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  #1  
Alt 19-08-2002, 01:38
Benutzerbild von SifuMartinDragos
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Kampfkunst:
 
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Standard Unterschiede zwischen QuickDefence und Blitzdefence, Teil 2

----Fortsetzung, Teil 2----------------



4. Fortgeschrittene Techniken
QD: ich stelle mich auf den Standpunkt, einem Lernenden die optimale Lösung (und Lösungssystematik) für die jweilige Situation an die Hand geben zu wollen. Genau in diesem Punkt soll doch der Schüler von meiner 20-jährigen Erfahrung profitieren! Deshalb ist es mir gleich, aus welchem (traditionell hohem) Programm eine Bewegung oder ein Prinzip stammt, daß für die jeweilige Lösung herangezogen wird. Aus diesem Grund lernt der Schüler gleich zu Beginn Techiken, die er früher ggf. erst nach Jahrzehnten gelernt hätte, z.B. aus der BiuTze-, Langstock- oder Holzuppenform usw.
Fälschlicherweise halten andere WT-Lehrer dies dann für einen "Ausverkauf" und "sich Anpreisen" mit hohen Techniken, weil sie annehmen, wir wollten ihre Schüler abwerben. Dies ist völliger Unsinn! Für mich ist es schlichtweg eine Gewissensfrage immer mein Bestes (weiter-)zu geben.
Es ist ein Aberglaube, daß der Schüler "noch nicht so weit ist", um das alles zu lernen. Gerade die fortgeschrittenen Konzepte und Techniken sind so einfach, daß man (fast) nicht darauf kommt - und entsprechend einfach umsetzbar.

BD: im BD und den Kampfkunstprogramm wird strikt der hierarchische Weg des Lernens beschritten:
- SNT, CK, BT-Form, Chi-Sao..später dann Holzpuppe, Langstock etc.
Ich war selbst fast zwei Jahrzehnte Mitglied der EWTO und weiß deshalb wovon ich spreche: der Grundtenor lautet: "Wer Porsche fahren möchte, soll für Porsche auch bezahlen". Dies ist sicherlich legitim, denn jeder Lehrer entscheidet selbst, wie er es mit der Lehrpolitik handhabt, schließlich ist dies ein freies Land;-).. Das Beispiel zeigt jedoch auch, daß die unteren Programme im Wesentlichen Appetit auf die später Folgenden machen sollen. Wer dieses Rennen nicht durchhält geht eben leer aus.

5.Individualcharackter
QD: im QD wird der Schüler von Anfang an mit der "Weniger ist Mehr-"Maxime konfrontiert. Dieses Prinzip ist schlichtweg "überlebensnotwendig". Nicht weil es sich gut anhört, sondern weil eine Fülle an Technik die schnelle Umsetz- und Erlernbarkeit von Bewegungen unmöglich machen würde. Im Kampf kostet jede überflüssige Entscheidung wertvolle Sekunden - die eben entscheidend sein können.
Der Schüler muß sich - entgegen der Natur des Menschen- von seiner "Sammler-" und "ich habe Angst etwas zu verpassen"-Mentalität trennen.
Weglassen statt Ansammeln heisst die Devise: aus den möglichen Alternativen für die Lösung einer Situation bestimmt der Lernende durch eingehenden praktische Tests selbst, mit welchen Bewegungen er klarkommt und welche ihn in seiner Dynamik ausbremsen. Dadurch reduzieren sich die eingesetzen Techniken auf eine kleine aber höchst wirksame Anzahl wirklich umsetzbarer Techniken und Systematiken.
In Wahrheit besteht fortgeschrittenes WT IMMER aus der Entwicklung der eigenen Stärken. Die jeweilige Kampfesweise trägt somit auch traditionell betrachtet immer die eigene Handschrift. Im QD wird nun versucht, diese Entwicklung so früh wie möglich zu fördern, denn was bringt es, jahrelang Ballast mit sich rumzuschleppen? Ich kann mich noch genau an 2. EWTO-TGs erinnern, die kämpferisch so schwach waren, daß sie gegen einige meiner slowenischen 8.SG nicht bestehen konnten, weil sie nie eine Entscheidung zur Bildung einer persönlichen Kampfesweise getroffen hatten. Zu viele Techniken und Fülle machten es ihnen unmöglich einen klaren Kopf zu behalten.

BD: Individualcharackter? Fehlanzeige. Gelernt wird, was auf den Tisch kommt.

6. Eignung für Frauen
QD: beinhaltet spezielle Arbeitsweisen, die es auch körperlich unterlegenen Menschen ermöglichen gegen (physisch) stärkere etwas auszurichten. Gerade bei Frauen, hat der Fauststoß nicht immer große Wirkung. Eine Frau muß dann ggf. auf andere Mittel zurückgreifen (z.B. Daumenstoß in die Augen usw.). Gerade für Frauen ist die Verteidigung am Boden ein ernstzunehmendes Thema. Ich kenne die Argumentation vieler WT-Leute (die dies Argument schlichtweg ungeprüft übernehmen), wonach man lieber den Zeitaufwand in das Lösen der ersten 4 Phasen investieren sollte, statt sich überhaupt mit Phase 5 zu befassen. Soweit macht es Sinn. Aber wie sieht es aus, wenn der Kampf genau dort beginnt?, z.B. im Liegen, im eigenen Heim oder durch Überaschung. Und übrigens: auch Männer kann es passieren, daß sie auf den "Boden" der Tatsachen fallen. Ich weiß daß dies häufiger vorkommt als manch WT-ler denkt. Es zeugt m.E. von Ingoranz und Arroganz zu behaupten, daß man mit "einer Überlegenen Kampfkunst wie WT" nie oder kaum in solch eine Lage kommen würde. DAS nenne ich Praxisfremd!!!

BD: Bodenkampf im BD? Gibt es da etwas? Vielleicht Antibodenkampf á la Emin?: Bong-, Jap-,Kau-Gerk und Scheere + Kettentritte..das wars dann auch schon...Zugegeben, höchst wirksame Techniken!..Aber nicht ausreichend. Mit diesen Techniken allein, hätte einer meiner fortgeschrittenen DWT-Schüler aus Slowenien fortgeschrittene Ringer(Europameister) nicht bezwingen können. Sobald ein Gegner auch die Barriere von Bong- und Jap-Gerk, Kettentritten usw. überwunden hat, gilt es den Kampf, der direkt am Mann stattfindet, ebenfalls geschickt zu bewältigen. Im QD wird hier ein auf den WT-Prinzipien beruhendes Konzept verwirklicht.


7. Dauer für das Erlernen
QD: Auch in diesem Punkt gibt es viele Mißverständnisse, vor allem was die QD-Webakademie angeht. Wie der Name schon sagt, kann QD binnen 6 Monaten regulären Unterrichts komplett erlernt werden - sonst wäre der Name wahrlich unpassend. Warum das so schnell geht ist schnell erklärt:
- extremer Praxisbezug und entsprechende Arbeitsweise (sparring) im Training
- Reduzierung der Techniken auf das Minimalsmaß
Dazu kommt die konsequente Ausrichtung auf eine systematische Arbeitsweise - also keine Methode!
Wer die Intensivausbildung besucht, kann dieses Ziel schon nach 10 Wochen erreichen. Danach hat er mindestens 100 Trainingsstunden oder mehr absolviert. Die Teilnehmer bekommen nämlich in den Wochen zwischen den Schulungen "Hausarbeiten", um das Gelernte mit einem Partner zu vertiefen. Dazu haben sie 1 Woche Zeit. Und eines ist klar: bei Ausbildern gibt es keine Gefälligkeitsprüfungen. Deswegen kann der, der nicht fleißig war auch durchfallen.

BD: vor erreichen der 12.SG-Prüfung wird das Programm nicht vollständig durchlaufen, dh. 2-3 Jahre gehen ins Land, zumindest im Durchschnitt.

Dies sind die wesentlichen Punkte, in denen sich QD und BD unterscheiden. Leider machen sich die meisten Kritiker nicht mal die Mühe unsere Website zu besuchen, denn dort könnten sie das alles schlichtweg nachlesen. Besser wäre es aber: es selbst zu erleben.


Abschließend möchte ich noch auf den Kritikpunkt eingehen, daß es unmöglich sei per Webakademie zu lernen.
Es stimmt, dazu braucht es eben den guten Willen und Vorstellungskraft.
Ich mache es kurz:

Die Webakademie ist KEIN Ersatz für einen lebendigen Lehrer und dient auch NICHT DEM ERLERNEN VON KAMPFKUNST.
Auf einem einfachen SV-Niveau, wie es bei QD der Fall ist viel möglich. Voraussetzung hierfür ist, daß man mit einem Partner
beständig übt und eigenen Erfahrungen sammelt. Das ist sogar ein "alter Hut", denn jeder Fortgeschrittene (TG, PG) wird insgeheim zugeben müssen, daß 80% allen Wissens und Könnens das er besitzt, selbst erarbeitet wurde bzw. auf eigenen Erkenntnissen beruht. Mir geht es da nicht anders. Dieses scheinbare Manko verkehrt sich bei QD aber ins Gegenteil und gereicht zum Vorteil: der Schüler wird selbständig - und nicht passiv und dumm.
By the way: der Lernende ist während seiner Ausbildung nicht wirklich auf sich allein gestellt, denn er hat Gelegenheit auf Quality-Seminaren aus erster Hand zu lernen und Feinkorrekturen zu erhalten. Jedes Webakademiemitglied nimmt zudem am Coaching teil, dh. Fragen jeglicher Art, werden umgehend per Mail beantwortet. Das ist individueller Service in Reinkultur und für uns eine der effektivsten Möglichkeiten unser Angebot flächendeckend und für jedermann erschwinglich anzubieten.

Vereinfacht gesagt, ist es wie beim Medium Buch, nur daß die Visualisierung per Video und der (Echtzeit-)Feedback zum Autor gegeben ist.

Bleibt mir noch zu erwähnen, daß ich BD für wirksam und gut halte. Zumindest in den selbstgesteckten Grenzen, in denen es arbeitet. Im eigentlichen Sinne als "neu" erachte ich die Lösung von Konflikten mittels Worten und Gestik, Körpersprache usw. (Selbstbehautpung), was bisher in WT-Kreisen unüblich war.

Auch diese Seite kommt im QD nicht zu kurz, wobei jedoch der Ansatz ein anderer ist (nachzulesen unter QuickDefence1 - siehe kostenlose Galerie auf http://www.DefenceClub.de).

Was nützt ein "Schauspiel" wenn der Körper lügt? Weder im QD noch im BD etwas...
Wirklich beindrucken wird den Gegner nur die glassene Selbsticherheit und entsprechendes Auftreten mit Nachdruck, das aber nur jemand der über echte und vorhandene Fähigkeiten verfügt, sein eigene nennen kann.
Deshalb mein Credo: besser in die praktischen - als schauspielerischen - Fähigkeiten investieren;-)..

Wie seht ihr das?

Mit besten Grüssen

Euer
Sifu Martin Dragos

- Cheftrainer DefenceClub -

---------------------------
http://www.DefenceClub.de:
- Schnell-Lernsysteme für praktischen Selbstschutz
- eLearning
- Instruktorenausbildungen
---------------------------
Quicklinks
  #2  
Alt 19-08-2002, 05:52
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Beiträge: 178
Post Quick Defence

Guten morgen,

ok, dann mach' ich mal den Anfang.

Vorab: Ich geb' ja zu, dass ich Deine Postings mehr überflogen habe und nur einige Bereiche richtig gelesen. Schön, einigen Sachen stimme ich zu, einiges sehe ich anders. Ich greife einfach mal ein paar Sachen auf.

So wie ich das verstanden habe, ist Quick Defence eine Art "automatisiertes WT ohne Chi Sao". Ähm, hm. Tut mir leid, aber dann kannst Du auch Kick- oder Thai-Boxen anbieten, das wäre auf jeden Fall effektiver. Automatisierte Bewegungen ohne Chi Sao-Reflexe und ohne Fühlen/Kleben/Nachgeben - das sind leere Hüllen, die zu keiner Zeit funktionieren.

Du hast kein Problem damit, Deinen Schülern Stoff aus höheren Programmen zu zeigen? Glückwunsch, das ist gut. Mach' ich auch so. Allerdings: Du schreibst, dass die Blitz Defence-Programme der EWTO nach dem strikten Aufbau der Formen aufgebaut sind, Deine nicht. Wie unterrichtest Du denn dann die Schüler, die sich entschliessen weiter zu lernen? Und noch ein Problem: Du impfst denen doch bestimmte Reflexe ein, wie bekommst Du diese Reflexe denn wieder in einer angemessenen Zeit aus denen raus, damit dann das richtige WT funktioniert?

Wenn ich da mal eine Zeitschätzung abgeben darf: Quick Defence lässt sich in zwei Jahren lernen(?) und um das ganze dann umzustellen wieder zwei Jahre. In der Zeit hätte man den Leuten schon locker zumindest die ersten beiden Formen unterrichten können, vielleicht sogar noch die dritte.

Und noch was: Du schreibst, dass in den Grund-EWTO-Programmen z. B. keine Biu Dji verarbeitet ist. Hä? Wie kommst Du darauf? Gerade Du als ehemaliger TG solltest doch (zumindest) in den Lat Sao-Programmen den Biu Dji-Anteil sehen können! Beispiel: Der verdeckte Biu Sao vor dem Zug und dem Fak Sao im 3. Programm, nach dem Druck zur Seite. Oder habt Ihr das anders gelernt?

Ach ja, hier noch ein Beispiel für ein Programm, das zwar ohne Chi Sao funktioniert (naja, wenn halt der Partner mitspielt), das aber nur mit Chi Sao sinnvoll und richtig wird: Das vollständig 4-er Lat Sao mit dem Schwinger-Kram und dem ganzen Zeug das hinterher kommt. In dem Programm sind so viele Kontrollen, Kontakte und "Fühlbewegungen" drin - das bringt man auch erst, wenn man die vollständige erste Sektion gelernt hat.


Bis dann,

Armin.
  #3  
Alt 19-08-2002, 10:27
Wendelin
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard Selbstverteidigung ist leider eine Lüge

"Self-defence is only an illusion, a dark cloak beneath which lurks a razor-sharp dagger waiting to be plunged into the first unwary victim.

"Whoever declares that any weapon manufactured today, whether it be a nuclear missile or a .33 special, is created for self-defence should look a little more closely at his own image in the mirror. Either he is a liar or is deceiving himself.

"Wing Chun Kung Fu is a very sophisticated weapon; nothing else. It is a science of combat, the intent of which is the total incapacitation of an opponent. It is straightforward, efficient and deadly. If you're looking to learn self-defence, don't study wing chun. It would be better for you to master the art of invisibility."
— Wong Shun Leung


Hallo!

Ich mag es eigentlich nicht mich mit fremden Federn zu schmücken. Nur wird hier ein deutlicher Strich darunter gezogen, was Selbstverteidigung (mit Kampfsport) ist:

Eine Lüge, eine Illusion!

Das ist das, was ich in den ersten Stunden als 11jähriger im Judo beigebracht bekam.

Kampfkunst ist keine Selbstverteidigung! Und die beste SV ist wegrennen.

Leider, ist das so! In den meisten Kampfsystemen ist es auch so: Wer sich vorher nicht kloppen konnte, der lernt es da auch nicht. Er wird nur raffinierter.



"Sifu" Martin:
Zitat:
Nach 4 QD-Programmstufen sagen wir dem Schüler: "das wars, Du kannst nach Hause gehen, denn das was Du gelernt hast reicht aus, um sich zu verteidigen".
Ein Kernsatz werbemässigen Schwadronierens. Kein Normalo kann nach "4 Programmen" eines x-beliebigen Kampfsystems auch nur einigermassen kämpfen. Mal abgesehen davon, dass es auch mit "Blitzdefence" nicht geht.



Warum werden im Kampfsport immer wieder diese Aktionen gemacht?

http://www.boardy.de/showthread.php3...0&pagenumber=3

Das erklärt hier Doc Heftig in seinem Artikel: "Das Geschäft mit der Angst!"

So long
Wendelin
  #4  
Alt 19-08-2002, 10:40
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Thumbs up ja, das stimmt schon...

Hi Wendelin,

vollste zustimmung.......
Die BESTE Verteidigung ist weglaufen (DAS HAT MIT FEIGE SEIN NICHTS ZU TUN !!! sondern mit GESUNDHEIT).
Jeder Kampf bringt automatisch Verletzungen mit, und wenn man noch so ein guter Kampfkünstler ist.

Und....das GESCHÄFT mit der Selbstverteidigung läuft und läuft, daran kann man nichts ändern.

Wer sich vorher nicht kloppen konnte, der lernt es da auch nicht. Er wird nur raffinierter.
STIMMT !
  #5  
Alt 19-08-2002, 12:55
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Standard Die Abfertigungsmaschine der EWTO

Grüss Dich Goshinsatori,
das Problem der Menschen ist, dass sie in einer Dienstleistungsgesellschaft leben. Man bezahlt, damit andere für einen die Arbeit erledigen.

Und genauso ist das im WT. Man hofft zu einer Kampfmaschine "gemacht" zu werden. Man läßt sich alles vorkauen denn schließlich hat man dafür auch bezahlt.

Selber gedacht wir nicht mehr. Dann wäre es ja keine Dienstleistung mehr. Und um so teurer die Prüfung um so besser muss sie doch sein.

Kein Wunder, das sich ein Muay Thailer beim Anblick eines Bierbäuchigen WTlers vor lachen am Boden kugelt.

Und wie Doc Hefitg dann auch sagte, umso komplizierter die Technik umso besser.

Wer nicht hart ist wird es nie sein. Man braucht das gewisse etwas, nämlich Kampfgeist. All die Menschen die Kampfkunst machen, machen es zu 70 Prozent aus Minderwertigkeitskomplexen.

Aber das ist nur zu menschlich.


Mit Respekt

Oss

Julian
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  #6  
Alt 19-08-2002, 13:11
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Standard

@Klette: bezieht sich dein letzer Satz nicht gerade auf jene, die sich so "Hart" geben und besonderen Wert darauf legen, "Hart" zu sein ?

Ansonsten gebe ich dir Recht, ich hasse nicht's mehr als Leute, die bei mir erscheinen und erwarten, dass ich für sie trainieren würde bzw. erwarten sich Können zu erkaufen. Und meine Erfahrung besagt, dass je mehr Werbung man macht um so mehr Leute dieser Sorte man kriegt.

Gruss Skyguide
  #7  
Alt 19-08-2002, 13:23
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Thumbs up ..

HI DieKlette,

ja, ich verstehe was du meinst, die Leute bezahlen und wollen dann alles vorgekaut bekommen.
Ich kann dazu aber nur sagen, daß wir z.B. finanziell so unabhängig sind, daß wir solche Leute bei uns nicht da sind.
Abgesehen davon wollen wir kein Geld verdienen, daher sind wir auch gemeinütziger VEREIN. Das Geld, was wir durch Lehrgänge oder Beiträge bekommen fließt voll in den Verein ein und kommt dadürch wieder jedem SCHÜLER zugute. Leute die das nicht verstehen werden bei uns als Mitglied bezeichnet und auch
so behandelt (d.h. nicht schlecht oder schlechter als andere, aber
nicht "familiär")
Auch sehe ich keine Notwendigkeit, ein riesen DOJO oder ein riesiges FILIALNETZ aufzubauen, wenn ich Kampfkunst betreiben möchte. Das macht die Kampfkunst nicht besser, nur den Geldbeutel des einzelnen LEERER.

Deshalb lernen die Schüler bei uns sehr schnell, selbst zu denken, alleine durch die Art des Unterrichts und das ist auch gut so.

Immer wenn man mit Kampfkunst Geldverdienen MUß, also Hauptberuflich Lehrer der Kampfkünste ist, macht man automatisch abstriche im System und auch von einem selbst.
Das möchten wir nicht tun, daher läuft es eben anders.
  #8  
Alt 19-08-2002, 18:52
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Thumbs up Jau, so ist das!

Hallo Wendelin,

ja, Doc hat wie immer recht. Ich hätte aber noch eine kleine Anmerkung bzw. Hervorhebung: Der Markt für Selbstverteidigung ist tatsächlich ein von bestimmten Organisationen selbst geschaffener. Ich hab' mir mal den Spass gegeben und neue Schüler (so um die fünfzig in zwei Jahren) nach ihren Gründen für den Eintritt in der EWTO befragt - Ergebnis war bei fast allen der Wunsch nach Fitness. Danach wurde dann durch das ständige Einbleuen von "SV-Bereitschaft" und "Wir müssen was tun" etc. die Intention eine völlig andere.

D. h. dass zuerst mal alles "eingefangen" wird und dann alles was "im Netz" ist auf Linie gebracht wird.

Allerdings sehe ich hier nicht so richtig die Verbindung: Quick-Defence spricht von vorneherein das Publikum an, das SV lernen will. Klar, man kann jetzt stundenlang darüber reden, was denn nun SV ist, bzw. ob Wing Chun in allen seinen Varianten überhaupt ein SV-System oder nicht eher ein Kampf-System ist und man kann natürlich auch an Blitz- oder Quick-Defence einiges aussetzen (tu' ich ja auch). Und natürlich stellt sich auch die Frage nach dem angesprochenen Publikum (das man normalerweise eben nicht in seiner Schule haben möchte).

Hm, ok. Wenn bei mir mal ein Interessierter auf der Matte steht, sage ich ihm, dass wir hier Kämpfen üben (nee, das klingt doof, ich hoffe aber, dass Du weisst, was ich meine), aber ich betone (meistens) auch, dass wir eben nicht die ultra-Klopper sind, die unbesiegbar noch jeden Kampf gewonnen haben und dass Kampfkunst eben mehr als "Kämpfen" oder "SV" ist. Und die meisten merken recht schnell, dass der a) der Unterricht und b) Wing Chun sehr anspruchsvoll sind und dass ohne echten eigenen Einsatz über einen langen Zeitraum nichts läuft.

Aber zurück zum Thema: Ok, wir sind uns einig: SV ist ein Geschäft - naja, wenn jemand von seiner Lehrtätigkeit leben will, muss er halt Geschäfte machen (kennt jemand den Paten ). Und er soll dabei auch ruhig Geld verdienen, es sei ihm gegönnt.

Was mich jetzt aber stört, und das ist auch an die Adresse von Sifu Martin gerichtet, ist, dass obwohl die meisten Lehrer wissen, dass das nicht funktionieren kann, sie es trotzdem allein wegen des Geldes unterrichten. So bevölkert sich mit der Zeit unser schönes Land mit ent-täuschten (hehehe, was für ein Wortspiel) Leuten und wenn ich denen dann sage, dass ich Wing Chun mache, werde ich sofort in einen Topf mit EWTO oder ähnlichen Verbänden gesteckt.

Nette Geschichte am Rande: Bei meiner Freundin im Geschäft hat jetzt ein Zivi angefangen, dessen Bruder in Heidelberg trainiert und den 4. Schülergrad innehat. Der Bruder scheint diesem Zivi total begeistert vom WT erzählt und er war wohl auch ein paar mal da und wurde in diesen paar Trainingseinheiten fast vollstäöndig indoktriniert.

Irgendwann kam er mal mit meiner Freundin ins Gespräch und erwähnte, dass er jetzt mit WT angefangen hätte, worauf diese müde abwinkte und ihm erzählte, dass ich hier im Raum eine eigene Schule hätte. Darauf hat er sie doch allen Ernstes gefragt, woher ich denn die Erlaubnis hätte, weil man doch für eine Schuleröffnung eine öffentliche Genehmigung z. B. von der EWTO benötige. Aaaaaaaaaah!!! :brrrrrr:


Bis dann,

Armin.
  #9  
Alt 19-08-2002, 19:20
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@SifuMartinDragos

das zitat unten, halte ich für sehr gut, der rest ist meiner bescheidenen meinung nach politik und vorallem ansichtssache denn da werden ungleiche ding verglichen werden. inhaltlich gibt es zwar viele cool ansätze.
und vorallem ist da wieder die "wer ist besser" doktrin... schade..

und.... die Zitate bei Wendelin von Wong Shun Leung sind excellent!

<<Was nützt ein "Schauspiel" wenn der Körper lügt? <<Weder im QD noch im BD etwas... Wirklich <<beindrucken wird den Gegner nur die glassene <<Selbsticherheit und entsprechendes Auftreten mit <<Nachdruck, das aber nur jemand der über echte <<und vorhandene Fähigkeiten verfügt, sein eigene <<nennen kann. Deshalb mein Credo: besser in die <<praktischen - als schauspielerischen - <<Fähigkeiten investieren;-)..

trainiert doch einfach mehr als sooo viel zu vergleichen.

seeya

Geändert von Ma_Shao_De (19-08-2002 um 19:22 Uhr).
  #10  
Alt 19-08-2002, 19:23
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Thumbs up ..

Hi,

tja ARMIN, so ist das natürlich....
Aber der, der Abstriche machen muß, weil er Geld verdienen will ist auch meistens der, der mit ALLEN Mitteln versucht, Programme wie QuickDefence oder Blitzdefence als Allheilmittel darzustellen, auch wenn seine innere Überzeugung was ganz anderes sagt.

Und das ist eigentlich das schlimme daran......
  #11  
Alt 19-08-2002, 19:30
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Standard Aua, warum ging das vorhin nicht???

Also nochmal, da das vorhin nicht ging:

Hier noch eine kurze Frage an Sifu Martin:

Ok, Deine Quick-Defence-Schüler, die ja SV lernen wollen, lernen in kurzer/kürzester Zeit sich zu verteidigen. Ok, und was dann? Ich meine: Wenn sie schon gelernt haben sich zu verteidigen, warum sollten sie dann weiter lernen? Sie wissen doch schon alles??? Für was brauchen die denn den anderen Kram? Oder wird ihnen erzählt, dass sie zwar tolle SV gelernt haben, die gegen jeden anderen funktioniert, aber leider nicht gegen WT-ler (ich werf' das jetzt mal zusammen)?

Und noch eine Frage (ist sicher erlaubt, gell?): Was tust Du dagegen, dass sich Deine Schüler z. B. im Internet informieren und dabei vielleicht zufällig über dieses Forum stolpern (oder natürlich auch über andere) und dort informiert werden, dass es auch noch andere tolle und vielleicht auch effektivere Sachen gibt, die vielleicht günstiger oder "umme Ecke" sind?

Das ist übrigens etwas, was ich mich immer wieder frage: Wie kommen "Gauner" (nicht falsch verstehen Martin - ich werfe Dich hier ausdrücklich nicht mit rein!!!) immer wieder zu so vielen Schülern, obwohl die Möglichkeiten der Information gerade mit dem Internet nahezu grenzenlos sind???

Vielleicht weiss einer von Euch ja was.


Bis dann,

Armin.
  #12  
Alt 19-08-2002, 20:26
Benutzerbild von Goshinsatori
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Thumbs up das ist eine GUTE frage !!

Hi,

diese FRAGE stellt sich mir auch und richtig sich eigentlich nicht nur an Sifu Martin, sondern an alle, die anbieten, innerhalb von ca. 2 Jahren jegliche Person SV-fähig zu machen.
Was sagt ihr den Leuten nach den 2 Jahren ???
Oder werden diese Leute soweit mit in das System genommen, daß ein "Schneeballsystem" daraus wird ???
Es soll ja eine Vereinigung geben, die das geschafft hat .....
(nur vom hören sagen mal)....
  #13  
Alt 19-08-2002, 20:41
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Talking Das KFS Problem und warum alles nur halb gemacht wird.

Ich möchte mal ein Problem ansprechen. Und zwar wird im WT allzu oft von der Universallösung gesprochen. So wie ich es gelernt habe, ja ich habe auch mal WT ausprobiert, (Pssst nicht weitersagen ) soll man den Gegner durch einen Tritt stoppen, dann das hintere Bein nachziehen und mit KFS in den Gegner reingehen.
Im Prinzip ein einfaches Konzept, dass auch funktioniert. Das will ich nicht abstreiten.
Aber bei der WT Trainingsmethodik ist das absolut ineffektiv. Denn ich kenne kaum einen WTler der wirklich KFS beherrscht. Das sieht man auch bei den Beispielvideos von Sifu Dragos, wo eine Dame, deren Namen ich nicht kenne Kettenfausstöße an einer Pratze macht.

Fehler 1 :
Die erste Faust ist schon weg, bevor die andere auftrift.

Fehler 2 :
Die Arme werden durchgedrückt. Es lebe der Knorpelschaden im Gelenk.

Fehler 3 :
Da ist soviel Power drin, dass man damit vielleicht einen Pappkarton eindrücken kann.

Also haben wir A :
Keine saubere Technik
B :
Keinen durchtrainierten Körper und damit die fehlende Härte.
C :
Die berühmte nach 4 Programmen kann ich mich verteidigen Selbstüberschätzungstour die zu 98 Prozent im Krankenhaus endet, weil ein WTler meinte sich mit einem Boxer kloppen zu müssen.

Das angeblich beste Verteidigungskonzept endet spätestens vor einem guten Muay Thai oder Karatekämpfer.

Und es ist mir egal, was jetzt für ausreden kommen. Das ist geistiger Dünnschiß. Wir können dann weiter diskutieren, sobald WTler mit Muay Thai Kämpfern in den Ring steigen und sie besiegen, was aber niemals geschehen wird.

Mit Respekt

Oss

Julian
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  #14  
Alt 20-08-2002, 10:00
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Beiträge: 1.416
Standard

@Klette: auch wenn ich dir bezüglich der Wirksamkeit der durchschnittlichen KFS recht gebe, muss ich dich doch drauf hinweisen, dass du hier SV mit Wettkampf vergleichst

Gruss Skyguide
  #15  
Alt 20-08-2002, 16:18
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Thumbs down

Grüss Dich,
dem kann ich nicht voll zustimmen. Sicher gibt es noch Differenzen, aber das MT Regelwerk kommt näher da ran als jedes Quickdefence Programm.
Und sag mir, wer gewinnt den Straßenkampf ? Der MTler der intensiv Kraft , Ausdauer , Härte und Sparring trainiert, bei 4-5 mal Training in der Woche oder der bierbäuchige mittelklasse WTler der KFS durch die Luft paddelt.
Wenn jetzt von den WTlern kommt :" Aber wenn mal ein WTler hart trainiert, kann er auch gewinnen."

Klar, logisch. Dann sollen sie aber nicht mit Theorien um sich schmeißen sondern einfach mal trainieren.

Man kann alles totquatschen, aber etwas bleibt am Ende immer. Und das sind die Fakten. Auch wenn viele WT Organiationen für ihre "Gläubigen" alles wunderbar verschleiern können.

Aber für Vergleichskämpfe ist sich der WTler zu "fein", nur weil der selbsternannte Großmeister "Kernie Geldspecht" mit Rausschmiß droht.

Was immer da sein wird ist die Realität und die kann mir keiner nehmen oder abquatschen.

Mit Respekt

Oss

Julian
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