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#61
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| der von dir erfragte grund für den umstieg von jj auf das technik-programm von sifu avci ist in NRW bereits des öfteren gepostet worden. die älteren eingriffstechniken aus dem jj waren einfach nicht praktikabel (kurzform). ...nachdem sich sehr viele köpfe der basis über die techniken beschwert haben, haben sich sehr viele fortbilderköpfe zusammengesetzt und in langen arbeitstagungen (mit vielen trainingseinheiten) ausgetauscht. ergebnis: das aktuelle technikprogramm nrw. liebe grüße
__________________ Ich mag Blumen. (Katana_Desperado) Zitat: Wir müssen selbst die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen möchten (Mahatma Ghandi). |
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#62
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| Moin! Also ich finde hier drehen wir uns irgendwie im Kreis! Ich glaube nicht das die achso tolle "Wirksamkeit und Einzigartigkeit" der Grund für den Wechsel vom JJ zum *ing*ung waren. Letztendlich wird es wohl so gewesen sein das es einige Führsprecher fürs *ing*ung gegeben hatt die aus welchen Gründen auch immer in der Überzahl waren im Vergleich zu den JJ-Fürsprechern! Und der Vergleich hinkt auch ein wenig... auch im JJ bei der Polizei wird nicht das komplette System gelerht sonder ebenfalls nur Auszüge! |
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#63
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| Also ob er normale Feld-Wald-und Wiesenpolizist damit nun besser gestellt ist bezüglich der Waffenlosen SV als vorher ... wir hatten neulich 2 neue Mitglieder der Polizei bei uns zum Training die *ing*ung Ausbildung hintersich hatten... nimms mir nicht übel.... aber auch die hatten enorme Probleme sich gegen einfachste Angriffe zu wehren. Im Grunde ist das das gleiche Problem wie bei Anfänger beim JJ oder in anderen Systemen. Klar wenn Du super gut trainiert bist, Dich persönlich noch für Kampfsport/kunst interesserist und/oder beim SEK bist etc. mag das schon ganz anders aussehen. |
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#64
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Man macht eine Ausschreibung, spielt ein bißchen mit den eingereichten Alternativen rum, und am Ende wird im Regelfall das gekauft, was denjenigen Entscheidungsträgern, die gerade den Hut aufhaben, subjektiv am besten gefällt. Das muß nicht zwangsläufig objektiv das beste sein, sondern es ist einfach nur das, auf das derjenige, der am Ende seine Unterschrift druntersetzen muß, selber abfährt.Und du und ich, wir wissen beide, daß es kaum einen Bereich gibt, in dem soviele verschiedene und meistens gegensätzliche Verständnisse von "gut und brauchbar" existieren wie im Kampfsport/Selbstverteidigung/Einsatztraining Insofern ist das Argument "Avci-Einsatztraining ist gekauft worden, weil es das beste und sowieso schon mal viel toller als JJ ist" in meinen Augen reichlich schwach.Wenn ich Entscheidungsträger wäre, würde meine Entscheidung vermutlich eher zugunsten von Systemen/Konzepten ausfallen, deren umfassende praktische Brauchbarkeit nicht nur behauptet, sondern auch vielfach und nachvollziehbar bewiesen worden ist... nämlich auf der Matte und/oder im Ring. Ich würde nämlich zu einem System tendieren, das sich technisch und trainingsmethodisch an gängige Wettkampfsportarten anlehnt. weil da in meinen Augen am ergebnisorientiertesten trainiert wird. Aber das ist nur meine persönliche Meinung, die niemand zu teilen gezwungen ist. |
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#65
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| sehe ich auch so. Zitat:
einige leiter der arbeitstagungen waren alteingesessene jj-lehrer...und waren nicht besonders begeistert, dass ihre techniken aus dem jj ausgetauscht werden sollten. sie wollten die "neuen" techniken nicht einmal sehen. viele sv-lehrer in den ausbildungszentren waren hochgraduierte jj-lehrer, auch die an der sportbildungsstätte in wuppertal. erst nachdem die fortbilder der behörden (keine wt-ler) massiv druck gemacht hatten, konnte sifu avci sein programm mit fortbildern der se vorstellen. hier kann ich wirklich einiges aus dem nähkästchen erzählen.....sollte ich aber besser nicht. die teilnehmer der arbeitstagungen waren alles fortbilder und viele mit kk-hintergrund. aber: in der ausbildung musste man gürtelprüfungen ablegen...also doch die anfänge des ganzen systems. mit hinknien und angrüßen, mit jj-anzug und verbeugen. ![]() liebe grüße
__________________ Ich mag Blumen. (Katana_Desperado) Zitat: Wir müssen selbst die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen möchten (Mahatma Ghandi). Geändert von Katana_Desperado (12-04-2008 um 14:58 Uhr). |
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#66
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| Zitat:
@Katana: "Nähkästchen" insofern, dass nachvollziehbare Gründe für den Wechsel genannt wurden, die Du dann ja möglicherweise kennen könntest. Es erschließt sich für mich nämlich nicht so richtig, insbesondere da doch einige BL beim JJ geblieben sind.
__________________ Ich weiß nicht immer, wovon ich rede. Aber ich weiß, dass ich recht habe. (M.Ali) |
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#67
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| niemand hat behauptet, dass sich die beamten jetzt im kampf mit jedem messen können. und sie hatten keine *ing *ung ausbildung hinter sich, sondern wurden in wenigen einheiten an zugriffstechniken unterwiesen. und hobes_s hat schon geschrieben: Zitat:
liebe grüße
__________________ Ich mag Blumen. (Katana_Desperado) Zitat: Wir müssen selbst die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen möchten (Mahatma Ghandi). |
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#68
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| Wenn es DAS perfekte System geben würde, würds ja auch jeder machen! ![]() Ich meinte Verteidigung gegen Würgen, festhalten und son Zeugs... wir haben kein Sparring gemacht! |
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#69
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| Kommt drauf an, was man unter Kampf versteht. Wenn ich jemanden zu Boden bringen und fesseln will und er sich dagegen wehrt, ist das eine physische Konfliktsituation, und das kann man meiner Ansicht nach durchaus als Kampf bezeichnen, zumal es durchaus nicht immer gewährleistet ist, daß ich mich mit geballter Übermacht auf den Bösewicht stürzen kann. Deswegen ist es in meinen Augen auch nicht damit getan, den Leuten ein paar "Zugriffstechniken" zu zeigen und sie diese dann mit einem oder zwei Partnern hin- und her üben zu lassen. Als Anfang ist das sicherlich okay, aber das nötige Bewegungsgefühl für eine körperliche Auseinandersetzung (ganz gleich mit welchem Ziel) entwickelt man nunmal nur, wenn man nach dem grundlegenden Verständnis der Technik auch ins freie Randori/Sparring einsteigt. Und dafür braucht man wiederum zumindest einen gewissen sinnvollen Grundsyllabus aus einigen grundlegenden Takedowns und Bodentechniken (Hebel, Umdreher, Haltegriffe, Positioning usw.) samt entsprechenden Verteidigungen, der so aufeinander abgestimmt ist, daß in diesem Rahmen auch erfolgreich und sinnvoll gesparrt werden kann. Insofern finde ich die vertretene Haltung "Wir bilden keine Kämpfer aus" eher kontraproduktiv. Ein bißchen Kämpfer muß jeder sein, der sich berufsmäßig mit physischen Konflikten beschäftigt. |
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#70
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| @Hobbes: Was genau machst Du denn für KK? Also nach Deinen Äußerungen zu Urteilen bist Du wohl auch Polizist oder? |
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#71
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in den arbeitstagungen der technikfindungen wurde jedoch ganz schön viel herumgespielt ..... Zitat:
sein konzept hat aber überzeugt und deshalb wurde es genommen. Zitat:
die techniken aus dem avci systemen wurden nicht auf der matte bewiesen, richtig. aber auf der straße, denn die se arbeiten schon seit 1992 mit diesen techniken. alle techniken werden laufend im einsatz getestet und se/nrw haben eine ganze menge einsätze. wenn etwas mit den techniken schief läuft, wird mit sifu avci nachbesprochen. techniken werden notfalls so lange überarbeitet, bis sie absolut praktikabel sind. und ich kenne einen, der kennt einen, der manchmal meine schuhe und socken trägt, der "freut" sich um jede situation, die techniken auszupobieren, natürlich nachdem alle milderen mittel nicht erfolgversprechend sind.....siehe da, bis dato keine klagen. ist die anwendbarkeit für den, den ich über einen kenne, der den kennt, der meine schuhe manchmal trägt dann nicht bewiesen? und von denen kenne ich eine ganze menge. Zitat:
wie das training in der behörde aussieht, brauche ich dir ja nicht zu sagen....und genau da sitzt ein schwarzer peter! liebe grüße
__________________ Ich mag Blumen. (Katana_Desperado) Zitat: Wir müssen selbst die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen möchten (Mahatma Ghandi). |
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bücherwurm?*schmunzel* ich wette du bist ein f3-mann. hehe Zitat:
freies randori mit den beamten? pffft ![]() Zitat:
ein choke wäre toll, oder ein fieser hebel. aber abwürgen oder gelenke zielgerichtet anzugreifen möchte der im nicht. und was alles passieren kann, wenn man jemandem die beine mit einem ordentlichen takedown wegzieht...das gegenüber könnte ja auf den kopf fallen oder auf die wirbelsäule. gar nicht auszudenken ... für die geforderten vorgaben wurde ein wirklich gutes programm zusammengestellt. ich sage nur: gleiche leistung, befähigung, bevorzugte beh... und auch der neu eingestellte rest.... *maulkorb* liebe grüße /edit: fehler
__________________ Ich mag Blumen. (Katana_Desperado) Zitat: Wir müssen selbst die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen möchten (Mahatma Ghandi). Geändert von Katana_Desperado (12-04-2008 um 15:43 Uhr). |
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#73
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| Hallo, es ist schon toll, was man hier alles lesen kann! Aber reden wir nur über ein Bundesland? Oder nur über die Ausbildung bei der Polizei oder auch anderer Behörden? Bei der Polizei in Hessen und in Bayern, wurde schon 1983 ein Ausbildungsprogramm mit Techniken für Polzeibeamte vorgestellt. Siehe Buch von Josef Art und Erich REinhardt, Ju-Jutsu Praxis. Im SV -System Ju-Jutsu (deutsche Erfindung) wird damit geworben, dass die Polizeibehörden ihre Beamten darin ausbilden. Seht Euch die Verbandseite des Ju-Jutsu im Internet an. Wer das Buch Ju-Jutsu Praxis kennt, wird feststellen, man muss das Rad nicht neu erfinden, da werden Techniken vorgestellt, die auf die Polizei zugeschniten sind. Trotzdem kann man auch sagen, jeder kocht seine eigene Suppe. Da gibt es SV- Seminare (in Frankfurt/M) unter Leitung eines Taekwon-Do Großmeisters, bei der Bundeswehr in München wird Combat Hapkido unterrichtet. Bei einigen Feldjägern auch Judo ( wobei das Kodokan_Judo eine wirklich ausgereifter Kampfsport war). Über was regen wir uns auf? Ich denke im Dienstsport wird kein Polizeibeamter ein Kampfsportsystem wirklich erlernen können. Welches System aus China, Japan, Korea, Thailand, usw. das beste System ist? Dies wird zu nichts führen. Ist nur meine Ansicht. soto-deshi |
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#74
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| ist das jetzt ironisch gemeint? ![]() andere bundesländer - andere sitten. ![]() Zitat:
... was die verschiendenen bundesländer betrifft, stimme ich dir zu. aber jedes bundesland hat sich an spezielle vorgaben aus dem im zu halten. es wird sich nicht aufgeregt. bis jetzt wird sachlich wissen ausgetauscht...und unterschiedliche meinungen gepostet. ich habe mal in einem bericht gesehen, dass japanische polizeibeamte nur offiziere werden können, wenn sie den schwarzgurt in irgend einer kampfkunst erworben haben. ob das jetzt wirklich stimmt, weiß ich nicht...ich finde es aber super. liebe grüße
__________________ Ich mag Blumen. (Katana_Desperado) Zitat: Wir müssen selbst die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen möchten (Mahatma Ghandi). |
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#75
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Ich finde das Argument "Die Straße gibt mir aber recht" nicht besonders überzeugend, weil es in der Natur der Sache liegt, daß so eine Aussage kaum objektiv überprüft und nachvollzogen werden kann, denn ihre angebliche Richtigkeit wird regelmäßig nur durch "anecdotical evidence" gestützt. Erstens ist "Bei den SE'en funktionierts aber" eine Aussage, die faktisch nur von langjährigen SE-Angehörigen verifiziert/falsifiziert werden kann (und so einer bin ich nicht), zweitens bietet eine sportliche Umgebung meiner Ansicht zumindest im technisch-methodischen Bereich nach eine deutlich umfassendere, häufigere und systematischere Überprüfung der Inhalte als jede Einsatzsituation, und drittens sind die Einsatzlagen und Anforderungen im Streifendienst nicht dieselben wie beim MEK/SEK. Grappler, Ringer, Boxer, Muay-Thai'ler, Judoka usw. testen ihre Konzepte regelmäßig mit sehr hoher Wiederholungsfrequenz gegen eine Vielzahl von grundverschiedenenen Wettkampfgegnern und Sparringspartnern in einer Umgebung, in der jeder einzelne klitzekleine Aspekt von ihnen selbst, dem Gegner, dem Coach, dem gegnerischen Coach und nicht zuletzt den Zuschauern sofort beobachtet, analysiert und verarbeitet wird. Die Kämpfe und das Training sind öffentlich zugänglich, die Beobachter zahlreich, die Konkurrenz schläft nicht, alles kann auf Video aufgezeichnet und ggf. später Bild für Bild ausgewertet werden. Es gibt buchstäblich keine Geheimnisse, und funktionierende Konzepte setzen sich in kürzester Zeit durch. Das ist nunmal eine "Laborkapazität", mit der zumindest in technischen Belangen keine Sammlung von Real-Einsatzdaten (so wichtig Einsatzerfahrung ansonsten auch ist) ernsthaft mithalten kann. Zitat:
![]() Zitat:
![]() Zitat:
Im übrigen... was hat das eine mit dem anderen, und vor allem mit unserem Thema zu tun?Zitat:
Zitat:
Das ist natürlich reichlich bescheuert von eurem IM. Über Chokes durch ungeübte Anwender kann man natürlich geteilter Meinung sein, aber Würfe, Takedowns, Hebel usw. gehören meiner Meinung in jedes brauchbare Einsatztrainingssystem rein. Ich kann nur wiederholen, ich bin froh, daß wir nicht an diese Vorgaben gebunden sind. Mann, ein polizeiliches Einsatztraining ohne diesen Kram... sorry, aber bei diesem Gedanken kann ich nur sagen, mein herzliches Beileid. Wenn das die Ausgangsposition für deinen Diskussionsansatz ist, bleibt mir im Grunde nichts mehr zu sagen als die Feststellung, daß wir dann über vollkommen unterschiedliche Situationen reden. Ich rede darüber, was taktisch sinnvoll und rechtlich zulässig ist, nicht darüber, was euer komischer Minister in irgendwelchen drogenvernebelten Fantasien ausgebrütet hat. Nimms mir bitte nicht krumm, aber das haut mich gerade echt aus den Latschen... so was beklopptes (ich weiß, ist nicht deine Schuld) habe ich ja echt lange nicht gehört. |