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#1
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| Wing Chun (WT VC WC usw) wird - besonders von Kernie - immer als die intelligenteste Selbstverteidigung propagiert. Ist auch meine Meinung. Dennoch sollte man - wie es ebenfalls Kernspecht vorschlägt - auch hier bereit sein, heilige Kühe in den eigenen Reihen zu schlachten. Die grundlegende Idee der Eroberung der Zentrallinie ist wirklich gut. Die Vorstellung, dass man so auf jeden Fall den ersten Treffer versenkt ist auch nicht schlecht. Funktionieren tut die Sache aber oft trotzdem nicht, weil es nämlich Leute gibt, die - aufgepumpt durch Adrenalin oder Drogen - auch noch zuschlagen können, wenn sie dabei selbst einige zentrale Treffer kassieren. Und ein harter Treffer durch Schwinger oder Haken reicht für den Nicht-Sparring-Geübten Wing-Chun-Mann in der Regel aus, den Kampf zu seinen Ungunsten zu beenden. Zugegeben: Der Fortgeschrittene soll durch das Chi Sao Training nachgiebig sein und den schwingend herannahenden Angriff erfüllen, aufnehmen und zurückleiten. Aber funktioniert das noch wenn ein 120 Kilogramm Koloß über einen hinwegfegt? Leider habe ich auch keine besser Lösung. Ihr vielleicht? |
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#2
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| Hast im wesentlichen sicher recht, auch wenn dein Betreff deutlich zu stark formuliert ist. Besser wäre halt "Warum das Besetzen der Zentrallinie keine Allheilmittel ist" o.ä. Gegen beide Probleme "Schlagresistente Gegner" und "Kassieren von Treffern" hilft definitiv nur hartes Training und Sparring. Härter Punchen lernen und mit Kampfsituationen umgehen können wo der Plan A nicht greift, man auf Plan B oder C switchen muss und vielleicht auch was abkriegt. Schwinger taktil wahrzunehmen ist eh schwierig, "höhere Weihe", weil sie eben von weit aussen kommen und auch nicht zwangläufig in einer Kontaktsitution. Muss man - zumindest ich - optisch wahrnehmen und reagieren, ist aber prinzipiell auch kein Hexenwerk. My 5 cent Martin
__________________ When the ring bell rings, the bullshit stops. |
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#3
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| Im Prinzip muss ich Martin mal wieder zustimmen, aber ein paar Feinheiten Deines Threads möchte ich doch herausgreifen: Zitat:
Zitat:
Zitat:
![]() Wenn man einmal durchgekommen ist, macht man natürlich weiter. Näheres dazu gibt es hier. Zitat:
So lange, bis ich entweder so schnell bin, dass der andere mich nicht mehr trifft oder ich ihn so überrenne, dass er gar nicht schlagen kann. Im Optimalfall beides. "Um gut zu sein muss man ständig versuchen, perfekt zu werden!" Ciao, Häschen |
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#4
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| Zitat:
Wenn der 120kg Koloß tatsächlich über einen hinwegfegt, hat's ja funktioniert. Ist ja nun ein Ziel der Wing Chun Ausbildung, dass man solche Angriffe "meiden" kann. Hat aber wenig mit der Besetzung der Zentrallinie zu tun. Da geht's dann um Nachgeben und Schrittarbeit. Martin
__________________ When the ring bell rings, the bullshit stops. |
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#5
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| hay, man sollte als wingchun kämpfer auch nicht starr sein, sondern die bewegungen wie wasser fließen lassen! alles starre ist greifbar, das bewegliche ist nicht mehr greifbar. bewegt man sich im "nicht greifbaren" zustand, gibt man seinem gegner somit wenig bis kaum angriffsfläche. daher spielt es eine etwas untergeordnete rolle, wie schwer oder kräftig der gegner ist! aber um da hin zu kommen, braucht man etwas zeit! mfg |
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#6
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| Hi, Im wesentlichen muß ich Martin bei der Wahl der überschrift zustimmen. Auch wenn man sagen kann das die zentallinie funktioniert, auch gegen 120kg Typen. Eroberung und halten der zentrallinie ist zwar ein hohes gut aber im zweifelsfall arbeitet man nur von der eigenen aus, spich man schützt durch weggehen! So wie es auch schon steht muß man durch einfache fußarbeit (Wissen und Können sind zwei welten! ) die eigene zentrallinie aus der schlagrichtung des gegners bringen. Und dann wird eben von der seite oder von hinten zugeschlagen. Wer durch Adrenalin, Drogen oder Alk nicht mehr ganz klar ist, hat eh keinen fairen zweikampf verdient. Praktische übungen beim training haben obrige aussage bewiesen. Ebenso kleine rangelein unter freunden die meinen "KK´s sind alle blöd! - Greif an. - Ok!" - Platsch, ![]() Tja, da legs di nieder! In diesem sinne nicht der stil sonder die beweglichkeit machts! |
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#7
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| [quote][. Funktionieren tut die Sache aber oft trotzdem nicht, weil es nämlich Leute gibt, die - aufgepumpt durch Adrenalin oder Drogen - auch noch zuschlagen können, wenn sie dabei selbst einige zentrale Treffer kassieren. Dann ist es aber auch egal, ob Du auf der Zentrallinie bleibst, weil Du diese Leute auch mit anderen Sachen nicht sofort K.O. schlagen kannst. Ist also keine *ing *ung typische Schwäche. Bunny |
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#8
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| Zitat:
Es ist egal, ob er etwas spürt, wenn er fällt, fällt er! Nur weil mein Schlag ihn nicht KO macht, musst das noch lange nicht heißen, dass er nicht trotzdem fällt. Ich muss also nur heftig genug vorgehen, dass er fällt. Dazu kommt (s.o.), dass ich ja nicht nur einmal zuschlage und dann abwarte, was passiert Es wird so lange gekloppt, bis er nicht mehr steht.Ob er nur das Gleichgewicht oder das Bewusstsein verloren hat, interessiert mich erst, wenn er wieder aufsteht (oder mich mit zu Boden reisst, dann weiß ich zumindest gleich, dass er noch nicht KO ist )!Ciao, Häschen |
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#9
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| "Ob er nur das Gleichgewicht oder das Bewusstsein verloren hat, interessiert mich erst, wenn er wieder aufsteht (oder mich mit zu Boden reisst, dann weiß ich zumindest gleich, dass er noch nicht KO ist )! " Bzw, wenn es um die "gesetz"mäßigkeit geht! ![]() Und nebenbei gefragt: Wie bekommt man den text eines vorrangegangenen (boa, is das lang) Postings in die antwort? ![]() Geändert von anima_nigra (09-07-2002 um 22:31 Uhr). |
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#10
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| Zitat:
Beim quoten fein die Spielregeln einhalten, z.b. keine Sinnverdrehungen, gelle. Martin
__________________ When the ring bell rings, the bullshit stops. |
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#11
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| Zitat:
... ... ... Sorry, falscher Film! ![]() Geändert von anima_nigra (17-07-2002 um 16:31 Uhr). |
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#12
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| Hi MachoMan, das mit der Zentrallinie funzt schon, nur kannst Du im Kampf nicht daran denken. Das musst Du im Training tun und viel, viel üben. Diese Drogen und Adrenalinmonster kannst Du nur mit Konsequenz plätten. Ich hatte mal einen, dem habe ich bestimmt zehn mal zwischen die Beine getreten und mit 'ner Serie Kfs nachgesetzt. der stand immer wieder auf. Ein Elfmeter an den Kopf hat mir etwa zehn Sekunden Ruhe beschehrt. irgendwann nahm die Polizei ihn mir ab. Der wog höchstens 70 Kilo. Wenn so einer 120 Kilo wiegt, muss der Stopptritt wohl oder übel in die Knie gehen. auch die beste Technik ersetzt keine Konsequenz und keine Übung. Pass' auf das Publikum auf. wenn Du dich länger nit einem befasst, der keine Chance hat, aber immer wieder aufsteht und dich angreift, kann es sein, dass immer mehr leute sich auf seine Seite stellen. Auch heftig, Du schonst einen schwachen Gegner und die Zuschauer reißen Dir den Kopf ab. |
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#13
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| Yep, Drogen, Adrenalin oder auch Kampferfahrung sind Faktoren, die Unabhängig von Zentrallinie und anderen Konzepten wirken. Einen massiv schwereren und kampferprobten Gegner frontal von vorne überrennen zu wollen halte ich für ne schöne Herausforderung aber weder für ökonomisch noch für besonders erfolgsverprechend. Gruss Skyguide |
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#14
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| Zitat:
Zitat:
Üben, üben, üben! Sparring, Sparring, Sparring! Abhärten, Rollenspiele, das ganze Trara, da sind wir einer Meinung! Ich glaube auch, dass ein durchschnittlicher Straßenschläger einen KKler, der keine Kampferfahrung hat, problemlos kurz und klein schlagen kann! Zitat:
Zuschauer sind ein heftiger Faktor, am besten Verbal klar machen, dass der andere der Aggressor ist. Ich empfehle immer, in kleinen Verschnaufpausen (also, immer wenn er grade wieder am Boden ist und seinen nächsten Angriff vorbereitet oder so) gaaaaanz laut zu sagen: "Hör auf, ich sags Dir, fass mich nicht an!" oder irgend etwas in der Art... Zitat:
Gegen derartige Leute helfen nur wirklich derbe Mittel. Nur hat man dann im Endeffekt vermutlich wieder ein juristisches Problem... ![]() Ciao, Häschen |
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#15
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| Hi Häschen, Knie ist was entgültiges. wen die mal kaputt sind, werden die nie wieder die Alten. normalerweise trete ich deshalb erstmal in die Eier. |
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