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  #1  
Alt 30-01-2012, 20:11
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: ehemalig Karate (Wado Ryu), Bujinkan Budo Taijutsu
 
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Ort: Bayern
Alter: 23
Beiträge: 68
Standard Schmerzpunkte beim BJJ erlaubt?

Hallo,

da ich mich beim BBT relativ viel mit Schmerzpunkte drücken ausm Bodenkampf/Hebel usw. befreie, wollte ich mal fragen ob das beim BJJ erlaubt, geduldet, oder ob das ein No-Go ist..
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  #2  
Alt 30-01-2012, 20:25
Benutzerbild von tehjay
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Kampfkunst: MMA, Grappling, BJJ
 
Registrierungsdatum: 25.08.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 1.580
Standard

Ich finds insbesondere doof wenn sowas benutzt wird, weil jemandem die Technik fehlt und er denkt auf sowas angewiesen zu sein statt 'ne technische Escape zu lernen. Bohrt mir zB jemand um meine Guard zu öffnen die Ellbögen in die Oberschenkelmuskelansätze mach ich entweder aus Prinzip nicht auf und sage betreffendem, dass er mal nach ner technischen Lösung suchen soll. Bei absoluter "unbelehrbarkeit" such ich mir jemand neuen zum rollen.
Im Sparring ist sowas für mich ein No Go... zu ego driven, verfehlt meiner Meinung nach den Sinn von Sparring. Im Wettkampf... von mir aus, so lange es regelkonform ist und wer meint es zum gewinnen zu brauchen. Meins ist es nicht.
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  #3  
Alt 30-01-2012, 20:55
Benutzerbild von TimW
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: MMA
 
Registrierungsdatum: 06.02.2011
Alter: 19
Beiträge: 10
Standard

Bei uns wird das gemacht. Ist sicher nicht die schönste Art des Kämpfens, am Turnier werden solche Dinge jedoch immer kommen. Deshalb halte ich es für einen Vorteil wenn es beim Sparring schon gemacht wird.
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  #4  
Alt 30-01-2012, 21:00
Benutzerbild von iamdamien
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Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 27.04.2008
Alter: 27
Beiträge: 66
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Was ist denn untechnisch daran die Anatomie des Menschen zu kennen und auf Nervpunkte zu gehen? Im Training drücke ich jetzt auch nicht meine Finger unter die Achseln oder reibe meine Knöchel an Rippen/Brustbein oder sonstwas, aber mit den Ellenbögen und dem Kinn Druck auf sensible Stellen zu bringen um sich Platz zu verschaffen und dann die von Dir sogenannte "technische Lösung" zu bringen halte ich für legitim.
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"I don't know the meaning of the word "surrender"! I mean, I know it, I'm not dumb... just not in this context!"
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  #5  
Alt 30-01-2012, 21:06
Benutzerbild von Dudeson
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Kampfkunst: Tae Kwon Do und alles was ich kriegen kann
 
Registrierungsdatum: 13.11.2011
Beiträge: 694
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sind super. sollte man trainieren.

lg
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  #6  
Alt 30-01-2012, 21:20
Benutzerbild von tehjay
Global Moderator
Kampfkunst: MMA, Grappling, BJJ
 
Registrierungsdatum: 25.08.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 1.580
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Ich find es einfach nicht vernünftig sich auf sowas zu verlassen... das tun nun mal leider echt einige Anfänger und auch Leute die weniger Anfänger sind. Und es wird "immer einen größeren Fisch geben" bei dem das nicht klappt auf Grund von mehr Aggressivität, höherer Schmerztoleranz, mehr Kraft, mehr Masse etc. nicht effektiv genug wirkt - und schon garnicht ohne sich selbst dabei in Gefahr zu bringen gesweept oder gehebelt zu werden. Wenn ein Slam aus voller Höhe einen Rear Naked Choke oder eine Triangle nicht "zuverlässig" löst, warum sollte es im Fall der Fälle ein Schmerzpunkt tun?
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  #7  
Alt 30-01-2012, 21:27
Benutzerbild von iamdamien
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Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 27.04.2008
Alter: 27
Beiträge: 66
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Sollte ich Deine Kritik richtig verstanden haben, stört Dich lediglich das sich einseitige Verlassen auf Nerv- und Druckpunkte. Da gebe ich Dir völlig Recht, gar keine Frage. Und dass das nicht bei allen funktioniert, ist auch klar. Allerdings gilt das für jede Technik, man kann immer an jemanden kommen, bei dem gewisse sonst gut bewährte Moves plötzlich nicht klappen. Man sollte also in der Lage sein zwischen den verschiedenen Methoden wechseln zu können, bzw. diese zu verschmelzen. Finde ich zumindest.

Und um die letzte Frage zu beantworten: Das Problem wird nicht 100%ig gelöst, klar. Aber vielleicht kannst Du Dir damit genug Platz verschaffen um einen "ordentlichen" Sweep oder Escape auszuführen. Oder es reicht tatsächlich von sich aus schon. Oder es bringt gar nichts....kommt halt immer auf den Fisch an ;-)
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  #8  
Alt 30-01-2012, 21:56
Benutzerbild von Björn Friedrich
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Kampfkunst: Friedrich Jiu Jitsu and NOTHING else.....
 
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Ort: Rhein-Main Gebiet
Beiträge: 3.187
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Drück bis die Fingerkuppen weiss werden.:-) Es wird dir nicht viel bringen.:-)

Mechanische Befreiungen sind die Grundlage einer sinnvollen Verteidigung, alles andere kann man als Bonus nutzen, aber nicht als Ausrede, um keine Techniken trainieren zu müssen.

Es gibt keine Abkürzung auf dem Weg der Effizienz.

Tschüß
Björn Friedrich
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  #9  
Alt 30-01-2012, 23:02
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Kampfkunst: BJJ, No-Gi
 
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Beiträge: 23
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alles aus björns eintrag unterschreib ich 100%

ich finds okay wenn leute mit schmerzpunkten arbeiten.

allerdings inflationiert die wirkung von denen auf lange sicht da der beste schmerzpunkt-experte der welt gewinnt damit keinen blumentopf gegen jemand der mehr als ein jahr aktiv ist.

schmerzpunkte selber verwend ich nicht da ich ein reiner hobby bjjler bin und ich es nicht als feine art sehe meinen partner "unnötig" wehzutun.

wenn andere das meinen an mir machen zu müssen dann find ich das nicht schlimm weil das bisschen zwicken ist leicht auszuhalten und durch explosive hip escapes leicht unterbrochen werden. wenn du mit so starken muskeln wie für die hüfte arbeitest hat der partner mit kinn und ellbogen keine ernstzunehmde chance sein game durchzusetzen.

fazit:
druckpunkte im BJJ auf lange sicht obsolete! (auslaufmodell)

und außerdem behaupte ich dass du in deinem gym mehr freunde findest wenn du die druckpunkte einfach weglässt.

Geändert von thechriss86 (30-01-2012 um 23:06 Uhr).
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  #10  
Alt 30-01-2012, 23:20
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Kampfkunst: JuJutsu, bjj
 
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Alter: 20
Beiträge: 86
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Gab mal einen der bei uns im Training aufgetaucht ist und meinte, dass Nervendruckpunkte eine ganz effektive Geschichte seien.

Beim Rollen hat er mir erst am Hals rumgedrückt als ich ihn in der side control hatte, später wollte er mir dann die Finger umbiegen als ich zu einem Hebel angesetzt hatte. Da war ich aber schon so angepisst, dass er mir auch die Finger hätte brechen können, ich hätte den Hebel trotzdem durchgezogen.

Fazit: Sowas funktioniert nur selten und macht den Gegner eigentlich nur aggressiv. Außerdem finde ich es im Grunde genommen armseelig, wenn man im sportlichen (!) Wettkampf auf sowas zurückgreifen muss.

Beim Öffnen der guard die Ellbogen in den Oberschenkel zu bohren finde ich jetzt nicht unbedingt die eleganteste Methode aber nicht unbedingt verwerflich. Bei Leuten die länger dabei sind funktioniert sowas eh nicht.
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  #11  
Alt 31-01-2012, 00:59
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Und es gibt einfach Leute, bei denen sitzen die entsprechenden Nerven nicht da, wo sie bei den meisten anderen Leuten sitzen. Ich merke das manchmal auf Aikido-Lehrgängen. Wenns nicht funktioniert, frage ich hin und wieder unseren Bundestrainer, was ich falsch mache. Im Prinzip nicht viel, aber die entsprechenden Kandidaten ohne Schmerzempfinden an den einschlägigen Stellen sind ihm meistens schon bekannt.
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  #12  
Alt 31-01-2012, 01:02
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Kampfkunst: Grappling, MMA, Polemik, Gesichter choken
 
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Ich widerspreche definitiv nicht den Aussagen, Druckpunkte seien unzuverlässig und meist unnötig, aber mein Game funktioniert nicht ohne Schmerzen oder zumindest starkes Unbehagen auszulösen. Klar ist der Ellbogen in die Oberschenkel nicht mein go-to Guardöffner, aber er hat seinen Platz. Ich habe eine Zeit lang mein Game sehr stark auf Nettigkeit ausgerichtet, irgendwann kommt man damit aber nicht weiter und merkt, dass das einfach nicht funktioniert. Ordentlich Druck aus der Position oben, gute Crossfaces und Knieeinsatz gegen diverse Körperteile gehören zu meinem Game und sind legitime Grapplingtechniken.

Wer meint mir qua Nervendruckpunkt entkommen zu können, wird vermutlich schnell etwas Besseren belehrt, wer mir meine Finger umbiegt hat damit eigentlich schon auf allen Ebenen verloren und eine Eintrittskarte in die Welt des Schmerzes gelöst, frei nach Walter Sobchak...
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  #13  
Alt 31-01-2012, 01:10
Benutzerbild von derLichtschalter
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Kampfkunst: Aikido, Judo, Kendo
 
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Genau da widerspreche ich nun dir wiederum nicht. Schmerzen zu erzeugen gehört auch meines Erachtens - und ich denke, da sind wir uns alle einig - zu den elementaren Dingen des Grapplings. Ohne Schmerzen würde das ganze wohl auch keinen Spaß machen, oder? Klingonisch, ist aber so ;-)
Mal ein Knie auf den Oberschenkel setzen und Druck ausüben tut eben weh, ist aber durchaus mal notwendig, ohne Frage. Aber gezielt Nerven zu drücken ist wohl eher eine andere Geschichte - insbesondere mit den Fingern, worauf der Thread-Ersteller, wenn ich ihn richtig verstehe, hinaus will.
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  #14  
Alt 31-01-2012, 01:28
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Zitat:
Zitat von xnkrtsx Beitrag anzeigen
Ich widerspreche definitiv nicht den Aussagen, Druckpunkte seien unzuverlässig und meist unnötig, aber mein Game funktioniert nicht ohne Schmerzen oder zumindest starkes Unbehagen auszulösen. Klar ist der Ellbogen in die Oberschenkel nicht mein go-to Guardöffner, aber er hat seinen Platz. Ich habe eine Zeit lang mein Game sehr stark auf Nettigkeit ausgerichtet, irgendwann kommt man damit aber nicht weiter und merkt, dass das einfach nicht funktioniert. Ordentlich Druck aus der Position oben, gute Crossfaces und Knieeinsatz gegen diverse Körperteile gehören zu meinem Game und sind legitime Grapplingtechniken.

Wer meint mir qua Nervendruckpunkt entkommen zu können, wird vermutlich schnell etwas Besseren belehrt, wer mir meine Finger umbiegt hat damit eigentlich schon auf allen Ebenen verloren und eine Eintrittskarte in die Welt des Schmerzes gelöst, frei nach Walter Sobchak...
sehe ich auch wie du, absorb whats usefull

wenn für jemand diese druckpunkte gut funktionieren, dann darf der das auch benutzen. ist ja nicht verboten. jeder grappler sollte bedenken das er sich auf einen kampf/sparring einlässt wo druckpunkte erlaubt sind.

meiner meinung nach ist der crossface aus der sidemount absolut okay. ich habe geschrieben das ich meinem partner keine unnötigen schmerzen zu fügen möchte. was heisst ich bin durchaus bereit den partner mit dem crossface zu "reitzen" um in kurz abzulenken und seinen arm für einen kimura usw zu schnappen. ich denke da stehen wir auf der selben seite

mein hauptargument dazu ist das ich noch nie einen profi kampf gesehen habe der mit druckpunkten gewonnen wurde. hab schon ne menge kämpfe beobachtet auf youtube und in reallife. hab mich sogar schon 2mal hinreißen lassen auf einem turnier zu kämpfen.

wenn mir jemand einen beispiel bringt wo einer auf turnier mit druckpunkten gewinnt dann bin ich auf jedenfall offen das zu diskutieren.

Geändert von thechriss86 (31-01-2012 um 01:31 Uhr).
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  #15  
Alt 31-01-2012, 09:14
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Kampfkunst: IMAG e.V. + J.A.B.
 
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Ich finde es klasse! Macht die Druckpunkte! Ich habe bisher noch keinen einzigen gemerkt, aber man findet dann als "Gedrückter" einige Setups, um die drückenden Extremitäten des Gegners zu hebeln oder er vernachlässigt seine Defense dadurch. Danke dafür.
__________________
Frank Burczynski
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