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#1
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| Hallihallohallölle! Wenn hier ein paar Polizisten an Board sind, vielleicht könnt Ihr mir folgende Fragen beantworten: 1. Habe vernommen, das dass Avci Wing Tsun bei der Polizei in NRW jetzt als Ausbildungbestandteil aufgenommen wurde. Kann dies bestätigt werden? 2. Wenn ja, welche Kriterien haben zu diesem Entschluss beigetragen? 3. Liegen Studien über die Anwendbarkeit der erlernten Techniken vor (damit meine ich nicht KI Berichte) und können diese eingesehen werden? Gruß Mike
__________________ www.nikolaus-budo-lehrgang.de www.warriors.de www.psds.de NBL findet am 13. +14.12.2008 statt! |
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#2
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| Bin kein Polizist, aber weiss, dass die SEK von NRW da Avci WT trainieren und dies aus einer sehr guten Quelle bzw. direkt von der SEK-Leiter NRW. |
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#3
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| Ich habe auch gehört, dass die International World Shaolin Wing Chun Material Arts Familie ihre Finger bei der Polizei haben. Wird jedenfalls von Ihnen behauptet. Kann mir jemand sagen, ob das stimmt? Gruß Lars |
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#4
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| Hallo Michael, 1. Ja, sowohl die WTEO als auch die Polizei NRW bestätigen dies. 2. Kriterien sind zum einen, die überragenden Fähigkeiten von Sifu Salih Avci und die seit mehr als 10 Jahren bestehende Ausbildungskooperation zwischen Avci und der Justiz in NRW sowie verschiedenen SEKs in NRW. 3. Sifu Salih Avci ist dafür bekannt, dass er ohne Zögern Techniken und Programme über Bord wirft bzw. korrigiert, die in der Anwendung so nicht funktionieren würden. Ich denke deshalb, dass sich die Anwendbarkeit dort auf einem sehr hohen Level bewegt. Eine andere Frage ist jedoch, inwieweit man den Beamten das "Fühlen" beibringen kann oder ob dies ganz außen vor bleibt. Soweit ich informiert bin, gibt die WTEO ein recht dickes Ausbildungshandbuch für die Beamten heraus. Darin enthalten sind bebilderte Schritt-für-Schritt-Beispiele, sowie Strategien und Verhaltensweisen für den Einsatz. Das Buch erscheint dieses Jahr und ist ein theoretisches Begleitwerk zum Training. Ob es öffentlich sein wird, kann ich dir nicht sagen. Es eröffnet aber sicherlich den genauesten Blick auf die Polizeivariante des Avci WT. Gruß, |
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#5
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| wir trafen beim training im freien mal auf einen örtlichen polizisten-ausbilder (in bayern) und kamen etwas ins plaudern. er meinte dass sie sich auch mal das wt angesehen haben, das aber weniger was für die polizei ist. weil es wohl nicht so gut vor gericht kommt wenn man als polizist mit kettenfauststößen auf die leute zukommt :-) nun, das war seine aussage dazu gibt bestimmt auch ausbilder die das anders sehen mögen, bzw. auch praktikabelere vorgehensweisen im wt als kfs |
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#6
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| ...die soll es auch im WT geben..... anyhow.... CONTROLLER 2000 rulz Gruss |
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#7
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| Kann dies nur bestätigen. Sowohl die Azubis der hiesigen Polizeischule wie auch Polizisten, die mit mir im örtlichen PSV trainieren lehnen das *ing*un wegen zu großer Brutalität ab . Entsprach nicht den Prinzipien der Verhältnismäßigkeit. Kampfunfähig im Sinne von 'Halten' und 'Hebeln' ja, 'Kopf-zerdonnern' nein. Kann also wenn nur etwas 'Modifiziertes' sein. |
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#8
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| Grundsätzlich muss klar sein, dass es sich um eine modifizierte Variante handelt. Man kann nich mal eben 20.000 Beamte durch die 12 Schülerprogramme jagen. Das geht nicht. Das ganze ist auf den Einsatz abgestimmt und wird durch tägliche Erfahrung im Dienst verbessert und optimiert. Dabei werden dann so Sachen wie 'sanfte Mittel', Griff- und Hebeltechniken, grundsätzliches Verhalten gegen mehrere Gegner, Schrittarbeit, Stand etc. behandelt. Dass Gewalt hier besonders Fehl am Platze ist, dürfte klar sein. Aber wenn man sich mal den Durchschnittspolizisten anschaut, wird man schnell feststellen, dass er trotzdem gern mal Gewalt als probates Mittel einsetzt. Wie löst man zB Menschenblockaden ohne in irgendeiner Form handgreiflich zu werden? Wie bekommt man eine Person aus dem Auto, die sich weigert auszusteigen? Sowas ist Polizeialltag und jeder Beamte weiss, wie schnell man zum MES greift, um eine Eskalation zu verhindern. Das Avci WT mit seinen weichen Elementen kann hier bessere Lösungsansätze liefern und darum geht es ja. Sicher wird kein Polizist absofort mit KFS auf jemanden losstürmen, aber er kann hier und da mal einen verdeckten Ellbogen setzen...auch das bietet das WT. Und mit Salih Avci hat sich das Land NRW den meiner Meinung nach fähigsten Mann für diese Aufgabe geangelt. |
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#9
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| Und wieder einmal landen wir bei der bekannten Diskussion "Ist es möglich, *ing*un mit anderen Stilen zu vermischen ohne daß die Effektivität des Stls verloren geht". Man sollte immer das nutzen, was am effektivsten für den jeweiligen Gebrauch, Einsatz ist. Bleibt halt die Frage, ob *ing*un hier in unserem Land die erste Wahl dafür ist. |
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#10
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| Also, nach meinem Kenntnisstand: 1. Ja, die Polizei lernt Avci-Wingtsun. 2. Ja, es ist eine modifizierte Variante. Man könnte auch sagen: Entschärft 3. Nö, es funktioniert nicht immer. Ich kenne Geschichten, bei denen 5 Polizisten (nein, keine Schupo) fast 5 Minuten brauchten, um einen einzelnen Mann zu überwältigen. Am Ende wurde der gute Mann dann einfach KO geschlagen. Das verdankt unsere deutsche Polizei allerdings dem Innenminister, der seine Beamten mit einer entschärften, eigentlich unwirksamen und lebensgefährlichen Variante raus schickt. Zur Klarstellung: Das geht nicht gegen das Avci-Kampfsystem. Sondern gegen die Dienstvorschriften, die den Beamten eine wirkungslose Variante an die Hand geben. |
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#11
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| Moin! Was ist so besonderes, wenn Polizei und BGS usw. WT / VC usw. macht, mimacht, anschaut usw? Es wird auch geboxt, ringen usw. Grundsätzlich "sollten" alle Beamten nen gelben Gürtel (abgespecktes Prüfungsprogramm im Pressluft verfahren) Ju-Jutsu machen. Die Qualli ist natürlich von Standort zu Standort Unterschiedlich. Auch in Thüringen macht das SEK auch WT (last mich jetzt bloss mit der Schreibweise in Ruhe) ABER: Vorallem gehts um Taktik: 1 Täter, 4 Beamter - Wer nimmt welches Bein und welchen Arm um ihn zu pinnen. Die grossen SVler sind das nicht. Chris |
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#12
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#13
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| Hi, so toll ich es auch finde wenn WT/*ing *un von offizieller Seite übernommen werden, (Ego ist was tolles! ) aber gerade *ing *un hat einen Nachteil: Es ist ein "Mann gegen Mann System", Teamarbeit gibt es dort nicht und gerade das ist wichtig bei Festnahmen. Und was die Geschichte mit den 4 Polizisten angeht: Das passiert jeden Tag. Man glaubt garnicht wie wehrhaft einige Leute sind...... Unterschied zwischen solchen und den Beamten: Sie kämpfen für sich persönlich (Aggo etc) und drehen ab, genau das tuen die Beamten nicht. Bei denen ist es meist nur ihr Job (Nicht falsch verstehen). Man stelle sich einfach mal einen vor der ohne Motivation gegen einen der um sein Leben fürchtet kämpft. Gruß Alef |
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#14
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| Ja bin Polizist in Nordrhein-Westfalen. Es sieht zur Zeit wie folgt aus: Polizei ist Ländersache. Was als Eingriffstechniken unterrichtet wird entscheiden die jeweiligen Landesinnenministerien. Ich kann also nur sagen, was in NRW läuft. Bis Anfang der 90er Jahre wurde bei uns Ju Jutsu unterrichtet. Das System wurde dann sehr stark gekürzt und für die Fortbildung auf sehr wenige Techniken beschränkt. Am Ende blieb so wenig über, dass es für die Praxis nicht mehr uneingeschränkt tauglich blieb. Das führte natürlich zu Kritik. Bei der Suche nach einen neuen System stieß man auf WT, mit dem man bei den Sondereinheiten gute Erfahrungen gemacht hatte. Durch Sifu Avci wurden dann Eingriffstechniken für die Polizei auf WT-Basis entwickelt. Diese werden zur Zeit unterrichtet. Also eigentlich kein reines WT, sondern ein "Polizeiprogramm", dass auf WT basiert. Es beinhaltet sowohl Einzeltechniken, als auch Partnertechniken. Also verwechselt das bitte nicht mit Kampfsport oder Kampfkunst. Es ist bei uns lediglich "Arbeitsmittel", dass auf die speziellen Bedürfnisse der Polizei zugeschnitten ist. Bruce1962 |
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#15
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| Bei uns wird Jiu jitsu unterichtet. Es ist natürlich leicht abgewandelt das es für uns zu brauchen ist. Das WT bei uns jeh Eingeführt wird kan ich mir nicht vorstellen, es ist viel zu direkt und schlagbetont. Blaue Augen machen sich im Blick (die Schweizer Bildzeitung) nicht so gut. Man muss aber erwähnen dass das Jiu bei uns auch nicht so optimal ist und zwar weil viele Instruktoren zu Traditionel sind und nicht über den Tellerrand schauen. Greets Jerome |
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