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  #1  
Alt 30-01-2003, 16:31
MK
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Standard Weiches und hartes *ing*un

Mich würde mal die Ansichten der hier anwesenden *ing*unler
zu den Punkten
-Vorkampfstellung, warten auf Angriffsenergie
-Verformung
-weiches / hartes *ing*un
interessieren.
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  #2  
Alt 30-01-2003, 16:58
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Registrierungsdatum: 06.12.2002
Beiträge: 229
Standard

rs kämpfen ungeeignet - wenn ich auf "angriffsenergie" warte mache ich mich doch zur schießbudenfigur für einen mobilen und schnellen angreifer, dann mache ich so ziemlich alles falsch, was man im kampf falsch machen kann... in nullkommanix hat der gegner meine reaktionen und damit mich ausgerechnet und topft mich ein;

weiches oder hartes wc gibt´s im kampf ebenso nicht: wenn ich (blöderweise) einen block machen muss, geht knochen auf knochen, das ist die realität - oder ich muss mit dem kopf abwehren - ist auch nicht weicher...

so long

Geändert von SPQR (30-01-2003 um 17:02 Uhr).
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  #3  
Alt 30-01-2003, 17:47
graf zahl
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Du mußt lernen, mit Deinem Kopf gaanz weich nachzugeben, dann klappt das schon.
Du bist einfach noch nicht weich genug.
In der Birne.
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  #4  
Alt 30-01-2003, 17:52
MK
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....und dann verformt er meinen Arm zu Bong-Sao.
Oder hat er vielmehr im Sinn, mein Gesicht zu verformen?????
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  #5  
Alt 31-01-2003, 08:35
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Erst WT in der EWTO, dann WuMei und jetzt ValeTudo
 
Registrierungsdatum: 03.01.2003
Ort: Johannesburg
Beiträge: 18
Standard weich nur im infight

Weiche Techniken finden meistens im Infight ihre Anwendung. In der Boxdistantanz weich zu reagieren kann ziemlich schmerzhaft sein, der BongSao ist eigentlich ein verhinderter Angriff keine Verteidigung.

Nur ist der Zeitraum/Platz für weiche Techniken deutlich eingeschränkter als einige "Künstler" erzählen. Weil wenn es in den Clinch geht ist es mit den weichen Techniken wieder vorbei, da Zählen Ellbogen- und Knieangriffe und die sind nicht mehr weich. Wenn man das ganze auf dem Boden weiterführt dann hätte man wieder gewisse weiche Möglichkeit aber das sollte man nicht überbewerten weil gute Ringer eng arbeiten und einem wenig Raum geben.

Viele weiche Techniken (Peitschschläge z.B.) sind eher 'ne Art Vorgeplänkel weil sie den Gegner eigentlich nur sticheln und nicht besiegen. Sind sind ein Mittel zu Zweck (Überraschung oder Schock) um danach andere Techniken einzusetzen.

Bösartigerweise könnte man behaupten das weiche Techniken am besten gegen andere WingChunler einzusetzen sind. Kampfsportler (Boxen, KB, Karate,uä) arbeiten eigentlich auf Distanz und können dich so lange unter Beschuß setzen bis sie durchkommen wenn du ausschließlich weiche Techniken benutzt.

Es ist eine Variante die man können sollte unter vielen anderen. Das WingChun (mal verbandsneutral) ist eigentlich eine schöne Kombination aus beiden Seiten.
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  #6  
Alt 31-01-2003, 13:05
Benutzerbild von Ma Shao-De
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Kampfkunst: Yong Chun Quan (永春拳)
 
Registrierungsdatum: 22.02.2002
Ort: Switzerland
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Hi Folks,

nun kann mir da mal jemand erklären was unter weich oder hart verstanden wird ?

falls relax / tension wechsel gemeint ist... hmm, oder technisch umlenk theorie statt hardblock... naja... o.k.

aber irgendwie habe ich das gefühl man redet aneinander vorbei...

wäre wohl ein geeignetes thema für ein x-over....

ha ha..... wann? wo??

wäre bereit eines in der CH zu machen.... stelle meine schule zu verfügung..... aber berlin bei frank oder so ist mir eher zu weit weg...

seeya
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  #7  
Alt 31-01-2003, 13:36
Benutzerbild von derhenne
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Kampfkunst: Wong Shun Leung Ving Tsun
 
Registrierungsdatum: 05.12.2002
Beiträge: 112
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Ich mach seit über 2 Jahren Wong Ving Tsun, aber irgendetwas weiches ist mir bisher noch nicht über den Weg gelaufen.
Wenn es weichr Technicken gibt, was für einen Sinn sollen die im *ing *sun haben ????
Ich kontroliere den Gegner dadurch das ich ihm auf die Pelle rücke und dann "bearbeite" das hat nichts mit weich zu tun.
Ein Bong Sau ist für mich keine weiche Technick sondern eine spezielle Art des Blocks und Ableiten von Angriffen.
Nur weil manche Technicken nicht allein aufgrund von größerer Kraft funktionieren sind sie für ich noch lange nicht weich, vieleicht intelligent, aber nicht weich.
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  #8  
Alt 31-01-2003, 14:12
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@Bodhi
Was sind denn konkret weiche, bzw. harte Techniken?
@Ma-Shao-De
X-over, relax-tensin, hardblock-also manchmal muß man aber echt
'nen Fremdwörterlexikon dabei haben, um Dich zu verstehen.
Soll das jetzt eine Herausforderung für irgendjemand sein oder wie haben wir Dein Posting zu verstehen? (so can you tell me please, who won the war?!)
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  #9  
Alt 31-01-2003, 14:28
Benutzerbild von Ma Shao-De
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Kampfkunst: Yong Chun Quan (永春拳)
 
Registrierungsdatum: 22.02.2002
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Beiträge: 3.105
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hi folks,


@Affe

ohh, entschuldigung... unfair von mir... gelobe besserung bis zu nächsten mal

x-over = crossover treffen verschiedener stile zum austauschtraining z.b. an einem weeken... um horizonte zu erweitern (aber nicht mit gras)

relax-tension.... entspannt und angespannt... was weich-n-hard ergeben könnte.. entspannd in der passiv phase und beim schlagen oder umlenken entsprechend unter spannung....
habe noch kein stil erlebt der total 100% immer weich ist ausser "schwamm gegen hammer"

hardblocks -- schlag durch block technik stoppen oder so..
duitsch ist schweres sprachen.

und... keine herausforderung

seeya - n - sorry - again
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  #10  
Alt 31-01-2003, 15:06
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@Ma-Shao-De
Yo, Ma Shao, thank ya, no problem at all. No challenge, thi thu noi tieng khac nua-co duoc khong? ok, Spaß beiseite, gehört zwar hier nicht hin, aber wenn Du schon schreibst die deutsche Sprache sei keine Herausforderung-letztendlich kann jede Sprache, sich darin verständlich machen, eine Herausforderung sein.
Aber, das weißt Du glaub ich selbst, da Du ja auch schon mehrfach im Ausland warst, sogar direkt von Asiaten gelernt hast,
bei denen gerade diesbezügliches Bemühen sehr respektiert wird.

Der Wechsel weich / hart in Bezug auf Ent-Anspannung bezieht sich wohl auf die Form der Energieerzeugung/-Abgabe. Typische
'harte'Formen wären wohl hier z.B.Karate, das Anspannen aller Muskeln, etc.-so gesehen würde man *ing*un wohl der Gruppe
'weich'zuordnen.
Den Aspekt 'Umgehen mit der gegnerischen Kraft' kann mn wohl auch nicht der harten Gruppe zuordnen, denn gegnerischer Kraft wird niemals mit direkter Gegenkraft 'geantwortet'.
Trotzdem geht man in den Gegner hinein und versucht seine Stellung zu beeinflussen, so daß man in eine vorteilhaftere Position kommt-entzieht sich letztendlich also nicht der Kraft, wie es beispielsweise im T'ai Chi Ch'uan praktiziert wird.
WT propagiert (siehe Wendungen) wohl auch dieses sich der Kraft entziehen. Der Gegner entscheidet über unsere Bewegungen. Das ist deren Weichheit. Falls man dieses (selber erlebt bei einem kleinen Testen) nicht so macht, hat man unrecht.
Passivität, weich sein, um sich verformen zu lassen.
Aua, aua-jetzt ist die Nase verformt.
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  #11  
Alt 31-01-2003, 16:07
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Registrierungsdatum: 29.04.2002
Ort: ruhrpott
Beiträge: 128
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hi,
weich bedeutet nichts anderes als FREI zu sein!

frei in der bewegung,
frei in der seele.

weich ist nichts anderes als alles starre los zu lassen.

mfg
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  #12  
Alt 31-01-2003, 16:28
MK
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Na ja, in gewisser Weise ist diese Antwort sicherlich richtig.
Aber sie ist doch ein bißchen sehr philosophisch (Taoismus,
Buddhismus).
Es ging mir aber schon mehr um die strategische und technische Konzeption, die von diversen (großen) Verbänden propagiert wird.
("Ich bin nur noch nicht weich genug, deswegen konntest du das so machen.....")
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  #13  
Alt 31-01-2003, 23:15
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Kampfkunst: Ving Tsun
 
Registrierungsdatum: 07.10.2002
Ort: Old Europe
Beiträge: 45
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Hallo.
Über die Begriffe Hart und Weich im Bezug auf Kampfkunst lest mal hier.

Link

Bis dann.
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  #14  
Alt 31-01-2003, 23:36
Benutzerbild von Daimyo
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Kampfkunst: Latosa Escrima, Den Tellerrand niedrig halten
 
Registrierungsdatum: 12.01.2003
Ort: Sachsen, L.E.
Alter: 32
Beiträge: 995
Standard hart / weich

hi folks,

ich glaub, ich kann zum Thema "Hart / Weich" etwas sagen.

Vorher muss ich folgendes sagen:

Ich studiere u.a. Sinologie (Chinawissenschaften) und wir hatten in dem jetzt auslaufenden Semester ein Seminar mit dem Titel :
"Einführung in die Kampfkünste"
Leiter ist ein Dr. Filipiak, der selber jahrelang Martial Arts betrieben hat und ein Buch über WUSHU rausgebracht hat und eine Dissertation (wissenschaftliche Abhandlung zum Erlangen der Doktorwürde) zum Thema "Tai Ji Quan" geschrieben hat.
Nicht als "Altengymnastik" sondern als das, was es ursprünglich mal war, eine Kampfkunst und eine gefährliche noch dazu.
Und deshalb kann ich schon behaupten, daß er ziehmlich bewandert ist, wenn es um Kampfkünste geht.
Alles was ich im nachfolgenden schreibe kann ich nicht beweisen, weil ich da nicht nachgeforscht habe und entstammt meinem Wissen, was ich mir im Laufe des Seminars angeeignet habe.

Wenn man die chin. KK katalogisieren/erforschen möchte, muss man sie unterteilen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten :

a)
°geographisch :
-nördl. & südl. Kampfkünste

b)
°bezugnehmend auf die Anwendung von "Qi" :
-äußere (Wai-Jia) & innere (Nei-Jia) Schule

c)
°bezugnehmend auf technische Besonderheiten :
-harte & weiche Schule

°b) & c) lassen sich nicht nur auf China anwenden

a)
geographisch gesehen bietet sich der "Yangtzekiang" an, ist aber natürlich ziehmlich vage, nur anhand der geographischen Unterschiede (Nord / Süd) Unterschiede & Gemeinsamkeiten in den KK's ausmachen zu wollen

b)
Die Begriffe der 外家 (wai jia - äußere Schule) und 内家 (nei jia - innere Schule) sollen sich auf die Unterschiedliche Nutzung von Qi beziehen (100 %ig bewiesen ist das natürlich nicht). Man sagt, daß die Kampfkünste der äußeren Schule ihren Qi - Fluß auf der Haut kontrollieren und das bei Schlägen und Kicks stärker machen soll. Der inneren Schule wird nachgesagt, daß sie ihr Qi im Körper sammeln und es nur dort hinleiten, wo es gebraucht wird. Beine, Arme.. Verteidung verstärkern oder auch Angriffe verstärken, dann aber nicht den ganzen Arm in Qi tauchen, sondern nur die wenigen cm² der Trefferfläche.

c)
die Begrifflichkeiten der Harten und Weichen Schule beziehen sich auf technische Merkmale.

Karate beispielsweise ist eine Harte Kampfkunst und Aikido eine Weiche. Ich hoffe, es ist jedem klar, wieso.

In China gelten die Kampfkünste der nördlichen Richtungen als Hart (Shaolin etc.) und die südlichen als Weich.
詠 春 拳 gilt übrigens auch als Harte Schule, wenn man die geographische Linie bevorzugt, denn Ng Mui war auch im Shaolin-Kloster und ist er später Richtung Süden gezogen.


Aus heutiger Sicht und mit meiner 詠 春 拳- Erfahrung würd ich persönlich aber dazu tendieren, zu behaupten, daß es im 詠 春 拳 etwa gleichviel Elemente der Harten Schule, sowie der Weichen Schule gibt. Ausweichen, Nachgeben ist Weich und "Nach vorne eilen", permanent Angreifen ist Hart.

Gruß,

Daimyo
__________________
Der Glaube versetzt Berge und verschüttet dabei
nicht selten die Toleranz. © Prof. Michael Marie Jung
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