|
#1
| ||||
| ||||
| Tach auch! In einem Video - das Thema ist mittlerweile geschlossen - hat ein You Tube Nutzer ein Videozitat von Herrn Leung Ting eingestellt, in dem dieser behauptete, man könne ohne Bodenkontakt schlagen. Übrigens: Volleyballspieler, die einen Ball in der Luft wegschlagen, können das auch. Was ist dran an der Geschichte, dass man ohne Bodenunterstützung schlagen kann? Kann man damit jemanden umhauen? Sollte man das trainieren? |
|
#2
| ||||
| ||||
| Zitat:
Beim Schlag in der Luft solltest Du Dich kurz mal fragen, wie denn der Schläger in die Luft gekommen ist. Und würde er tatsächlich einfach so schweben - könnte er denn dann gemäß Actio=Reactio effektiv schlagen? Wieviel Masse müßte er dazu dem Geschlagenen voraus haben? (Lesetip in den Schulbüchern: Umrechnungsformeln zu Masseträgheit, Arbeit, etc.) Und schwebt er nach dem Hüpfen einfach so rum oder fliegt er auf einer Wurfparabel? (Lesetip in den Schulbüchern: Erdanziehungskraft) Wo kommt diese Parabel her? Hat sie Einfluß auf den Schlag? (Lesetip in den Schulbüchern: Vektoraddition.) Es gelten die physikalischen Gesetze.
__________________ Manche Menschen haben einen Horizont mit Radius null und das nennen sie ihren Standpunkt. |
|
#3
| |||
| |||
| Also ich lass mir lieber eine von einem Volleyballspieler, der grad in der Luft hängt ballern, als ein Boxer, der mit beiden Beinen am Boden steht^^ |
|
#4
| |||
| |||
| Zitat:
Liebe Grüße, Shin |
|
#5
| ||||
| ||||
| ähm.. schau dir mal das Video nochmal an. LT springt dabei vor und benutzt ebenfalls seine Körpermasse.... Das ist wie mit dem Video von dem Systema-Typen, der sich in die Wampe schlagen ließt und nichts spürt. Darauf schlägt er den anderen und der bricht halb zusammen. Ohhhh.... sagen jetzt unaufmerksame Zuschauer. Das der erste Typ dem Systema man aber auf den Bauch geschlagen hat und der Systema-Mann dem andren auf den Solarplexus scheinen diese Leute nicht zu registrieren. So kamen mir die Zuschauer in dem Video vor als LT sprang.... Ganz schlechtes Kino, da hab ich nen Kind schon besser für dumm verkauft... Also, mehr Mühe hätte er sich geben sollen. Das hatte selbst der Systema-Mann gemacht... |
|
#6
| ||||
| ||||
| Ich merk schon, Physik und WT werden sich nicht mehr grün... Gibt sogar im MMA Schläge ohne Bodenkontakt, allerdings sehen die etwas anders aus, als das, was LT da macht. |
|
#7
| ||||
| ||||
| Kann man im schwerelosen Zustand einen anderen mit einem Revolver erschießen, wenn man leichter ist, als der andere?
__________________ Ich wurde durch's Feuer, wie Phoenix geborn. Ich flog durch die Lüfte! ward doch nit verlorn. |
|
#8
| ||||
| ||||
| Zitat:
__________________ Ich wurde durch's Feuer, wie Phoenix geborn. Ich flog durch die Lüfte! ward doch nit verlorn. |
|
#9
| ||||
| ||||
| Kann man einen weh tun, wenn man rein aus dem Arm und ohne Bodenkontakt bei einem gerade Sprung nach oben? Ja, wenn man genug Beschleunigung beim Schlag erreicht. Tut es mehr weh, wenn man den Schlag nur aus dem Arm macht, dabei eine leichten Sprung wie LT nach vorne macht um zumindest etwas Körpermaße dahinter zu haben? Jepp. Kann man jemanden viel mehr weh tun, wenn man mit Impuls aus der Hüfte, dabei beide Füße auf den Boden hat und die Kraft aus dem Boden holt? Definitiv ja. Warum gibt es diesen Topic überhaupt????? |
|
#10
| ||||
| ||||
| Ich wollte wissen, wie verbreitet der Aberglaube ist, dass man ordentlich schlagen kann, ohne Bodenunterstützung. In dem angesprochenen Video war ja eine Zwischenfrage zu hören, die mich stutzig machte. Ich merke, man kann euch einfach nicht hinters Licht führen. ![]() Dann spare ich mir die anschließenden Fragen zum Thema, ob das stehend auf nem Skateboard oder in nem Flugzeug geht. ![]() |
|
#11
| ||||
| ||||
![]()
__________________ excuse me while i kiss the sky |
|
#12
| ||||
| ||||
| Hallo Leute, Wer in Physik ein wenig aufgepaßt hat, hat für beide Szenarien (mit und ohne Bodenkontakt) die entsprechende Erklärung. Jede Kraft benötigt, um zu wirken, eine Entsprechung in entgegengesetzt wirkende Richtung. Ob nun so oder so geschlagen, ist für den Impls ein Gegenimpuls notwendig. Worum geht es nun aber bei der Wirkung eines Fauststoßes. Es geht im einen Impuls. Für die Erzeugung eines Impulses ist natürlich Kraft notwendig, aber hier ist zu berücksichtigen, woher die Kraft kommt. Der Impuls ist ein nichtlineares Produkt aus Masse und Geschwindigkeit. Eine sehr kleine Masse benötigt für den gleichen Impuls gegenüber einer hohen Masse sehr viel mehr Geschwindigkeit. Für die Masse steht - so kein Bodenkontakt vorhanden ist - nur die eigene Körpermasse zur Verfügung. Nun bewegen wir bei einem Fauststoß nicht den Körper (naja, in kleinem Maße auch, wenn der durch Schritt oder Sprung in Bewegung ist oder wenn der Gegner selbst sich auf den Körper zubewegt (relative Geschwindigkeit zum attackierten Objekt). Die weitaus größere Geschwindigkeit hat jedoch die kleine Masse der Faust. Schwebender Körper: Ungeachtet der Tatsache, daß unsere Köpermasse nicht schweben kann, setzten wir dies hier jetzt einmal voraus. Sie würde also ohne Bewegung im Raum schweben: Wir haben es beim Fauststoß mit drei Massen zu tun. A, der eigene ruhende Körper; B, die eigene sich bewegende Faust und der Körper des Gegners (hier auch mal als ruhend angenommen und ungeachtet dessen, ob er Bodenkontakt hat oder nicht). Die einzige Variable ist doch hier die sich bewegende Faust. Ihre Geschwindigkeit bestimmt den Impuls. Nur: Welche Masse können wir als wirkend ansehen? Gut, die Faust, das ist schon mal klar. Die Faust bewegt sich aber nicht isoliert vom schlagenden Körper. Es gibt eine statische Verbindung zur Körpermasse, die mittels Muskelkontraktion erzeugt wird. Je nach Qualität dieser Kontraktion wird der Körper mit der Faust (stark oder weniger stark) verbunden. Im Optimum (was wohl keiner wirklich erreicht) stehen hinter der Faust die Körpermasse zu 100 %. In der Bewegung der Faust wirken also nicht nur dessen Masse, sondern auch die (hier ruhende) Körpermasse. Dem Impuls steht neben der Geschwindigkeit der Faust also auch die Masse der Faust und anteilig die Masse des Körpers zu Verfügung. Bei einem schwebenden Körper, bei dem Faust und Körper gleichgroße Masse hätten, würde beim schwebenden Strecken des Arm die Faust und der Körper sich mit gleicher Geschwindigkeit voneinander entfernen. Je ungleicher das Massenverhältnis ist, desto mehr findet die Bewegung in Richtung der kleineren Masse statt. In unserem Beispiel ist die Masse der Faust derart klein, im Verhältnis zu Körpermasse, daß sich hier die Faust (fast) alleine bewegt, die Masse (fast) an ihrer Stelle verbleibt. Trifft die Faust nun auf ein Objekt, entsteht bei Berührung ein Impuls, dessen Größe von der wirkenden Masse (eben dargestellt die eigene und der Masse des getroffenen Objekts) und der Geschwindigkeit der Faust abhängt. Entsprechend der Trägheit der so aufeinandertreffenden Massen und deren Beschaffenheit entsteht nun eine Verformung, die wir als Schlagwirkung registrieren. Wäre die eigene Körpermasse extrem klein, würde sich eine sehr geringe Schlagwirkung ergeben. Ist die eigene Körpermasse groß, ist auch die Schlagwirkung entsprechend größer. Die Geschwindigkeit der Faust kann dabei in beiden Fällen als gleich angenommen werden, wenn man die maximale Kontraktionsgeschwindigkeit der Muskulatur als Optimum annimmt. Der Bodenkontakt: Dieser hat ja nun die Aufgabe, sich in der Schlagwirkung von der eigenen Körpermasse ein wenig unabhängiger zu machen, indem man sich mit diesem Boden derart veranktert, daß nicht mehr die eigene Körpermasse in ihrer natürlichen Begrenzung als „große Masse hinter der Faust“ wirkt, sondern nun die Kontraktionskette mit dem Boden verankert wird. Damit spielt die Masse des eigenen Körper eine andere Rolle, denn hinter dem Fauststoß kann nun der Boden selbst stehen - soweit die Kraft der Muskulatur in ihrer Kontraktion dazu in der Lage ist, diesen Ankerpunkt zu nutzen. Damit stehen auch kleineren, leichteren Personen relativ große Schlagwirkungen zur Verfügung. Je besser man in der Lage ist, die Kontraktionkette zwischen Faust und Boden zu verbinden, desto weniger spielt die eigene Körpermasse noch eine Rolle, desto größer wird aber die Rolle der Muskulatur, welche diese Kontraktionskette bildet. In beiden Fällen, mit oder ohne Bodenkontakt, entscheidet die Qualität der Konraktionskette und die Geschwindigkeit der Faustbewegung die entscheidende Rolle für die Schlagwirkung. Nachtrag: Nehmen wir eine Körpermasse von 70kg oder gar 100 kg an, die hinter einem Fauststoß wirkt, dessen Geschwindigkeit vielleicht 60 km/h erreicht an, wird auch dies eine nicht unbeachtliche Wirkung haben. Wer das nicht glaubt, soll sich doch mal auf den Boden legen und sich einen 70 kg schwerden Sandsack, auf dennen Front ein faustgroßer Holzklotz befestigt ist, aus 6 Meter höhe (dann erreicht er etwa 60 km/h im freien Fall) auf den Bruskorb fallen lassen. (Das mit der Höhe habe jetzt aber nicht ausgerechnet). Gruß, WT-Herb
__________________ Kommunikation ist die Kunst des Zuhörens. Geändert von WT-Herb (20-12-2011 um 21:34 Uhr). |
|
#13
| ||||
| ||||
| Wenn Du im eigenen Schwerpunkt routest, anstatt im Boden, dann ist die Konktraktionskette verkürzt und die stärkeren Unterkörpermuskeln können nur wenig zum Schlag beitragen.
__________________ Ich wurde durch's Feuer, wie Phoenix geborn. Ich flog durch die Lüfte! ward doch nit verlorn. |
|
#14
| ||||
| ||||
| Ja, das ist richtig. Aber für die Qualtität einer Kontraktionskette ist deren schwächstes Glied maßgebend, nicht deren stärkstes. Gruß, WT-Herb
__________________ Kommunikation ist die Kunst des Zuhörens. |
|
#15
| ||||
| ||||
| Hallo, WT-Herb, würdest du also zusammenfassend eher dazu tendieren, dass man auch als "schwebender Körper" einen guten Fauststoß machen kann? |
![]() |
| Dieses Thema betrachten zurzeit 1 Personen. (0 registrierte Benutzer und 1 Gäste) | |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
| |
Ähnliche Themen | ||||
| Thema | Erstellt von | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Boden | rudongshe | Taijiquan, Qigong-Neigong Tuishou, Baguazhang, Xingyiquan | 183 | 22-01-2011 08:44 |
| bin am boden | kaptan2002 | Kickboxen, Savate, K-1. | 47 | 13-04-2008 00:48 |
| Doch am Boden? | Frank G. | Wing Chun / Yong Chun | 60 | 19-01-2007 14:03 |
| der boden | shido | Selbstverteidigung & Anwendung | 26 | 05-02-2003 14:28 |
| boden | freestyle | Japanische Kampfkünste | 1 | 19-09-2002 21:21 |