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#76
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vielleicht ein Missverständnis. Ich wollte damit ausdrücken dass ich nicht glaube dass Du noch nichts davon gehört hast. Ich hab mir die Leitsätze durchgelesen. Viele kann ich zuweisen und hab Erklärungen dafür gehört. Viele dieser Erklärungen konnte ich nachvollziehen und denke dass ich sie verstehe, manche scheinen mir paradox, wieder andere würde ich mir nicht zueigen machen. Aber gut finde ich sie alle, wenn auch nicht alle für mich. Auch die Sache mit der internal Power lehne ich nicht kategorisch ab. Hab auch nette Erfahrungen mit dieser Sache am eigenen Leib zu spüren bekommen. Ich hab gestern nicht gleich geantwortet, weil ich dachte ich könnte einen für Dich (und natürlich alle Andern) interessanten Artikel hier mit einbinden. Leider nicht gefunden. @Trinculo, dein Beispiel diese Leitsätze mit multiplizieren zu vergleichen finde ich doch etwas zu einfach. Der Sinn der Leitsätze, wenn man ihn denn vergleichen möchte, ist doch wohl eher der gesammten Mathematik zuzuordnen. Nach dem Motto : was ist mit Zahlen möglich / was ist mit dem Körper (in diesem Fall für KK) möglich. Ich glaub auch nicht dass die Kuen Kuits dazu verfasst wurden dass man sie alle (wenn möglich noch bei einem Angriff) anwendet, oder dass man automatisch unterliegt wenn man sie nicht benutzt. Es sind Hilfestellungen bzw. Tipps. Grüße Erwin |
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#77
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| Meine Meinung: man muss Kampfkunst als Ganzes lernen, man darf sie nicht in Pakete zerlegen, da man sonst unweigerlich Aspekte isoliert und falsch gewichtet. Beim Lernen muss man natürlich Teilziele in Angriff nehmen, aber das sollte nur für so kurze Zeit geschehen, wie nötig. Und dann muss man auch in der Lage sein, diese Teilaspekte wieder über Bord zu werfen und zu vergessen. Welches "Lernkärtchen" im Moment für einen wichtig ist, entscheiden (die vom Lehrer oder dem Schüler selbst wahrgenommenen) Defizite des Schülers ![]()
__________________ « Man who run in front of car get tired; man who run behind car get exhausted. » (Chinese proverb) |
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#78
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| Vielleicht sind das die Tai-Chi-Einflüsse... ![]() Gruß Christoph .
__________________ "Nobody gets it without hard work, but hard work by itself is not enough" WSL http://www.flamingogym.com/ving_tsun.html Geändert von Sun Wu-Kung (07-05-2008 um 10:35 Uhr). |
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#79
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| Ja, aber kann irgendjemand, der diesen Merksatz liest, erklären, was damit gemeint ist ?Es handelt sich dabei um etwas, was man eine Zeit lang übt, um die Schlagkrafterzeugung zu verbessern, nichts, an was man sich erinnern muss, um es aktiv anzuwenden ![]()
__________________ « Man who run in front of car get tired; man who run behind car get exhausted. » (Chinese proverb) |
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#80
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| Meine Schlagkraft habe ich an dem Wand- und Sandsack trainiert - und zwar ohne mir die Zehen zu brechen... ![]() Mir wird auch nicht deutlich, rein von der Physiognomie her, wie das die Schlagrafterzeugung verbessern sollte. Aber vielleicht kann mich ja jemand diesbezüglich mal (sachlich) aufklären... Gruß Christoph .
__________________ "Nobody gets it without hard work, but hard work by itself is not enough" WSL http://www.flamingogym.com/ving_tsun.html Geändert von Sun Wu-Kung (07-05-2008 um 10:49 Uhr). |
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#81
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| Zitat:
Die Idee ist, dass Du für maximale Krafterzeugung eines komplette Kette von Extensoren durch den ganzen Körper hinweg aktivierst, sozusagen vom Boden in die Faust, allerdings nicht nacheinander, sondern gleichzeitig. Für einen winzigen Moment, nämlich dem, in dem Dein Schlag explodiert, kommt von allen beteiligten Gliedmaßen maximale Kraftentfaltung. Schwächelt ein Glied, verpufft ein Teil der Wirkung. Mit dieser Krallerei aktiviert man die Zehen-, Fuß- und Wadenmuskulatur für die Vorwärtsbewegung. Das kann sinnvoll sein, weil dieser Bereich meist nicht berücksichtigt wird. Dann arbeitet man daran, und irgendwann passiert es automatisch. Ab da lässt man es wieder bleiben, weil es dann bei jedem Schlag sowieso mittrainiert wird. Insgesamt sprechen wir hier allerdings von einer Optimierung im Prozentbereich; Fehler an dieser Stelle wirken sich nicht so dramatisch aus wie z.B. nicht vorhandener Hüfteinsatz. Daher ist es auch nichts, womit ein Anfänger sich großartig beschäftigen müsste. Umgekehrt muss man sich dies Übung nicht in dem Sinne merken. Man muss nur wissen, dass ein Schlag aus der Streckbewegung des gesamten Körpers entsteht ... dann kommt man von alleine darauf. Erstmal den Wald ansehen, dann die Bäume ![]() P.S.: Sagt Dir das "Irradiation"-Konzept von Tsatsouline etwas?
__________________ « Man who run in front of car get tired; man who run behind car get exhausted. » (Chinese proverb) Geändert von Trinculo (07-05-2008 um 11:07 Uhr). |
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#82
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Bei anderen Kulturen ist es z. T. ähnlich. Um einen Tee zu trinken brauche ich keine Zeremonie und um satt zu werden brauche ich auch keine Vorspeise, keinen ersten- und zweiten Gang, kein Dessert und abschließend Obst. Auch braucht man keine nett angerichtete Tischdekoration. Der Boden tuts ja auch. Ich kann das Essen zudem auf einen Plastikteller türmen und in 15 Minuten reinstopfen. Die Effektivität bleib erhalten. Im Gegegenteil: Es ist sogar viel zeitsparender und spülen muss auch uch nicht. Für Italiener und Franzosen z. B. ist Essen aber mehr als bloße Nahrungsaufnahme. Es hat eine tiefverwurzelte soziale Komponente und auch will man Spaß und Freude an der Sache haben. Vor allem aber: Macht man eine Sache mit Leidenschaft, wird sie besser. Ist man stolz auf die Kultur, pflegt und verbessert man sie. Dementspechend sind das die beiden größten Küchen Europas. Auch kann ich mich irgendwie anziehen ... hauptsache warm oder so ähnlich. Gewisse Menschen legen aber Wert darauf, dass optisch die Komponenten halbwegs zusammen passen. Auch kann ich irgend ein Auto fahren, welches halbwegs sicher ist. Einen Mercedes braucht z. B. kein Mensch. Es ist aber ein elegantes Stück gereifter deutscher Autokultur und hat somit eine Existenzberechtigung und zieht alleine durch Geschichte, Namen und Optik viele Käufer in seinen Bann. Auch braucht man in der Schule keine Merksprüche wie z. B. "wer `nämlich´ mit "h" schreibt ... bla, bla, bla". Letztendlich würden es die Kinder (sofern intelligent genug) auch so lernen. Aber sie finden es lustig, merken es sich doch etwas besser und lernen zudem noch einen Reim. Wie schlimm! Wir brauchen eigentlich gar kein Beiwerk, keine nette gesellige Runde, keine Feste, keine Begrüßungsformeln. Selbst Applaus wäre lächerlich ... das machen schließlich auch Schimpansen. Der reine Pragmatismus ist also absolut ausreichend .... aber leider auch häßlich, kalt unmenschlich und steif. Aber natürlich sollten Merksprüche halbwegs einen anwendbaren Sinn ergeben. Tun sie das nämlich nicht, sind es schlichtwegs Sch***sprüche. Roberto
__________________ "Na nuddu postu 'u mari è accussì ranni, 'u suli accussì forti, 'u celu accussì blu. Na nuddu postu 'u ventu cunta storie accussì beddi." Poesia Italiana |
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#83
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| Ich finde diese Merksprüche auch amüsant, die albernsten davon sammle ich sogar Nur für den Lernprozess eines an sich simplen Systems halte ich es für verwirrend, sich hunderte von Kalendersprüchen anzutun Mit welchen fange ich an, mit welchen mache ich weiter? Welche sind essentiell, welche Beiwerk? Die Gefahr ist da sehr groß, dass jemand etwas in den falschen Hals bekommt. Daher einer meiner Lieblingssprüche:Non multa, sed multum! ![]()
__________________ « Man who run in front of car get tired; man who run behind car get exhausted. » (Chinese proverb) |
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#84
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| Rasse, Volk, Nation, Individuum. Jedes hat seine Kultur. Und die besteht aus Wissenschaft und Kunst. Wissenschaft darf für sich in Anspruch nehmen, oft falsch zu liegen und sich zu korrigieren. Wenn sie z.B. feststellt, dass von 100 Prozent Atom, nur wenige billardstel Prozent überhaupt „materielle“ Teilchen sind, steht sie gleich vor dem nächsten Problem, wie die primären, haltenden und gestaltenden Kräfte(?) zu erklären sind, die den Rest-Raum der 99, 0000000000000008% füllen… Und, wie sag ich’s meinen Kindern? Das es mit dem „Materiellen“ gar nicht mehr so viel auf sich hat…? Echte Kunst dagegen hatte schon immer solche „Ahnungen“ und diese entsprechend verpackt. Rasse, Volk, Nation, Individuum. Jedes für seine Art. Auch in Merk- und Leitsätzen, oder den hier angeführten Kodexen, o.ä. Auch für die eigentlich (wie der Name schon sagt) primär orientierten Kampf-Künste, bricht damit eine interessante Zeit an. Sie müssen sich Fragen stellen lassen, wodurch denn wenige billarstel % der 100% des menschlichen Körpers überhaupt Kraft zum K.O. erzeugen…? Vorher wäre interessant zu wissen, ob das, was wir Kraft nennen, überhaupt Kraft ist…? Wie kann man die restlichen 99, 0000000000000008% Potenzial nutzen…? Was davon koppeln welche Formen und wie…? Dann erkennt man auch viel eher falsche KK’s, z.B. die, die in Anwendungen denken… Es wird spannend… .
__________________ http://de.youtube.com/watch?v=gqlNlG...eature=related http://www.spatzseite.de http://www.nachdenkseiten.de/ http://www.youtube.com/watch?v=oqvsoze7w8g |
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#85
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#86
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| Da steht "balance of strength" ![]()
__________________ « Man who run in front of car get tired; man who run behind car get exhausted. » (Chinese proverb) |
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#87
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#88
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| Zitat:
![]() Wie gesagt, man braucht innerhalb eines Kampfsystems kein Beiwerk außer Verstand und Fleiss. Tägliches Training ist der Schlüssel. Punkt. Aber das Beiwerk abzutun halte ich nicht für nötig. Wir haben z. B. nahezu 5000 codici. Heute kennt die keiner mehr auswendig und das st auch vollkommen unnötug. Aber es gab Zeiten als einige davon aktuell und nötig waren. Man hat durch die Jahrzehnte alle gesammelt (einem Gesetzbuch gleich) und bewahrt sie als historisch-kulturelles Gut. Und darum respektiert man sie heue noch.
__________________ "Na nuddu postu 'u mari è accussì ranni, 'u suli accussì forti, 'u celu accussì blu. Na nuddu postu 'u ventu cunta storie accussì beddi." Poesia Italiana |
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#89
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| Wenn, dann besteht die Spannung darin, dass Erwin und ich unterschiedliche Standpunkte beleuchten und ausloten ... nicht darin, dass wir uns in Extreme verrennen ![]()
__________________ « Man who run in front of car get tired; man who run behind car get exhausted. » (Chinese proverb) |
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#90
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| Es geht jedenfalls um Balance, weniger um Schlagkraft. Einig? |
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