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  #1  
Alt 01-11-2011, 08:24
Benutzerbild von Agi-Gum
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: BJJ (ehemals TKD)
 
Registrierungsdatum: 23.07.2003
Ort: Bremen
Beiträge: 118
Lightbulb Techniken drillen - nach welchem Prinzip?

Hallo!

Welches Prinzip haltet Ihr für effektiver (und weshalb?), um Techniken, deren Grundbewegung man bereits kennt, zu drillen:

a) hohe Wiederholungen (50+), aber ohne Widerstand

oder

b) isoliertes Sparring mit progressiv ansteigendem Widerstand?

Ich bin deshalb ein bisschen ins Grübeln gekommen, da, einerseits bspw. Matt Thornton praktisch nur nach Methode b) vorgeht und da von der Theorie her auch das Training gegen Widerstand IMHO das ist, was BJJ/Grappling effektiv macht. Andererseits hört man oft, dass viele Top-Athleten Variante a) als extrem wichtig und als einen der der Schlüssel zum Erfolg ansehen.

Interessant fände ich auch zu hören, wie oft Ihr in Eurem Training nach einem dieser Prinzipien trainiert oder ob ihr vielleicht auch ganz anders Techniken drillt.

Freue mich auf Eure Antworten!
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  #2  
Alt 01-11-2011, 08:55
Benutzerbild von Ir-khaim
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Brazilian Jiu Jitsu & Luta Livre
 
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Ort: Aachen
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Beiträge: 2.100
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Ich würde sagen, Variante b) hat Vorrrang. Wer als Profi viel Zeit im Gym verbringt, hat dann vermutlich noch intensiv Gelegenheit für Variante a).

Bin auf den Thread gespannt

Geändert von Ir-khaim (01-11-2011 um 09:38 Uhr).
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  #3  
Alt 01-11-2011, 09:13
Benutzerbild von jkdberlin
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Beiträge: 29.018
Blog-Einträge: 9
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Ich verstehe das "oder" nicht...ich mache generell beides.
__________________
Frank Burczynski
IMAG e.V. Berlin
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  #4  
Alt 01-11-2011, 09:31
Benutzerbild von MAT Hannover
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: on the MAT
 
Registrierungsdatum: 05.10.2004
Ort: Hannover
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Beiträge: 555
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Zitat:
Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
ich verstehe das "oder" nicht...ich mache generell beides.
+1
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  #5  
Alt 01-11-2011, 09:39
Benutzerbild von Björn Friedrich
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Kampfkunst: Friedrich Jiu Jitsu and NOTHING else.....
 
Registrierungsdatum: 02.09.2001
Ort: Rhein-Main Gebiet
Beiträge: 3.187
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Erstmal statisch Üben bis man die Bewegung kann, fliessend ohne Widerstand.

Wenn das sitzt gibt der Partner ein bisschen Widerstand und steigerst das ganze bis zum regulären Positionssparring.

Wenn man schon recht fortgeschritten ist, kann man sich auch untere Gurte nehmen und ihnen sagen sie können frei arbeiten, während man seine neuen Techniken versucht anzusetzen.

Tschüß
Björn Friedrich
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  #6  
Alt 01-11-2011, 12:26
Benutzerbild von Henry
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Kampfkunst: Alliance BJJ (Schwarzgurt)/ Judo/ Ringen
 
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Ort: Frankfurt
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Ich persönlich unterscheide zwischen Bewegungsdrills, Technikdrills und Sparringdrills. In jedem Training baue ich einen Teil von allen drei Bereichen ein. Für Bewegungs- und Technikdrills empfehle ich das Buch von Andre Galvao "Drill to win". Sparringsdrills isolieren gewisse Positionen und Kampfsituationen und sind meistens mit vollem Widerstand ausgeführt.
Natürlich schadet es auch nicht die Grundtechniken ohne Widerstand zu drillen. Beim Brazilian Top Team wurde mir einmal gesagt, dass Minotauro in JEDEM Training jeweils 50 Armhebel aus der Guard, der Mount und Seitposition, 50 Omplatas und 50 Triangulos macht.
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  #7  
Alt 01-11-2011, 21:01
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: greifen und werfen
 
Registrierungsdatum: 23.03.2011
Ort: Koblenz
Beiträge: 316
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Beides. Durch hohe Wiederholungen prägt sich ein Bewegungsverlauf stark ein und die Geschwindigkeit der Bewegung erhöht sich, ebenso sinkt die Fehlerrate. Allerdings muss man das auch anwenden können, wer bspw. nur Sandsäcke malträtiert, hat schnell Probleme mit sich bewegenden Sparringspartnern. Ist beim Grappling nicht anders.

Durch Widerstand ergibt sich Adaption. Warum den Widerstand also auf wenige Bereiche beschränken? Mache dein Training immer so vielseitig wie möglich.
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  #8  
Alt 02-11-2011, 07:27
Benutzerbild von Hook
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: BJJ, Grappling
 
Registrierungsdatum: 19.02.2005
Ort: Augsburg
Beiträge: 662
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Sehe ich 100pro so wie der Henry.

Techniken mit steigenden Wiederstand zu trainieren (wie Björn beschrieben hat) ist kontraproduktiv! Wenn einer sich gegen eine bestimmte Technik sträubt, bitte nicht mit biegen und brechen durchziehen.
In von Henry beschriebenen Isolations-, Positions- und Aufgabensparring hat man dann den entrechtenden Wiederstand, in einen Bereich wo ich die Technick (im richtigen Moment) anwenden kann.
__________________
BJJ / MMA / MT / Karate / Kung Fu / Schwertkunst /
auch in Augsburg! www.ultimategym.de

Geändert von Hook (02-11-2011 um 07:32 Uhr).
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  #9  
Alt 02-11-2011, 08:24
Benutzerbild von Agi-Gum
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: BJJ (ehemals TKD)
 
Registrierungsdatum: 23.07.2003
Ort: Bremen
Beiträge: 118
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Viele interessante Antworten!

Bin etwas erstaunt, dass anscheinend doch einige von Euch offentsichtlich (auch) Variante a) öfters trainieren. Ich hab das so bislang in den (Grappling!-)Trainingseinheiten, bei denen ich teilnehmen durfte, nicht so häufig gesehen - meistens werden die Techniken vielleicht 10-20mal "trocken" gedrillt, aber nicht mit deutlich höheren Wiederholungszahlen (50+).

Meine Frage muss man auch vor dem Hintergrund sehen, dass vielleicht nicht jeder Profi-Athlet ist und jeden Tag trainiert, sondern vielleicht nur 2-3 mal die Woche eine gute Stunde trainieren kann. Würde es auch einem solchen "Nicht-Minotauro" nützen, 100 Armbars aus der Guard mit gefügigem Partner zu üben oder wäre seine knappe Zeit besser verbracht, 5 Armbars gegen Widerstand (evtl. mit Übergängen zu Triangle, Omplata etc., wie es eben kommt) zu trainieren?

(Wer es übrigens noch nicht kennen sollte: Hier der Link zum Trainingsblog von Matt Thornton, der - wie oben schon beschrieben - praktisch ausschließlich nach Variante b) unterrichtet:

Aliveness 101: Notes on drilling . . .

Sein zentraler Begriff "Aliveness" ist vielleicht auch etwas überhypet, aber das ist eine andere Diskussion...)
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  #10  
Alt 02-11-2011, 08:45
Benutzerbild von Hook
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: BJJ, Grappling
 
Registrierungsdatum: 19.02.2005
Ort: Augsburg
Beiträge: 662
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Zitat:
Zitat von Agi-Gum Beitrag anzeigen
Viele interessante Antworten!

Meine Frage muss man auch vor dem Hintergrund sehen, dass vielleicht nicht jeder Profi-Athlet ist und jeden Tag trainiert, sondern vielleicht nur 2-3 mal die Woche eine gute Stunde trainieren kann. Würde es auch einem solchen "Nicht-Minotauro" nützen, 100 Armbars aus der Guard mit gefügigem Partner zu üben oder wäre seine knappe Zeit besser verbracht, 5 Armbars gegen Widerstand (evtl. mit Übergängen zu Triangle, Omplata etc., wie es eben kommt) zu
Das von dir beschriebene Training verbessert kaum deinen Armbar!
Wenn dir als Aufgabe stellst aus Arrmbar-setup xy zu starten und zu kombinieren. Ist es ja ein guter Drill aber der Armbar wird ja nur am Rande trainiert. Trainierst eher deinen Gegner den Setup zu unterbinden (ist auch gut aber andere Zielsetzung)
__________________
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