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  #16  
Alt 26-07-2007, 03:31
Megasijo
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
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Wenigstens verdient der Metzger seine Kohle mit aufrichtiger Arbeit und verkauft nicht Würste mit billigen Zutaten!!!!

megasijo
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  #17  
Alt 26-07-2007, 05:13
Benutzerbild von Lars´n Roll
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Kampfkunst: Rock´n Roll is a Full Contact Sport (S. Tyler, Aerosmith)
 
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Beiträge: 13.211
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Man muss auch sehen, wieviel Kohle die WT-Lehrer selbst aus dem Fenster werfen müssen, bevor sie anderen das Geld aus der Tasche ziehen können.

Das dauert, bis man sein Geld wieder reingeholt hat. Und wenn man ne eigene Schule hat, dann sind das ja auch nicht grade kleine Beträge, die man da zu decken hat... dann noch der Tribut an den Sigung (oder läuft das nur über die Mitglieder?).
Sowas kann in die Hose gehen. Im Spiegel war z.B. vor kurzem ein Bericht über Leute, die Subway-Filialen aufgemacht und sich damit finanziell ruiniert haben.

Oder man machts halt wie der Demann und macht ne eigene Klitsche auf, ohne überhaupt erst die höheren Weihen des Wing Tsun empfangen zu haben.
Der hat sich mit seiner WT-Ausbildung wohl nich ruiniert, hat ja nichmal nen TG wenn ich mich richtig erinnere.

Ne, wenn ich stinkreich werden will, dann ist WT-Lehrer nicht die erste Wahl. Es sei denn ich hab meinen eigenen Verband wo ich an der Spitze der Nahrungskette sitze und genug Franchise-Nehmer habe, die mir meinen Unterhalt finanzieren.
__________________
Rock´n Roll above all !
Chris bamboozle: Warum darf Lars hier eigentlich reinspammen und sich aufführen wie ein Grundschulkind?

Geändert von Lars´n Roll (26-07-2007 um 05:19 Uhr).
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  #18  
Alt 26-07-2007, 09:24
Benutzerbild von Heinz Becker
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Kampfkunst: ETF
 
Registrierungsdatum: 21.09.2006
Alter: 42
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Zitat:
Zitat von Megasijo Beitrag anzeigen
Wenigstens verdient der Metzger seine Kohle mit aufrichtiger Arbeit und verkauft nicht Würste mit billigen Zutaten!!!!

megasijo
Oder leere Luftballons...
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  #19  
Alt 26-07-2007, 10:01
Benutzerbild von Fit & Fight Sports Club
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Kampfkunst: Thaiboxen, MMA, Krav Maga Street Defence, Alpha Combat System
 
Registrierungsdatum: 04.08.2005
Ort: Viersen
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Zitat:
Zitat von yves11 Beitrag anzeigen
Kohle, Kohle ... das liebe Geld....
mein Metzger macht 10 verschiedene Sorten an Wurst und verlangt dafür Geld.
Der Bäcker hat 49 verschiedene Brotsorten im Sortiment und verlangt dafür Geld...
Letztens hat der Automechaniker doch tatsächlich Geld verlangt um mein Auto zu reparieren...
Der Eigentümer meiner Wing Tsun Schule verlangt doch tatsächlich 600 € an Miete pro Monat...
Ich muss 75 € pro Monat zahlen um mich in meinem Fitnesszentrum quälen zu dürfen...

Zum Glück gibt es noch meine Hühner.... die legen ihre Eier umsonst ...
obwohl, die haben 5,75 € pro Huhn gekostet und das Futter muss ich auch noch besorgen...

Scheiss Geld ...

Und ich soll GRATIS arbeiten ????

Lieben Gruss,
Tja, das wird wohl von den meisten nicht verstanden. Es ist halt nur immer die Frage, was ich für mein Geld geboten bekomme. Jetzt wird zwar keiner gezwungen, es ist nur so, das die meisten Schüler Qualität gar nicht zu erkennen in der Lage sind. Irgendwann wollen sie womöglich und auch legitimerweise die Kosten wieder reinholen und unterrichten den Kram an Dritte.

Auch das fände ich gar nicht schlimm, wenn doch nur nicht immer von so "toller SV" die Rede wäre.

Gruß.
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  #20  
Alt 26-07-2007, 10:04
Benutzerbild von Sun Wu-Kung
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Kampfkunst: 黄淳梁孫悟空咏春 - WSLSWKVT
 
Registrierungsdatum: 01.12.2006
Ort: Bremen - Steintor
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Beiträge: 2.526
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3-6 Jahre, ca. 35-45€ im Monat. Im Idealfall 1260€, wenn es länger dauert dann eben 3240€. Fertig ist der VT-Schüler...
Wer Lust hat kann ja auch noch zusätlich auf Seminare gehen. Philipp gibt ja regelmäßig welche, David Peterson war letztens in Holland, Yuen Yim Keung war in der Nähe von Heidelberg, Gary Lam war auch vor kurzem in Holland und auch in Süddeutschland. So ein Seminar kostet ca. 70-120€ am Tag. Hilft auf jedenfall sich noch mal persönlich weiterzuentwickeln.

Gruß
Sun
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"Nobody gets it without hard work, but hard work by itself is not enough" WSL
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  #21  
Alt 26-07-2007, 10:07
Benutzerbild von Stoffel
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Kampfkunst: Escrima, früher Wing Tsun / Boxen/Kickboxen
 
Registrierungsdatum: 12.04.2005
Ort: Dahoim
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Es ist doch wie bei allem. Erst macht man es weil es einem Spaß macht und es einen interessiert. Und irgentwann zählt nur noch die Kohle....
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  #22  
Alt 26-07-2007, 10:09
Benutzerbild von Pancho Villa
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Kampfkunst: Ringelpietz mit Anfassen
 
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Talking

Zitat:
Zitat von Adrién Dubois Beitrag anzeigen
Das gibts doch nicht!....

Ist das normal?

Wenn ja, dann müssen ing ung Lehrer ja im Geld schwimmen, so derb wie man da verdient, sicherlich trotz der Nebenkosten

Willkommen bei der WT-Masters-Academy!

Dann auf Ausbildungskosten klicken. Habe keine direkt url bekommen.
Das ist ja abartig....
Wozu studieren,... Wing Tsung Lehrer werden, das wohl lokrativer
Das ist halt nichts für Sozial Schwache. Die lernen Karate.
__________________
Sr. Pancho Villa
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  #23  
Alt 26-07-2007, 11:42
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Kampfkunst: traditionelles Wing Chun, Baguazhang
 
Registrierungsdatum: 26.08.2006
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Beiträge: 232
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Nun ja, klingt schon teuer. Aber so gänzlich in der Luft zerreissen darf man es auch nicht. Es kommt immer darauf an, ob der Lehrer noch andere Möglichkeiten hat, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Wenn nicht, muss er schauen wo er bleibt. Nur mal so bisschen vorgerechnet:

Ein Kung Fu Lehrer braucht etwa im Monat:

CHF 1500.-- Miete für Trainingsraum
CHF 600.-- Versicherung, Strom, Wasser....
CHF 500.-- Werbung, Sonstiges
CHF 1500.-- Wohnungsmiete
CHF 300.-- Krankenkasse
CHF 400.-- Versicherungen
CHF 1000.-- Lebensunterhalt, Essen, Bus, Bahn, Auto

CHF 5800.-- im Monat mindestens, die er zur Verfügung haben muss. Ihr könnt das ja auf Euro umrechnen, ist glaube ich so ziemlich Wurst.
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  #24  
Alt 26-07-2007, 11:51
Benutzerbild von Diokletian
inaktiv
Kampfkunst: Schnappihnundzerhackihn / schwules Armschach / heilige Kühe schlachten
 
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Wieviel ist das in richtigem Geld?
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  #25  
Alt 26-07-2007, 11:55
Benutzerbild von dominik777
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Zitat:
Zitat von Diokletian Beitrag anzeigen
Wieviel ist das in richtigem Geld?
ca. 4000 euronen
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  #26  
Alt 26-07-2007, 11:59
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Zitat:
Zitat von Melphin2 Beitrag anzeigen
Nun ja, klingt schon teuer. Aber so gänzlich in der Luft zerreissen darf man es auch nicht. Es kommt immer darauf an, ob der Lehrer noch andere Möglichkeiten hat, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Wenn nicht, muss er schauen wo er bleibt. Nur mal so bisschen vorgerechnet:

Ein Kung Fu Lehrer braucht etwa im Monat:

CHF 1500.-- Miete für Trainingsraum
CHF 600.-- Versicherung, Strom, Wasser....
CHF 500.-- Werbung, Sonstiges
CHF 1500.-- Wohnungsmiete
CHF 300.-- Krankenkasse
CHF 400.-- Versicherungen
CHF 1000.-- Lebensunterhalt, Essen, Bus, Bahn, Auto

CHF 5800.-- im Monat mindestens, die er zur Verfügung haben muss. Ihr könnt das ja auf Euro umrechnen, ist glaube ich so ziemlich Wurst.
Meine Fresse!

Jetzt bitte einmal aufwache und aus der Märchenwelt kommen. Diese Liste ist so etwas von absolut Schwachsinning.
Never Ever!
Ich kann nicht für die Schwiz reden, aber ich sage dir, in Deutschland ist das absoluter Schwachsinn.
Sorry, aber diese Beträge sind absolut Hinrrissig.
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  #27  
Alt 26-07-2007, 12:00
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Kampfkunst: früher Judo / früher WT / derzeit KM u. VT (leider zu selten)
 
Registrierungsdatum: 30.04.2007
Alter: 36
Beiträge: 181
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Zitat:
Zitat von Diokletian Beitrag anzeigen
Wieviel ist das in richtigem Geld?
Falls Euronen "richtiges" Geld sind ...

EUR 902.-- Miete für Trainingsraum
EUR 361.-- Versicherung, Strom, Wasser....
EUR 301.-- Werbung, Sonstiges
EUR 902.-- Wohnungsmiete
EUR 180.-- Krankenkasse
EUR 240.-- Versicherungen
EUR 601.-- Lebensunterhalt, Essen, Bus, Bahn, Auto
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  #28  
Alt 26-07-2007, 12:03
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Keine
 
Registrierungsdatum: 18.04.2007
Beiträge: 2.337
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Zitat:
Zitat von Pompeius Beitrag anzeigen
Falls Euronen "richtiges" Geld sind ...

EUR 902.-- Miete für Trainingsraum
EUR 361.-- Versicherung, Strom, Wasser....
EUR 301.-- Werbung, Sonstiges
EUR 902.-- Wohnungsmiete
EUR 180.-- Krankenkasse
EUR 240.-- Versicherungen
EUR 601.-- Lebensunterhalt, Essen, Bus, Bahn, Auto
Danke für die Umrechnung.
Ist leider auch in Euro genau so bescheuert.
Völlig unrealisctisch!!!
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  #29  
Alt 26-07-2007, 12:06
Benutzerbild von Diokletian
inaktiv
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Beiträge: 3.292
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Zuviel oder zu wenig? In meiner Nachbarschaft hat vor einiger Zeit eine EBMAS-Schule dichtgemacht, weil der Laden - Laßt mich lügen - um und bei 4000.- Barren goldgepreßtes Eurinum Miete gekostet hat!!!
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  #30  
Alt 26-07-2007, 12:06
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Kampfkunst: WT (früher EWTO, jetzt IUEWT), Escrima (früher EWTO, jetzt IUEWT)
 
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Zitat:
Zitat von Melphin2 Beitrag anzeigen
Nun ja, klingt schon teuer. Aber so gänzlich in der Luft zerreissen darf man es auch nicht. Es kommt immer darauf an, ob der Lehrer noch andere Möglichkeiten hat, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Wenn nicht, muss er schauen wo er bleibt. Nur mal so bisschen vorgerechnet:

Ein Kung Fu Lehrer braucht etwa im Monat:

CHF 1500.-- Miete für Trainingsraum
CHF 600.-- Versicherung, Strom, Wasser....
CHF 500.-- Werbung, Sonstiges
CHF 1500.-- Wohnungsmiete
CHF 300.-- Krankenkasse
CHF 400.-- Versicherungen
CHF 1000.-- Lebensunterhalt, Essen, Bus, Bahn, Auto

CHF 5800.-- im Monat mindestens, die er zur Verfügung haben muss. Ihr könnt das ja auf Euro umrechnen, ist glaube ich so ziemlich Wurst.
Dies sieht gut aus,

schaut mal hier, die Jungs hatten das schon sehr früh offen angesprochen:

Quelle IUEWT

Professioneller Wing Tsun / Escrima - oder allgemein Kampfsportlehrer
Traum oder Albtraum?
Welcher junge Mensch hat nicht schon einmal davon geträumt, sein Hobby zum Beruf zu machen und somit anstatt eines soliden und ordentlichen Berufs die Karriere zum professionellen Lehrer der Kampfkünste / Kampfsportarten einzuschlagen?

Spricht man mit jungen aktiven Kampfsportlern, so kann man die Anzahl derer, die sich mit diesem Gedanken beschäftigt haben, sehr wahrscheinlich mit über 90% beziffern. Wie kommt es, dass sich dieser Wunsch in dieser Szene so entwickelt hat? Warum ist dieser Wunsch mehr verbreitet denn je? Bietet dieses in Deutschland nicht offiziell anerkannte 'Berufsbild' wirklich eine solide Basis? Lebt es sich wirklich leichter mit diesem 'Berufsbild' als mit einem 'normalen' Berufsbild?

Der aktuelle Zeitgeist weist eine starke Tendenz hin zu einem Wunsch nach beruflichen Tätigkeiten, die in einer entspannten Art und Weise beruflichen, finanziellen und sozialen Erfolg bringen. Dies ist nur zu verständlich, spricht dieser Gedanke doch die innerste menschliche Emotion nach Stressfreiheit und Entspannung bei gleichzeitigem Erfolgserleben an.

Hierbei haben aber gerade in der heutigen Zeit folgende Faktoren einen erheblichen Einfluss auf die Tätigkeitsintensität: Finanzieller Erfolg gemessen an Menschen, die über Jahrzehnte große Unternehmungen erfolgreich führen und leiten, soziale Anerkennung die einher geht mit dem finanziellen Erfolg, Selbstverwirklichung, Unabhängigkeit, Absicherung.

Da der heutige Gesellschaftsmensch durch sein Umfeld von Jugend an stets in einer Vergleiche ziehenden Struktur zu anderen Mitmenschen lebt und aufwächst, werden die oben angeführten Kriterien zu Triebfedern seines Handelns und Wirkens. Nur allzu oft sind solche Phänomene, die auch im negativen chronischen Erscheinungsbild als Komplexe bezeichnet werden, offensichtlich. Zum Beispiel sagt man, dass kleinwüchsige Männer dazu neigen, sich durch eines gesellschaftlich als hochwertig angesehenen Ersatzes in ihrem Umfeld den Eindruck des starken oder großen Machers zu vermitteln. Oder der alternde Mann als auch Frau, die verzweifelt Jugend vorleben, in dem sie sich wie Teenager kleiden und benehmen. Die Verhaltenspsychologie kennt hier nahezu viele Färbungen, die in der heutigen Zeit immer zahlreicher werden.

Was hat das aber mit dem Profiberuf eines Kampfkunst/-sportlehrers zu tun? In dieser hierzulande offiziell nicht anerkannten beruflichen Tätigkeit vereinigen sich Vorstellungen wie: Soziale Anerkennung, leichter finanzieller Erfolg, Stressfreiheit da man im Freizeitcharakter arbeitet, Abhebung zu normalen Berufsbildern durch ANDERS SEIN, die körperliche Überlegenheit als Darstellung der Überlegenheit der Psyche, das Hobby zum Beruf machen, etc...

Wenn ein junger Mensch nun einen Berufsveteran nach seinen Erfahrungen befragt, und hört, dass man im Berufsleben für den Erfolg hart arbeiten muss, Stress über lange Zeiträume hin erleiden muss, usw. dann liegt es nahe, dass man gerne einen leichteren Weg einschlagen will oder umschwenkt, wenn man schon im Berufsleben verankert sein sollte.

Spielt man mit dem Gedanken, diesen Weg zu beschreiten, so muss auch bedacht werden, welches die Voraussetzungen für solch eine Tätigkeit sind. Da das 'Berufsbild' des professionellen Kampfkunst/-sportlehrers kein offizielles ist, so gibt es auch keinen Anforderungskatalog an die Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Tätigkeit. Wenn man aber jetzt einfach mal die wichtigste Grundvoraussetzung des technischen und körperlichen außen vorlässt, muss man sich zwangsläufig fragen: Welches sind denn die weiteren Fähigkeiten oder Kompetenzen, die für eine erfolgreiche Tätigkeit in diesem Bereich notwendig sind?

- Es wird hier davon ausgegangen, dass auch eine erfolgreiche Tätigkeit angestrebt wird, mit der die erstrebenswerten sozialen und finanziellen Ziele erreicht werden sollen, ansonsten würde sich wohl eher ein solider und abgesicherter Job besser darstellen -

Wenn man nun den Übergang zu einem professionellen Kampfkunst/-sportlehrer aufbaut, so wird man unweigerlich feststellen, dass genau wie in einem normalen Unternehmen, die Chefposition eine Führungsposition ist. Jemand mit diesem Anspruch muss, um diese auch erfolgreich ausfüllen zu können, Mindestkompetenzen mitbringen. Diese müssen gesichert sein, noch bevor er seine neue Aufgabe beginnt.

Einige Beispiele für solche Mindestkompetenzen sind: Marketingkenntnisse, kaufmännisches Denken und Handeln, im Falle des internationalen Arbeitens - Fremdsprache(n)-, unternehmerisches Denken, Lernfähigkeit, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Motivationsfähigkeit, soziale Kompetenz, usw...

Betrachtet man diese Kompetenzen genau, dann wird man feststellen, dass diese auf keinen Fall durch reines Kampfkunst/-sporttraining vermittelt werden können, da in den sog. 'Traditionen' der Kampfkünste, die teilweise aufs akribischste gepflegt werden, diese Kompetenzen nie entwickelt bzw. gebraucht wurden. Verlässt man sich also ganz auf die Annahme der Traditionen als Garant für einen Erfolg, dann wird es passieren, dass der Erfolg langfristig ausbleibt.
Zur Aneignung o.g. Kompetenzen bedarf es einer intensiven Ausbildung. Die Vermittlung dieser Ausbildung bedarf wiederum einer finanziellen und zeitgemäßen Investition. Vergleichbar ist dies mit dem Studium eines Betriebswirtschaftlers, der zusätzlich noch seine kampftechnischen Fähigkeiten weiter ausbauen muss.

Weiterhin ist auch zu überlegen, ob in der heutigen Zeit, in der westlichen Welt diese Investition in diese wie oben erwähnt, nicht anerkannte Berufstätigkeit eine Absicherung darstellt.
Fragen wie: Kann ich mit diesem Beruf meine Rente sichern?
Kann ich mir damit eine vernünftige Krankenversicherung leisten?
Kann ich damit meine Zukunft sichern oder gar eine Familie ernähren?
Diese Fragen....und weitere muss man sich stellen um eine realistische Chance abwägen zu können, um nicht schon vor dem Beginn hinten rüber zu fallen... Viele, die heutzutage Kampfkunst/-sportschule(n) leiten haben mittlerweile die Erfahrung gemacht, dass eine Professionalität aus der Hobbytätigkeit heraus sich als Trugschluss und Fehlentscheidung entpuppte. Warum?

Machen wir einmal eine grobe Kalkulation der monatlichen Kosten auf, die entstehen, wenn man mit dem Anspruch des Profis arbeitet:

Monatliche Kalkulation:

1. Der Posten Miete bezieht sich auf einen ca. 200m² Raum exkl. Nebenkosten in einer Stadt mit mittlerem Mietniveau, kein Stadtkern. Ansonsten erhöht sich dieser Posten noch weiter.
2. Umsatz- und Einkommensteuer

Ledig Familie/ ein Kind
Miete [1] 800 800
Nebenkosten 300 300
Werbung 300 300
Krankenversicherung 400 600
Rentenversicherung 400 500
Eigengehalt 1500 2200
Steuern [2] 1500 1300
Zwischensumme 5200 6100


In der obigen groben Aufstellung ist noch keine Rücklage für schlechte Zeiten, Fortbildung jeglicher Art sowie Zahlungsausfälle eingerechnet. Geht man hin, und schlägt hier pauschal auf beide Zwischensummen je 2000 EUR auf um alles abzudecken, so erhält man im Falle des ledigen 7200 EUR und des Familienvaters 8100 EUR an monatlichen Kosten.
Urlaubsgeld, Auto und sonstige Nebenkosten müssen vom Eigengehalt abgegolten werden, oder die Rechnung weiter nach oben veranlagt werden. Teilt man nun diese Beträge durch einen durchschnittlichen Monatsbeitrag von 35 EUR, so muss der Ledige mindestens 205 und der Familienvater 240 konstant zahlende Schüler in seiner Schule haben. Das heißt: Tatsächlich müssen 350 Schüler angemeldet sein, weil man heute aus Erfahrung weiß, dass davon ca. ein Drittel an Zahlungsausfall einzurechnen sind.
Betrachtet man sich nun die heutigen Chancen, in einer Stadt mit mittlerem Niveau eine Schülerschaft von nahezu 350 aufbauen zu können, dann sind die Chancen sehr gering, dies über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren konstant zu halten. Die Zielgruppe für Kampfsport findet unterschiedlichste Angebote vor Ort, wie auch generell andere Freizeitangebote, welche die Chancen einschränken und keine langfristigen Sicherheiten zulassen. Daraus folgernd muss man sich über mehrere Orte ausdehnen, was aber höhere Raumkosten beinhaltet, da man in jedem Ort eine Räumlichkeit unterhalten muss, um vor Ort präsent sein zu können. Zusätzlich entstehen Personalkosten in Form von eingesetzten Ausbildern, da man zeitlich nicht in der Lage ist, überall und gleichzeitig vor Ort zu sein.

Soll diese Rechnung jetzt demotivieren? Ganz und gar nicht, sie soll lediglich davor warnen, die Tätigkeit des professionellen Kampfkunst/-sportlehrers blauäugig aufzunehmen, um dann im höheren Alter festzustellen, dass ein anderer, sicherer Weg besser gewesen wäre!
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