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  #16  
Alt 05-12-2002, 02:00
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: ETF-Escrima, WT
 
Registrierungsdatum: 21.05.2002
Ort: Hamburg
Beiträge: 195
Standard

@jkd-beginner
wt und spielerei?
da hast du leider recht. im wt wird vergessen gegen wen man nachher kämpft.
wt ist eigentlich ne geniale sache.
wenige prinzipien und kaum techniken. nur ist (meiner meinung nach) das problem das der wt unterricht drauf aufgebaut ist gegen andere wt-kämpfer zu fighten.
am anfang des wt-trainings steht der fausstoß, dann kommen die ganzen "spielereien" (einige notwendig) und am ende ist wieder nur der fauststoß.
wenn ein techniker/praktiker chi-sao braucht um auf der straße zu überleben, sollte er das schwarze shirt gegen nen weißes eintauschen. .
also warum diese sachen so sehr trainieren?
weich zu sein ist sicher gut, aber nie vergeßen das man weichheit so gut wie nie brauch.

@da souljah, mit vier monaten hast du noch nicht die reflexe die man braucht. trainiere deine agressivität und den vorwärtsdruck. denk nicht soviel ans kleben bleiben, sondern ans vorgehen. und nen bong-sao im freikampf hab ich noch nie gebraucht. ist meiner ansicht nur ne technik für entsprechende reflexübungen. denk nicht an die abwehr sondern an den angriff. gegen einen boxer auf distanz ist en tritt recht gut. laß den gegner (partner) nicht zum agieren kommen, sondern ergreife die initiative. eine der stärken im wt ist der angriff, nicht die abwehr.
gruß

Nutella
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  #17  
Alt 05-12-2002, 18:21
Benutzerbild von derhenne
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Wong Shun Leung Ving Tsun
 
Registrierungsdatum: 05.12.2002
Beiträge: 112
Standard

Ich habe das Chi Sao als eine Übung kennengelernt, die dazu dient die Reflexe und korekte Haltung zu schulen, gleichzeitig lernt man dabei taktiles Empfinden.
Im Kampf dienen diese Eigenschaften dazu, sich nicht von dem Ablenken zu lassen, was man sieht (Finten).
Im Kampf ist es nicht das Ziel auf die Arme zu gehen, sondern diese "wegzuräumen" und an den Gegner ranzukommen.
Aber dieser Teil wurde schon sehr umfangreich beschrieben.
Natürlich kann man Techniken aus dem Chi Sao jederzeit anwenden.
Das ist meine persönliche Erfahrung
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  #18  
Alt 26-12-2002, 01:49
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 26.12.2002
Ort: südliches ruhrgebiet
Beiträge: 262
Standard Re: WT gegen Boxer etc.

Zitat:
Original geschrieben von JKD-Beginner
Ich möchte mich auch ganz kurz zu Wort melden.
Ich habe mit WT geliebäugelt und einige Zeit einen bestimmtem WT-Stil trainiert, habe aber recht schnell den Stil gewechselt.
Ich möchte mit meiner Aussage niemanden beleidigen oder so, aber ich finde das WT zuviel "Spielerei" ist.
Wofür trainiert man eine KK? Ich denke mal viele zu SV-Zwecken und gerade da wird doch immer behauptet, WT sei der Stein der Weisen.
Meiner Meinung nach aber wird im WT das Pferd von hinten aufgezäumt, da man fast alles, was man am Anfang lernt nicht umsetzen kann in realen Situationen.
Wenn mich jemand überraschend angreift, vielleicht sogar mit einem Messer oder Stock, dann werde ich nicht Chi Sao mit ihm, spielen. Dann will ich auch nicht kleben bleiben.
Dann muss es "klatschen" und der Typ muss weg sein. WT propagiert das weiche, nachgebende Kämpfen, aber probiert das mal gegen einen wirklich aggressiven Gegner.
Was nützt mir ein System, das super-ausgeklügelt ist und auf dem Papier auf alles eine Antwort hat wenn ich 15 Jahre brauche um es benutzen zu können? Ein gutes SV-System muss zu Beginn der Ausbildung harte, schnelle und kompromisslose Verteidigungen zeigen und später weichere Methoden zulassen.
Ich kann nur dann in Betracht ziehen, weich und sanft vorzugehen wenn ich weiss, das sollte das nicht klappen, ich noch ganz andere Dinge machen könnte, bei denen ich mich darauf verlassen kann, dass sie funktionieren, auch wenn sie etwas brutaler sind.
Was meint Ihr dazu?
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  #19  
Alt 26-12-2002, 04:15
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: jo mach ich
 
Registrierungsdatum: 28.08.2003
Beiträge: 1.219
Standard

Hi,

erstemal: In einem harten Stil Erfolgserlebnisse zuhaben ist recht schnell möglich!

Zum Problem mit dem "kleben bleiben": Laß mich raten, du traust Dich nicht in die Nähe der Schläge Deines Freundes bzw. gerätst in "Panik". Kleben bleiben ist nur ein Aspekt des Kampfes, ständiger Vowärtsdruck gehört auch dazu (Die anderen Prinzipien natürlich auch). Sobald Du am Gegner dran bist bzw. die "Partie" eröffnet ist bedränge ihn mit deinen Angriffen. Natürlich bekommst Du Treffer ab. Das ist normal. Vorallem nach 4 Monaten. Wenn Du die Angst vor den Treffern verloren hast wirst Du automatisch entspannter an die Sache rangehen.



Gruß Alef
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  #20  
Alt 26-12-2002, 13:42
Benutzerbild von Ralf Engwer
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: Full-Instructor in JKD-Concepts & FMA
 
Registrierungsdatum: 05.10.2002
Ort: Bavaria, but Home is where your heart live!
Alter: 39
Beiträge: 722
Standard @ all

Hi Leute - Grüßt Euch!

Ihr verliert Euch immer in vielen Diskussionen über verschiedene Stile/Techniken.

Bitte vergißt nicht die Prinzipien oder Regeln beim Kampf.

Eine Regel für Trapper gegen einen Boxer ist: Trappe keinen Boxer.....gegen einen Boxer habt Ihr ein Hauptziel. Sein Genitalbereich oder eben seine Beine (=Entry!).

Wollt ihr drei, vier schnelle Hände aufnehmen!

Wenn dann mein Entry paßt, kann ich boxen..blasten, take downen, choken, hebeln, headbutting, etc....

Eine weitere Regel ist, in den Nahkampf zu kommen ist relativ leicht, in ihm aber zu bleiben und dort den Kampf zu finishen eine ganz andere.

Das weiß jeder der schon mal gekämpft oder gesparrt hat, mit Handschuhen.

Und wenn Infight, läufts oft in einen Clinch raus.....!

Thema Eigenschaften - Paul Vunak sagt dazu:

"Einen Kampf gewinnt man nicht der mit einer schönen Technik, sondern der mit den besser entwickelten Eigenschaften!"

Auch denke ich, sollten wir bei unseren Diskussionen immer einen Normal/Durchschnittsanwender als Maßstab setzen.

Nicht einen hundertprozentigen Experten!

Ist zumindest meine Meinung!

Beste Grüße an Euch alle

Ralf
__________________
GIVE A PROMISE - HOLD A PROMISE!
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