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#16
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| @ Alef Die 4 Jungs waren vonner SE. Und glaub mir, die drehen auch auf. Nur war die Zielperson extrem kräftig (und ich meine SEHR kräftig) und aufgrund seiner Millieu-Zuhehörigkeit sehr kampferfahren. Und so jemanden in eine Festlegetechnik zu bekommen... Zudem hatte die Zielperson nicht erkannt, dass es sich um Polizisten handelte. Er dachte, es wäre ein Überfall eines konkurrierenden....und hat schlicht und einfach um sein Leben gekämpft. Was wieder deine These bestätigt. Verhältnismäßigkeit ist gut und schön, aber irgendwo sollte auch der Schutz der Beamten berücksichtigt werden. Aber ich denke mal, dass Salih da ähnlich drüber denkt, und zumindest den SEs noch ein paar Gimmicks zeigt... ![]() |
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#18
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| hallo ihr lieben: ich möchte auf die ursprüngliche frage antworten: zu 1: es wurde nicht dass ganze system avci wing tsun bei der polizei nw übernommen, sondern "nur" techniken auf basis von avci wing tsun. herr avci hatte eigens für den dienstgebrauch der polizei techniken aus seinem system polizeitauglich gemacht. es werden also jetzt sogenannte eingriffstechniken vermittelt. die festnahme einer person ist jetzt in allen erdenklichen situationen und aus pkw möglich. die ems-techniken wurden ebenfalls überarbeitet. wenig techniken für viele situationen sollte das motto sein. chi-sau oder lat-sau gibt es innerhalb der eingriffstechniken nicht. unterrichtet werden alle beamte die im aussendienst tätig sind (u. a. des wach-/wechseldienstes sowie die beamten der bereitschaftspolizeieinheiten). die beamten werden durch sog. if-trainer unterrichtet. die if-trainer werden u. a. durch herrn avci persönlich eingewiesen. zu 2.: die herkömmlichen techniken aus dem jiu/jutsu haben sich im polizeidienst einfach nicht bewährt. widerstände konnten mit diesen techniken nicht gebrochen werden, was jedoch nicht bedeuten soll, dass jiu/jutsu schlecht ist. mit den neuen techniken gibt es nun immer eine antwort auf die frage "was mache ich wenn der probant anders reagiert als ich es will?". für die entwicklung der neuen eingrifftechniken wurde eigens eine arbeitsgruppe gebildet. diese hat mehrere vertreter verschiedener kk gesichtet und auf polizeidiensttauglichkeit überprüft. herr avci hat sich durchgesetzt. zu 3.: ja, es liegen studien vor. diese sind aber (soweit ich weiss) nicht schriftlich fixiert. die studien sind in den erfolgen der spezialeinheiten zu sehen. die spezialeinheiten trainieren die techniken auf basis von avci wing tsun seit mehr als 10 jahren, sind also praxiserprobt. warum also das rad neu erfinden, wenn erprobte techniken bereits in der polizei (spezialeinheiten)verankert waren? @kleiner Drachen die International World Shaolin Wing Chun Material Arts Familie hat definitiv keinen finger in der polizei. vielleicht trainiert in dieser "familie" der ein oder andere polizeibeamte, wie übrigens in anderen kk auch. aber hat z. b. der judoverband seine finger in der polizei, nur weil in diesem verband polizeibeamte in ihrer privaten freizeit trainieren? die wteo hat übrigens auch nicht ihre finger in der polizei. die polizei ist verbandsunabhängig. nur herr avci hat seine finger in der polizei, denn er stellt techniken aus seinem system zur verfügung und ist offiziell vom land berufen. @ wave wing tsun ist zu brutal für die polizei? was wäre denn genau zu brutal? kettenfauststöße etwa? nun, früher wurden auch fauststöße aus dem jiu/jutsu unterrichtet. gab es damit keine blutigen nasen? die neuen techniken aus dem avci wing tsun sollen übrigens gerade die brutalität verhindern. die polizei arbeitet mit diesen techniken heute effizienter und professioneller, denn jetzt ist es nicht mehr notwendig, zu schlagen. (festnahmetechniken für alle erdenklichen situationen). @ mk verwechselt bitte nicht die kk avci wing tsun mit den techniken AUS dem avci wing tsun @ mortis ihr solltet euch die techniken aus dem avci wing tsun unbedingt erst einmal ansehen. und dafür solltet ihr herrn avci persönlich einladen. mit "in eine wt-schule zu gucken" ist es nicht getan. in der entwicklung der neuen techniken steckt sehr sehr viel arbeit mit gutachten usw. keine technik wird für die polizei ohne ärztliches gutachten freigegeben. und wie gesagt, blaue augen haben nichts mit wing tsun zu tun. ein kickboxer hat schneller ein blaues auge verpasst. :-) @mitch die wteo gibt kein handbuch für die polizei heraus. wie gesagt, die polizei ist verbandsunabhängig. ein technikmanual und ein lehrfilmchen wurde von der polizeifortbildungsakademie in zusammenarbeit mit der fortbildungsstelle der spezialeinheiten nw herausgegeben. aber beides ist nicht öffentlich und nur für den dienstgebrauch. und nicht vergessen, polizeibeame sind auch menschen. nicht alle sind begeisterte festnahmetechniker und trainieren fleissig. viele spielen auch lieber fussball oder machen wassergymnastik (hihi). mit den neuen techniken sind sie jetzt nicht unbesiegbar, denn ohne fleiss kein preis, ohne arme keine kekse. der beamte der fleissig trainiert, kann einem widerstand gelassener entgegentreten. ich hoffe ich konnte die ein oder andere frage beantworten! :-) |
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#19
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| @ mitch sorry des heisst net polizeifortbildungsakademie sondern polizeifortbildungsinstitut kleiner flüchtigkeitsfehler! :-) |
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#20
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| Zitat:
Wir sind gerade im letzten Lehrgang mit Salih darauf eingegangen. |
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#21
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| @katana-desperado: Ich bezog mich in meiner Ausführung nicht auf einen bestimmten *ing*un-Stil, sondern auf das 'Gesamtkonzept' *ing*un. Dieses funktioniert und fruchtet nur als geschlossenes System. D.h. um evtl. nur bestimmte Techniken zu nutzen, muß man quasi erstmal das *ing*un in seiner Basis richtig trainieren, um so gewisses Fähigkeiten und Konzepte zu verinnerlichen. Andersrum ist es sehr schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. Zu der Deiner Aussage bezüglich der WT-Fauststöße: Die Polizisten, bzw. Polizeischülern die ich beim hiesigen Polizeisportverein getroffen habe, waren de facto alle der Ansicht, das Ving Tsun als SV für die Polizei nur sehr bedingt geeignet ist, da man im Ving Tsun stets versucht, den Gegner an sich (=die Angriffsursache) schnellstmöglich auszuschalten, also nicht nur abzuwehren, zu hebeln oder zu halten, sondern tatsächlich 'umzuhauen'. Ving Tsun ist also von seiner Anlage, Struktur her zu aggressiv, offensiv und daher ungeeignet für den normalen Beamten. Gruß Michael Geändert von MK (05-07-2003 um 13:19 Uhr). |
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#22
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| Zitat:
Was in den SE's und seit kurzem auch in der Ausbildung für den gehobenen Dienst ausgebildet wird sind Eingriffstechniken und weniger Avci-WT. Salih bildet uns zwar aus und weiter, aber es ist halt kein reines WT. Vor 14 Tagen war ich selbst noch mit ihm auf der Matte und da waren schon einige Techniken aus dem Grapplingbereich dabei. |
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#23
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| Ok, hat dann aber eigentlich nur noch wenig mit dem klassischen Ving Tsun und den damit verbundenen Vorteilen zu tun. Ving Tsun geht nun mal prinzipiell gegen den Angreifer direkt, um so zu verhindern daß dieser erneut Möglichkeiten zum Angreifen bekommt. Halten ist da, gerade wenn man körperlich nicht unbedingt der Kraftprotz ist, eine riskante Sache. Besonders deutlich wird das auch im Bodenkampf, wo doch schon Gleichschwere unheimliche Probleme haben sich gegenseitig in einer bestimmten Position zu halten, bzw. in eine bestimmte Lage zu bringen. Aber vielleicht hilft hier einfach auch die Menge der Einsatzkräfte. Für Einzelne, Schwächere, Leichtgewichte und Frauen allerdings eine gefähliche Methode. Gruß Michael |
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#24
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| Das große Problem bei den neuen Eingriffstechniken liegt in dem hohen Trainingsaufwand, der nötig ist um mit den Techniken erfolgreich gegen das polizeiliche "Gegenüber" einzusetzen. Hinzukommt die unterschiedliche Ausbildung. Gerade im Bereich des WuW werden nur wenige Techniken ausgebildet: Festnahme vorne-hinten-seite, etwas Chi-Sau, Blocktechnik bei Kicks mit Versuch von Folgetechniken - was aber gegen geübte Gegner kaum klappt, Stoppkick - für den auch die meisten Beamten kein Auge haben und ein paar Handlösetechniken. In den SE's sieht dies wieder ganz anders aus. Oft Training zusammen mit Salih, regelmäßiges freies Training auch unter Streß, Einsatz von Knie und Ellenbogen usw. Und gerade hier liegt das Problem des WuW. Unter Streß können die wenigsten die Techniken anwenden und verfallen in reine Kraftanwendung. Dies ist auch besonders im Hinblick auf arbeitsteiliges Vorgehen hinderlich. Die Anwendung von einfachen, effektiven und schnell zu erlernenden Techniken ist auf Grund der Einstellung NRWs nicht möglich. Man kann halt nur schwer eine Ellenbogentechnik medienfreundlich verkaufen. Sowas würde nicht ins deeskalierende Konzept der rot-grünen Regierung passen. Und es gibt noch andere Probleme ... man brauch sich nur mal die "Ausbilder" anschauen ... ![]() |
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#25
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| Klar, übertriebene Härte fördert nicht gerade die Sympathie. Aber wie gesagt, ohne entsprechendes Training kann man halt nicht in die Vorzüge des Ving Tsuns kommen, ob es nun Aspekte wie Krafterzeugung, Distanzverhalten, Timing oder andere kampfspezifische Verhaltensweisen sind. Gruß Michael PS: Ellenbogenschläge sind aus strategischen Gründen heraus kein primäres Ving Tsun-'Mittel'. Dito Bodenkampf oder sonstiges Halten. |
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#26
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| Zitat:
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#27
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| hallo ihr lieben, @ mk du sagtest: Die Polizisten, bzw. Polizeischülern die ich beim hiesigen Polizeisportverein getroffen habe, waren de facto alle der Ansicht, das Ving Tsun als SV für die Polizei nur sehr bedingt geeignet ist,... frag nicht polizeischüler! polizeischüler haben keine ahnung vom echten leben auf der straße. die paar praktische einheiten lassen polizeischüler nicht in die position, sich ein urteil darüber zu erlauben, was geeignet ist und was nicht. zudem wírd auch nicht wing tsun unterrichtet, sondern techniken AUS dem wing tsun. @ sympath chi-sau und lat-sau werden nicht unterrichtet. es wird im rahmen der trainerqualifizíerung darauf eingegangen aber es wird im training nicht umgesetzt. aber sonst siehst du alles sehr richtig, insbesondere was die ausbilder betrifft. (natürlich gibt es in der ehu sehr gute und engagierte trainer) |
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#28
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| @Katana_Desperado: "frag nicht polizeischüler! polizeischüler haben keine ahnung vom echten leben auf der straße. die paar praktische einheiten lassen polizeischüler nicht in die position, sich ein urteil darüber zu erlauben, was geeignet ist und was nicht. zudem wírd auch nicht wing tsun unterrichtet, sondern techniken AUS dem wing tsun." -Das wird die Polizeischüler hier sicher freuen, wenn jemand so etwas sagt. Aber wenn Du genau gelesen hast, wirst Du ja wissen, daß da auch etwas von Polizisten steht und auch Justizvollzugsangestellte waren darunter. Klar ist, daß Ving Tsun nach gewissen Prinzipien funktioniert, die eben nur im Ganzen ihre besondere Effektivität erlangen. Und wie gesagt, nehme ich halte Dinge heraus, isoliere sie in Funktion und Trainigsweise, werden sie zur äußerlichen, schwachen Kopie, da eben die gesamte Struktur (z.B.Krafterzeugung/-übertragung, Distanz, Timing, Strategie,etc.) fehlt. Gruß Michael |
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#29
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| frag doch mal bitte Salih was er vor einem Monat in Göppingen gemacht hat!!!????? War ein internationaler Lehrgang für SE`s..... Er war dort unangemeldet aufgetreten und wollte eine tolle Avci-WT Vorführung machen! Doch er war leider auf dem falschen Konzert. Dort war nur "LT-WT" und andere KK mit ihren Aushängeschildern ( zB. Allerborn fürs Boxen) vertreten. Da er nicht zum Zug kam, sind alle Jungs aus NRW beleidigt abgehauen! Ist Fakt und lächerlich für alle anderen Bundesländer! Wenn ich schon wo auf einem Lehrgang als Gast bin, dann habe ich mich auch dementsprechend zu verhalten! Und nicht einfach die beleidigte Leberwurst spielen und einfach mit meinem Gott-Sifu zusammen wieder abzuhauen!!!!! Alle anderen Cops konnten nur darüber lachen! Geändert von balintawak-arnis (07-07-2003 um 10:01 Uhr). |
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#30
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| noch was: Ich finde Salih völlig in Ordnung und respektiere auch seine Leistung! Doch hier ging er einfach einen Schritt zu weit! So geht es einfach nicht. Vielleicht wurde er aber auch nur von den NRW Cops dazu gezwungen!? Ich weiß es nicht und halte mich auch deswegen aus der Diskussion raus! Doch wenn es so wäre, dann wäre es schade für ihn und seine Organisation! |
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