zu Block ähnlichem Verhalten fließend ist.>>>

Es gibt eine dynamische Wu-Sao, die Angriff über unsern Kopf lenkt (im Falle einer unausweichlichen Kollision) und eine statische Wu sao, die einen Rippenflügel schütz. Letztere benötigen wir bei Ausweichendem Verhalten um der 3-Ebenen-Kontrolle gerecht zu werdne. dh. Schutz auf 3 Ebenen erzeugt höhere Sicherheit.
Die Wu Sao geht dabei mit dem Körperaus der Flucht und darf den Körper nicht verlassen (Torwart solle auch im Tor bleiben).
Die statische Wu dar ihre Position erst aufgeben,wenn der Gegner eine seiner Waffen einsetzen konnte (normalerweise bzw. idealerweise lassen wir ihn keine seiner Waffen einsetzen).

>>Welche Chancen Räumen Sie sich aufgrund Ihres Könnens ein, einen Angriff in Gesprächsdistanz ohne Vorwarnung zu vereiteln?>>
In Gesprächsdistanz hat man nur eine Restschance, wenn man seine Arme und Knie günstig positioniert hat..und auch dann nur, wenn der Genger
"telegrafiert" und sich in sekundenbruchteilen hinsichtlich seiner Absichten verrät.

>>Gibt es in Hinsicht Reaktionszeit, verarbeitbare Informationsmenge (Kampf = Chaos), Konzentration, hinterlistige Gegner ( = Kriegskunst ?) usw. nicht Grenzen welche keine Kampfkunst der Welt verrücken kann?>>

Die Verarbeitungsgeschwindigkeit unserers Brains hat Grenzen...vor allem die visuelle Aufnahme ist einer der langsamen Dinge.


Gruss
Sifu Martin

PS: ich beantworte Fragen bei völlig Annonymen User nicht so gern, ist mir eigentlich zu unpersönlich.
__________________
« If the rule you followed brought you to this, of what use was the rule?»
Anton Chigurh
  #7  
Alt 23-09-2007, 13:49
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 27.01.2007
Beiträge: 23
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Zitat:
Zitat von Lieschen Beitrag anzeigen
aus welchem thread stammen die Texte ?
hoffentlich doch keine ungefragte pN Veröffentlichung
Habe diese Fragen per PN an SMD gestellt und folge zustimmend seinem Hinweis:

Zitat:
Zitat von SifuMartinDragos
(...) ich beantworte dir das, wenn Du die Antwort ins Forum stellen wirst..so haben wengisten auch andere was davon....
Mit freundlichen Grüssen

Geändert von B1tst0rm (23-09-2007 um 13:51 Uhr).
  #8  
Alt 23-09-2007, 14:55
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: nichts gefährliches
 
Registrierungsdatum: 02.03.2003
Ort: Deutschland
Beiträge: 277
Standard

Zitat:
Zitat von B1tst0rm Beitrag anzeigen
bin nicht dein Zahnarzt
  #9  
Alt 23-09-2007, 15:40
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: FMA
 
Registrierungsdatum: 27.07.2007
Alter: 27
Beiträge: 251
Standard

Dragos:
Zitat:
Die Verarbeitungsgeschwindigkeit unserers Brains hat Grenzen...vor allem die visuelle Aufnahme ist einer der langsamen Dinge.
Anglizismen in allen Farben und Formen ist man ja schon gewohnt, aber das hier... einfach nur
  #10  
Alt 23-09-2007, 17:14
Benutzerbild von SifuMartinDragos
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 13.08.2002
Beiträge: 246
Standard

Zitat:
Zitat von mykatharsis Beitrag anzeigen
wurde ediert
sehr sachlich fundierte Antwort...edit..kein Wunder, dass bei dem Niveau der Beiträge, sich User lieber per PN an mich wenden, wenn sie Fragen haben...
  #11  
Alt 23-09-2007, 18:56
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: will PhB VT
 
Registrierungsdatum: 04.04.2007
Alter: 23
Beiträge: 384
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Ich finds gut!

Hätte aber auch nicht anderes erwartet
  #12  
Alt 23-09-2007, 19:07
Benutzerbild von wfn.j
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Kampfkunst: WingTjun - MMA - TaijiQUAN-Anfänger
 
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Ort: Lorsch (Südhessen)
Beiträge: 1.946
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Zitat:
Chi Sao wird hauptsächlich vor bzw. für Angriffe zum Rumpf trainiert. 90% aller Angriffe in der Praxis zielen auf den Kopf! Viele der Bewegungsmuster der unzähligen Sektionen sind in dieser Höhe irrelevant. Liegt hier nicht ein total unsinniges Verhältnis von Trainingsaufwand und Nutzen vor?
Sehr gut erkannt meiner Meinung nach. Oft ist es so, dass die Bewegungsmuster sehr viel Sinn machen, wenn man sie interpretiert als Eingänge in die Wurfdistanz, was auch die Höhe der Aktionen erklärt. Wenn man die Bewegungsmuster übt, aber die Distanz nicht schließt, kommt sowas raus wie die Sektionen.

Nur meine Meinung,
Wolfgang
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Es ist nicht alles Gold, was glänzt; und nicht alles aus Gold glänzt.
  #13  
Alt 23-09-2007, 19:57
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Zitat:
Zitat von SifuMartinDragos Beitrag anzeigen
sehr sachlich fundierte Antwort...
Was soll man da sachlich fundieren? Was Du schreibst ist nur für WT'ler von Interesse oder einfach nur allgemein bekannt bei Leuten, die praxisgerecht trainieren. Es ist in erster Linie viel wohlklingender Blabla ohne Nährwert, aber den Leuten gefällts, weils irgendwie einleuchtend klingt solange man an WT glaubt.
  #14  
Alt 23-09-2007, 23:33
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@Martin

Sorry Martin, aber bei einem Gegner der doppelt so schwer ist, kannst Du Hausaufgaben machen bis der Chinese Reis im Quadrat reihert

Vorausgesetzt der Gegner macht kein Wt ist aber auch keine fette Bewegungsgurke, sondern z.B. ein gewöhnlicher Ringer oder Boxer.

Du bist ja nun laut eigner Aussage ein Ausnahme-Kampfkünstler und ich schätze Dich mal auf 80 KG (+-5). Ein Gegner mit 160 KG bricht Dich auf wie einen Hirsch

WT ist ja so schön - in der Theorie jedenfalls. Die kleinen Chinesen damals hatten doch alle nur 52,73 KG, da hat das sicher alles wunderbar funktioniert.

Gruß,
Eric

P.S. Gut finde ich jedenfalls, dass Du versuchst aus deinem Blickwinkel offen und ehrlich den Interessierten zu antworten.
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  #15  
Alt 24-09-2007, 13:45
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>>>Die Theorie das meine schützenden Positionen so lange nicht einbrechen dürfen bis ich meinen Körper aus der Angriffsflucht verschoben habe leuchtet theoretisch ein. >>>

Körperkraft ist immer ernstzunehmen. Haben wir nicht genug Kraft um uns vom Gegner wegzudrücken,bin ich für WT zu schwach.
Das ist ein hohes Ziel, doch erreichbar. Nicht umsonst, beinhaltet WT eine Vielzahl an kräftigenden Übungen (Holzpuppe, Langstock und Chi-Sao selbst).

>>>Wenn es mir nicht gelingt soviel Körperkraft aufzubringen wie es nötig ist um mich aus der Schusslinie zu bringen dann schlägt es ein. >>>


Vielleicht hab ichs ja falsch verstanden, aber Sie sagen aus, das man mit der Technik gegenüber der Kraft unterlegen ist!
Das Systenm was von NG Muy entwickelt worden ist, beruht aber auf der Grundlage das der anwender eine Frau ist oder irre ich mich! Also Kraft von Natur unterlegener als ein Mann!!

Ich habe mich in verschiedenen WT,WC,VT usw Schulen umgesehen,um für mich die am realistisch anwendbare Techniken zu filtern!
Dabei war ich von der vorgehensweise von AVCI WT sehr beeindruckt!!!

Ich finde(persöhnliche Meinung) das LT-System zu starr ist!

Man is ja nicht auf einen bestimmten Punkt verankert, Bewegung ist angesagt somit kann man die Kraft des Gegners etwas minimieren bzw ich lauf drumherum!

Beispiel:Agressor stößt mit gerader Faust gegen unseren Kopf vor, ich mache mit meiner linken einen aussen Pak und gleichzeitig einen ausweichschritt nach links um dann mit einem zirkelschritt nach vorne um in die achse meines geners zu glangen!!!

Ebenfalls ein gutes bsp wäre die Techniken von Gary Lam, den ich als Besten unserer Zeit aktuell halte,nach Wong!!!

bin für Contras sehr gerne bereit sie zu lesen!!!(Richtigstellungen)
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BE WATER MY FRIEND!!!

Geändert von kow-t (24-09-2007 um 14:02 Uhr).
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