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  #1  
Alt 11-12-2011, 18:55
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Kampfkunst: BJJ, No-Gi
 
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Beiträge: 23
Question Entwicklung von BJJ/Grappling im MMA...

Hallo liebe Kampfsportfreunde,

mal ein Sonntag an dem man sich entspannt ein paar aktuelle und klassische UFC und MMA Matches reinziehen kann

Für mich zeichnet sich eine sehr interessante Entwicklung des Sports vorallem mit dem Augenmerk auf das Jiu-Jitsu/BJJ/Grappling ab

Mir persönlich fällt dabei auf das bei den Kämpfen in den 90ern das Jiu-Jitsu wirklich sehr viel gerissen hat, gerade weil viele "Striker" nahezu wehrlos dagegen waren.

Was darauf folgte waren MMAler die sich auf Sachen wie Takedown-Defense spezialisierten und das notwendigste Jiu-Jitsu lernten um am Boden zu überleben und schnell wieder auf die Beine zukommen.

Wie seht ihr diese Entwicklung?
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  #2  
Alt 11-12-2011, 21:07
Benutzerbild von Björn Friedrich
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Lass die Handschuhe weg, die Runden, die Stand Up Regelung, das Zeitlimit.....

und die Dinge werden wieder mehr in die andere Richtung gehen.....

MMA MUSS spektakulär sein, Vale Tudo war einfach nur Kampf, auch wenn zwei Kämpfer 3 Stunden am Boden lagen, am Ende zählte nur das Ergebnis.....


Tschüß
Björn Friedrich
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  #3  
Alt 13-12-2011, 00:26
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Kampfkunst: BJJ, No-Gi
 
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Muss schon sagen das Ich dir rechtgebe, Björn.

Die MMA "Industrie" hat halt aus kommerziellen Gründen die Aufgabe die Kampfe unterhaltsam zumachen und 30 Minuten Guard sind nunmal für den Mainstream eher uninteressant. Die Leute wollen 2 große Typen die sich gegenseitig kaputt hauen is halt so
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  #4  
Alt 13-12-2011, 00:41
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Zitat:
Zitat von thechriss86 Beitrag anzeigen
Muss schon sagen das Ich dir rechtgebe, Björn.

Die MMA "Industrie" hat halt aus kommerziellen Gründen die Aufgabe die Kampfe unterhaltsam zumachen und 30 Minuten Guard sind nunmal für den Mainstream eher uninteressant. Die Leute wollen 2 große Typen die sich gegenseitig kaputt hauen is halt so
Find ich nicht schlimm. Geld regiert nunmal die welt und wenn man damit seine brötchen verdienen möchte muss man halt das tun was der zuschauer möchte. Sonst könnte man sich über wrestling beschweren warum dort mehr gelabert als gekämpft wird. Okay war ein wenig aus den zusammenhang gerissen. Dennoch bin ich der meinung das es so wie es jetzt grade läuft ganz in ordnung ist. Wer was anderes sehen will kann ein Bodenkampfturnier besuchen gehen.
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Unerfahrene Menschen glauben so einen Lötzin und gehen mit offenem Mund zum Training lassen sich da als bessere Dummys rumschubsen gehen dann nach Hause und spielen 5 gegen Willi unter der Bettdecke.
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  #5  
Alt 13-12-2011, 03:47
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ja klar billa ich geb dir recht

natürlich steckt immer ein geldgeschäft hinter der "industie". ich gönn es diesen "machern" und unternehmern ja auch das sie mit dieser arbeit ein gutes geld verdienen.

und es war und ist natürlich förderlich für bjj/grappling das es mit MMA promotet wird.

für mich ist aufjedenfall die entwicklung interessant, siehe grappler vs. striker, takedown defense spezialisten, sprawl&brawl, etc....

ist natürlich auch interessant die entwicklung zu beobachten.

gab mal ne zeit da dachte ich jiu-jitsu reisst nix mehr beim mma weil man oft gesehen hat das erfolgreiche kämpfer nur das jiu-jitsu lernen um zu überleben und das auch augenscheinlich zum erfolg in der ufc führt...

jetzt, bei aktuellen ufcs find ich das es sehr ausgeglichen ist. man sieht striker mit großen talent gewinnen und man sieht tolle grappler mit tollen submissions.
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  #6  
Alt 13-12-2011, 13:45
Benutzerbild von Björn Friedrich
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Kampfkunst: Friedrich Jiu Jitsu and NOTHING else.....
 
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Für mich ist Kampfkunst genau das, es ist die Kunst zu kämpfen, so wie der regellose Zweikampf ist......von daher kann ich mit der heutigen Verwässerung nix anfangen.

Tschüß
Björn Friedrich
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  #7  
Alt 13-12-2011, 13:59
Benutzerbild von Dudeson
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vielleicht ist meine beobachtung falsch, aber in all den mma und ufc kämpfen die ich mir so anschaue habe ich das gefühl, dass die nicht-grapplingspezis nicht mal die basics können.

ich bin auch ganz frisch auf dem gebiet, aber habe das gefühl, dass viele dieser kämpfe nur auf dem bodenlanden, weil viele kämpfer sich noch immer auf den brutalen schwinger verlassen desshalb zu viel reingehen und dann nicht wissen wie man oben bleibt, oder schlichtweg nicht wissen, wie man adequat takedowns kontert, wenn man nicht runter gehen möchte.

täusche ich mich da?

als beispiel, ich hab gerade leider keine zeit ein video zu suchen, aber ich hab schon unzähligen takedowns gesehen in denen der gegner ganz banal zu den beinen springt, durchaus auch aus weiter distanz. ich hab die muskelberge bisher noch nie mit nem knie ins gesicht kontern sehen, sondern nur verdutz rumstehen und im letzten moment versuch auf den kopf zu hämmern, bis man unten liegt.

liege ich da falsch?

liebe grüße
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  #8  
Alt 13-12-2011, 14:06
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Zitat:
Zitat von Dudeson Beitrag anzeigen
ich hab die muskelberge bisher noch nie mit nem knie ins gesicht kontern sehen, sondern nur verdutz rumstehen und im letzten moment versuch auf den kopf zu
Das liegt daran, dass es in der Realität eben nicht so einfach ist, wie man sich das vorstellt
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  #9  
Alt 13-12-2011, 14:08
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Ja tust du. Das Knie als Konter wird so selten abgebracht weil es sehr schwer zu timen ist. Ist der Gegner nämlich schon mit seinem Knie am Boden (also hat er mit mehr als zwei Punkten Bodenkontakt) wäre ein Knie gegen seinen Kopf ein Regelverstoß der zur Disqualifikation führen kann. Und selbst wenn das Knie landet gelingt sehr oft der Takedown trotzdem.
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  #10  
Alt 13-12-2011, 14:18
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Zitat:
Zitat von Soldier Beitrag anzeigen
Ja tust du. Das Knie als Konter wird so selten abgebracht weil es sehr schwer zu timen ist. Ist der Gegner nämlich schon mit seinem Knie am Boden (also hat er mit mehr als zwei Punkten Bodenkontakt) wäre ein Knie gegen seinen Kopf ein Regelverstoß der zur Disqualifikation führen kann. Und selbst wenn das Knie landet gelingt sehr oft der Takedown trotzdem.
Das ist mir neu und erklärt einiges

ich dachte bei MMA/UFC wären nur augestechen, beißen und gegnertöten verboten? (das meine ich ernst )

und nur, weil das knie nicht gut zu timen ist , ist es doch keine unadequate antwort oder? Das meine ich ja, ich glaube es wird keine ordentlichen takedowndefense trainiert.

ein beispiel, cro cop hat sich wirklcih selten auf bodenkampf eingelassen, weil er ein kicker und striker ist und ich habe schon viele sehr erfolgreiche takedown defenses gesehen(zeitiges rausbewegen mit direkt trittkonter zum kopf etc.)

bei vielen anderen allerdings nicht, und das nicht, weil sie bodenkampfspezis sind, sondern es nicht können.

oder?

liebe grüße
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  #11  
Alt 13-12-2011, 14:39
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@ Dudeson

...das sag mal den Blackbelts, den Division 1 Ringern etc! In der Theorie ist alles seeeehr einfach!

Lass mich raten; du hast noch nie MMA trainiert!!!!!! Denn du hast- und das ist nicht böse gemeint- von nix ne Ahnung; und das erklärt einiges...!
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  #12  
Alt 13-12-2011, 14:43
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richtig, und deswegen lasse ich mir hier gerne was beibringen. deinem tonfall nach ist dir sowas noch nie passiert...
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  #13  
Alt 13-12-2011, 14:56
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Ganz ehrlich gesagt, NEIN!!!!

Wenn ich von einer Sache keine Ahnung habe, backe ich gaaaanz kleine Brötchen und unterstelle anderen keine Inkompetenz!
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  #14  
Alt 13-12-2011, 15:05
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tue ich doch. ich habe in jedem meinerbeiträge durch ein "oder, "sehe ich das richtig?" etc., klar gemacht, dass es ein subjektiver eindruck ist, dem jederzeit ein besserwissender widersprechen kann. nun wurde schon ein gutes argument gebracht. knie zum kopf gibt esanscheinend nicht.

inkompetenz habe ich auch niemandem unterstellt. lediglich, dass viele MMA kämpfer sich wohl nicht ausführlich genug mit grappling beschäftigen, um einen takedown zu ihrem vorteil zu kontern, oder sich zu leicht in die takedown gefahr begeben, obwohl es nciht in ihrem interesse ist.

und nun lass dich dochmal herrab und antworte deiner fachkompetenz entsprechend konstruktiv auf meine eindrücke, fragen und vermutungen, dann könnte der thread für jeden eine bereicherung sein.

LG
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  #15  
Alt 13-12-2011, 15:17
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Nun gut, belassen wir`s dabei!

Wie schon gesagt wurde, in der Theorie ist alles herrlich einfach- die Praxis sieht aber anders aus!

Zu deiner Knie- Geschichte: wurde schon erläutert- Reglement (wobei es bei Pride erlaubt war!) und Timing!
Takedown zum Vorteil nutzen: auch hier- Timing bzw höheres (technisches) Können des Gegners (geh mal in einen Rinverein und versuch stehen zu bleiben, wenn dein Partner dich auf den Boden haben will- auch, wenn du weißt, was er vorhat!).

Grapplen im MMA ist ungleich reiner Bodenkampf; klar ist es nicht verkehrt, möglichst viel Wissen und Können zu haben, aber es ist nunmal ein anderes Spiel! Ich weiß nicht mehr von wem der Spruch kommt (aber der beschreibt es ganz gut). Frei nach dem Motto: Hau einem Blackbelt ins Gesicht und er wird ein Braungurt; hau in nochmal und er wird Lila; hau ihn nochmal und er wird Blaugurt.

Das sind meine Einschätzungen!!
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Geändert von Kicker (13-12-2011 um 15:19 Uhr).
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