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  #1  
Alt 03-10-2004, 13:28
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Question Schwingerabwehr mit tan sao?

hallo,

ich habe in einer zeitschrift mal gesehen, wie leung ting einen schwinger mit einem tan sao abwehrt. ist das im wt allgemein der fall?
beim lok yiu wing chun lernen wir, dass man wenn der ellenbogen beim schwinger einknickt, die faust trotz tan abbekommt.
mich würde mal interessieren wie die wt leute das erklären, oder ob ich die technikserie nur missverstanden habe.

wie sieht es in den anderen wing chun derivaten mit der schwingerabwehr aus?
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  #2  
Alt 03-10-2004, 14:01
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hab ich auch gelernt schwingerabwehr mit tan sao... allerdings nicht mit standart tan sao... für nen schwinger muss TS etwas steiler sein und der winkel der wendung ist etwas größer ausserdem fängt man den schwinger eher etwas weiter unten ab also etwas über den ellbogen nicht wie normalerweise knapp unter dem handgelenk...
ansonsten... bong sao - lap sao als schwinger abwehr
  #3  
Alt 03-10-2004, 14:11
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...

Geändert von panantukan (04-10-2004 um 18:04 Uhr).
  #4  
Alt 03-10-2004, 14:21
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3 Sachen sind bei der Schwingerabwehr wichtig:
In den Gegner mit Schritt "reinwenden",
Fauststoß
Tan/Fok-Sao zur Kontrolle des Schwingerarmes (das "Unwichtigste" von den dreien)
  #5  
Alt 03-10-2004, 14:41
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Zitat:
Zitat von DeMuT
ich habe in einer zeitschrift mal gesehen, wie leung ting einen schwinger mit einem tan sao abwehrt. ist das im wt allgemein der fall?
In der EWTO wird es so gemacht. Ich kenne es dabei so, dass der Tan den Schwinger nach unten leitet und somit das Problem des "Einknickens" nicht entsteht.

Wobei die eigentliche Schwinger-Abwehr der zentrale Gegenangriff ist, der alleine aber nur ausreicht, wenn man nicht im geringsten zögert.

In der IWKA wird ein Huen-Got-Sao (glaube so heißt das) verwendet, also man geht in die Ellenbeuge des Schwingers.

Gruß,
Wolfgang
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  #6  
Alt 03-10-2004, 14:41
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Zitat:
Zitat von mad-killer
3 Sachen sind bei der Schwingerabwehr wichtig:
In den Gegner mit Schritt "reinwenden",
Fauststoß
Tan/Fok-Sao zur Kontrolle des Schwingerarmes (das "Unwichtigste" von den dreien)
Wie jetzt?!?
Die Abwehr ist das Unwichtigste?
Da sind wir wieder bei der Theorie, eine geradlinige Technik ist schneller als eine Kreisförmige. Das das in der Praxis oft aus verschiedenen Gründen nicht funktioniert, müsste eigentlich allen klar sein.
Man kann nicht immer schneller, beziehungsweise im gleichen Augenblick losschlagen als der Gegner, oder der Gegner ist einfach schneller als man selber.
Und dann


Ich belasse es im Kampf dabei: Ellenbogen hoch, Hand an den Kopf und rein in den Gegner.
  #7  
Alt 03-10-2004, 14:54
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habt ihr das wirklich mal ausprobiert? ich meine einen "richtigen" schwinger nur mit tan sao zu begegnen? kann denn einer von euch einen richtigen schwinger?
ich würde sagen, wenn schon unbedingt tan sao dann analog mad-killer's beschreibung mit dem tipp, anstatt einen fauststoß zum gesicht, einen fauststoß zur schulter des angreifenden armes, quasi als zusätzlicher block auszuführen.
ich weiß, ist nicht gerade nach vorschrift, aber effektiver
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  #8  
Alt 03-10-2004, 15:50
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Zitat:
Zitat von sumbrada
Wie jetzt?!?
Die Abwehr ist das Unwichtigste?
Da sind wir wieder bei der Theorie, eine geradlinige Technik ist schneller als eine Kreisförmige. Das das in der Praxis oft aus verschiedenen Gründen nicht funktioniert, müsste eigentlich allen klar sein.
[...]
Die ganze Vorgehensweise ist doch die Abwehr. Die Boxer ducken sich doch auch lieber weg zum Kontern als Fäuste auf die Deckung einfangen. In Kali geht man auch lieber aus der Angriffslinie als den Angriff statisch zu blocken. Ansonsten halte ich den Fok für stabiler als den Tan, wenn man nicht mehr schnell genug aus der Schusslinie kommt.
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  #9  
Alt 03-10-2004, 16:12
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Zitat:
Zitat von PeterF
habt ihr das wirklich mal ausprobiert? ich meine einen "richtigen" schwinger nur mit tan sao zu begegnen? kann denn einer von euch einen richtigen schwinger?
ich würde sagen, wenn schon unbedingt tan sao dann analog mad-killer's beschreibung mit dem tipp, anstatt einen fauststoß zum gesicht, einen fauststoß zur schulter des angreifenden armes, quasi als zusätzlicher block auszuführen.
ich weiß, ist nicht gerade nach vorschrift, aber effektiver

1. Scheiß auf die Vorschrift. 2. Effektiver???????????????

Wen du Gelegenheit hast, einen Fauststoß zur Schulter des Gegners auszuführen, warum schlägst du ihm dann nicht voll auf die zwölf!?
Im *ing *un dreht sich doch im Prinzip alles um den Fauststoß, mit ihm soll nicht das angreifende Körperteil abgewehrt, sondern die Ursache des Angriffs ausgeschaltet werden. Was passiert denn, wenn ich so reagiere, wie oben beschrieben (Fausstoß zur Schulter) und mir der Andere mit der anderen Faust eine reinhaut!? Die beste Abwehr gegen einen Schlag ist, den Anderen eher zu schlagen. Ein berühmter Asiate nannte das auch "die einfallende Faust".
Das ganze funktioniert natürlich nur, wenn bei dem eigenen Fauststoß auch was bei rumkommt.

Gruß Kai
  #10  
Alt 03-10-2004, 17:02
Benutzerbild von sumbrada
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Zitat:
Zitat von ps3ud0nym
Die ganze Vorgehensweise ist doch die Abwehr. Die Boxer ducken sich doch auch lieber weg zum Kontern als Fäuste auf die Deckung einfangen. In Kali geht man auch lieber aus der Angriffslinie als den Angriff statisch zu blocken. Ansonsten halte ich den Fok für stabiler als den Tan, wenn man nicht mehr schnell genug aus der Schusslinie kommt.
Da hast du recht, aber so wie ich die Wendung im WT verstehe, begibt man sich nicht, wie z.B. beim Abtauchen des Boxers, aus der Angriffsbahn des Schwingers.
  #11  
Alt 03-10-2004, 17:27
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@ sumbrada
du bewegst dich mit dem koerper nach vorn, daher ist der punkt, auf den der Schwinger zielt, nicht mehr an der gleichen stelle....
ich habs im sparring ausprobiert, der schwinger erreicht nicht mehr die ich sage mal ausknockende endgeschwindigkeit und position, wenn ich mich nach vorn bewege... dabei darf ich aber nicht nur die arme nach vorn werfen und meinen koerper wie nen nassen sack baumeln lassen... ein fehler, den viele Anfaenger begehen
  #12  
Alt 03-10-2004, 19:47
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Zitat:
Zitat von panantukan
Hmm, das finde ich jetzt aber seltsam, einen Schwinger wehrt man entweder mit Tan Sao Da+Wendung oder Biu Sau ab. Auch im Lok Yiu Wing Chun! Wer ist denn dein Sifu und wie lange trainierst du?
ich trainiere jetzt etwa 1 jahr 4x die woche, das ist zwar nicht lange aber, mir wurde es auch mit biu sau, kwan sao, pak sao oder wu erklärt. ich war erst kürzlich auf einem seminar das von arash asadi einem der führenden lywc trainern in deutschland.

dort wurde nochmal verdeutlicht das der tan sao gegen angriffe von außen gedacht wäre, z.b. angriffe aus dem Choy Li Fut. der einiknickende schwinger zählt nicht dazu.
  #13  
Alt 03-10-2004, 19:48
Benutzerbild von DeMuT
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Zitat:
Zitat von Scotchtrinker
@ sumbrada
du bewegst dich mit dem koerper nach vorn, daher ist der punkt, auf den der Schwinger zielt, nicht mehr an der gleichen stelle....
ich habs im sparring ausprobiert, der schwinger erreicht nicht mehr die ich sage mal ausknockende endgeschwindigkeit und position, wenn ich mich nach vorn bewege... dabei darf ich aber nicht nur die arme nach vorn werfen und meinen koerper wie nen nassen sack baumeln lassen... ein fehler, den viele Anfaenger begehen
hab ich vergessen, reingehen ist auch ganz wichtig, wie schon hier im beitrag beschrieben
  #14  
Alt 03-10-2004, 19:59
Benutzerbild von PeterF
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Zitat:
Zitat von Kaybee
1. Scheiß auf die Vorschrift. 2. Effektiver???????????????
Wen du Gelegenheit hast, einen Fauststoß zur Schulter des Gegners auszuführen, warum schlägst du ihm dann nicht voll auf die zwölf!?
weil du mit sicherheit auch was durch den schwinger abbekommst. denn in der regel konzentrierst du dich auf deinen schlag in sein gesicht und nicht auf den korrekten tan sao.
Zitat:
Zitat von Kaybee
Im *ing *un dreht sich doch im Prinzip alles um den Fauststoß, mit ihm soll nicht das angreifende Körperteil abgewehrt, sondern die Ursache des Angriffs ausgeschaltet werden. Was passiert denn, wenn ich so reagiere, wie oben beschrieben (Fausstoß zur Schulter) und mir der Andere mit der anderen Faust eine reinhaut!?
da sieht man mal wieder wie wichtig ein richtiges sparring ist muss ich dir jetzt wirklich erklären dass deine aktion mit dem fauststoß damit nicht beendet ist? und denkst du wirklich dass deine abgezogene faust zum gesicht (falls sie wirklich trifft) langt? was, wenn du dir bei dieser aktion deine finger kaputt machst (was durchaus nicht ungewöhnlich ist)? und noch was, ein treffer ins gesicht stoppt nicht automatisch eine bereits bereits abgeschossene faust. schon garnicht wenn sehr viel adrenalin im spiel ist
Zitat:
Zitat von Kaybee
Die beste Abwehr gegen einen Schlag ist, den Anderen eher zu schlagen. Ein berühmter Asiate nannte das auch "die einfallende Faust".
Das ganze funktioniert natürlich nur, wenn bei dem eigenen Fauststoß auch was bei rumkommt
... und du entweder hellsehen kannst oder immer der schnellere von beiden bist.
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  #15  
Alt 03-10-2004, 20:23
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Zitat:
Zitat von PeterF
weil du mit sicherheit auch was durch den schwinger abbekommst. denn in der regel konzentrierst du dich auf deinen schlag in sein gesicht und nicht auf den korrekten tan sao.

da sieht man mal wieder wie wichtig ein richtiges sparring ist muss ich dir jetzt wirklich erklären dass deine aktion mit dem fauststoß damit nicht beendet ist? und denkst du wirklich dass deine abgezogene faust zum gesicht (falls sie wirklich trifft) langt? was, wenn du dir bei dieser aktion deine finger kaputt machst (was durchaus nicht ungewöhnlich ist)? und noch was, ein treffer ins gesicht stoppt nicht automatisch eine bereits bereits abgeschossene faust. schon garnicht wenn sehr viel adrenalin im spiel ist

... und du entweder hellsehen kannst oder immer der schnellere von beiden bist.
Keine Sorge. Ich weiß, wie wichtig ein "richtiges" Sparring ist. Glaub mir, wir machen keinen Ringelpiez mit Anfassen. Natürlich besteht die Gefahr, dass ich noch was abkriege. Es wäre sogar völlig illusorisch, zu denken, der andere könnte einen nicht treffen, auch wenn man korrekt agiert. Die Frage ist nur, ob sein Schlag noch die vernichtende Energie besitzt, wenn er einen trifft. Und wer sagt denn, dass meine Aktion nach dem Fauststoß beendet ist??!! Und ganz ehrlich, da mache ich mir doch lieber ein paar Finger kaputt, als dass mir der andere meinen Kopf deformiert. Es kommt halt immer auf die Situation an. Wenn der andere 2, 20 groß ist und 150 kg wiegt, dazu ein erfahrener Boxer und Kneipenschläger, okay....

Ich wollte halt nur festhalten, dass man auch zum Kopf schlagen kann, wenn man in der richtigen Distanz für einen meines Erachtens unsinnigen Schlag auf den Arm steht. Man muss halt gut und hart trainieren, dann erhöhen sich die Chancen in einem Kampf. Und wenn ich mit meinem Tan-Sao, eigentlich aber eher mit meinem Fauststoß, seinem Schwinger die Hälfte seiner Kraft und Energie nehme, dann behalte ich vielleicht nur nen blaues Auge oder ne blutige Lippe.

Gruß Kai
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