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#1
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| Judo Sport und Judo SV Einleitung: Ich finde es immer wieder witzig, wie in diversen KKB-Diskussionen Sportler diverser Stile den Judo-Sport mit der Judo-SV vermischen. Besonders amüsant ist, dass manchmal gerade diejenigen die wahren Judo-Sportler sind, die sich als Judo-SVler verstehen und manchmal diejenigen die Judo-SVler sind, die sich selbst eher als Sportler sehen. Nichts ist Witziger als das KKB. Denn jeder kann im KKB alles schreiben, ganz egal ob die geringste Realerfahrung vorliegt oder nicht. Viele Sportler aus diversen Sportarten verstehen nicht, dass es einen großen Unterschied macht, ob man in einer SV-Situation auf Judo-Matten oder auf Asphalt kämpft und ob man durch Wurf oder Würger gewinnt- vermutlich weil sie Judo noch nie in der SV angewendet haben und sich noch nie auf der Straße und vor Gericht verteidigen mussten. Viele Sportler - insbesondere die aus Grappling-Sportarten für zarte Männer - machten sich z.B. über die Siege von Andreas Tölzer mittels Haltegriff lustig, dass wir einen Judo-Vizeweltmeister haben wurde im KKB nicht gebührend gefeiert. Auch da wird offenbar, dass diesen Sportlern die Phantasie fehlt, was ein Judoka aus einem Judo-Haltegriff heraus alles an unschönen Dingen in der SV machen kann. Ich finde es eine Schande, dass Top-Grappler wie Tölzer nicht gewürdigt werden im KKB, dafür aber irgendwelche Spaß-Sportler von Spaß-Grappling-Sportarten. In gewisser Weise finde ich die Naivität der Grappling-Sportler aber sehr positiv. Denn es sollte nicht so sein wie im II Weltkrieg, wo Judo einigen Deutschen gelehrt wurde, die es besser nicht hätten lernen sollen. Ich finde auch die alte Trainings-Methode der Japaner nicht richtig, an lebenden Menschen Kampfkunst-Versuche durchzuführen und distanziere mich ausdrücklich von solchen Trainingsmethoden. Ich möchte eine offene Diskussion anregen, wo jeder seine Sicht der Unterschiede zwischen Judo-Sport und Judo-SV darlegen kann. Je kontroverser die Diskussion, umso besser, denn damit ehren wir den offenen Geist von Kano Jigoro, der die verweichlichte japanische Jugend erziehen wollte mit seinem System. Das Lehrgespräch war eine seiner didaktischem Methoden, damit seine Schüler mitdenken. Hauptteil: Unsere Sicht der Dinge (wobei ich ausdrücklich klarstelle, dass wir nicht für den DJB sprechen und auch nicht für Kano Jigoro und auch nicht für Kimura und auch nicht für das traditionelle Judo und erst Recht nicht für Mifune, wir sprechen nur für das Elite-Judo, eine streng geheime Geheim-Judo-Organisation, von der es weder Videos noch eine Homepage gibt und deren Existenz als solche stets von uns immer bestritten werden wird): Wir unterscheiden Judo-Sport und Judo-SV wie folgt: I Judo-Sport - Wenn man Judo als Sport betreibt, dann sollte man 30% bis 50 % der Trainingszeit dem Judo-Bodenkampf widmen und auch ein paar Judo-Bodentechniken sehr gut beherrschen. - Wenn man Judo als Sport betreibt, dann genügt vier Mal Krafttraining pro Woche. - Wenn man Judo als Sport betreibt, dann sollte man mindestens 3-4 Würfe sehr gut beherrschen. - Wenn man Judo als Sport betreibt, dann ist es OK, in der Gewichtsklasse bis 100 Kilo zu kämpfen und vor dem Wettkampf Gewicht zu machen. - Wenn man Judo als Sport betreibt, dann ist das Schlagkrafttraining nicht sehr wichtig, man kann sich z.B. auch auf Opferwürfe konzentrieren und kann auch einige defensive Kampf-Strategien trainieren. - Wenn man Judo als Sport betreibt, dann ist Waffenkampf nicht sehr bedeutsam. - Wenn man Judo als Sport betreibt, dann benötigt man eine Kondition und Kraftausdauer für mehrere 5-Minuten-Kämpfe; reines Maximalkrafttraining genügt nicht. - Wenn man Judo als Sport betreibt, dann genügt es das Neue Testament im wöchentlichen Bibel-Kreis zu lesen (der im Elite-Judo eine Pflichtveranstaltung ist) und sich mit der Rechtsprechung zur Notwehr nicht zu befassen. - Wenn man Judo als Sport betreibt ist es OK, mit niedrigen Wertungen oder Kampfrichterentscheid Kämpfe und Turniere zu gewinnen. II Judo SV - Wenn man Judo als SV betreibt, dann sollte man nach den Berechnungen unserer akademischen Forscher und nach den Erfahrungen unserer Diplom-Streetfighter höchstens 10,05382 % der Trainingszeit dem Bodenkampf widmen. - Wenn man Judo als SV betreibt, dann kommt dem Training der Standfestigkeit die höchste Bedeutung zu, die Sumo-Ringer sind da schöne Beispiele. Die Erhöhung der Balance und des Vorwärtsdrucks im Stand hat höchste Priorität. - Wenn man Judo als SV betreibt, ist ein tägliches Krafttraining Pflicht, denn die Muskeln sind der einzige Schutzpanzer und die einzige Judo-Matte, die es in der SV gibt. Für die SV reicht ein Maximalkrafttraining, Kraftausdauer ist nicht relevant. - Wenn man Judo als SV betreibt, dann sollte man besser 2 Würfe sehr kraftvoll beherrschen als 4 nur durchschnittlich und die Würfe müssen KO-Potential haben, Selbstfallwürfe und schwache Sicheltechniken etc. sind für die SV nicht relevant. - Wenn man Judo als SV betreibt gilt die Devise "Hauptsache, schwer", jedes Kilogramm Masse ist ein Vorteil. Ideal für die SV ist es, so wie Bud Spencer die Muskeln unter dem Fett zu tarnen. Dicke Männer bekommen auch die hübschesten Frauen; ein Mann, der nicht einmal sich selbst gut und reichlich ernähren kann, der bekommt auch keine hübsche Frau ab. - Wenn man Judo als SV betreibt, dann ist es wichtig, dass durch die Judo-Würfe gleichzeitig auch die Schlagkraft trainiert wird. Durch Selbstfallwürfe und Fußfeger und andere Sport-Würfe steigert niemand seine Schlagkraft, durch die "echten" SV-Judo Würfe sehr wohl. Was „echte“ Judo-Würfe sind ist ein Betriebsgeheimnis, das nur im Bibelkreis gelüftet wird. - Wenn man Judo als SV betreibt, müssen ab und zu auch Waffen in das Judo-Training integriert werden. - Wenn man Judo als SV betreibt, muss man auf Weichbodenmatten auch üben, den Gegner so zu werfen, dass er in der SV auf verschiedene Körperteile fallen kann, je nach Ernst der Lage. - Wenn man Judo als SV betreibt, dann muss man zweimal wöchentlich im Bibel-Kreis viel lesen und jeder muss die 10 Gebote mit seinem Blut unterschreiben. - Wenn man Judo als SV betreibt muss man auf Ippon-Würfe und Ippon-Schläge hin trainieren, gleichzeitig aber auch ein bis drei "milde" Mittel trainieren. Ein Judo-SVler muss in der SV gewinnen und vor Gericht. Auch deswegen ist der Fokus auf Judo-Würfe und Judo-Schläge so entscheidend. Auch der "Kampf um den Griff" ist in der SV sehr nützlich, um harmlose Situationen zu deeskalieren. Exkurs zum Gewinnen mit Judo im Gerichtssaal: Würfe eines friedlichen von einem bösen gefährlichen Menschen angegriffenen Judoka (wir Judoka sind zum Glück ja immer friedlich und höflich und harmlos und stehen für alte Damen in der Straßenbahn auf und helfen alten Menschen gleich welcher Hautfarbe über die Straße) und Schläge eines Judoka könnten vom Notwehrrecht vielleicht gedeckt sein, Würger am Boden die ein Judoka oder BJJ oder LL Experte oder Ringer ausführt vor Gericht zu rechtfertigen ist angeblich deutlich schwerer. Denn wie soll man die 12 Geschworenen davon überzeugen, dass der Gegner am Boden nachdem er schon geworfen oder schon geschlagen wurde noch eine echte Bedrohung war und ein Würger erforderlich war, um diese Bedrohung zu beenden? Ein Freund von mir, der in der DDR drei Semester Jura studiert hat, sagte mir, dass die Vornahme besonders gefährlicher Gewalthandlungen als Indiz für einen gewollten Totschlag gesehen wird. Massives, langdauerendes Würgen und Würgen bis zur Bewusstlosigkeit wurden genauso wie Schläge mit einer Eisenstange auf den Kopf und Messerstiche in den Brustkorb von Staatsanwälten und Richtern als Indizien für einen versuchten Totschlag gesehen, wenn nicht das Notwehrrecht als Entschuldigungsgrund wirkt. Einen freundschaftlichen Judo-Wurf auf den Rücken oder einen freundschaftlichen Judo-Uppercut in den Bauch sowie einen freundschaftlichen Judo-Haken oder Judo-Schwinger auf die Schulter oder einen kameradschaftlich gebrochenen Finger wird ein Richter weit eher verzeihen in der SV als einen bewusstlos gewürgten Volltrottel, der Kluge trainiert das, was er in der SV auch nutzen kann. Die armen Boxer und die armen MMA-Sportler haben nicht nur wegen ihrer großen Probleme in der SV, sondern auch wegen ihrer Probleme im Gerichtssaal unser volles Judo-Mitleid verdient. Boxer dürfen in einer Notwehr-Situation nur dann zum Kopf schlagen, wenn sie nicht mit einem Schlag zum Bauch genauso gut die Bedrohung abwehren können, und wann würden die 12 Geschworenen einen solchen Fall je bejahen? Boxer und MMA-Sportler haben zudem im Gerichtssaal mit vielen Vorurteilen zu kämpfen, weil von den 12 Geschworenen nur 3 im Fernsehen Boxen und MMA anschauen und daher nicht wissen, dass in Wirklichkeit Boxer und MMA-Sportler sehr defensive und harmlose Menschen sind, die jedem offenen Schlagabtausch aus dem Weg gehen. Judoka unterstellt kaum einer der 12 Geschworenen unbegründete Gewaltausbrüche in SV-Situationen und unvernünftiges Handeln in SV-Situationen, Judo ist und bleibt ein SV-System für die körperliche und geistige Schwergewichts-Elite die alten Omas über die Straße hilft. Diesen tadellosen Ruf des Judos gilt es zu bewahren und jeden Tag eine gute Tat zu vollbringen. Die Hinweise von Herrn Klocke, wonach man sich in der SV mit Judo nicht verteidigen kann, sind vor Gericht Gold wert. Denn es ist ja auch so. Als Judoka ist man in der SV einfach nur chancenlos gegen all die bösen Menschen. Je mehr ein Kämpfer unterschätzt wird, umso besser in der SV und vor Gericht. Schluss: Für die Fans von echter Kampf-Kraft und Judo-SV noch ein paar schöne Zitate/Bilder: http://library.crossfit.com/free/pdf...gth_on_Mat.pdf „Kraft macht gute Würfe großartig, Kraft kann wackelige Würfe gut und schlechte Würfe möglich machen.“ Kimura beim Bankdrücken: http://judoinfo.com/images/kimurabenchpress.jpg Kimura beim Schultertraining: http://judoinfo.com/new/images/kimur...ra_barbell.jpg Und ganz wichtig: Nie den Humor vergessen. Wer seine Kampfkunst zu Ernst nimmt oder traditionell denkt, der dreht sich nur im Kreis. Damit all die KKB-Leser noch etwas zum Meditieren haben ein Zitat aus Psalm 24, das in unserer Judo-Schule an der Wand hängt: „Wer ist der König der Ehre?/Es ist der HERR, stark und mächtig, der HERR, mächtig im Streit“ Beste Grüße Geändert von Security (26-11-2011 um 19:32 Uhr). |
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#2
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| es gibt in deutschen gerichtssälen keine 12 geschworenen die man überzeugen muss ![]() ![]()
__________________ www.unlimitedcombatsystem.de |
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| Beste Grüße |
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#5
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![]() ![]() ![]() |
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#6
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| Also ich mach nur Mädchensport (a bißerl BJJ und ab und an Ringe ich) und kann zum kraftstrotzendem Judo-Männerzeugs nichts sagen. Sorry. ![]() Aber da ich auch gerne immer mal mit Schwert und Messer rumfuchtel, hätte ich gerne gewußt wie den so ein Judo-SV-Waffenkampftraining ausschaut? ![]() Also ich mag nämlich nie in den Clinch (obwohl ich eigentlich sehr gerne kuschele ) wenn mein Gegenüber ein scharfes spitzes Ding in seiner Hand hat.Grüße Jimmy
__________________ Ich such immer erstmal die konfliktfreie Gewaltlösung! www.schwarzenwoelfe.de www.schwertkampf-ochs.de |
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#7
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| Zitat:
Die "streng geheime Geheim-Judo-Organisation" mit Bibel-Lesekreis. Und natürlich die 12 Geschworenen. Das kann doch nur Satire sein. Genial! ![]() |
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#8
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| Aber mal im ernst: 1. Ich habe nie Ringen oder ähnliches gelernt, würde aber behaupten, dass ich ein gewisses feeling für habe. Und meine Erfahrung sagt mir 1: Kraft hilft auch bei guter Technik. 2: In der SV hat man keine Zeit. Deshalb einen Widerstand lieber durch Kraft brechen als zu warten, bis der andere nicht mehr (aus Kraftausdauergründen) kann oder der Wurf/Griff/Hebel angesetzt werden kann, weil die Bedingungen perfekt sind. Von daher finde ich das Zitat dass Security gebracht hat („Kraft macht gute Würfe großartig, Kraft kann wackelige Würfe gut und schlechte Würfe möglich machen.“) sehr richtig. 2. Das SV-Training des DJB oder wie der nochmal heißt, kenne ich gar nicht. Deshalb dazu kein Kommentar. Aber vor einiger Zeit haben hier einige Leute sehr deutlich aufgelistet wo die Unterschiede zwischen den Sport-Judo und dem Oldschool-Judo sind. Meiner persönlichen Meinung nach, hatten auch die Trainingseinheiten und Richtlinien einen starken Bezug zur SV. Ich sehe das so: Wenn man schnell ist, ist es ein Vorteil, wenn man stark ist, ist es ein Vorteil, wenn man technisch gut ist, ist es ein Vorteil etc. pp. Ist man mehreres oder alles zusammen, ist das ein viel größerer Vorteil ^^ Ob man deshalb Judo machen muss oder anderes ist dabei irrelevant. Jede SV-Sit ist anders. Nur machen Situationen kommen öfter vor als andere. Wenn man die passende Mittel aber nicht zur Hand hat, kann einem Wurscht sein, wie oft diese Situation und nicht eine andere sonst eintritt. Speziell wenn man dauerhafte Schäden davon trägt, ist es einem latte, dass man "ausgerechnet" für diese Situation nicht die Richtige Antwort hatte. Was die richtige Antwort gewesen wäre, spielt in der SV keine Rolle und ist Bullshit, wenn man diese diskutieren will. Richtig ist nur, was in dem Moment, in dem Fall und in dieser Sekunde einwandfrei funktioniert hat. ^^ KeineRegeln |
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#9
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| Klar kann ich mit Gewalt irgend ein grottig schlechten [beliebige Technik einsetzen] vielleicht doch noch irgendwie durchziehen und so einen Kampf für mich entscheiden bzw. mir evtl. sogar auf der Straße meinen Allerwertesten retten. Spätenstens wenn mir mein Gegner körperlich ebenbürtig oder vllt. sogar überlegen ist, hilft mir das nicht mehr viel. Aber das Thema Technik vs. Kraft wurde hier ja schon öfters durchgekaut. Resümee: Technik kann überlegene Kraft bis zu einem bestimmten Ausmaß kompensieren; bei gleicher Technik gewinnt der physisch stärkere, bei gleicher Kraft der technischere Kämpfer. Sollte im WK genauso gelten wie in der SV. |
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#10
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| Aber das ist doch gar nicht die Aussage des Satzes. Der Satz sagt schlicht und ergreifend nur aus, das Kraft + Technik effektiver ist als nur Technik. Im Umkehrschluss sagt er auch aus, das Technik + Kraft besser ist als nur Kraft. |
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#11
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| um den Satz (Kraft macht gute Würfe großartig, Kraft kann wackelige Würfe gut und schlechte Würfe möglich machen.) meiner Auffassung nach zu entschlüsseln: Kraft macht gute Würfe großartig = Gute Technik + Kraft Kraft kann wackelige Würfe gut machen = Technik war gerade noch gut genug um über den Widerstand zu dominieren, kommt aber durch Kraft zu einem guten Ergebniss schlechte Würfe möglich machen = die Technik alleine war schlecht und hätte nicht gereicht DAS alles kann man auch im Umkehrschluss auf ungenügende Kraft + guter Technik beziehen. Mit anderen Worten: Das Eine unterstützt das Andere. Meine Meinung. Gruß KeineRegeln |
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#12
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| Zitat:
Zitat:
![]() Klar ist: Kraft+Technik > Technik, wenn Technik=konstant. Aber, wie du selbst schreibst, kann Kraft "nur" schlechte bis mäßige Technik in gewissem Maße kompensieren, sodass es eben doch noch reicht um die Technik durchzuziehen. Besser wird die Technik dadurch aber nicht, und spätesten bei nem gleich Starken wird es Probleme geben. Wenn du es aber schaffst, deine Technik so zu optimieren, dass sie -bei gleichem Kraftaufwand- besser/effektiver wird, hast du einen echten Vorteil. Damit will ich nicht sagen, dass Kraft per se schlecht ist, man muss nur wissen, wie und wann man sie einsetzt. Ich habe gerade mal den Artikel überflogen, aus dem das Zitat stammt. Der Verfasser bezieht sich hinsichtlich der diskutierten Aussage hauptsächlich auf Anfänger. Zitat:
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#13
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| *lach* das ist doch der selbe satz den security geschrieben hat. ^^ da sind wir beide auf einem nenner: gehen wir davon aus, dass zwei leute gleichzeitig einen wurf oder hebel oder oder... gegen den anderen ansetzten wollen: wenn beide gleich stark sind, gewinnt eher der mit der besseren technik wenn beide technisch gleich gut sind, setzt sich der mit der größeren kraft eher durch im endefekt sage ich, dass man beides brauch. wo wir vielleicht wieder auseinander sind ist: wenn ich in einer sv-situation stecke, setzte ich lieber darauf einen widerstand schnell zu brechen, als zu warten, bis dieser von alleine nicht mehr da ist. wenn man wirklich in bedrängnis ist, hat man keine zeit. hat man zeit, ist der "gegner" meiner meinung nach keine echte bedrohung. deshalb würde ich nie warten, bis die bedingungen für eine technik perfekt ist, wenn ich diese mit hilfe von kraft schon früher umsetzten kann. ich hoffe es ist auch rüber gekommen, dass ich kraft definitiv nicht über alles stelle, denn das tue ich nicht, auch wenn das vielleicht so klingen mag.. Gruß KeineRegeln |
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#14
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| Klar, in der SV muss ich im Falle eines Falles bereit sein, alles(!) zu tun, um meine Gesundheit und ggf. mein Leben zu retten. Dass ich nicht warte bis der andere tappt oder der Kampfrichter Ippon ruft, sollte klar sein, ebenso, dass es hier keinen Technikerpreis zu gewinnen gibt. Aber genau wie auf der Matte und im Ring sind auch hier wieder beide Attribute gefragt. Ich bringe mal zur rhetorischen Veranschaulichung das Bild des körperlich starken Straßenschlägers, der seine technisch miserablen ungestümen Schläge durch die Gegend telegrafiert... Wobei neben Kraft und Technik noch ne gehörige Portion Skrupellosigkeit, Kaltblütigkeit und Nervenstärke dazugehört, um in einer solchen (lebensbedrohlichen) Situation schnell und angemessen zu handeln und wenn möglich das Überraschungsmoment auf seiner Seite zu haben. Ich denke,soweit sind wir gar nicht auseinander... (wo ist der Bierhumpensmily, wenn man ihn mal braucht?) |
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#15
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| Was ich damit sagen will, bitte hör auf mit diesen Pauschalkomplettverurteilungen, das ist einfach nur Quatsch. Die KK-Welt ist vielfältig, z.B. gibt es hier im Forum eine bekannte "BJJ-Pussy", die völlig begeister auch Systema trainert und es gegenüber den vielen Kampfsportlern, die es angreifen, verteidigt. Es gibt Latosa-Escrimadore, die den Stock schwingen, als wollten sie Fliegen scheuchen, es gibt Thaiboxer, die wundershcöne krabikrabong kata laufen, es gibt MMAler die nebenher auch Combatives für die Straße trainieren. Es gibt Historische Fechter die nebenher BJJ, Ing Ung, Escrima oder sonstwas trainieren, es gibt Escrimadore die für die SV und den Sport trainieren und nebenher noch historisches Fechten ausüben. Die Welt ist vielfältig, echte Kämpfer gibt es überall zu finden, selbst dort, wo man es vielleicht nicht erwartet hat (z.B. hielt ich modernes Judo auch für sinnloses Olympia-Gezoppel fern vom echten Kampf, bevor ich mir einige deiner Ausführungen durchgelesen habe). In meinem näheren Kampfkunstumfeld trainieren Historische Fechter, Escrimadore für SV und solche fürs Vollkontaktpsarring kreuz und quer übergreifend miteinander und lernen voneinander. Die Kampfkraft derjenigen kann ich nur bestätigen. Engstirnigkeit findet man dort nicht, nur Offenheit und Freundschaft und echte Kämpferherzen. Ich bin sehr froh, dieses Umfeld zu haben und bin stolz, dass ich mit diesen Menschen trainieren und kämpfen darf und dass ich von ihnen lernen kann und sie auch von mir was lernen möchten. Es ist ja schön ein kleiner Querkopf zu sein, aber ich rate dir deinen Geist anders zu öffnen und kein Starrkopf zu werden. Das hätte Bud Spencer nicht gewollt ![]()
__________________ Cha togar m' fhearg gun dìoladh - Nemo me impune lacessit www.cateransociety.com - www.kampfkunstschmiede-kostheim.de Geändert von itto_ryu (26-11-2011 um 22:26 Uhr). |
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