Hallo Exellent,
Nein, ich behaupte nicht, daß Urkunden an Personen verteilt werden, die das System nicht verstanden hätten, weil ich gar nichts darüber weiß, was Du verstanden hast oder nicht. Aber ich behaupte, daß die Aussage: „Techniker...Ausbilder...Gedöns...“ belegt, „davon“ nix so richtig verstanden zu haben. Das beinhaltet ja nicht die Kenntnis, was zu jeweiligen Prüfungen abgeliefert wurde. Aber die Aussage für sich bezeichnet ein falsches Verständnis.
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aber dennoch - prüf erst deine wirklichen Gründe.
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Welche Gründe für was? Ich hinterfrage seit Anbeginn das System und gerade deswegen betreibe ich es noch immer.
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Zu meiner EWTO-Zeit habe ich festgestellt, dass manchmal andere Kleinigkeiten zum Trainingsabbruch geführt haben.
z.B. der Lehrer hat gewechselt, jahrelange Mitschüler sind gegangen, man wurde von zu vielen "Jüngeren" in den Graduierungen überholt und hat angefangen an seinen Fähigkeiten zu zweifeln - oder einfach weil der Unterricht incl. Lehrgänge, Prüfungen etc. auf die Dauer zu teuer wird.
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Naja, man sollte nicht erwarten, daß alle Menschen sich mit gleicher Geschwindigkeit und in gleicher Art und Weise entwickeln und lernen. Zumal manche Anfänger einen erhebliches Engagement mitbringen, mit dem sie möglicherweise mehr Gas geben als andere und somit auch schneller voran kommen. Die Selbstwahrnehmung sollte sich nicht daran orientieren, was Andere leisten, sondern daran, was man selbst leistet. Wenn dabei das Gefühl entsteht, weniger zu erreichen, als Andere, sollte man sich zunächst selbst hinterfragen und nicht einer Art Selbstmitleid verfallen. Man muß mitunter auch lernen zu akzeptieren, daß manche Personen mehr Begabung haben, bestimmte Dinge schneller lernen, als man selbst. Der schlimmste Feind des Lernens ist Frustration. An manchen Dingen habe ich lange Zeit mit mir selbst „gekämpft“, bevor ich sie wirklich „drin“ hatte, während Andere keine Problem damit zu haben schienen. Dafür hatte ich andere Qualitäten, die mir sehr geholfen haben.
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Ich habe nach dem WT alles mögliche ausprobiert und bin immer nach kürzester Zeit wieder beim *ing *ung gelandet. Nach 12 Jahren brauchst du evtl. keinen regelmäßigen Unterricht mehr. Besuch doch mal ein paar *ing *ung Lehrgänge anderer Stilrichtungen. Blöd dabei ist nur, dass man anschl. meistens keinen Trainingspartner hat.
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... um was zu trainieren? Andere Stilrichtungen haben möglicherweise andere Ziele und verfolgen im Training eben diese anderen Ziele. Ob das Dich in Deinem Stil weiterbringt, ist ja nicht gesichert. Ich kann durchaus nachempfinden, daß der Bereich außerhalb des Tellerrandes interessant ist und zu neuen, mitunter nützlichen Erkenntnissen führt. Man sollte nur nicht das eigene persönliche Ziel ständig nach neuen Winden ausrichten, sondern diese Winde dazu benutzen, das eigene Ziel noch besser anzusteuern. Es hat beispielsweise das Wissen im Jaido oder Escrima bei mir durchaus zu einem besseren Verständnis im Wing Tsun beigetragen. Auch die Erfahrungen mit Boxern oder anderen schlagenden Stilen, haben mir einerseits Fragen aufgeworfen, die aber auch beantwortet wurden. Aber wenn Du wirklich überzeugt meinst, daß Dir eine andere Unterrichts- und Anwendungsmethode besser liegt, dann solltest Du nicht zögern, zu wechseln. Das wäre allemal besser, als ständig mit einem „unguten Gefühl“ eine Sache nur noch halbherzig zu betreiben.
Gruß,
WT-Herb