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Grappling Diskussionen zu Bodenkampfstilen wie z.B. Brazilian Jiu-Jitsu, Luta Livre, Ringen, Sambo, Submission Grappling, Submission Wrestling etc.



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  #1  
Alt 20-10-2017, 10:35
Benutzerbild von jkdberlin
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Kampfkunst: Hilti BJJ IMAG Berlin e.V.
 
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Also, ich habe mir in den letzten Tagen die 10th Planet Qualifiers für EBI 13 angesehen. Eddie Bravo macht da am Anfang eine fast 20 minütige Rede über EBI, Sub only, wie toll und modern das doch alles sei, wie hart die Number 1 umkämpft ist, wie gut seine Leute sind etc.
Im Gegensatz zu den Qualifiers für EBI 12 fand ich dann die Kämpfe aber langweilig und teilweise erschreckend schlecht.

Da wird sich auf den Popo gesetzt, an den Beinen rumgezerrt, reversed, inverted und eine bisschen ge-Ashi-ed...die meisten Kämpfe gehen über die Zeit und werden nach den Overtime Rules entschieden. Dabei werden Oberkörper-Subs kaum angegriffen oder schlichtweg übersehen. Mal ein Triangle-Armbar, opportunistisch, nicht heraus gearbeitet, aber schön. Es geht da kaum mehr um Position oder Kontrolle, nur was so im Vorbeigehen zu greifen ist. Man bekommt keine Punkte fürs Passen, also wird kaum oder schlecht passiert. Man bekommt keine Punkte für Mount oder Hooks, also wird das vernachlässigt. Leider auch jede Sub daraus.
Ist das wirklich die neue Entwicklung, die diese Form von Turnieren bringt?
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Frank Burczynski

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  #2  
Alt 20-10-2017, 12:57
Benutzerbild von marq
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regeln bedingen eine bestimmte kampfführung, allerdings ist es nicht nur das, sondern die art zu kämpfen, wird auch bestimmt, wie erfolgreich verschiedene konzepte sind, diese werden dann von vielen kopiert oder zumindest versucht handlungsoptionen dagegen zu entwickeln.
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  #3  
Alt 20-10-2017, 13:03
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Kampfkunst: fight
 
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Beiträge: 1.207
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Zitat:
Zitat von marq Beitrag anzeigen
regeln bedingen eine bestimmte kampfführung, allerdings ist es nicht nur das, sondern die art zu kämpfen, wird auch bestimmt, wie erfolgreich verschiedene konzepte sind, diese werden dann von vielen kopiert oder zumindest versucht handlungsoptionen dagegen zu entwickeln.
Reines Graplling ist mega langweilig geworden zu gucken,kann mir das gar nicht geben...Meiner Meinung nach liegt das zum Teil daran was für Leute da antreten,bzw was für ein State-Of-Mind die haben.
Mir kommt es oft so vor als ob Grappling innerhalb der Szene merkwürdig wahrgenommen wird ( Blackbelts abgehoben,jeder denkt er ist der super Fighter weil er bissel grappeln kann,usw.)
Und zum anderen Teil dass man einfach ne zu kommerzielle Sache draus machen will.
In meinen Augen ist Grappling kein Sport der Spaß macht anzugucken,sondern eher auszuführen
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  #4  
Alt 20-10-2017, 13:14
Benutzerbild von Björn Friedrich
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Kampfkunst: Friedrich Jiu Jitsu - Kampfkunst nach biomechanischen Grundlagen
 
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Beiträge: 6.483
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Der Punkt ist halt. Submission Only ist das realistischste Grappling Format, nicht aber das Format welches dem echten Kämpfen am nächsten ist....

Klar, wenn wir sagen, Submission Only, dann ist klar um was es geht, Guard Passing ist weniger interessant, weil lieber gleich Beine angegriffen werden, usw.

BUT

Die klassischen Punkte im BJJ sind schon sinnvoll. Wenn ich die Mount in einem echten Kampf erreiche, dann ist das eine sehr gute Position und da hab ich meine Punkte auch verdient. Das gleiche gilt z.B. auch für Back Mount.

Von daher kann man nicht sagen, die einen Regeln sind besser als die Anderen, sie sind halt anders.

Ich persönlich würde mich nicht gut fühlen, wenn mein Gegner 10 Minunten auf mir sitzt und ich dann in der Overtime gewinne, weil ich schneller aus irgendeinem Submission rausgekommen bin.....
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  #5  
Alt 20-10-2017, 13:58
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Kampfkunst: Dumm aus der Wäsche gucken
 
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Beiträge: 889
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Zitat:
Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
die meisten Kämpfe gehen über die Zeit und werden nach den Overtime Rules entschieden.
Das ist mein größtes Problem mit der Vorstellung, dass sich EBI-Regeln durchsetzen könnten.
Es wäre strategisch günstiger Subs aus der Backmount zu trainieren, als Backtakes. Warum viel Energie ausgeben um sich den Rücken zu erkämpfen, wenn man gute Chancen hat zu stallen bis es zum shoot out kommt.
Im Extremfall hätte man am Ende eine Generation Kämpfer mit super RNC die aber nicht wissen wie man zum Rücken kommt...

Ein super Beispiel ist Chad Mendes gegen Jeff Glover.
Joe Rogan hat mal in seinem Podcast Mendes gelobt wie außergewöhnlich es doch war Glover zu submitten.
Wenn man sich mal den Kampf anschaut, dann sieht man 15 min wie Glover Mendes völlig domminiert aber keine Sub bekommt.
In der Overtime, holt sich Glover nach 30 Sekunden einen RNC. Dann ist Mendes an der Reihe und mit seinen ~10 KG mehr, rupft er nach 8 Sekunden einen Neckcrank raus.
In den 15min vorher wurde deutlich, dass die beiden noch 10 Jahre weiter rollen könnten, ohne dass Mendes auch nur in die Nähe von Glovers Rücken kommen würde.

Die EBI Regeln sind günstig für Leute die in einer Position stark sind. Ob sie die Position überhaupt erreichen können ist irrelevant.
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Ich zu Wanderlei: "I started to train Mma because of your fights!"
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  #6  
Alt 20-10-2017, 15:46
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EBI ist ein recht neues Event.
So auch die Regeln.
Schaut man sich frühere/andere Sub-Only Formate an, dann sah man eigentlich immer IBJJF-Kämpfer, die mit ihrem Point-Fighter-Game versucht haben zu submitten.
Das war sterbenslangweilig. Ich erinnere hier an die Metamoris Kämpfe, die überwiegend im Draw endeten.

EBI ist ein anderes Beast, da die Kämpfer durch einen Sub-Bonus motiviert sind bzw. werden.
Dann kam die DDS daher und hat mit einem neuen Konzept erstmal alles weg gerockt.
Ich muss dann bei facebook lesen, wie deutsche Brownbelts sowas blöd finden, von "nur füßeln" reden aber eigentlich gar nicht so vielen auffällt, was das eigentlich bedeutet.
Tonon, die Gebrüder Ryan und Cummings sind verschiedene Körpertypen mit unterschiedlichem Gewicht und schaffen es trotzdem flächendeckend zu dominieren. Es liegt also (diesmal) nicht an irgendwelchen athletischen Attributen, die man ja selbst jemandem wie Marcelo Garcia nach gesagt hat.
Diese Art zu Kämpfen bringt offensichtlich einen Vorteil mit sich und nutzt eine Lücke, die eigentlich jedem im Grappling immer bewusst war: Die doofen BJJ´ler trainieren nicht so richtig gut leglocks und wenn, dann relativ konzeptlos.
Wenn man sich mal anschaut, was für Zauberkünste jede BJJ-Schule mit einem Arm anstellen kann aber wie wenig Methode bei einem Bein zur Verfügung steht, dann muss einen sowas eigentlich wundern, oder? Da braucht es eigentlich nicht so ein Genie wie John Danaher, um diese Lücke aus zu nutzen. Scheinbar aber doch.

So, wir haben hier in Berlin einen 10th PJJ-Blackbelt, der, noch bevor er bei Eddie trainiert hat, überwiegend mit leglocks gearbeitet hat.
Das wurde bei Eddie wiederum nicht so gern gesehen.
Jetzt aber setzt das gesamte 10th PJJ auf leglocks, da man eben ein Mittel gegen die DDS braucht. Total verständlich.

Jeder versucht also seine Lücken zu füllen und das heißt, dass wir erstmal aushalten müssen, wie sich das BJJ wiedermal in einer Übergangsphase befindet. Die ist bisweilen sehr langweilig anzuschauen.
ADCC war dafür aber wieder der Hammer, oder? Von Nichts kommt aber eben auch nichts.

Momentan werden ja sogar Stimmen laut, ob nicht Heelhooks wieder im Gi erlaubt werden sollen. Vor 3 Jahren undenkbar.
Ich glaube es zwar nicht, weil die IBJJF garantiert kein Interesse daran hat, weniger Geld zu machen aber hey...

Also, ich teile Franks Beobachtungen, glaube aber, dass wir von "Alter, nach 20 Sekunden mit Heelhook getappt!" zu "Diese scheiß leglocks!" nun bei "Die sitzen ja nur rum und probieren leglocks!" gelandet sind.
Irgendwann gibt es dann wohl A-Games, wo einer immer den selben Eingang nutzt, der nicht zu stoppen ist usw. Bernado Faria-mäßig, hehe.
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  #7  
Alt 20-10-2017, 15:58
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Ja, da schließe ich mich an, zumindest hoffe ich darauf.
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Frank Burczynski

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