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  #76  
Alt 30-06-2007, 14:19
Benutzerbild von Sun Wu-Kung
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Kampfkunst: 黄淳梁孫悟空咏春 - WSLSWKVT
 
Registrierungsdatum: 01.12.2006
Ort: Bremen - Steintor
Alter: 42
Beiträge: 2.706
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Zitat:
Zitat von isetta Beitrag anzeigen
Schliesst mein Text-Inhalt Deinen aus ...?
Wobei "modifizierte Persönlichkeit", ich nicht sofort unterschreiben möchte. Erst nach Abstimmung bzgl. der Prozessreihenfolge dazu
.
Ja,
denn du schreibst:

Zitat:
Zitat von isetta Beitrag anzeigen

Formen sind wie ein gutes Buch – ein Freund.
Kennt man sie, kommt man alleine klar.
.
Denn wie ich schon erwähnte, sind die Formen eben nur ein Teil des Dreigestirns...

Sun
__________________
"Näher ran. Wenn du treffen willst, musst du näher ran."
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  #77  
Alt 30-06-2007, 23:04
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: derKünstler-Do ;-)
 
Registrierungsdatum: 06.02.2002
Ort: Mannheim
Beiträge: 769
Standard

Hallo Roberto, schönes Post

Zitat:
Zitat von roberto Beitrag anzeigen
@DerKünstler


In bezug auf das Loslösen von evtl. duchgt AÄngste hervorgerufene Spannungen im kampf, is Kampf die beste Medizin.
Eben nicht, Du meinst sicher "kampfähnliches" Training, Aber das ist bei weitem kein KAMPF.
Was aber wahr ist: Nur durch einen wirklichen Kampf erhält man die wichtigsten diesbezüglichen Erfahrungen. Und sei es auch, wie man es besser nie wieder tun sollte.

Zitat:
Selbstverständlich sollte das bestreben dahingehen, keine allzu unnatürlichen Bewegungen einzusetzen. Dies ist jedoch nur Ziel bis zu einem gewissen Grad. Wenn Du auf geschlossene Hüfte, extrem innenliegender Ellbogen etc. anspielst, gebe ich Dir sofern Recht, dass dies alles falsch wäre, wenn man sich dann auch stets auf diese Weise bewegen würde.

Falsch deshalb, da diese Positionen nicht gerade gesundheitsfördernd sind.
Ob sie deshalb aber kampfspezifische Nachteile aufweisen ist eine andere Frage.
Aber die entscheidende! Wenn man in einem Kampf steckt, interessiert zwar auch, wie "gesund" bzw. fit man momentan ist, aber vor allem interessiert dann, ob mein Körper die ihm am besten geeignete, ökonomischste und schnellstmögliche Reaktion und Aktion generieren kann. Je natürlicher das ganze kommt, umso spontaner, leichter und letztlich effizienter geschieht das auch, nicht zuletzt, weil das komplett unbewusst abläuft/ ablaufen MUSS ! Und je ähnlicher diese Reaktion dem ALLTÄGLICHEN Bewegungsmuster entspricht, umso selbstverständlicher kann sie spontan abgerufen werden!

Zitat:
Unsere System sind einfach aufgebaut und sehr auf die Natürlichkeit ausgelegt. Jedoch sind es primär Waffensysteme und erfordern z. B. nicht den Aspekt der Schlagkraft beim Fauststoß.
Die Kraftgenerierung funktioniert dennoch immer auf die gleiche Art und Weise, Es kann keinen prinzipiellen Unterschied geben zwischen einem Waffensystem und einem waffenlosen System, was die Physiologie von Bewegungen betrifft. Insofern halte ich die Ansicht von Befürwortern von ganzheitlichen Systemen, die keinen Unterschied zwischen mit oder ohne Waffen machen aus vielleicht einer ganz anderen Sicht heraus für richtig
Zitat:
Aber täusch Dich nicht. In gewissen *ing *un Systemen sind gewissen Trainingsmethodiken auf den ersten Blick unnatürlich. Nehmen wir z. B. die Sache mit dem Ellbogen:

Es ist einiges an Training erforderlich um beim Kampf vornehmlich den Ellbogen einzusetzen und immer wenn erforderlich, mit selbigen <<Ellbogen>> Schläge des Gegners abzuleiten, dabei selbst nicht von der zentralen Bahn abzuweichen und aus deser Position auch noch die benötigte Schlagwucht hervorzuholen.

Der Ellbogen erfährt darum beim Training entsprechend Extremsituationen. Das heißt aber nicht, dass im Kampf die Ellenbögen stets wie verrückt zusammengedrückt werden. Man bewegt sich da schon lockerer. Braucht man sie aber, sind sie da!
.....
...
Diese stete Belastung sorgt letztendlich dafür, dass der Ellbogen, sobald benötigt, die entsprechend Qualität aufweist. Ist der Gegner aber nicht in Reichweite, bewegt man sich entspannt und so natürlich wie ein jeder dazu in der Lage ist (zumindest sollte dies angestrebt werden). So zumindest habe ich das in etwas verstanden.
Ja, so habe ich das beim Lesen auch verstanden. Aber ich halte es für falsch!
Es erinnert mich ein wenig an das WT Chikung, in dem auch Extrempositionen geübt werden um dann im "normalen WT" die Sollpositionen locker halten zu können.
Und das stimmt nicht, und trägt nicht zu einem fließenden Bewegungsführung bei, und es trainiert nicht mal die Kraft in dem Bereich, den man in der Regel braucht.
Die Fähigkeit zu "Extrempositionen" erhöht sich meiner eigenen Erfahrung dadurch, dass man die "normalen Positionen mit so wenig Spannung wie nur irgend möglich ausführt und dann seinen normalen Bewegungsspielraum sukzessive erweitert ohne dass irgend eine Mehranspannung nötig wäre.
Zusätzlich erhöht sich die Fähigkeit, diese Beweglichkeit aus der gesamtkörperlichen Koordination zu generieren statt aus der fragwürdigen "Dehnung" eines oder zwei einzelner Gelenke, bzw der "Kräftigung" einzelner Muskel(gruppen).

Das ganze sage ich aufgrund selbst gemachter Erfahrung. Ich staune dabei teils immer noch, wie durch die Mobilisierung eines einzelnen Gelenks sich die GESAMTBEWEGLICHKEIT mit alen daraus folgenden Möglichkeiten steigert.
Zitat:
Ein großer Schlüssel liegt in der geistigen Entspannung. Diese kann aber nur durch die Sache selbst, also den Kampf, erreicht werden. Kämpft man nie oder nur selten, gleicht es jedes Mal einer Premiere ... ein Art Lampenfieber setzt ein. Die Wiederholung sorgt für die nötige Ruhe oder besser, für die notwendige Abgeklärtheit. Da hilft kein Entspannungstraining, keine Begradigung eines evtl. Hüftschiefstandes und keine Deblockierung der Chakren. Das sind von mir aus gute Dinge, fallen aber in ein anderes Gebiet.

Cicero sagte einst: "Reden lernt man durch reden!". Mit dem Kämpfen (und mit allem anderen) verhält es sich m. E. nach entsprechend gleich.
R.
Um irgendwelche Chakren geht es doch gar nicht! *lach*
(Der Zusammenhang zwischen „gesunder“ , damit ist gemeint OPTIMALER Bewegung und Kämpfen ist völlig banal ^^ )

Wie gesagt, ein echter Kampf ist die beste Erfahrung, die an als KK´ler machen kann. Die Frage ist, wie oft er diese Erfahrung überlebt oder schadlos übersteht. Nicht jeder ist Musashi ^^
Allerdings ist kein Schauspieler, kein Musiker, kein Sportler und kein "Kämpfer" rein durch das Praktizierens des Übungsziels gut geworden.

Im Prinzip ist sowieso alles als Weg zu sehen, auf diesem befindet sich jeder auf seiner momentanen Etappe. Alles, was diesen Weg beschleunigt, egal ob "Abstrakte Übung" oder echtes Erlebnis ist zu begrüßen.

Gruß
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  #78  
Alt 01-07-2007, 00:09
Benutzerbild von Trinculo
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Registrierungsdatum: 15.01.2004
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Zitat:
Zitat von derKünstler Beitrag anzeigen
Die Kraftgenerierung funktioniert dennoch immer auf die gleiche Art und Weise, Es kann keinen prinzipiellen Unterschied geben zwischen einem Waffensystem und einem waffenlosen System, was die Physiologie von Bewegungen betrifft.
Mit der Waffe muss ich kaum Kraft generieren. Die gleiche Bewegung, die ohne Waffe nicht einmal einen blauen Fleck hinterließe, könnte mit einem spitzen Dolch den Tod herbeiführen. Noch extremer ist es im Sportfechten - ein Flick, der lediglich mit der Spitze die Trefferfläche berührt, gibt volle Punktzahl, obwohl er selbst mit einer scharfen Waffe nur oberflächlichen Schaden anrichtete. Sind denn die Bewegungen im Sportfechten deswegen identisch mit denen des Duellfechtens aus vergangenen Jahrhunderten?

Natürlich ist die von Dir angesprochene Physiologie zu einem gewissen Grad gemeinsam - irgendwann landen wir unweigerlich bei Aktin und Myosin - aber die Art, sich zu bewegen, ist es beileibe nicht.
__________________
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  #79  
Alt 01-07-2007, 00:36
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: derKünstler-Do ;-)
 
Registrierungsdatum: 06.02.2002
Ort: Mannheim
Beiträge: 769
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IMHO:
Die Bewegungen können nicht unterschiedlich sein. Das Ziel der Bewegungen und die Dynamik schon. Aber die Art und Weise ist genau gleich. Unterschiede gibt es natürlich im Detail, weil die Beschaffenheit der Waffe vorgibt, wohin die Bewegung gehen muss, um auch mit der Waffe entsprechend zu treffen.

Mal ist ein Körperteil die Waffe, mal ein Gegenstand. Kraft wird aber auf die selbe Art generiert, je nachdem, wohin die Kraft soll. Es ist auch unerheblich, wieviel Kraft generiert werden muss. Je weniger, um so ökonomischer, weshalb Waffen ja einen erheblichen Vorteil darstellen, abgesehen von der jeweiligen Reichweite.

Anders: Roberte räumte ein, dass die Bewegungen mit Waffen narürlicher seien, weil man da andere Kräfte (weniger???) aufbringen muss.
Während zumindest im ingsbums die waffenlosen Bewegungen unnatürlich sein müssen, weil da größere Kräfte aufgebaut werden müssen ???

-> Roberto, falls dir die ingsbums Waffen-Bewegungen bekannt sind: Wie vertragen sie sich mit dem von dir als natürlich beschriebenen Superba?



Ich sehe ein, dass man aus rein taktischen Gründen zu Bewegungen greift, die nicht dem "üblichen" Bewegungsmuster entsprechen und dann alle Bewegung darauf ausrichtet, darin so gut we möglich zu funktionieren.

-> Aber ich finde es vollkommen unnötig, egal wie gut "durchdachtt" es ist!

Mittel bis langfristig ist es effektiver, sein natürliches Bewegungsvermögen, das von vornherein auf unseren Körper optimiert ist, mehr und mehr zu "tunen". Völlig egal, ob das nun auch noch obendrein "gesund" ist oder einfach nur rein funktionell ist. Damit kann man nicht früh genug anfangen.

-> Dazu gibt es Übungen, die man nur machen kann, wennn man nicht gerade kämpft ^^

(Topic: Es ging ja um den Sinn von abstrakten Übungsformen ^^ )
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  #80  
Alt 01-07-2007, 14:12
isetta
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.

Geändert von isetta (19-04-2008 um 14:31 Uhr).
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