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Grappling Diskussionen zu Bodenkampfstilen wie z.B. Brazilian Jiu-Jitsu, Luta Livre, Ringen, Sambo, Submission Grappling, Submission Wrestling etc.



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  #1  
Alt 30-11-2017, 09:06
Benutzerbild von jkdberlin
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Kampfkunst: Hilti BJJ IMAG Berlin e.V.
 
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Standard Fußhebel oder Pass?

Ich habe mir gestern die EBI Qualifiers fürs Wochenende angesehen. Obwohl ich sie schon besser fand als die letzten gefällt mir das im Augenblick nicht so. Eine der Fragen, die sich mir stellt, ist eigentlich: Fußhebel oder Pass?
In meinem Game greife ich Fußhebel lieber von unten an. Von oben im Guard passiere ich lieber oder benutze Fußhebel als Setup fürs Passieren. Die Positionen bei Fußhebeln empfinde ich als suboptimal, da mit mit meinem Körper die Kontrolle fehlt und ich das durch andere Attribute ersetzen muss.
Wie seht ihr das?
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Frank Burczynski

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  #2  
Alt 30-11-2017, 09:36
Benutzerbild von Björn Friedrich
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Kampfkunst: Friedrich Jiu Jitsu - Kampfkunst nach biomechanischen Grundlagen
 
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John Danaher sagt das gleiche. Er will das seine Schüler von oben passieren und von unten Fußhebel machen.:-)

Ich persönlich mache von unten kaum Fußhebel, wenn ich die Closed Guard hole dann sweepe ich oder attackiere mit Oma / Plata Triangle

und wenn ich keine Closed Guard habe, dann spiele ich das Lucas Leite Half Guard Game sweepe oder komm zum Dog Fight um den anderen auf den Rücken zu legen.

Ich mag Fußhebel, hänge aber nicht davon ab, von daher beim Top Game meistens vom Backstep aus.

Manchmal auch von einer Triangle Escape oder vom Leg on Shoulder Pass.

Generell bevorzuge ich das Passieren, aber da viele Leute keine Ahnung von Leglocks haben, kann man damit oft einfach punkten.
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  #3  
Alt 30-11-2017, 11:32
Benutzerbild von Gong Fu
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Kampfkunst: Qi Xing Tanglang Quan, Caique Jiu Jitsu, Piper, Libre Fighting
 
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Also ich persönlich liebe ja Fußhebel (Ich plediere immer noch darauf, dass Heelhooks und leg reaping bei der IBJJF erlaubt werden), dementsprechend mache ich eigentlich beides.
Beim passen bieten sich häufig Leglocks an, aber ich attackiere auch gerne den Open Guard, um direkt in den 50/50 Guard zu gehen. Ich mag die Position und fühle mich dort mehr als wohl.
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  #4  
Alt 30-11-2017, 12:48
Benutzerbild von Guv´nor
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Lieber passieren von oben.

Ist irgendwie in mir so hinterlegt. Wobei die modernen Stilisten des BJJ nicht an mir unbemerkt vorbeigingen und immer öfter Fußhebel (auch von oben, aber mehr von unten) nutze.

VG
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  #5  
Alt 30-11-2017, 15:00
Benutzerbild von sivispacemparabellum
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Estima Lock braucht kaum Kontrolle. Der Wristlock fürs Bein...
Beinhebel plus Pass oder Sweep. Statt gegeneinander.
Machst du doch ganz gerne, mit dem Schienbein gegen Open Guard, Frank.
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Grapple&Strike
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  #6  
Alt 30-11-2017, 17:59
Benutzerbild von Ich sage:
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Habe nach dem Post von Danaher auch eine ganze Nacht darüber nachgedacht.

Seit ner ganzen Weile habe ich Footlocks von einfach überall attackiert (bevor ich Mount konventionell escape, gehe ich seit Jahren auch zuerst auf einen straight-leglock), speziell Heelhooks, schlichtweg um sie zu lernen.
Mittlerweile bin ich mit denen OK und das aktuelle Projekt ist noch das Verketten von Arm und Beinangriffen.

Aber jetzt, wo sich die Lücke der Beinattacken schließt, denke ich wieder vermehrt ans Passing und dies wird wohl (leider) mein nächstes Projekt werden. Bisher habe ich meist über Sub-Angriffe passiert. Also werde ich zunehmend oben nur noch passieren und von unten attackieren und sweepen.
Auch wenn mich das derbe langweilen wird.

Letztlich finde ich das aber ehrlich gesagt nicht am Besten, weil man aus Sidecontrol o.ä. eine Sub erstmal erarbeiten muss.

Edit: Letztlich frage ich mich, ob wir nicht alle noch zu sehr an das Pass vs. Guard Spiel gewöhnt sind und daher das ganze Gefüßel doof finden, weil neu und sieht doof aus. Letztlich finde ich dieses alte Spiel genau so langweilig anzuschauen wie das neue, wenn nichts passiert.
Die meisten Kämpfe der DDS sind wiederum aber obercool. Jacares oder Tereres bzw. Marcelo und Rogers Kämpfe liebe ich aber auch. Vielleicht kommt es hier mal wirklich auf den Kämpfer an, hehe.
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Geändert von Ich sage: (30-11-2017 um 20:32 Uhr).
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  #7  
Alt 30-11-2017, 22:35
Benutzerbild von Filzstift
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Ich mach mir einen spass und attackiere ewig lang die unterschiedlichsten passes, und irgendwann wenn der partner schon gar nix mehr anderes erwartet boom! Leg lock. Wenn ivh aber vorher paasen kamm, dann nehm ich selbstverständlich den pass
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  #8  
Alt 02-12-2017, 09:58
Benutzerbild von Droom
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Ich fande den Ansatz von Riley Bodycomb mal ganz cool:

"I don´t think about passing vs leglocking, I just want to attack and defeat his guard with both combined" (sinngemäß)

Durch das Verteidigen von Passes enstehen halt Möglichkeiten zum Leglocken und beim Verteidigen der Leglocks hat man oft die Möglichkeit den anderen zu passen. Man darf sich halt nur an keinem von beidem fest beißen und muss jederzeit bereit sein, dass jeweils andere zu nehmen und dafür das Erstere zu opfern.

Genau so sehe ich es auch eigentlich von unten wenn ich Shinguard, X-Guard oder Single-Leg X spiele. Nur dann sind es halt Leglocks und Sweeps kombiniert.
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  #9  
Alt 02-12-2017, 10:00
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genau so meine ich das. Ich tendiere eher zum Pass, aber wenn sich ein (sicherer) Fußhebel ergibt, dann nehme ich den. Die Kombination von beidem erhört meiner Meinung nach die Erfolgsaussicht.
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Frank Burczynski

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  #10  
Alt 02-12-2017, 10:53
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ich dachte das neue ist gerade die umkehr deines gerdanken: nämlich immer attakieren, und nur, falls es sich dabei ergibt zu passen- das ist doch ein großer unterschied und 2 unterschiedliche philosophien.

diese dann eher auch auf grappling als auf bjj basiert?
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  #11  
Alt 02-12-2017, 11:07
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Für mich ist BJJ ein Teil des Grapplings, genau wie Luta Livre und No Gi.
Ich bevorzuge das Passen. Ich versuche mir, auch durch Angriffe auf die Füße, die Passmöglichkeit zu schaffen. Wenn sich ein Fußhebel dabei allerdings so sicher anfühlt, und ich ein gutes Gefühl in der gewonnen Position habe, dann würde ich auch den Fußhebel attackieren.
Was meistens aber passiert (und da gibt mir EBI ja Recht) ist, dass bei vielen Fußhebelversuchen die Position aufgegeben wird, der untere kommt dadurch in einen Scramble und landet entweder oben wir wir sind dann wieder in der Ausgangsposition. Nichts gewonnen und viel Energie verschwendet.
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  #12  
Alt 02-12-2017, 11:35
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Pass. Fusshebel bin ich eher mässig, und die Meisten haben mir ein zu hohes Positionsrisiko.

Also pass, und Fusshebel nur, wenn es sich ergibt.
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  #13  
Alt 02-12-2017, 12:28
Benutzerbild von Droom
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Zitat:
Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
Für mich ist BJJ ein Teil des Grapplings, genau wie Luta Livre und No Gi.
Sehe ich 100% genaus

Zitat:
Was meistens aber passiert (und da gibt mir EBI ja Recht) ist, dass bei vielen Fußhebelversuchen die Position aufgegeben wird, der untere kommt dadurch in einen Scramble und landet entweder oben wir wir sind dann wieder in der Ausgangsposition. Nichts gewonnen und viel Energie verschwendet.
Denke das hat eben auch sehr viel mit dem jeweiligen Regelwerk zu tun. Wenn ich wie bei EBI 5.000$ für eine Sub bekomme und nur damit den Kampf beenden kann, werde ich wohl häufiger sofort versuchen auf den Kill zu gehen als meine Position für eh nicht vorhandene Punkte zu verbessern.

Aber an sich gibts ja auch genug andere Submissions bei denen man stark die Position riskiert und bei Misserfolg deutlich schlechter dasteht als vorher. Bei Armbars aus der Guard droht der Pass und bei Armbars aus der Topposition verliert man diese gerne und landet unten.


Grundsätzlich sollte man seine Angriffsstrategie aber auch stark vom Gegner abhängig machen. Normal tendiere ich zu diversen Armtriangles weil sie meine absolute stärksten Subs sind. Wenn ich jetzt allerdings jemanden habe der vor lauter Nacken und Schultermuskulatur keinen Hals zum choken hat, würde ich eher auf die Füße gehen.
Bei beweglichen dünnen Leglock-Spezialisten halt Füße stark meiden um nicht ausgekontert zu werden und stattdessen eher Smash -> Pass -> Cradle -> Armtriangle
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  #14  
Alt 02-12-2017, 14:23
Benutzerbild von marq
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Zitat:
Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
Für mich ist BJJ ein Teil des Grapplings, genau wie Luta Livre und No Gi.
Ich bevorzuge das Passen. Ich versuche mir, auch durch Angriffe auf die Füße, die Passmöglichkeit zu schaffen. Wenn sich ein Fußhebel dabei allerdings so sicher anfühlt, und ich ein gutes Gefühl in der gewonnen Position habe, dann würde ich auch den Fußhebel attackieren.
Was meistens aber passiert (und da gibt mir EBI ja Recht) ist, dass bei vielen Fußhebelversuchen die Position aufgegeben wird, der untere kommt dadurch in einen Scramble und landet entweder oben wir wir sind dann wieder in der Ausgangsposition. Nichts gewonnen und viel Energie verschwendet.
es ja auch so wie man es althergebracht kennt..

man kann ja aber wie kämpfer bei ebi argumentieren, ein guard pass führt nicht zwangsweise zur submission führt A) es koennte der pass scheitern B) ich werde gesweept C) oder ich werde aus der guard attakiert, nachdem ich passiert habe.

mit einem fußhebel habe ich direkt die möglichkeit zu submitten, oder gebe ihn auf und lande im dog fight einer 1:1 situation.

die regeln bedingen dies, ziel des EBI ist ja der focos auf submissions.

ziel des althergebrachten Bjj ist die submission als folge der kontrolle

Geändert von marq (02-12-2017 um 14:26 Uhr).
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  #15  
Alt 02-12-2017, 14:26
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Version C musst du mir mal erklären, du wirst aus einer Guard attakiert, die du gerade gepasst hast? Wie das?
De Rest liegt meiner Meinung nach leider auch daran, dass viele der Kämpfer den Guard Pass nicht wirklich durchziehen...
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