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#1
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| Hallo Leute, folgendes ist mir aufgefallen ... ich fang mal mit einem Zitat von Bruce Lee an: Zitat:
Im Muay Thai gibt es Kämpfer die als Kinder schon anfangen und gerade neulich habe ich mir in den sehr empfehlenswerten Büchern von Christoph Delp "Thai Boxen basics" und "Thai Boxen Profesionals" ein paar Daten angeschaut wie z.B. Kämpfer Peerapong Chuanpoe Kampfname: Boevy Sor. Udomsorn und jetzt kommts 100 (einhundert) professionelle Kämpfe (von Sparring usw gar nicht erst zu reden!!!) und das Stand 2001 und jetzt auch der Hammer ... geboren 1984 !!! Das ist NUR ein Beispiel ... So ein Typ ist, wie Bruce oben geschrieben hat, im Kampf ... und nicht ausserhalb wie unser eins ... Wir (damit mein ich mich und die die sich angesprochen fühlen) kurbeln in der Gegend rum, kämpfen gegen Gleichgesinnte, betreiben KK Inzest (immer greift einer ing ung mässig an) und wenn nicht, dann sind die als richtige Gegner nicht ernstzunehmen ... meistens werden lächerliche Angriffe abgewehrt. Es findet kein Sparrng statt ... "richtige" Kämpfe schon gar nicht ... Kampf an sich wird tunlichst vermieden ... was soll da aus uns werden ...Was hält ihr davon ? Gruß Keulchen |
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#2
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| was hält dich davon ab in den ring zu steigen und selbst 100 kämpfe in irgendeinem system zu bestreiten??? es liegt wie immer an uns selbst! nicht jeder will sich 100mal im ring behaupten und dabei tausende von schlägen auf die rübe bekommen. du vergisst den spaß an der sache an sich! das miteinander, das bewegen, generell überhaupt etwas zu tun! jemand der jede woche 2-3mal im ring steht bzw. sich im "richtigen" kampf übt, wird immer besser sein, als jemand, der nur "simuliert". |
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#3
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| Zitat:
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__________________ - pain is temporary, pride is forever - |
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#4
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| also, da kann man aber immer noch den Einwand machen, dass Thai-Box-Wettkämpfe, so hart sie auch sein mögen, immer noch Wettkämpfe nach Regeln und somit auch simuliert sind. außerdem will ich gar nicht einfach NUR kämpfen..... wo ich mit Bruce Lees Ansichten von Herzen übereinstimme ist, dass Stil-Begrenzungen unnötig und hinderlich sind. aber auf Formen als Ausdruck des Kampfes gegen sich selbst möchte ich nicht verzichten, da ich das persönlich für zentral halte. (eine andere Frage ist, ob Formen fest sein sollten.....da denke ich wäre beides gut: also Üben sowohl fester als auch nichtfester, improvisierter Formen.) na ja, hm.
__________________ kein Stil ist einem anderen Stil grundsätzlich überlegen |
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#5
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| Ich unterrichte in einer Sportschule, die ihren Schwerpunkt beim Thai- und Kickboxen hat. Der Schulleiter hat den 2. Dan. Der Verein stellt drei deutsche Meister, davon einer sogar zweifacher (Verband-WKN - World Boxing Network - http://www.muaythaiipta.de/wkngerman...2,index,0.html). Einer war auch schon Vize-europameister. Wenn ich mit dem Besitzer in den Ring gehe, und wir machen unser Altherren-Sparring, trage Handschuhe und nen Mundschutz, habe ich keine Chance - denn dann muss ich Boxen... Ziehe ich meine Sandsackhandschuhe an (http://www.sport-shop.de/index.html?...handschuhe.htm, die mich eigentlich immer noch behindern, habe ich eine gute Chance das Ding für mich zu entscheiden, obwohl ich das Händicap habe, dass ich nicht in die Eier treten kann (soll) und auch nicht gegen die Gelenke - aber es ist für mich rund... Die jungen Kämpfer sind sau gut, haben Kondition ohne Ende und unglaubliche Nehmerqualitäten - im Ring, mit Handschuhen, habe ich da Null-Chance. Wie Gary Lam angeblich einmal (sehr verallgemeinernd) sagte: "Im Ring gewinnt immer Muay-Thai, auf der Straße immer Ving Tsun." "Kämpfen" alleine reicht nicht, mach dir gedanken, wo du kämpfen wirst... Gruß Christoph ![]() My two pence Geändert von Chris Stein (04-11-2006 um 19:43 Uhr). |
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#6
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| [ Geändert von Stefan Krebs (04-11-2006 um 15:20 Uhr). |
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#7
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| Zitat:
sehe ich genauso wie Bruce Lee. Wir verzichten auch auf sämtliche Formen innerhalb unseres Systems und versuchen eigentlich ab der erste Übungstunde eine entsprechende "Stressimpfung" ins Training einzubauen. Weiterhin wird jeder Neuling möglichst schnell an die praktische Materie herangeführt, indem er z.B. die wichtigsten Aspekte in den einzelnen Teilsparringsbereichen vermittelt bekommt, um damit möglichst schnell in innovativen Trainingsformen diese einzubauen und mit den gängigen Stilmitteln umgehen zu können. Weiterhin trainiert jeder mit jedem, um zu gewährleisten, dass jeder Trainingsteilnehmer möglichst viele Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Typen von Menschen sammeln kann. Dieser Punkt wird noch dadurch positiv stimuliert, dass wir auf ein klassisches Graduierungssystem innerhalb unserer Gruppen verzichten, damit Hierarchien aller Art den einzelnen Trainingsteilnehmern nicht beim praktischen Tun im Weg stehen. Das Ganze findet in überschaubaren Trainingsgruppen statt, d.h. dass ein gesundes Verhältnis zwischen Trainierendem und Trainerteam da ist. Dabei ist jedoch wichtig, dass das Trainerteam nicht außen vorläuft, sondern genauso mittrainiert wie alle anderen Trainingsteilnehmer auch. Dabei herrscht bei uns der Grundsatz, dass wer "mehr kann", mehr Verantwortung hat und gleichzeitig Vorbildcharakter für alle anderen hat. Damit verbunden ist, dass wir unser Training sportlich angehen, d.h. dass niemand mit einem trockenen T-shirt nach Hause geht und seinen Körper spätestens am nächsten Morgen entsprechend spürt. Denn von nichts kommt nichts und wer nicht trainiert, braucht auch im Selbstverteidigungsbereich nicht zu erwarten, dass er gegen Schläger aller Art auf der Strasse bestehen kann! Ein weiterer Grundsatz unseres Trainings ist, dass jeder Neue möglichst schnell ein guter Trainingspartner von allen anderen Trainingspartnern werden soll, d.h. dass er nicht in irgendeiner Ecke irgendwelche Trockenübungen praktiziert, sondern von Beginn an mit fortgeschrittenen Trainingsteilnehmern entsprechendes Anwendungstraining absolviert. Dabei ist natürlich zu bedenken, dass Anwendungsformen aller Art nur praktiziert werden sollten, wenn die einzelnen Trainingsteilnehmer mit entsprechender Schutzausrüstung ausgerüstet sind, über entsprechende motorische Fähigkeiten wie z.B. die Fähigkeit kontrollierte Techniken an ihren Partnern anzubringen verfügen und man seinen Gegenüber als Trainingsparter und nicht als Gegner wahrnimmt. Denn Profilneurosen, Potenzgehabe, Machtphantasien und die Eigenschaft nicht "Verlieren" zu können, haben beim Anwendungstraining nichts zu suchen und führen über kurz oder lang nur zu Stress untereinander, Verletzungen und Unfrieden innerhalb der Trainingsgruppen. Dies gilt insbesondere für den Trainerstab, der häufig nur so lange "cool" ist im Anwendungsbereich, solange er nicht von irgendjemanden von den Trainierenden mal entsprechend gefordert bzw. "gekitzelt" wird! Denn wahre Souveränität im Leben hat nicht nur mit der Fähigkeit zu tun im motorischen Sinne Kämpfen zu können, sondern geht auch im geistig seelischen Bereich einher, wo der einzelnen progredient zum Wachstum im motorischen Sinne genauso mitwachsen muss, um ein ensprechendes Rückrad in allen Lebensbereichen zu erreichen! Und genau diese Souveränität würde dem ein oder anderen Trainer bzw. Trainingsteilnehmer mal ganz gut tun, um die Bodenhaftung bzw. den Bezug zur Realität nicht zu verlieren! Ich für meinen Teil differenziere nicht zwischen Trainer und Trainingsteilnehmer, sondern halte das in unseren Trainingsgruppen so, dass es halt Menschen gibt, die schon ein paar Meter weiter auf dem Weg der Selbstverteidigung zurückgelegt haben als andere Trainingsteilnehmer und diese dann gerade unsere Neulinge an der Hand nehmen sollten, um ihnen ihr Wissen und ihre Erfahrung möglichst schnell zu Gute kommen zu lassen. Denn gute Trainingspartner haben noch niemanden im Selbstverteidigungsbereich geschadet und da liegt es gerade an der Trainerschaft möglichst schnell ihr Wissen dem jeweils Neuen zu Gute kommen zu lassen, anstatt sich in stetiger Geheimniskrämerei zu üben! Bis dann Stefan Geändert von Stefan Krebs (04-11-2006 um 15:15 Uhr). |
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#8
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| Zitat:
Kein System gewinnt "immer", es kommt auf den Kämpfer an (wie schon so oft gesagt ) Und warum sollte MT VT unterlegen sein, wo doch MT'ler regelmäßig sparren und kämpfen, im Gegensatz zu VT-lern? Ich würde die Vorteile eher bei den MTs sehen... mfG Sascha
__________________ "Was für eine triste Welt, in der es einfacher ist, ein Atom zu zerschmettern, als ein Vorurteil!" -Albert Einstein |
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#9
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| Zitat:
Genauer lesen Zitat:
Gruß Christoph ![]() PS: Wer sagt, dass VT-ler nicht regelmäßig sparren? Schon mal beim VT-Training gewesen und wenn ja bei WEM...? Geändert von Chris Stein (04-11-2006 um 16:04 Uhr). |
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#10
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| Okay, war vielleicht bischen überheblich, sorry! Ich nehme nur an, das beim MT härteres sparring praktiziert wird als bei VT?! Korrigier mich wenn ich falsch liege, aber beim VT wird nicht Vollkontakt gesparrt, oder? Falls doch, nehmeich alles zurück und behaupte das Gegenteil! ![]()
__________________ "Was für eine triste Welt, in der es einfacher ist, ein Atom zu zerschmettern, als ein Vorurteil!" -Albert Einstein |
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#11
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| Man muss auch bedenken, dass die Thaiboxer den Kampf im Ring für den Kampf im Ring trainieren. Das ist deren Leben, da ist das wichtig und richtig! Die werden auch auf der Straße gut draufhauen können... keine Frage! Nur ist unsereins halt berufstätig, familiengebunden, hobbybelastet, hat vielleicht erst später mit KK/KS begonnen und sucht keine KS/KK um im Ring zu kämpfen, sondern um sich in einer Gefahrensituation verteidigen zu können (oder zumindest die Möglichkeiten dazu kennt). Und dafür ist IngsBums vielleicht besser als Thaiboxen... Ich persönlich habe nicht die Zeit, soviel zu trainieren wie diese Thais, 2-3 mal die Woche, ab und zu nen Lehrgang oder Privat. An das Leistugsniveau komme ich nie ran... Und ich würde mich auch nie mit so einem messen wollen, schon garnicht im Ring! Aber was heutzutage auf den Gehsteigen rumlungert, was in Dicos die Hühnerbrust rausdrückt, dafür mache ich mein WingChun. Mal von dem spaß und den netten Leuten abgesehen... Verteidigen konnte ich mich früher schon gut (war oft genug teuer), aber mit WingChun macht das mehr Spaß... ![]()
__________________ Herrschaftsdunnerkeil! Awwer hunnerd prozend! |
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#12
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| Zitat:
Also, das hält ja jeder ein wenig unterschiedlich. Ich trainiere mit meinen Schülern im Training ohne Schützer und sage ihnen, dass sie auch wirklich beim Schlagen dagewesen sein sollen. Aber man zieht nicht voll durch. Dann habe ich aber auch Trainingseinheiten Leichtkontakt (also voll durchziehen mit Kopf- Brustschutz und Sandsackhandschuhen). Aber das ist alles Sparring - jedoch kein Vollkontakt. Geht ja auch schlecht, wenn du keine Handschuhe trägst - das wummst nämlich richtig Gruß Christoph ![]() Geändert von Chris Stein (04-11-2006 um 16:36 Uhr). |
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#13
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| Zitat:
Und dieses ewige:"Die trainieren Wettkampf, auf der Straße sieht es anders aus", sollte doch irgendwann selbst dem betriebsblindestem zu lächerlich werden. Und wenn ich dann die Handschuhe ausziehe? Dann wird man wohl unter Freunden nicht mehr Vollgas geben und dann kann man auch mal das Gefühl haben erfolgreich zu sein, ohne daß das wirklich so ist. Und nicht in die Eier treten und nicht auf die Gelenke, das ist natürlich ein großes Handicap. Aber wenn Du das dürftest, dann hätte er natürlich keine Chancen oder wie? Ich korrigiere mich, diese Vorstellung ist ein weiteres Problem. Lustig war auch als mal ein WT-Trainer einem Freefighter erklären wollte was er alles am Boden fieses machen könnte. Hat er aber dann ganz vergessen als er ziemlich hilflos auf dem Boden rumlag. Vielleicht hätte er irgendwas gemacht wenn er einen Arm frei gehabt hätte? Wenn man nicht die Augen verschließt, dann kann man sich auch entwickeln |
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#14
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| Zitat:
. mega toller Kerl. Zeig mir mal WOHER DIESER SUPERHELD seine Zeit nimmt. Um mich präziser auszudrücken; was verlangst du bitte, wir sind hier alle keine Profis, KKler zum Spaß, aus Fitnessgründen oder warum auch immer. Ich wette, der hat sich sein Hirn schon rausschlagen lassen , wenn du das allerdigns bewunderst, verstehe ich dich natürlich Zitat:
![]()
__________________ ahja und du hast hast Ahnung von Kampfkunst (: Wir lieben die EWTO :D |
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#15
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| @ Kannix Kann dir nur zustimmen. Hab leider vor ein paar Jahren auch mal ing ung ausprobiert ( ca. 8 Monate ). Das war mir aber irgendwann zu lächerlich. Die haben nie Sparring gemacht, die haben nie was für ihre Fitness gemacht und die greifen immer mit ing ung an. Als ich dann zum Thaiboxen ging hab ich den damaligen Trainer mit genommen um ihm das mal zu zeigen. Er ist vom Training fast gestorben ( wegen kondition ). Das Training hat ihm aber so gut gefallen das er heute Thaiboxen und Free Fight trainiert und kein ing ung mehr. Er selber sagt das thai und Free Fight viel geiler ist. Was ich auch total albern finde ist das die ing ung leute einem immer verkaufen wollen wie derbe sie sind aber nicht kämpfen wollen weil es zu krass wäre. Aber jeder muß ja selber wissen was er mit seiner zeit und seinem Geld macht. |
![]() |
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