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Grappling Diskussionen zu Bodenkampfstilen wie z.B. Brazilian Jiu-Jitsu, Luta Livre, Ringen, Sambo, Submission Grappling, Submission Wrestling etc.



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  #1  
Alt 27-06-2017, 09:59
Benutzerbild von jkdberlin
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Kampfkunst: Hilti BJJ IMAG Berlin e.V.
 
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Standard Sparring im "fremden" Gym

Wenn ihr zu Besuch in einem euch ansonsten fremden Gym/Club/Team seit, wie geht ihr dann das Thema Sparring an? Macht ihr erst einmal locker und langsam, auf die Gefahr hin, dass euch alle tappen und ihr denkt, dass ihr vielleicht euer eigenes Team schlecht repräsentiert? Oder legt ihr volle Kanne los?
Wir haben sehr oft bei uns Besucher und ich frage mich manchmal, wie ich an deren Stelle die Sache angehen würde. Zumal das sicher auch vom eigenen Können abhängt, oder? Manchmal sicher auch von der Team-Kultur...wird darüber bei euch in der Schule gesprochen? Erklärt euer Lehrer euch, wie ihr euch verhalten solltet, wenn ihr fremde Schule besucht?
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Frank Burczynski

HILTI BJJ Berlin
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  #2  
Alt 27-06-2017, 10:11
Benutzerbild von Hug n' Roll
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Kampfkunst: 柔道 Jûdô, BJJ
 
Registrierungsdatum: 29.12.2006
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Ich bin öfter mal zu Besuch irgendwo.
In der Regel lasse ich es die ersten Runden bei 20% angehen und werde von Fremden relativ schnell auch mal getappt. Manchmal frage ich mein Gegenüber dann auch bei der 2./3. Runde, ob wir zusammen einen Gang hochschalten wollen.
Ich halte es insgesamt bei Unbekannten für ein Gebot der Höflichkeit, meinerseits zu versuchen, mich zunächst auf das vorgelegte Level einzustellen (sofern ich es überhaupt erreichen kann ).
Ausnahme:
Ein bestimmter Typus jüngerer (übermotivierter) Whitebelts. Die versuche ich beim Rollen zu meiden oder direkt ohne Eigengefährdung schnell und effektiv zu dominieren. Aus reinem Selbstschutz.
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  #3  
Alt 27-06-2017, 10:36
Benutzerbild von Kensei
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Kampfkunst: "Weg der leeren Hand"
 
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Man sollte ja ohnehin vorher mit dem Trainer reden, wer man ist, woher man kommt und was man kann. Der teilt einen dann evtl. schon entsprechend zu.
Ansonsten wie beim Sparringstreff, open mat o.ä., erstmal locker angehen und langsam anziehen ohne allzuviel Gequatsche.

Oder auch mal ansagen, dass es etwas lockerer gehen soll. Hatte ich als Neuling beim Kickboxen auch schon, dass ich die Jungs bitten musste einen Gang runter zu schalten...
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  #4  
Alt 27-06-2017, 12:27
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Kampfkunst: MT, BJJ
 
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Beiträge: 395
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In etwa so wie im eigenen Club. Mit leichteren oder technisch schlechteren Leuten nur auf Position, ansonsten auf Submission. Heelhooks sind grundsätzlich tabu für mich, egal mit wem ich rolle. Von der Intensität her läufts eher auf einem mittleren Level, statt "volle Kanne". Fürs Rollen gibts keine Medaillen und kein ***** zählt, wie oft man getappt hat oder getappt wurde. Von einem guten Trainer erwarte ich, dass er den Unterschied kennt und nicht hinterher Statements abliefert, wie "meine Leute haben den X beim Sparring dominiert".
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  #5  
Alt 27-06-2017, 12:37
Benutzerbild von sivispacemparabellum
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Kampfkunst: muay thai, submission wrestling, bjj, mma
 
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Zitat:
Zitat von JoHatsu Beitrag anzeigen
In etwa so wie im eigenen Club.
Auf den Punkt. Der Rest beschreibt wie es im eigenen Club laufen sollte.
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  #6  
Alt 27-06-2017, 17:24
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Ich finde es immer etwas befremdlich, wenn Leute aus fremden Gyms bei uns mitrollen und dann beim Sparring 110% geben.

Ich würde in jedem Fall erst mal locker anfangen und mich dann langsam anpassen.

Wie ich mich verhalte - freundlich, nicht aggressiv, auf die Gepflogenheiten der Schule achtend - halt ich wesentlich wichtiger für die Repräsentation des eigenen Clubs als die Anzahl der Taps - dafür gibt es schließlich Wettkämpfe .
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  #7  
Alt 27-06-2017, 21:17
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Zitat:
Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
...
Oder legt ihr volle Kanne los?
Ganz im Gegenteil!
Ich sage dem fremden Trainer, dass ich der King bin bei uns im Gym.
Dann stürzen sich alle auf mich und ich lass mich ohne Ende tappen, nur soviel Gegenwehr, dass ich rauskriege was die können.
Beim nächsten Turnier lache ich mich dann kaputt, wie sie an meinen Team-Kollegen und mir scheitern.


aber eigentlich kein schlechter Plan...
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  #8  
Alt 28-06-2017, 07:21
Benutzerbild von jkdberlin
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Zitat:
Zitat von SKA-Student Beitrag anzeigen
Ganz im Gegenteil!
Ich sage dem fremden Trainer, dass ich der King bin bei uns im Gym.
Dann stürzen sich alle auf mich und ich lass mich ohne Ende tappen, nur soviel Gegenwehr, dass ich rauskriege was die können.
Beim nächsten Turnier lache ich mich dann kaputt, wie sie an meinen Team-Kollegen und mir scheitern.


aber eigentlich kein schlechter Plan...
Nun wissen wir Bescheid

Mal im Ernst:

tatsächlich ist mir aber das beschriebene 110% schon untergekommen. Selten, aber ab und an. Was meint ihr, woran das liegt?
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Frank Burczynski

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  #9  
Alt 28-06-2017, 08:45
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Ego-Probleme.
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  #10  
Alt 28-06-2017, 09:05
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Zitat:
Zitat von Hug n' Roll Beitrag anzeigen
Ego-Probleme.
So sieht es aus.

Wenn ich mal unterwegs war und dann hier und da mittrainiert habe, hat man eigentlich im Training ja schon mitbekommen, wie die Leute drauf sind.
Sei es dann im Grappling mit und ohne Gi, genauso im MMA Sparring.
Sanft anfangen und dann kann man sich noch immer steigern.
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Du schlägst zu wie ein Vegetarier!
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  #11  
Alt 28-06-2017, 09:53
Benutzerbild von MMAMatze
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Kampfkunst: BJJ, Wrestling
 
Registrierungsdatum: 17.10.2014
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Wenn man irgendwo zum ersten mal trainiert ist die Intensität beim Rollen höher. Nach dem Motto "dem neuen müssen wir erstmal zeigen was wir drauf haben". Vor allem wenn man ein Farbgurt ist...
Generell versuche ich nicht mit mehr als 50% Kraft zu rollen, wenn ich jemanden noch nicht einschätzen kann.
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  #12  
Alt 28-06-2017, 10:16
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Kampfkunst: MMA / Kyokushin Karate
 
Registrierungsdatum: 20.04.2014
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Beiträge: 33
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Ich bin auch öfters in fremden Gyms unterwegs.
Meine Erfahrung hat gezeigt, das sich eher die ansässigen Jungs beweisen wollen. Frei nach dem Motto "dem (Gast) zeigen wir jetzt mal wie toll wir sind".
Ich selbst fange immer mit 10% und spielerisch an. Gehe aber NIE über 50%.
Was ich auch ganz interessant fand:
War mal in einem Gym, wo das Level echt gut war. Beim Rollen war ich den meisten doch etwas überlegen, habe mich aber auch tappen lassen.
Die letzte Runde wollte dann unbedingt deren Trainer mit mir machen, und hat das auch für alle für hörbar verlautbaren lassen.
Dann habe ich 5 min lang eine Packung nach der anderen bekommen. Der konnte nicht auf sich sitzen lassen, das jemand besser ist wie ein Teil seiner Leute.
Ansonsten bin ich aber wirklich immer und überall sehr herzlich angenommen worden und hatte ganz tolle Sparrings.

Ich melde mich immer vorher an. Komme als "Anfänger" und mache das was der Trainer sagt. Damit fährt man in der Regel ganz gut.

Auch Besucher unseres Gyms. Wir tasten immer erst ab was jemand kann. Im Sparring kommen Gäste immer erst zu erfahrenen Leuten, die ihn einschätzen können, und alle gehen nur das Tempo des Besucher.
Wenn allerdings jemand schon rein kommt, und große Welle macht, welch ein toller Wettkämpfer er ist, kann es schon auch mal sein das ihm seine Grenzen gezeigt werden.
Großmäuligkeit mögen wir überhaupt nicht.
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  #13  
Alt 28-06-2017, 12:46
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Finde ich nicht so schlimm. Mit guten Leuten mache ich auch gerne mal hartes Sparring-nicht wie im Wettkampf, doch schon full speed, aber man achtet eben auf den anderen um ihn oder sich selbst nicht zu verletzen.
Bei allem no ego, wenn ich jemand sehe der sehr dominant arbeitet, dann will ich auch ne Runde und Geschenke gibt es keine Unnötigen. Das wäre arrogant.
Und manchmal bekommt man halt ne Packung.
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  #14  
Alt 28-06-2017, 15:51
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Ich bin öfter zu Besuch gewesen aber nie zum Sparring eingeladen worden.

Im Gegenteil:

Einmal bin ich beim Tag der offenen Tür von drei Leuten hinauseskortiert worden. Nicht dass ich besonders gefährlich aussehe, oder eine konfrontative Attitüde hatte. Einfach nur weil einer der jüngeren Instructors mir einiges von der Kampftechnik erklärt hat (erst gefragt "ob ich schon was trainiere", welches ich bestätigte, "ja, ich trainieren in einem kleinen Gym gerade hier um die Ecke") - bei irgend etwas, was er erklärte, fragte ich dann, "ich bin mir nicht sicher, wie du das meinst. Kannst du es mir zeigen", erhob die hand zu einer Cross-Hand-Position und gleich war der ganze Laden in Panik ...

Ich sage nicht wo, das passiert ist, aber es war schon eines der bekannten, bundesweiten KK-Franchises.

Sonst bin ich als ganz fremder nur zum Sparring eingeladen, wenn ich tatsächlich einen neuen Trainer gesucht habe. Beim Karate war es immer entweder der Sensei selbst oder einer seiner höchsten Sempai. Da habe ich mich immer etwas zurückgehalten - ich muss ja ihm da nur beweisen, dass ich ein rücksichtsvoller Mensch bin, der ordentlich mit den andren trainieren kann - und ich muss herausfinden, ob er wirklich so viel drauf hat und os ein Mensch ist, dass ich Lust habe, von ihm zu lernen. Dafür reicht spielerisches, 50% Sparring völlig.
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  #15  
Alt 28-06-2017, 20:27
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