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#1
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| bisschen philosophische frage... wo genau liegt der unterschied zwischem konzeptionellem denken und technikdenken? ich meine in dem sinne, dass man in den formen entweder prinzipien und konzepte oder aber anwendungen/techniken sehen kann. abgesehen davon, dass man die sache offensichtlich von zwei unterschiedlichen blickpunkten betrachtet kann; ist das resultat schlussendlich nicht dasselbe? weil: logischerweise setzt ja auch der konzeptionell denkende kampfkünstler seine konzepte in bewegungen um. und auch er ist z.b. in der lage, verschiedenste anwendungen eines prinzips/konzept zu demonstrieren. umgekehrt ist doch zu hoffen, dass auch der technikdenker jeweils ein prinzip/konzept hinter einer anwendung sehen kann. liegt der unterschied also nur darin, dass sich der konzeptionell denkende nicht auf eine anwendung festlegen will/kann (weil sich ein prinzip in unterscheidlichster weise umsetzen lässt), während sich der technikdenker - in der form eine anwendung sehend - auf diese genaue bewegung als anwendung berufen muss? oder anders: wo genau liegt der unterschied, ob ich nun z.b. 10 techniken kenne von denen ich weiss dass sie alle demselben prinzip zugrundeliegen, oder ob ich ein prinzip kenne und dieses in 10 techniken umsetzen kann? ![]()
__________________ "Reneé lässt nicht mit sich spassen...daher Lap Sao-Zug mit Fauststoss gegen Daniel...und anschliessendem Fusstritt" [Quelle: http://www.wingtsun-schulen.de/bilder3.html] |
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#2
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| Zitat:
Worauf genau richtet sich jetzt Deine Frage? Nach dem Konzept oder nach dem Prinzip? Das sind nämlich zwei verschiedene Dinge. Prinzipiell schlägt man z. B. im VT aus der Hüfte und durch starken Einsatz des Ellebogens bzw. der richtigen Struktur im Allgemeinen. Konzeptionell sollte man verstehen, dass alle Schläge/ Angriffe des Gegners (welcher Art sie auch immer sein mögen) auf die selbe Stelle gerichtet sind. Des Weiteren, dass durch dieses Vertändnis Angriff und Verteidigung eins werden und deshalb auch nur noch ein einziger Entscheidungsschritt von Nöten ist. Das Prinzip fördert hier also das Verständnis von Kraftgeneration und hilft, die Trainingsschwerpunkte richtig zu setzen. Das Konzept hingegen befreit von paranoiden Denkmustern (Was tue ich, wenn der Gener so oder so angreift?), die man sich durch jahrelanges Technikdenken angeeignet hat. Liebe Grüße, Roberto
__________________ "Na nuddu postu 'u mari è accussì ranni, 'u suli accussì forti, 'u celu accussì blu. Na nuddu postu 'u ventu cunta storie accussì beddi." Poesia Italiana |
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#3
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| Technikdenken: Gegner greift mit Fauststoß A an, ich reagiere mit Abwehr X oder Y oder Z Konzeptdenken: Gegner unterschreitet Distanz, ich gehe rein mit Gegenangriff. Dabei können dann Varianten G, H, J oder was auch immer entstehen. Interessiert erstmal nicht. |
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#4
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| Ob man rein- oder rausgeht ist auch egal. Die Frage ist, wa mache ich. Was bedeutet Variante G, H, J et cetera? Das alleine wären mir zuviele Varianten und eben zu auf Techniken ausgelegt. Die Angriffe des Gegners richten sich wie gesagt immer dem selben Ziel entgegen. Das bedarf es nicht mehr als einen einzigen Entsheidungsschritt. R.
__________________ "Na nuddu postu 'u mari è accussì ranni, 'u suli accussì forti, 'u celu accussì blu. Na nuddu postu 'u ventu cunta storie accussì beddi." Poesia Italiana |
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#5
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| Ich würde sagen, daß Techniken immer den Konzepten folgen und sich Techniken innerhalb eines Konzeptes änderbar sind. Insofern ist Technikdenken für sich alleine "konzeptlos" (sinnlos???), wobei Konzeptdenken ohne Technikdenken möglich ist. Gruß der Biber |
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#6
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![]() heisst das etwa, dass technikdenken vs. konzeptionelles denken erstmal gar nix damit zu tun hat/haben muss, ob man in den formen nun anwendungen oder prinzipien sieht? 2 paar schuhe sozusagen?
__________________ "Reneé lässt nicht mit sich spassen...daher Lap Sao-Zug mit Fauststoss gegen Daniel...und anschliessendem Fusstritt" [Quelle: http://www.wingtsun-schulen.de/bilder3.html] |
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#7
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| Der Anwender eines Systems, welches rein auf Prinzipien und Taktik basiert, kann durch jahrelanges Üben zu einer sehr sauberen Technik (Im Sinne von akkurater/ präziser Ausführung der Bewegungen) gelangen. Verschiedene Techniken als Antwort auf die Angriffe des Gegners verwendet er deshalb aber nicht. In den Formen des VT steckt doch alles drin: Prinzipien und Konzept. Meistens sogar am Anfang, direkt vor den Augen liegend. R.
__________________ "Na nuddu postu 'u mari è accussì ranni, 'u suli accussì forti, 'u celu accussì blu. Na nuddu postu 'u ventu cunta storie accussì beddi." Poesia Italiana |
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#8
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__________________ "Na nuddu postu 'u mari è accussì ranni, 'u suli accussì forti, 'u celu accussì blu. Na nuddu postu 'u ventu cunta storie accussì beddi." Poesia Italiana |
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#9
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| unterschied "technik" und "techniken" klar. wobei sich das "technik-" in "technikdenken" auf "techniken" bezieht, i.s.v. "Gegner greift mit Fauststoß A an, ich reagiere mit Abwehr X oder Y oder Z". wie gehabt. gut. unterschied zwischen prinzip und konzept nur halbwegs klar. denn was dein beispiel betrifft (Konzeptionell sollte man verstehen, [...] dass durch dieses Verständnis Angriff und Verteidigung eins werden [...].): gleichzeitigkeit von angriff und abwehr ist doch auch ein "prinzip", oder? inwieweit die unterscheidung zwischen prinzip und konzept für meine frage überhaupt von bedeutung ist, lässt sich eventuell anhand folgender vorfrage klären: was sieht denn der technikdenker (im gegensatz zum "konzepter") in den formen? anwendungen, klar. und? prinzipien UND/ODER konzepte? oder weder noch? um danach wieder zur hauptfrage zu kommen: "liegt der unterschied also nur darin, dass sich der konzeptionell (und in prinzipien) denkende nicht auf eine anwendung (im weitesten sinne: also techniken, schrittarbeit etc.) festlegen will/kann (weil sich ein prinzip in unterscheidlichster weise konzeptionell umsetzen lässt), während sich der technikdenker - in der form eine anwendung sehend - auf diese genaue bewegung als anwendung berufen muss? und/oder wo genau liegt der unterschied, ob ich nun z.b. 10 techniken kenne von denen ich weiss dass sie alle demselben prinzip zugrundeliegen, oder ob ich ein prinzip kenne und dieses in 10 techniken umsetzen kann?"
__________________ "Reneé lässt nicht mit sich spassen...daher Lap Sao-Zug mit Fauststoss gegen Daniel...und anschliessendem Fusstritt" [Quelle: http://www.wingtsun-schulen.de/bilder3.html] Geändert von blingbling (05-06-2008 um 11:11 Uhr). |
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#10
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| Was ist ein Prinzip? Prinzipien sind Verhaltensrichtlinien (hat eine übergeordnete Funktion) Was ist ein Konzept? Ein Konzept ist ein Plan für etwas. Was resultiert daraus? |
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#11
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| keine klare antwort darauf, ![]()
__________________ "Reneé lässt nicht mit sich spassen...daher Lap Sao-Zug mit Fauststoss gegen Daniel...und anschliessendem Fusstritt" [Quelle: http://www.wingtsun-schulen.de/bilder3.html] |
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#12
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| Ein wesentlicher Vorteil mit dem Arbeiten mit Konzepten unnd Prinzipien ist ein nicht festgelegter Technikablauf. Variable Varianz |
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#13
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| Zitat:
1. Ich geh rein. 2. Ich geh raus. Das wars. Der Rest von A über G bis Z entsteht dann schon. Das ist das Grundkonzept. Das kann dann beliebig in die Tiefe gehen bis hin zu einer konkreten Technik. Die ist aber eben das Ende des Denk- und Entscheidungsprozesses, nicht der Anfang oder gar das Einzige. Als "Konzeptdenker" nun, versucht man so nahe wie möglich am Konzept zu bleiben. |
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#14
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| Denken braucht Zeit. Davon im Kampf nahezu nichts einzusetzen, ist das Ziel. Darauf beruht das umschreibende wissenschaftliche Haupt-Prinzip des ursprünglichen Wing Chun/Ving Tsun. Jedoch nicht seiner Derivate, die paralleles in serielles wandeln. Technikdenken ODER Konzeptdenken ist ein Holzweg. . |
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#15
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| geistige Kapazität, als wenn Du Dich nur um 1 Prinzip zu kümmern hast, das die 10 Techniken automatisch generiert. ![]() |
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