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#1
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| Beim nachdenken über die unterschiedlichen Herangehensweisen an Probleme in den verschiedenen *ing*ung-Stilen, bin ich auf eine Frage gestoßen, für die mir selbst keine zufriedenstellende Antwort einfällt, darum stelle ich sie jetzt einfach hier: Warum lässt man sich im VT lieber als ganzes verdrehen und damit flankieren, statt für einen Moment die vielzitierte Struktur zu lockern? Selbstverständlich lässt sich keiner gerne verdrehen, mir ist klar, dass es auch für VTler wohl keine Wunsch-Positionierung ist, den Gegner in seine Flanke kommen zu lassen. Man sieht und liest aber immer wieder, dass selbst dann auf der festen Struktur beharrt wird, wenn das dem Gegner den Vorteil der Flankierung ermöglicht - und die meisten Gegner werden diesen Vorteil nicht verschenken, sondern für möglicherweise entscheidende Schläge, denen man aus dieser misslichen Lage heraus schwer etwas entgegensetzen kann, nützen. Mir kommt das unlogisch vor. Warum löst man sich nicht für einen Moment von dieser Struktur, die ja in diesem Fall gegen einen selbst arbeitet und nimmt sie zu einem günstigeren Zeitpunkt wieder ein? |
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#2
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| Vllt weil sich eine Struktur leichter halten, als wiedergewinnen lässt? Nur so als Idee in völliger Unkenntnis der Materie. ![]()
__________________ "Sir we are Surrounded!" "Excellent! Now we can Attack in any Direction" |
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#3
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| Möglich, ja, aber das würde meiner Ansicht nach nicht den schwerwiegenden Nachteil wett machen. Das kommt mir vor wie jemand, der sich auf einem sinkenden Schiff an seinem Goldschatz festklammert, obwohl er ihn in die Tiefe zieht. |
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#4
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| @Envy: Könnte man so sagen. Keiner will sich gerne verdrehen lassen, es sein denn, er ist so gut und überlegen, dass er das als Falle für den anderen aufstellen kann. Wenn man seine Struktur aufgibt, gibt man vom VT-Standpunkt aus, alles auf, auch die Möglichkeit, noch irgendeinen vernünftigen Schlag anzubringen. Also will man sich natürlich nach Möglichkeit nicht verdrehen lassen, sondern sich durch Neuausrichtung, Schrittarbeit wieder in eine günstige Position bringen, wenn man in Bedrängnis gerät. Wichtige Übung hierfür Seung Ma-Tui Ma z.B. ![]() Gruß, Kai |
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#5
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| Ich meine nämlich, dass gerade im VT man nicht "verdreht" wird. Vielleicht verstehen wir was anderes unter dem gleichen Wort, das sollten wir vorher klären. |
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#6
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| Ich schätze, plaz mag mich korrigieren, warum man sich verdrehen läßt obwohl man doch einfach das Gewicht auf das hintere Bein verlagern kann, gleichzeitig mit der Hüfte wendet und so parallel zu Gegner ausgerichtet ist, also nicht starr bleibt. |
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#7
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| Ich meine etwas, das z.B. hier unter anderem bei 0:55, 3:05 und 3:10 zu sehen ist. Philipp Bayer Ving Tsun - YouTube! @ Paradiso: Was du beschreibst, wäre eine andere Möglichkeit, damit umzugehen, zumindest in manchen Situationen. Ob man das so lösen MUSS, will ich gar nicht beurteilen, ich denke es gibt wahrscheinlich noch weitere Möglichkeiten. Sich so verdrehen zu lassen, dass man dem Gegner die offene Flanke bietet, scheint mir aber nicht die beste Lösung zu sein. |
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#8
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| Zitat:
![]() Man stellt sich das einfach vor. Klappt aber nicht. Klar möchte man sofort seine Struktur wieder erlangen, in dem man löst, aber dein Gegenüber lässt es ja ned zu. Das ist ja das, was die WT´ler dann fasziniert, wenn man mal mit ihnen trainiert. Weil sie vorher sagen: Den Druck im PoonSao mache ich mir von denen zu Nutze, Bei dem Angriff geb ich nach, oder eben dein LÖSEN. Vorallem weil du nicht weisst, was danach kommt. Wenn du dich löst und an meine Flanke willst, gehts direkt an den Kragen, weil ich dann meine Körperroatition in diesem Falle nutzen würde, wie Phil es auch sehr gut tut... Aber das sind so theoretische Dinge, die binnen Sekunden geklärt wären, wenn man es live erfährt. Sonst spielen einem die Fantasie coole spielchen. Wie oft ich schon gedacht habe, aber wenn der so kommt, kriegt er´nen tritt inne eier und weg isser. Nur wenn du da bist und es prasselt alles auf dich, dann denkste anders. Nur klappt das dann nicht, weil man einfach erst spürt, welche Kräfte da auf einen wirken. ![]()
__________________ "Nicht durch Alter, sondern durch Wissen erlangt man Weisheit..." Bodenkampf ist nur schwul, wenn man sich dabei in die Augen schaut. :P VingTsun Herford |
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#9
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| Zitat:
du kannst auch sagen "sich eine reinhauen lassen, scheint nicht die beste Lösung zu sein", ja klar ist es das nicht, aber wenn der andere sein Ding durchbekommt, ist das eben so. glaube nicht daß derjenige in dem Moment denkt "jetzt laß ich mich mal schön verdrehen" |
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#10
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| Zitat:
__________________ Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten, als den Andersdenkenden.. Nietzsche |
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#11
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| Habe mich ja schon oft gefragt was diese nebulöse "Struktur" ist von der zumindest im VT Bereich so viel gesprochen wird. Langsam lichten sich für mich die Nebel. Kann man sagen, dass die Struktur eine Art geometrischer Rahmen ist, der durch Vorwärtsdruck aufrecht erhalten wird? |
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#12
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| Bei uns wird dieses verdrehen lediglich als Übung für den"Verdreher" gesehen. Selbstverständlich hat der Verdrehte im weiterführenden Training (control centerline) die Möglichkeit aus dem verdreht werden zu entkommen unter berücksichtigung der Aufrechterhaltung seiner Standfestigkeit bzw. Struktur. |
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#13
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| Zitat:
__________________ Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten, als den Andersdenkenden.. Nietzsche |
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#14
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| @Misanthropist: Was hier alle unter Struktur verstehen, scheint mir Balance zu sein. Ich muss richtig stehen, meinen Körper ordentlich positionieren um Kraft auszuüben, egal ob die sich in einem Schlag, Tritt, TD, oder was auch immer äußert, oder aber um sie abzuleiten. |
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#15
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| @plaz So wie ich das erkennen zu haben glaube, war die Reaktion derer, die sich verdreht haben, nicht die eigentlich gewünschte. PhB hats geschafft, sie während der Übung in die ungünstige Position zu bringen. Siehe Erklärung von FCVT. Gewünscht wäre sich zu lösen und richtig zu positionieren, aber das will geübt werden. |
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