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#16
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wozu braucht man überhaupt diese riesenlehrgänge? |
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#17
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| Hallo zusammen: Bei uns gehen wir einen Mittelweg in Bezug auf das Thema " Prüfungen ",etc.. Es ist z.B. möglich alle Programme zu durchlaufen, ohne jemals eine Prüfung gemacht zu haben. Denn Prüfungen sollten für mich den Charakter der Freiwilligkeit aufweisen. Prüfungen müssen bei uns jedoch gemacht werden, wenn man in den Ausbildungssektor gelangen möchte. Denn man sollte genau wissen, welche Bestandteile in den einzelnen Programmen vorkommen ( dies ist nur eine Teilqualifikation, die ein kommender Ausbilder aufweisen muß ). Prüfungen werden bei uns verliehen und sind umsonst. Denn es sollte nicht auf den Geldbeutel des einzelnen, sondern auf sein Können im praktischen Tun ankommen in Bezug auf das Bestehen einer Prüfung. Wartezeiten gibt es nicht. Weiterhin gibt es bei uns in der Regel Lehrgänge, auf denen Prüfungen gemacht werden können. Hierbei liegt jedoch die Betonung auf Lehren und nicht auf Prüfen, wie ich es zumeist in meiner Vergangenheit kennengelernt habe ( für mich waren es früher eher Prüfgänge als Lehrgänge). Lehrgänge sind von ihrer Personenzahl limitiert, genauso wie der normale Unterricht, da sonst ein konstruktiver Lerneffekt gegen 0 strebt. Bei Beherrschung des Programminhaltes werden Prüfungen verliehen und bei Nichtvorhandensein die Details genau beleuchtet, um mit dem einzelnen zu schauen, was noch trainiert werden muß. Das Prüfungsprogramm der einzelnen Programme ist schriftlich fixiert und jederzeit einsehbar, denn man sollte wissen als Schüler wie als Ausbilder welche Materie abgefragt wird, und nicht wie früher häufig erlebt: " Fühlt sich schon viel besser an als das letzte Mal" , obwohl man den Ausbilder noch nie gesehen hat, oder " Im WT ist sowieso alles frei und flexibel" wenn der Ausbilder auch nicht mehr so genau wußte, wie das Programm ging, ... Natürlich ändert sich das Prüfungsprogramm von Jahr zu Jahr, da es sich bei uns um eine lebendige und nicht um eine starre Unterrichtsmaterie handelt und der Innovations- und Kreativgedanke ist von vorneherein auch gewollt und wird gefördert in den letzten Unterrichtsprogrammen, um die Unterrichtseffizientz und die Kampfkunst ansich weiterzuentwickeln, anstatt zu phillosophieren: " Wir machen das traditionellste Yip Man Wing Tsun, Wing Chung, etc.. Denn die Welt hat sich seit den 70érn weitergedreht und auch die Kampfkunstwelt entwickelt sich weiter, auch wenn dies einigen Traditionalisten nicht gefällt. Außerdem ist es wichtig die Ressourcen der einzelnen Trainingsteilnehmer optimal zu nutzen, denn jeder, der neu ins Training kommt, bringt etwas mit, wenn man bereit ist ihm zuzuhören, bzw. ihn zu erleben. Dies geht in rein zentristisch aufgebauten Organisationen meist verloren, und dort habe ich den Eindruck gewonnen, daß nur die " Spitze" sich überhaupt erdreisten darf, eigene Ideen zu entwickeln, was über kurz oder lang, meist zum Austritt der besonders innovativen und kreativen Leute führte, da eher soldatisches Liniendenken gefragt war. Dies habe ich immer sehr bedauert und ich glaube dies ist auch der Grund, warum ich seit den 80érn kaum mehr neue Entwicklungen auf dem WT-Sektor wahrnehme, was ein hausgemachtes Problem meiner Meinung nach ist. Deshalb versuchen wir nun den umgekehrten Weg in unserer Organisation zu gehen, um den Selbstverteidigungssektor, der sich für mich teilweise in einem Dornröschenschlaf befindet, wieder neu zu beleben, indem die Kreativität und Innovationsbereitschaft der einzelnen Organisationsmitglieder genutzt wird, um die betriebene Selbstverteidigung stetig zu verbessern. Denn kein Mensch sollte sich anmaßen alle Ideen alleine zu haben, wie uns manch ein Vertreter eines Systems weißmachen will. Bei weiteren Fragen, könnt ihr mir mailen an die Adresse: triertier@hotmail.com und weitere Informationen findet ihr unter www.iemas.org auf unserer Web-side. Bis bald Stefan! Geändert von tier (20-02-2003 um 10:47 Uhr). |
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#18
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| Hallo Stefan, finde das Prinzip und das Konzept eurer Schule super.. Wenn es in diesem Bereich doch mehr davon gebe... keep on train`... ![]() |
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| Danke Zeroboy!!!! |
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#20
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| Zitat:
kennst du die geschichte mit der spinne in der yucca-palme? ist da auch was dran? ups... war `n spaß ![]() |
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#21
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| Völlig klar, daß auf Massenlehrgängen nicht effektiv geprüft werden kann. Dann kommt gerne das Argument: "Ja, aber der eigene Lehrer sagt ja dem Schüler, wann er reif für die Prüfung ist. So klappt es dann doch." Was offensichtlich Mumpitz ist. Wenn man der Meinung ist, daß diese Prüfungen sinnvoll sind, warum soll dann jemand eine Prüfungsgebühr bezahlen und sich einer vorgeblichen Qualitätskontrolle durch den Sifu stellen, wenn der sich doch BLIND auf den Ausbilder verläßt? Das widerspricht ja genau dem Grundgedanken der übergeordneten Prüfung (Qualitätsstandard blabla). Antwort: Damit die Schüler gezwungen sind, auf Lehrgänge zu fahren, um da Geld an den Sifu abzudrücken. Damit der Ausbilder eine ziemlich gute (äußere) Motivation liefern kann, warum die Schüler zum Lehrgang antanzen müssen (und er sich so nicht bei seinem Sifu wegen geringer Beteiligung unbeliebt macht). Klappt besonders gut, wenn man Schülern ohne Prüfung nix Neues mehr zeigt. Soll es ja mancherorts geben. |
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#22
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| ich finde graduierungen prinzipiell nicht schlecht, denn 1. hab ich ein konkretes ziel auf das ich hinarbeiten kann 2. weiß man an wen man sich wenden kann, wenn man fragen hat. der trainer kann ja nicht überall gleichzeitig sein. in meinem escrima-verein ist es beinahe schon pflicht leuten zu helfen und zu korrigieren, die einen niederen grad haben als man selbst. von so massenprüfungen halt ich auch nichts, va wenn daß pflichtweise mit einem lehrgang verbunden ist. bei uns findet die prüfung immer nach einem lehrgang statt, der ist aber nicht plicht. außerdem sind immer mehrere trainer anwesend. hab mal auf der hp eines anderen escrima-vereins gelesen, daß man bei denen alle 6 monate geprüft wird, und zwar nicht nur zum aufsteigen. so wird gewehrleistet, daß man tatsächlich die techniken beherrscht und nicht einfach durchgerutscht ist. @ aries: ich glaube tatsächlich nicht, daß ´69 menschen auf dem mond gelandet sind. es gibt bis heute keine beweise. |
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#23
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| Zitat:
achso...! das wusste ich natürlich nicht.. ![]() |
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| was gibts da zu grinsen?? ![]() gib mir einen grund daran zu glauben... |
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#25
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| Zitat:
![]() |
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#26
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| Ich denke, dass einige Prüfungen ok sind, einfach um den eigenen Leistungsstand zu überprüfen. In der Regel ist es aber so, dass diese Prüfungen nur dazu dienen, den Geldbeutel von sog. 'Sifu's zu füllen. Ich als Vegetarier kann dazu nur sagen: Zu viele Döner scheinen den Geist zu verwirren. Dadurch gerät die Kampfkunst an sich in Verruf. Da werden jeden Monat hunderte von Euro abgezockt für igendwelche Lehrgänge und Prüfungen, zusätzlich zum eigentlich Training und der Jahresgebühr, und hinterher bist Du genau so schlau wie vorher! Denn aufgrund der Masse der abgenommenen Prüfungen hast Du nicht gewonnen! |
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#27
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| Zitat:
Ansonsten gebe ich dir aber recht, was die Geldmacherei betrifft. |
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#28
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| Zitat:
das geschieht am einfachsten, in dem man mit möglichst allen kampfkollegen reihum mal trainiert und auch sparrt. da profitieren beide von: die anfänger, weil sie sich gegen stärke behaupten müssen, und die fortgeschrittenen, weil sie sich unkonventionellen gegnern/trainingspartern anpassen müssen. das verhindert auch eine arroganz der stärkeren, weil sie respekt vor leuten gewinnen, die vermeintlich schwächer sind, aber durchaus talent haben und tricks anwenden, um sich zu behaupten. die leute sollen sich als kampfkünstler respektieren, was den mensch und seine skills anbelangt. diese graduierungen haben so was von militärischer hierarchie... und neben dem finanziellen aspekt habe ich, als ich damals wt gemacht habe, diese graduierungen auch als hindernis erlebt: so konnte ich das programm für meine prüfung schon bis zum abwinken und hätte gerne andere sachen gemacht, die mich nach vorne bringen, aber ich musste bis zum prüfungstermin ausschließlich das machen. seine stärken und schwächen und seinen leistungsstand selbst zu erkennen ist unheimlich wichtig, um sich zu verbessern. du bist nicht so gut wie die farbe deines dreiecks (oder streifen oder sonstwas), sondern so gut wie du kämpfen kannst. |
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#29
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| @ Karo: ja, genau so !!! @ Anju: Ich fahre zu Lehrgängen um dort mit Leuten zu trainieren, mit denen ich sonst nie trainiere, dabei merkt man sehr gut was für Fehler sich im Laufe der Zeit eingeschlichen haben. Das passiert halt wenn man immer mit den gleichen Leuten trainiert. Ich brauche dabei keine Prüfung !!! Sondern nur die Trainingserfahrung mit "Fremden". Mein Ziel ist ständige Weiterentwicklung und nicht das aufsteigen von Stufe zu Stufe. Ein erreichter Grad ist vieleicht ein bequemes Ruhekissen, ersezt aber nicht das regelmäßige Training. |
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#30
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| Hallo zusammen, bei uns sind die Prüfungen vornehmlich für den Schulleiter bestimmt. Sollten die Schüler nicht die nötigen Reflexe besitzen, so war entweder der Unterricht schlecht oder der Schüler zu früh bei der Prüfung, also das Basistraining unzureichend. Ich halte Prüfungen dann für Schwachsinn, wenn sie auf das Auswendiglernen bestimmter Abfolgen zielen, viel Geld kosten, nicht jeder Schüler einzeln getestet wird. Eine Graduierung sagt trotzdem nicht das geringste über dein kämpferisches können aus sondern gibt dir nur einen gewissen Weg vor, bei dem die Breit der Basis wichtiger ist als die Höhe. |
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