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  #1  
Alt 09-07-2002, 00:58
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Beiträge: 12
Standard Warum die Zentrallinie nicht funktioniert!

Wing Chun (WT VC WC usw) wird - besonders von Kernie - immer als die intelligenteste Selbstverteidigung propagiert.
Ist auch meine Meinung. Dennoch sollte man - wie es ebenfalls Kernspecht vorschlägt - auch hier bereit sein, heilige Kühe in den eigenen Reihen zu schlachten.

Die grundlegende Idee der Eroberung der Zentrallinie ist wirklich gut. Die Vorstellung, dass man so auf jeden Fall den ersten Treffer versenkt ist auch nicht schlecht.

Funktionieren tut die Sache aber oft trotzdem nicht, weil es nämlich Leute gibt, die - aufgepumpt durch Adrenalin oder Drogen - auch noch zuschlagen können, wenn sie dabei selbst einige zentrale Treffer kassieren.

Und ein harter Treffer durch Schwinger oder Haken reicht für den Nicht-Sparring-Geübten Wing-Chun-Mann in der Regel aus, den Kampf zu seinen Ungunsten zu beenden.

Zugegeben: Der Fortgeschrittene soll durch das Chi Sao Training nachgiebig sein und den schwingend herannahenden Angriff erfüllen, aufnehmen und zurückleiten. Aber funktioniert das noch wenn ein 120 Kilogramm Koloß über einen hinwegfegt?

Leider habe ich auch keine besser Lösung. Ihr vielleicht?
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  #2  
Alt 09-07-2002, 01:05
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Hast im wesentlichen sicher recht, auch wenn dein Betreff deutlich zu stark formuliert ist. Besser wäre halt "Warum das Besetzen der Zentrallinie keine Allheilmittel ist" o.ä.

Gegen beide Probleme "Schlagresistente Gegner" und "Kassieren von Treffern" hilft definitiv nur hartes Training und Sparring. Härter Punchen lernen und mit Kampfsituationen umgehen können wo der Plan A nicht greift, man auf Plan B oder C switchen muss und vielleicht auch was abkriegt.

Schwinger taktil wahrzunehmen ist eh schwierig, "höhere Weihe", weil sie eben von weit aussen kommen und auch nicht zwangläufig in einer Kontaktsitution. Muss man - zumindest ich - optisch wahrnehmen und reagieren, ist aber prinzipiell auch kein Hexenwerk.

My 5 cent
Martin
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  #3  
Alt 09-07-2002, 01:18
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Im Prinzip muss ich Martin mal wieder zustimmen, aber ein paar Feinheiten Deines Threads möchte ich doch herausgreifen:

Zitat:
für den Nicht-Sparring-Geübten Wing-Chun-Mann
Wo gibt's denn so was???



Zitat:
Aber funktioniert das noch wenn ein 120 Kilogramm Koloß über einen hinwegfegt?
Ja. Ich selbst bin dazu wohl noch etwas zu schlecht, aber ich hab schon öfters gesehen, wie es funktioniert. Bei mir geht es leider nur, wenn ich vorher weiß, welcher Angriff kommt. Aber das wird sich hoffentlich sehr bald ändern...



Zitat:
Funktionieren tut die Sache aber oft trotzdem nicht, weil es nämlich Leute gibt, die - aufgepumpt durch Adrenalin oder Drogen - auch noch zuschlagen können, wenn sie dabei selbst einige zentrale Treffer kassieren.
Es glaubt ja auch hoffetnlich niemand, dass man einmal zuschlägt und den Kampf damit beendet...
Wenn man einmal durchgekommen ist, macht man natürlich weiter. Näheres dazu gibt es hier.



Zitat:
Leider habe ich auch keine besser Lösung. Ihr vielleicht?
Üben, üben, üben.
So lange, bis ich entweder so schnell bin, dass der andere mich nicht mehr trifft oder ich ihn so überrenne, dass er gar nicht schlagen kann. Im Optimalfall beides.
"Um gut zu sein muss man ständig versuchen, perfekt zu werden!"



Ciao,
Häschen
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  #4  
Alt 09-07-2002, 01:25
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Standard Re: Warum die Zentrallinie nicht funktioniert!

Zitat:
Original geschrieben von MachoMan
[...]

Zugegeben: Der Fortgeschrittene soll durch das Chi Sao Training nachgiebig sein und den schwingend herannahenden Angriff erfüllen, aufnehmen und zurückleiten. Aber funktioniert das noch wenn ein 120 Kilogramm Koloß über einen hinwegfegt?

[...]
Kleine Ergänzung:
Wenn der 120kg Koloß tatsächlich über einen hinwegfegt, hat's ja funktioniert.
Ist ja nun ein Ziel der Wing Chun Ausbildung, dass man solche Angriffe "meiden" kann. Hat aber wenig mit der Besetzung der Zentrallinie zu tun. Da geht's dann um Nachgeben und Schrittarbeit.

Martin
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  #5  
Alt 09-07-2002, 17:51
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hay,
man sollte als wingchun kämpfer auch nicht starr sein, sondern die bewegungen wie wasser fließen lassen!

alles starre ist greifbar, das bewegliche ist nicht mehr greifbar.
bewegt man sich im "nicht greifbaren" zustand, gibt man seinem gegner somit wenig bis kaum angriffsfläche.
daher spielt es eine etwas untergeordnete rolle, wie schwer oder kräftig der gegner ist!
aber um da hin zu kommen, braucht man etwas zeit!

mfg
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  #6  
Alt 09-07-2002, 18:33
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Hi,

Im wesentlichen muß ich Martin bei der Wahl der überschrift zustimmen.
Auch wenn man sagen kann das die zentallinie funktioniert, auch gegen 120kg Typen. Eroberung und halten der zentrallinie ist zwar ein hohes gut aber im zweifelsfall arbeitet man nur von der eigenen aus, spich man schützt durch weggehen!
So wie es auch schon steht muß man durch einfache fußarbeit (Wissen und Können sind zwei welten! ) die eigene zentrallinie aus der schlagrichtung des gegners bringen. Und dann wird eben von der seite oder von hinten zugeschlagen. Wer durch Adrenalin, Drogen oder Alk nicht mehr ganz klar ist, hat eh keinen fairen zweikampf verdient.
Praktische übungen beim training haben obrige aussage bewiesen. Ebenso kleine rangelein unter freunden die meinen
"KK´s sind alle blöd!
- Greif an.
- Ok!"
- Platsch,
Tja, da legs di nieder!

In diesem sinne nicht der stil sonder die beweglichkeit machts!
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  #7  
Alt 09-07-2002, 21:13
Benutzerbild von Bunny
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Standard Re: Warum die Zentrallinie nicht funktioniert!

[quote][.
Funktionieren tut die Sache aber oft trotzdem nicht, weil es nämlich Leute gibt, die - aufgepumpt durch Adrenalin oder Drogen - auch noch zuschlagen können, wenn sie dabei selbst einige zentrale Treffer kassieren.

Dann ist es aber auch egal, ob Du auf der Zentrallinie bleibst, weil Du diese Leute auch mit anderen Sachen nicht sofort K.O. schlagen kannst.
Ist also keine *ing *ung typische Schwäche.
Bunny
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  #8  
Alt 09-07-2002, 21:24
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Zitat:
Dann ist es aber auch egal, ob Du auf der Zentrallinie bleibst, weil Du diese Leute auch mit anderen Sachen nicht sofort K.O. schlagen kannst.
Ausserdem vergesst Ihr bei deiser Argumentation eines:
Es ist egal, ob er etwas spürt, wenn er fällt, fällt er!

Nur weil mein Schlag ihn nicht KO macht, musst das noch lange nicht heißen, dass er nicht trotzdem fällt.
Ich muss also nur heftig genug vorgehen, dass er fällt.

Dazu kommt (s.o.), dass ich ja nicht nur einmal zuschlage und dann abwarte, was passiert Es wird so lange gekloppt, bis er nicht mehr steht.

Ob er nur das Gleichgewicht oder das Bewusstsein verloren hat, interessiert mich erst, wenn er wieder aufsteht (oder mich mit zu Boden reisst, dann weiß ich zumindest gleich, dass er noch nicht KO ist )!


Ciao,
Häschen
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  #9  
Alt 09-07-2002, 22:29
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"Ob er nur das Gleichgewicht oder das Bewusstsein verloren hat, interessiert mich erst, wenn er wieder aufsteht (oder mich mit zu Boden reisst, dann weiß ich zumindest gleich, dass er noch nicht KO ist )! "

Bzw, wenn es um die "gesetz"mäßigkeit geht!



Und nebenbei gefragt:
Wie bekommt man den text eines vorrangegangenen (boa, is das lang) Postings in die antwort?

Geändert von anima_nigra (09-07-2002 um 22:31 Uhr).
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  #10  
Alt 09-07-2002, 22:39
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Zitat:
Original geschrieben von anima_nigra

[...]
Und nebenbei gefragt:
Wie bekommt man den text eines vorrangegangenen (boa, is das lang) Postings in die antwort?
Der Button "Zitat" unter dem (hoffentlich) zitatwürdigen Originalpost ist dabei dein Freund.
Beim quoten fein die Spielregeln einhalten, z.b. keine Sinnverdrehungen, gelle.

Martin
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  #11  
Alt 10-07-2002, 00:26
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Zitat:
Der Button "Zitat" unter dem (hoffentlich) zitatwürdigen Originalpost ist dabei dein Freund.
Meister, es lebt!

...
...
...

Sorry, falscher Film!

Geändert von anima_nigra (17-07-2002 um 16:31 Uhr).
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  #12  
Alt 17-07-2002, 12:20
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Hi MachoMan,
das mit der Zentrallinie funzt schon, nur kannst Du im Kampf nicht daran denken. Das musst Du im Training tun und viel, viel üben. Diese Drogen und Adrenalinmonster kannst Du nur mit Konsequenz plätten. Ich hatte mal einen, dem habe ich bestimmt zehn mal zwischen die Beine getreten und mit 'ner Serie Kfs nachgesetzt. der stand immer wieder auf. Ein Elfmeter an den Kopf hat mir etwa zehn Sekunden Ruhe beschehrt. irgendwann nahm die Polizei ihn mir ab. Der wog höchstens 70 Kilo. Wenn so einer 120 Kilo wiegt, muss der Stopptritt wohl oder übel in die Knie gehen. auch die beste Technik ersetzt keine Konsequenz und keine Übung. Pass' auf das Publikum auf. wenn Du dich länger nit einem befasst, der keine Chance hat, aber immer wieder aufsteht und dich angreift, kann es sein, dass immer mehr leute sich auf seine Seite stellen. Auch heftig, Du schonst einen schwachen Gegner und die Zuschauer reißen Dir den Kopf ab.
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  #13  
Alt 17-07-2002, 12:59
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Yep, Drogen, Adrenalin oder auch Kampferfahrung sind Faktoren, die Unabhängig von Zentrallinie und anderen Konzepten wirken.

Einen massiv schwereren und kampferprobten Gegner frontal von vorne überrennen zu wollen halte ich für ne schöne Herausforderung aber weder für ökonomisch noch für besonders erfolgsverprechend.

Gruss Skyguide
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  #14  
Alt 17-07-2002, 13:13
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Zitat:
Wenn so einer 120 Kilo wiegt, muss der Stopptritt wohl oder übel in die Knie gehen.
Woohin geht er denn sonst, wenn er effektiv sein und wirklich funktionieren soll???


Zitat:
auch die beste Technik ersetzt keine Konsequenz und keine Übung.
Da sind wir völlig einer Meinung!
Üben, üben, üben! Sparring, Sparring, Sparring! Abhärten, Rollenspiele, das ganze Trara, da sind wir einer Meinung!

Ich glaube auch, dass ein durchschnittlicher Straßenschläger einen KKler, der keine Kampferfahrung hat, problemlos kurz und klein schlagen kann!



Zitat:
und die Zuschauer reißen Dir den Kopf ab.
Auch einig!
Zuschauer sind ein heftiger Faktor, am besten Verbal klar machen, dass der andere der Aggressor ist. Ich empfehle immer, in kleinen Verschnaufpausen (also, immer wenn er grade wieder am Boden ist und seinen nächsten Angriff vorbereitet oder so) gaaaaanz laut zu sagen: "Hör auf, ich sags Dir, fass mich nicht an!" oder irgend etwas in der Art...


Zitat:
Ich hatte mal einen, dem habe ich bestimmt zehn mal zwischen die Beine getreten und mit 'ner Serie Kfs nachgesetzt. der stand immer wieder auf. Ein Elfmeter an den Kopf hat mir etwa zehn Sekunden Ruhe beschehrt.
Ja, solche Brecher sind gefährlich. Wir haben so einen im Training, der ist eigentlich nur dadurch zu stoppen, dass er fällt. Er steht halt danach gleich wieder auf...
Gegen derartige Leute helfen nur wirklich derbe Mittel. Nur hat man dann im Endeffekt vermutlich wieder ein juristisches Problem...



Ciao,
Häschen
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  #15  
Alt 17-07-2002, 13:33
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Kampfkunst: Tae Kwon Do seit 1985, WT Seit 1989, Escrima seit1994
 
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Beiträge: 88
Standard ...wohin denn sonst

Hi Häschen,
Knie ist was entgültiges. wen die mal kaputt sind, werden die nie wieder die Alten. normalerweise trete ich deshalb erstmal in die Eier.
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