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#16
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| @anonymos: Ja, man kann Schnelligkeit aus dem Buddhismus heraus erklären, mit Ursache/Wirkung, aber das ist für den Europäer sehr schwierig nachzuvollziehen. Das mit dem Abhobeln ist eine nette Beschreibung, finde ich aber, denn jeder Umweg, gerade im Kopf, bremst. Die Muskelaufbaugeschichte ist eigentlich nur dann eine Frage allerdings, wenn man die Explosiv-/ oder Schnellkraft auf 100m aufrechterhalten will. Die TäTäRä Sportwissenschaftler oder Trainer haben nur den harten Weg als den richtigen angesehen, was eigentlich nix anderes als Kung Fu heisst. Tatsächlich hohe Geschwindigkeit in der Bewegungsausführung ist fast hundert Prozent Koordination. Reaktionsschnelligkeit ist angeboren und nur bedingt trainierbar. Die Geschichte mit der Fliege, von jemand anderem angesprochen, passt da nicht. Das ist richtige Reaktion im richtigen Moment, vielleicht beeindruckend für den Zuschauer, aber leider wissenschaftlich nicht beweissbar. Der Ansatz alleine ist schon zu komplex, um es einer ernsthaften Betrachtung zu unterwerfen, entweder man hat die Geschwindigkeit, oder nicht. Trainierbar ist sie nur durch Routine, also Bewegungserfahrung, aber nicht bei zufälligen Begebenheiten. Ich halte wing chun, Bewegung/Stellung zum Gegner, Armposition usw. für die geschickte Art die SV zu routinieren. @Leung Jan: Passt ja, was Du sagst, zu dem Vorhergesagten. gruss domme |
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#17
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| Zitat:
(Auch nicht meine Idee - haben die Hwarang Krieger und vermutlich vielen anderen schon vor Jahrhunderten gewußt ... Michael D. Echanis schreibt Einiges zu dem Thema in seinen Büchern) Lino |
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#18
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| Zitat:
der zitierte Satz von Dir hört sich interessant und wichtig an, leider kapiere ich nicht, was Du damit meinst. Kannst Du das bitte erläutern? Viele Grüße, Hausmeister |
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#19
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| @Leung Jan: Genau so hab´s ich verstanden: Die Muskeln zu benutzen, die gebraucht werden, keine anderen, und nur so weit, wie nötig. Und zu... Zitat:
Was Du meinst, was der (chinesiche) Taichimann meint, wenn er fühlen sagt, daß ist meines Erachtens das selbe wie beobachten. Wir könnten uns bestimmt einig werden, wenn ich sage, daß die Vorstellungen nicht mißzuverstehen sind als Vor-stellungen im Sinne von Vorrausgreifungen (fixed responses), sondern als Betrachtung dessen, was ist, UND da ich nicht glaube, daß der Verstand abgeschaltet werden kann oder muß, ist dieser am besten einzusetzen, wenn er sich genau vorstellt, was gerade geschieht - indem er sich ganz stumpf das, was das Auge nicht sieht, vorstellt: die Kontraktation der Muskeln z.B, die Funktionalität der Gelenke, Schwungkräfte etc... und dann komme ich dann zu dem selben Worten (!) wie Du: Augen zumachen und fühlen! Gruß A. |
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#20
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| @ domme: jetzt versteh ich gar nichts mehr....hahahaha @ anonymous: nebeinbei, weil's ja nicht jeden interessiert und auch nicht jeder versteht...aber wenn du mehr wissen willst: das mit dem fühlen habe ich so gemeint: du solltest dir nicht vorstellen/beobachten, was du gerade tust, sondern die nächste bewegung als logische konsequenz zulassen. die bewegung ergibt sich dann quasi von alleine. dein arm lenkt in die nächste bewegung wie ein autopilot und ohne dass du dich jetzt darauf konzentrierst was du tust! (dazu musst du den ablauf allerdings schon in und auswendig kennen, damit das klappt) dann kannst du in deinen körper rein-fühlen (vorausgesetzt du führst die bewegung entsprechend "langsam" aus) ob die technik sich so gut anfühlt oder nicht....evtl. fallen dir dann andere sachen auf z.b. könntest du deinen körper besser verstehen lernen, wie er funktioniert. dann könnte auch die technik besser werden. hat aber "noch" nichts mit chi zu tun und evtl. kannst du dich soweit entspannen, dass du dein jing findest (hast dann aber immer noch kein chi ) und dann könntest du vielleicht auch wu-wei anders interpretieren/umsetzenmanche thaichi-jungs haben den meisten KKlern einiges voraus (also nicht die schlaffen säcke....hahaha) gruß jan |
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#21
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| Hallo Hausmeister Der Satz bedeutet soviel, dass wenn Du eine Bewegung ausführst und es ein abruptes Ende gibt oder eine Belastung in den Gelenken, dass dabei Kräfte entstehen, die eine Verletzung hervorrufen können, gerade bei Belastungen, die über das normale Körpergewicht hinausgehen. Beispiel Kniebeugen: bis ca 90° Kniewinkel ist die Belastung aufs Gelenk gering und gut verkraftbar, pack Dir ne Langhantel mit 40 Kilo auf die Schulter und mach die Kniebeuge bis Anschlag und Du merkst, die Kraftspitze im Kniegelenk, besonders wenn Du es nicht gewohnt bist. Kraftspitze bedeutet hohe Belastung in kurzem Zeitraum und kommt von der graphischen Gestaltung eines Kraft/Zeit Diagrammes. gruss domme |
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#22
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| Hi Domme, danke, jetzt verstehe ich schon mehr. Praktisch entstehen bei einem abrupt gestoppten geraden Schlag Kraftspitzen im Ellbogengelenk, erst recht, wenn ich z. B. Schläge mit Hantel in der Hand übe. Was meintest Du mit "ganzheitlichen Bewegungen"? Was ist das, und sind die besonders gefährlich? Und was ist die "Knochenhemmung"? Viele Grüße, Hausmeister |
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#23
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| Mit ganzheitlichen Bewegungen ist der komplexe Bewegungsablauf im ganzen gemeint. Fauststoss mit Schritt und Wendung oder so... im Sport bspw. der Hochsprung mit Anlauf und Landung, der ganze Körper führt aus, was zur Bewegung gehört. Zerlegen bedeutet nur den Arm Strecken, nur den Anlauf laufen usw. Knochenhemmung heist, gerade beim Fauststoss, Du erreichst das Ende der Bewegung dadurch, dass Dein Gelenk nicht mehr weiter will/kann. Schönstes Beispiel ist das Knie, da bei dem die Knochenhemmung fast immer mit Überbelastung und Schmerz verbunden ist. Diese Kraftspitzen, gerade bei Knochenhemmung, also wenn der Knochen die Bewegung des Gelenkes beschrenkt, führen allzuhäufig zu Verletzungen des Gelenkes, da gerade die kleinen Teile des Knochens im Gelenk zwar höchststabil sind, aber bei Überbelastung durch Gewichte wie Glas zerspringen können. Sorry, in meinem Kopf sind diese Begriffe so oft diskutiert und zu klar. gruss domme |
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#24
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| Ah so. Und warum provozieren gerade ganzheitliche Bewegungen Kraftspitzen in den Gelenken? Sind isolierte Bewegungen dafür weniger anfällig? Viele Grüße, Hausmeister |
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#25
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| Bei ganzheitlichen Bewegungen kann man schlechter überschauen, wo vielleicht eine hohe Belastung entsteht, vielleicht gerade zwischen den Wirbeln des Rückgrates oder irgendwo im Knie, weil die Bewegung bei häufiger Wiederholung nicht immer korrekt ausgeführt wird. Durch Isolieren auf kleinere Einzelbewegung kannst Du die Fehlerwahrscheinlichkeit runterschrauben und dementsprechend das Verletzungsrisiko, hast aber weniger koordinative Schulung für die Bewegung. gruss domme |
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#26
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| Hi Domme, Super! Das klärt dann fürs Erste mal meine anatomischen Fragen. Wenn noch was nachkommt, weiß ich ja, an wen ich mich wenden kann .Danke, Hausmeister |
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#27
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| O.K. Ein paar Dinge zu den postings hier im thread: "Wahrnehmung von dem was der Gegner macht" fällt für die Sportwissenschaft in die Rubrik Antizipation, Vorwegnahme, siehe Tennisaufschlag bspw. Der eine Spieler erkennt, vielleicht unbewusst eine Art der Bewegung wieder und vermeidet ein Ass des Gegners, weil er mit der gleichen Bewegung zuvor eins geschlagen hat. Dies ist gerade in den KK eine unbedingt nötige Fertigkeit. Im Escrima wird sie in der Box-Theorie behandelt und geschult. Ist der Stock in einer gewissen Position, reduzieren sich die Angriffsmöglichkeiten und dringt der Stock auf der gleichen Höhe in meine "Box" ein, dann ist dieser Block richtig. dies nennt man beim Boxen "Auge" und sonstwo sonstwie. Dies ist die halbe Miete, da man dem Gegner sozusagen einen Schritt voraus ist und lässt sich am besten wie beschrieben schulen, mit der Wiederholung von Standards. Reaktionsschnelligkeit hat nur ganz bedingt was mit Schnelligkeit zu tun. Schnelligkeit ist ein Überbegriff für alles, was schnell ist, Reaktions- also auf einen Reiz hin, Bewegungs- also in Bezug auf Bewegungsausführung, Sprint- usw...... Zu dem post muss man bestätigend sagen, die moderne Sportwissenschaft is entscheidend von den Erkenntnissen des Ostblocks aus den 50ern und 60ern geprägt und diese Erkenntnisse bilden die Basis für das Vorankommen in den letzten Jahren. Gerade im Krafttraining sind die Ostmethoden noch heute ichtungsweisend und kaum verändert. Leung Jan: Wenn Du nix mehr verstehst, liegt es vielleicht daran, dass Du eine Kritik gesehen hast, wo eine Bestätigung war. Im Training bei meinem SiGung liegt das einzige Geheimnis in dem eigenen Fleiss. Mache ich nix, lerne ich nix. Alles, was ich über wing chun Training schreibe kommt vom Herzen und aus dem, was ich verstanden und, um es zu verstehen, gemacht habe. Wir sagten die gleichen Dinge, denke ich, in anderen Worten. Deine Frage hatte mich nur "allgemein" genervt, weil ich in meiner Paranoia wieder Zweifel und Attacke gesehen habe, schliesslich trainiere ich ein wing chun, das stark angezweifelt wird, aber genau aus zwei Gründen bin ich davon vollkommen überzeugt, die Parallelen zu meinem Studium, ich gehe mal davon aus, die Uni sollte nicht irren, und weil die Kritiker sich durch Faulheit oder Kriminalität auszeichnen. Dieser Beitrag ist nicht als Kluggescheissere zu verstehen, sondern ich will nur die allgemeine Definition und Therminologie meines Denkens an den Mann bringen. Die gesagten Dinge widersprechen nicht meiner Meinung, ich erkläre nur meine Gedanken darüber. die Sportwissenschaft ist leider eine sehr junge und nicht allgemein verbreitete Wissenschaft, aber in unser allem Interesse liegenden Subjekt, der KK, eine für mich unausweichliche Erklârungsmöglichkeit im rahmen unserers Denken als Analytische Westeuropäer. gruss domme |
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#28
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| Hi Grüßt Euch alle! Wie trainiere ich Schnelligkeit? - Es gibt mehrere Arten von Schnelligkeit und jeder sollte an möglichst vielen Arbeiten! 1. Wahrnehmende Schnelligkeit: Wie schnell erkennt Dein Auge den Angriff, die Bedrohung etc. bzw. Lücke für den Angriff 2. Deine Geistige Schnelligkeit: Auswahl der richtigen Strategie bzw. Technik. Boxe keine Boxer, Wrestle keinen Wrestler........... 3. Einleitende Schnelligkeit: Richtige entspannte Einleitung mit dementsprechender geistiger Haltung 4. Ausführende Schnelligkeit: Schnelligkeit bei der Ausführung 5. Ändernde Schnelligkeit: In der Aktion abbrechen um mit in eine andere Technik überzugehen! Untersuche für Dich die einzelnen Punkte und fang sie an zu analysieren. Wo willst Du schneller werden, am besten bei allen Punkten. Bevor Du eine Technik, schnell und ENTSPANNT schlägst, konzentrier Dich geistig voll auf die Technik und dann explodier. Erlaub Deinem inneren Wollen das Ziel zu treffen. Geht gut mit Schattenboxen, bei Stickfightern Carenza etc., sonst schließ ich mich meinen Kollegen an: Try it once again!!!! Die meisten reden immer nur über eine Schnelligkeit, es gibt verschiedene Formen. Beste Grüße Ralf
__________________ GIVE A PROMISE - HOLD A PROMISE! |
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#29
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| Zitat:
1. Das ist bei mir auch, was man Antizipation nennt. hat aber letztendlich nichts mit Schnelligkeit des Körpers zu tun, sondern mit der Flexibilität des Geistes, finde ich. 2. Dies geht in die ähnliche Richtung wie 1., allerdings musst Du für Deine konkrete Ausführung schon Spezialist auf allen Gebieten sein. 3. Das verstehe ich nicht. 4. Das ist für mich der gefragte Punkt im thread und auch der grösste posten. 5. Eine Aktion abbrechen meinst Du, falls sie nicht funzt und auf zu viel Gegenwehr stösst? Oder eine eine weitere anhängen, falls man mit der ersten nicht gewünschten Erfolg hat? Ansonsten ist dies auch mental/geistig zu sehen. [/quote] Untersuche für Dich die einzelnen Punkte und fang sie an zu analysieren. Wo willst Du schneller werden, am besten bei allen Punkten. Bevor Du eine Technik, schnell und ENTSPANNT schlägst, konzentrier Dich geistig voll auf die Technik und dann explodier. Erlaub Deinem inneren Wollen das Ziel zu treffen. Geht gut mit Schattenboxen, bei Stickfightern Carenza etc., sonst schließ ich mich meinen Kollegen an: Try it once again!!!! Die meisten reden immer nur über eine Schnelligkeit, es gibt verschiedene Formen. Beste Grüße Ralf [/b][/quote] Hm, die Punkte, die Du ansprichst sind sehr wichtig, haben aber in meinen Augen nur wenig mit Schnelligkeit zu tun als vielmehr mit geistiger Flexibilität und Entschlossenheit, sein eigenes Ding zu machen. Ich mach wing chun und bin damit Boxer. Ich werde tunlichst jeden Boxer mit dem begegnen, was ich kann, denn wrestlen kann ich ihn nicht. Wenn er besser ist als ich, bon, wenn nicht, noch mehr bon. Aber wenn Dir jemand einen Jab ins Gesicht pfeffert und Du erkennst, er ist Boxer, ist es zu spät zu wrestlen und das erkennst Du erst, wenn er Dich treffen kann im Ernstfall, meine Erfahrung und Meinung. Ich behandle JEDEN Angriff als Schlag/Tritt, sobald der Gegner in Schlagreichweite kommt, schlag ich zu oder verteidige und schlag zu. Da fällt Greifen durch Wrestler auch drunter. Wenn ich dann den anderen nicht treffe und/oder nicht aus den Socken punche, dann ist mein Punch sch.... gruss domme |
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#30
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| @ domme jedem seine eigene Meinung! Schnelligkeit hängt für mich nicht nur mit körperlichen Attributes zusammen, aber langes Thema. Wie Du einen Boxer bekämpfst bleibt natürlich auch Dir überlassen. Auch nette Grüße Ralf
__________________ GIVE A PROMISE - HOLD A PROMISE! |
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