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#1
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| Hallo, was haltet ihr von dem Crosstraining WT & Muay Thai. Ich denke es ist doch eine sinnvolle Kombination, die die Effektivität der Selbstverteidigung erhöht Hierdurch würden doch auch Nachteile von schlechtem Punch und schlechten Nehmerqualitäten von WT`lern verbessert Was ist eure Meinung zu dieser Kombination ? |
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#2
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| Ich befürchte, dass sich die Struktur und Basis der beiden Kampfkünste sehr voneinander entscheiden, und so letztendlich die eine oder andere ihre Effektivität einbüssen wird. Z.B.: der Thaikick benötigt zur richtigen Anwendung nicht nur eine dem WT fremde Körpermechanik, kommt nicht nur aus einer dem WT völlig fremden Postiotion und Stellung sondern verletzt auch durch das "Durchtreten" durch das Ziel bzw. durch die Drhung bei Nicht-Treffer das Zentrallinien-Ausrichtungsprinzip des WT. Eine Kombination der beiden Kampfkünste halte ich daher für sehr schwierig und bin auf deine Erfahrungen gespannt. Grüsse |
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#3
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| Sehe ich ebenso. Das*ing*un lebt von ganz spezifischen Prinzipien. Andere Stile wiederum gehen die Problematik des Kämpfens ganz anders an und kommen auch zu anderen Lösungen. Beides zu vermischen, führt sicherlich zu einem totalen Chaos. Schlecht, wenn man im Stressfall 'durcheinander' ist. |
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#4
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| Ich vertrete (auch aus eigener Erfahrung) die Meinung, dass sich dies auf Dauer schlecht kombinieren lässt. Um mal etwas andere Luft zu schnuppern und besser zu verstehen, was andere tun und wie sie trainieren, kann es hingegen nix schaden. Gruss Skyguide |
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#5
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| Ja gut....dann muss ich mal entschieden wiedersprechen (oh je..). Da zu gab es doch schonmal was, oder?? Ich persönlich trainiere MT jetzt seit fast einem Jahr parallel zum WT (das mittlerweile 4 Jahre) und bin äußerst zu frieden mit dieser Kombo....!!! Ich denke man kann das alles nicht so einfach pauschalisieren. Wer schon sehr lange trainiert und auch schon verschiedene Sachen gemacht hat, der wird damit nicht wirklich Probleme haben (oder z.B. nicht mehr oder weniger als mit der Kombo WT&Escrima). In meinem Fall sind das mittlerweile 13 Jahre KK. Davon sind mehrere Jahre TKD,Boxen und Kickboxen dabei gewesen. Ich hatte bei der MT-Technik fast gar keine Probleme (Kleinigkeiten, wie z.B. das "Durchtreten" beim Lowkick und kein schnappen) und habe mich schnell wieder reingefunden. Das größte Problem war die Kondi und die wird ja von mal zu mal besser.. .Das war/ist auch einer der Hauptgründe für mein Crosstraining. Das intensive Training, Springseil, Pratzen, NATÜRLICH DAS SPARRING, usw.. zu den technischen Unterschieden: MT ist ne geile Sportart und so wird das auch trainiert! Ab und an gibt es auch ein paar traditionelle Sachen, aber meistens wird von einem Handschuh ausgegangen. Es gibt Taktik um über die Rundenzeiten zu kommen, Tricks&Kniffe für den Wettkampf, und, und, und... Interessanter Weise ist mir das meisten Verständnis für Sachen im *ing *un beim MT gekommen! Dort kennt keiner Graduierungen (zumindest bilden die sich auf die Khan-Prüfungen nix ein im Gegensatz zur EWTO), chi sao (häh chi sao-kenn ich nich..), etc. Man bekommt echt ein gutenEinduck was vom *ing *un übrig bleibt, dass ist jetzt NICHT ironisch gemeint!! Vieles funzt gut, anderes ab und an und es gibt Sachen die ich nie wieder mache ...Auf der anderen Seite lernt man auch (wieder) in ganz anderen Distanzen zu kämpfen bzw. sich wenigstens dort zu behaupten. Die meisten Übungen im *ing *un gehen alle davon aus das ich schon Kontakt habe, bzw. im Infight bin. Tolle Sache, nur muss man erstmal dahin kommen.... Lange Rede, kurzer Sinn: Für mich ist es eine sehr gute Kombination, ich habe keine Probleme mit vermischen etc. (und durcheinander bist du wenn es dann man knallt doch sowiso, oder???) und es ist eine Sache die sich gegensetig sehr gut ergänzt. Letztlich muss jeder doch seinen eigen Weg finden und gehen! |
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#6
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| Ich sehe das so ähnlich wie "wadenbeißer". WT passt prima mit Thaiboxen oder auch jeglicher Art von Bodenkampf zusammen. Es kommt eben auf den Schwerpunkt an, den man sich setzt. Wer eher sportlich ortientiert ist und an Wettkämpfen teilnehmen will, kann durch das Körpergefühlstraining des WT seine In-Fight-Fähigkeiten ernorm steigern, das gilt ebenso für den Kampf auf dem Boden. Wer WT als reines SV Systems betreibt, durchbricht natürlich mit der zwangläufigen Anpassung an sportliche Regeln, die eingentliche Struktur des WT und muss sich bewusst sein, dass er sich somit nicht mehr 100%ig auf die Stärken des WT verlassen kann. Wenn man damit leben kann und bei Misserfolg nicht dem WT die Schuld gibt (das man ja in diesem Fall selbst kastriert hat), lässt sich beides gut zusammenbringen. Letztendlich kommt es darauf an, wie man WT versteht. Wenn man glaubt WT definiere sich durch bestimmte, festgelegte Techniken, dann ist die Vermengung natürlich Unsinn. Wenn man es in der Weise versteht, dass WT eine Bewegungsschule für den effektiven Kampf ist und die WT-typischen, aber flüchtigen Positionen nur als Lern-Hilfen dienen, dann kann man für Hybrid-Stile dem WT viele Aspekte abgewinnen. |
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#7
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| @wadenbeißer *ing*un beschäftigt sich viel mit der Nahdistanz und die Stärke des Stils liegt sicherlich auch hier, aber zu meinen *ing*un beschäftigt sich nur damit, irrt. Chi-Sao übt gewisses Verhalten / Agieren, wenn der Kontakt z.B. schon da ist. Alle Aktionen sollen automatisch nur einen Aspekt erfüllen, nämlich den Gegner auszuschalten. Körperkoordination, Prinzipien, Strategie, Timing, Distanz, Kraftübertragung, etc. werden trainiert. Das 'Ding' mit dem eigentlichen Kämpfen kommt aber erst danach: Sparring. Das Schließen der Lücke, Überbrücken der Distanz, die Chance erkennen und ausnutzen. Das vorher in quasi 'trockengelegten'Übungen frei anwenden. Wer nur mit Chi-Sao *ing*un-kämpfen will ist nicht nur sehr mutig, sondern dem fehlt tatsächlich noch ein wichtiges Stück. Auch hat Dir Gerätetraining beim *ing*un gefehlt. Wundert mich sehr, denn ganz wesentlich bei jedem Stil sollte doch wohl viel regelmäßiges Schlagtraining an Wandschlagpolster und Sandsack sein u.ä. sein. Ein Laufen, Seilspringen, gezieltes Muskeltraining gehört dazu. @wadenbeißer + Marciano *ing*un verfolgt ein ganz einfaches und direktes Prinzip um den Kampf zu gewinnen. Vermischt man dieses Prinzip mit anderen Strategien entsteht zwangsläufig ein Widerspruch. Widerspruch führt zu Hemmnissen, Blockaden, die in Situationen, in denen schnelle Entscheidungen getroffen werden müssen, Zeitverlust und dadurch Risiko bedeuten. Unnützes. sicherlich kann man in vielerlei Situationen kommen. Für jede Situation aber eine Lösung parat haben zu müssen, würde zu einem Riesenvolumen des zu Erlernenden führen. Man hat nur wenig Zeit zur Übung. Sollte man diese nicht lieber so einsetzen, daß man eine wirklich gute 'Sache' hat?! |
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#8
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| ich denke auch, dass es schwierig ist beide zu verbinden; ich habe mal wing chun unterrichtet, mein kollege und freund savate; da lag das ganze ähnlich; wir sind übereingekommen, das nicht zu vermischen; das halte ich für professionell; man kann "unverkrampft" sparren und mal sehen, wie die techniken dann (gemischt?) kommen, aber es bedarf wohl einer größerer anstrengung das ganze zu "der einen figur" zu hauen grüsse |
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#9
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| ich denke der knackpunkt ist, das man eine KK soweit beherrschen sollte, daß durch das erlernen einer zweiten KK keine fehler in die erste KK eintrainiert werden..
__________________ Der Glaube versetzt Berge und verschüttet dabei nicht selten die Toleranz. © Prof. Michael Marie Jung |
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#10
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| "Auf das wir recht recht lange Leben", bei so schwer zu erreichenden Zielen. |
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#11
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| So wie man mehrere Sprachen erlernen kann, finde ich die Kombi WT/MT im Einzelfall super sinnvoll. Viel schwieriger gestaltet es sich, in beidem gute Lehrer und Trainingsmöglichkeiten zu finden. Im WT ist es nicht leicht, im MT ist es mir bisher leider gar nicht gelungen. |
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#12
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| @Wt-Maniac Du willst also eine gewisse Schrittechnik und Schlagtechnik (geraden Weg) sehr gut beherrschen. Gleichzeitig willst Du noch eine andere Schrittechnik und andere Schläge beherrschen. Da brauchst aber a)sehr viel Zeit und b)eine superschnelle Auffassungs-und Verarbeitungsgabe, denn Du mußt ja im Ernstfall auch noch optimal auswählen können. Und es sind nicht nur die Wege, die Kraftübertragung (Körpereinsatz) u.s.w., die sich unterscheiden. Auch die Kampfstrategien / Konzepte unterscheiden sich. Chaos vorprogrammiert. Trotzdem viel Erfolg. |
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#13
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| Wir hatten früher in unserer WT-Schule einen Ausbilder gehabt, der parallel zu seinem WT-Training mit Thaiboxern trainiert hat. Die Kombination beider Stile sah dann z.B. so aus, das er zwar Wt-mäßig in den Gegner reingegangen ist, im Infight aber Muay Thai Clinchtechniken und Kniestöße gegeben hat. Er hat sich aus beiden Stilen das rausgenommen, was für ihn in der Anwendung am besten funktioniert hat. Gruß Stoiker |
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#14
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| Zitat:
Warum schließt Du von Dir auf andere ? |
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#15
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| @Stoiker; so gesehen bin ich mit dir einverstanden. um seinen eigenen kampfstil zu entwickeln ist jedes crosstraining sinnvoll nur lernt man dann nicht z.b. wt + thaiboxen sondern eben seinen eigenen stil, was dann schon mal zu problemchen mit dem einen oder anderen ausbilder führen kann. gruss skyguide |
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