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  #1  
Alt 05-07-2002, 20:04
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Beiträge: 79
Standard JKD - Boxen

Hi,
ich habe gelesen, daß im JKD auch westliches Boxen enthalten sein soll. Im Berecih Koryo Bujutsu habe ich gerade gelesen, daß viele Leute sich im Kampf das Handgelenk brechen mit westlichen Boxtechniken. Da JKD ja aber nur für die Selbstverteidigung geschaffen wurde, verstehe ich nicht, wie das zusammen passt. Oder verwendet man die Boxtechniken nur zum trainieren.

Grüße simon
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  #2  
Alt 05-07-2002, 21:47
Benutzerbild von Joachim
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Kampfkunst: Muay Thai, Kali
 
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Standard

Hi,
also soweit ich weiss ist der meistgebrochene Knochen beim Gebrauch von Boxtechniken der Mittelhandknochen (dicht gefolgt vom Nasenbein).
Das westliche Boxen gehört meiner Meinung nach zu den effektivsten Systemen wenn es darum geht mit den Händen zu arbeiten. Wenn man aber beabsichtigt zum Schädel zu Schlagen empfiehlt es sich mit der offenen Hand zu Schlagen (meine Meinung), wobei bei Schlägen zum Körper die gute alte Faust benutzt werden kann.
Widerspricht sich also nicht, ändert nur ein bischen was an der Distanz und an der Mechanik.
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  #3  
Alt 05-07-2002, 22:13
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Beiträge: 41
Standard

Da muss man schon differenzieren. Das moderne, westliche Boxen ist ja aus den Bare Knuckle Fights hervorgegeangen. JJ Corbett ist nicht wie Ali herumgehuepft und Sullivan hat auch nicht das Tyson-typische "bobbing n waeving" praktiziert. Diese Spielchen konnte man sich aufgrund des Reglements und fehlender Schutzausruestung nicht leisten.

Es wurde "klassisch" (whatever) geboxt: Arme dich am Koerper, die Schlaege waren leicht aufwaerts gerichtet (u.a. um nicht auf die Stirn zu treffen), Treffen mit ganzer Faust, d.h.: kleiner, Ring- und Mittelfinger. Bevorzugte Trefferflaechen: seitlicher Kiefer, Nase, Schlaefe ...

Die Screwdriver (Schlaege mit Spin, Eindrehen der Faust, voller Gewichtsverlagerung und optimaler Hebelwirkung) sind ein Phenomaen des "modernen" Boxens. Da funktioniert das, da "muss" man das so machen, um die maximale Schlagwirkung zu erzielen.

Dennoch: klassisches Faustfechten und modernes Boxen haben viele Parallelen. Wie Joachim sagte:

"Widerspricht sich also nicht, ändert nur ein bischen was an der Distanz und an der Mechanik"
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  #4  
Alt 05-07-2002, 22:29
KKB-Userstatus: Beginner
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Beiträge: 41
Standard

Joachim, lustige sig:

"Es gibt keinen Löffel"

Meine Analogie:

"There is no passive reaction"

" ... it's a world that's been pulled over your eyes to blind you from the truth ... the truth is ... you are a slave ..."

Oh nein, ich habe den Film ein mal zu oft gesehen ... bwahhahah ... :-)
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  #5  
Alt 07-07-2002, 13:32
Benutzerbild von Chicken Wings
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Kampfkunst: Jun Fan Gung Fu, Boxen, Kali-Eskrima
 
Registrierungsdatum: 06.07.2002
Beiträge: 134
Standard

Natürlich verwendest du westliche Boxtechniken auch im realem Kampf - warum nicht - dem gegner ist es egal ob er mit einer westlichen oder östlichen Boxtechnik umgehauen wurde.

Außerdem, warum sollte ich eine Boxtechnik nur zum trainieren verwenden und in einer realen Situation nicht ?

Techniken, welche ich trainiere muß ich im realem Kampf benutzen können - sonst brauche ich sie nicht zu trainieren.

Warum solltest du dich mit solchen Techniken verletzten - unterscheiden sich z.b "gerade" im Boxen so stark von "geraden" in anderen Systemen?

Meik
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  #6  
Alt 07-07-2002, 15:06
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 23.02.2002
Beiträge: 79
Standard @ chicken wings

Hi,

na klar ist es für den den ich treffewurscht, ob mit westlichen oder östlichen Techniken. Aber es ist nicht wurscht, ob ich mir dabei das Handelenk breche, denn sollte der Schlag nicht 100% getroffen haben, hab ich ein größeres Problem...

Deine Meinung nur das zu trainieren, was du tatsächlich im Kampf gebrauchen kannst, teile ich nicht. Boxtechniken eignen sich z.B. den korrekten Hüfteinsatz zu lernen, Seilspringen eignet sich, um leichtfüßig zu werden... ich denke manchesmal fördern selbst Dinge dein Kampfgeschick, obwohl sie auf den ertsen Blick nix mit dem tatsächlichen Einsatzgebiet zu tun haben.

Der Grund, daß du dich mit Boxschlägen mehr gefährdest, liegt daran, daß du z.B. beim Jab zuerst mit den Fingerknöcheln auftriffst, da der Schlag eingedreht wird. Somit ist die Gefahr groß, daß du nach vorne überkippst und dein Handgelenk überbelastest.

Grüße simon
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  #7  
Alt 07-07-2002, 19:53
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Standard

hey simon,

wo hast du diese weisheiten her ?

dem handgelenk ist es egal wie die faust gehalten wird,
solage das handgelenk beim auftreffen gerade ist.

nur anfänger ( egal welcher stil ) brechen sich das handgelenk,
wenn mit angewinkeltem gelenk schlagen.

ansonsten gilt was schon mehrfach gesagt wurde - finger und mittelhand brechen wesentlich öfter.

salve
obsidian
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  #8  
Alt 07-07-2002, 23:48
Benutzerbild von Chicken Wings
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Kampfkunst: Jun Fan Gung Fu, Boxen, Kali-Eskrima
 
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Beiträge: 134
Lightbulb Re: @ simon

hei simon, vielleicht habe ich mich bezüglich des "nichttrainierens"
falsch ausgedrückt...natürlich trainiere ich westliche boxtechniken, die gehören halt einfach dazu und machen mir auch sehr viel spaß.
Du fragtest aber ob im jkd die boxtechniken nur zum trainieren benutzt werden (letzter satz). Nein, ich trainiere sie natürlich - sonst kann ich sie doch nicht 100% (im realem) kampf einsetzen.
es wäre doch paradox, wenn die westlichen Boxtechniken nur im training benutzt werden und wenn du mit mir eine auseinandersetzung hast, sage ich : ne - diese technik benutze ich nur zum trainieren !!!??
bezüglich der handverletzungen kann ich PERSÖNLICH nur sagen:

- die meisten verletzungen beim sparring passieren bei kicks, wenn das eine bein oben ist und das andere umknickt, weil du eine scheiß stellung hattest ( !! )

- wenn du in einem reinem jun fan kick- boxtraining ca. 600 fauststöße mit jeder hand zur handpratze bringst, dann treffste auch im realem ziemlich sicher (glaube ich mal)

- und außerdem haste bei einer verletzten hand zwar ziemlich schlechte karten, aber bist in einer richtig ernsten situation immer noch in der lage deine verbleibenden waffen einzusetzen - ob du da noch gewinnen kannst ( ??? )

bis bald im forum

Meik
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  #9  
Alt 25-10-2002, 15:35
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Standard

Zitat:
Original geschrieben von JoeKo

Es wurde "klassisch" (whatever) geboxt: Arme dich am Koerper, die Schlaege waren leicht aufwaerts gerichtet (u.a. um nicht auf die Stirn zu treffen) ...
Warum waren die Schläge denn aufwärtsgerichtet, wenn man die Stirn nicht treffen wollte? Die Stirn ist doch oben und wenn man aufwärts schlägt, schlägt man doch in die gleiche Richtung.
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  #10  
Alt 25-10-2002, 16:26
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Beiträge: 366
Unhappy

Zitat:
Original geschrieben von Triple-M
Warum waren die Schläge denn aufwärtsgerichtet, wenn man die Stirn nicht treffen wollte? Die Stirn ist doch oben und wenn man aufwärts schlägt, schlägt man doch in die gleiche Richtung.
Aufwärtsgerichtet im Sinne eines vertikal von unten nach oben verlaufenden Uppercuts mit Ziel zum Kinn, statt einer horizontal geschlagenen (Power-) Geraden, bei der ein kurzes Nach-Vorne-Absenken des Kopfes ausreicht, sich an der Stirn des Gegners die damals ungeschützten Finger oder Knöchel zu brechen!
(Was im übrigen auch heutzutage noch zu beachten wäre!)
Wie Joachim schon erwähnte: Schläge zum Kopf eher mit der flachen Hand (Palm Smash), die zum Körper eher mit der Faust!

Gruß,
Michael
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  #11  
Alt 26-10-2002, 00:30
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Lightbulb Danke!

Achso, vielen Dank!
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  #12  
Alt 26-10-2002, 11:57
Benutzerbild von DieKlette
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Exclamation Ergänzung

Hy Triple-M,
ich denke, was Joachim meinte ist nicht mit der ganzen flachen Hand sondern nur mit dem Handballen schlagen. Der ist sehr hart und richtig zerstörerisch. Findet man auch im Wu Shu als Tigertstil, oder ?

Mit Respekt

Oss

Julian
__________________
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  #13  
Alt 26-10-2002, 12:06
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Beiträge: n/a
Standard Re: JKD - Boxen

Zitat:
Original geschrieben von Simon
Hi,
ich habe gelesen, daß im JKD auch westliches Boxen enthalten sein soll. Im Berecih Koryo Bujutsu habe ich gerade gelesen, daß viele Leute sich im Kampf das Handgelenk brechen mit westlichen Boxtechniken.
Ist ja sogar Tyson schon passiert.
Das Problem: Heutige moderne Boxtechniken sind für die größtmögliche Wirkung MIT BOXHANDSCHUHEN angelegt.
Deshalb sieht man auch viele Profis beim Schattenboxen, die die Fäuste nicht mal mehr ballen. Es ist durch die Handschuhe nicht nötig, ggf. sogar kontraproduktiv, da man verspannen kann. Geht dann auf Kosten der Geschwindigkeit.

Aber: Mit kleinen Modifikationen des Boxens in Richtung alte Bareknucklefights (genau hinschauen wo man hin schlägt, nicht einfach abfeuern, keine Heumacher etc.) ist das eine der besten Waffen die Du besitzen kannst.
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  #14  
Alt 26-10-2002, 15:06
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 19.10.2002
Ort: China
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Beiträge: 602
Standard Re: Ergänzung

Zitat:
Original geschrieben von DieKlette
Hy Triple-M,
ich denke, was Joachim meinte ist nicht mit der ganzen flachen Hand sondern nur mit dem Handballen schlagen. Der ist sehr hart und richtig zerstörerisch. Findet man auch im Wu Shu als Tigertstil, oder ?

Mit Respekt

Oss

Julian
Flache Hand? Ich dachte er meinte Boxtechniken zu Zeiten der 'bare knuckles'-Kämpfe.
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  #15  
Alt 26-10-2002, 16:02
Benutzerbild von Luggage
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Beiträge: 5.671
Standard

Zitat:
Joachim:
Hi,
also soweit ich weiss ist der meistgebrochene Knochen beim Gebrauch von Boxtechniken der Mittelhandknochen (dicht gefolgt vom Nasenbein).
Das westliche Boxen gehört meiner Meinung nach zu den effektivsten Systemen wenn es darum geht mit den Händen zu arbeiten. Wenn man aber beabsichtigt zum Schädel zu Schlagen empfiehlt es sich mit der offenen Hand zu Schlagen (meine Meinung), wobei bei Schlägen zum Körper die gute alte Faust benutzt werden kann.
Widerspricht sich also nicht, ändert nur ein bischen was an der Distanz und an der Mechanik
Wo liest du hier was über Bareknuckle-Fights?

mfg,
Luggage
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