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#1
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| Guten Tag, Ich habe eine Frage zum Ringen (hoffe das ich hier richtig bin, falls nicht bitte verschieben )Und zwar ist es so, dass ich schon seit längerer Zeit regelmäßig ins Fitnessstudio gehe und dort meine konditionellen Fähigkeiten Kraft (mit Gewichten), Ausdauer (auf dem Laufband), Beweglichkeit (durch Dehnübungen) und Schnelligkeit (Schnellkrafttraining mit Gewichten) schon sehr gut (oder zumindest meiner Meinung nach sehr gut) trainiere. Allerdings bin ich schon länger auf der Suche nach einer Sportart (oder einer Trainingsmethode) in der ich alle meine koordinativen Fähigkeiten (die man ja durch die "relativ simplen und monotonen" Bewegungen im Fitnesstudio eher suboptimal trainiert) sehr gut trainieren kann. Ich habe durch Zufall herausgefunden, dass es in meinem (nicht gerade großen^^) Dorf einen Ringerverein gibt und war mal dort im Training. Es hat mir auch sehr gut gefallen von der Atmosphäre her und auch die Sportart selbst gefiel mir, weil Ringen (hab ich zumindest so empfunden) eine Sportart zu sein scheint, bei der man sehr gut seine Kräfte mit einem anderen messen kann, ohne sich oder den anderen zu verletzen (bis auf ein paar blaue Flecken vllt. mal). Mein Problem ist jetzt allerdings dass ich nicht weis inwiefern beim Ringen die 7 koordinativen Grundfertigkeiten trainiert werden, die da wären: - Reaktionsfähigkeit [Fähigkeit auf Signale der Umwelt möglichst schnell zu reagieren und in eine motorische Aktion umzuwandeln] - Umstellungsfähigkeit [Fähigkeit während einer sportlichen Handlung den Bewegungsplan aufgrund einer sich veränderten Situation anzupassen oder neu zu bestimmen] - Orientierungsfähigkeit [Fähigkeit, sich an räumliche Gegebenheiten oder Veränderungen adäquat anzupassen] - Differenzierungsfähigkeit [Fähigkeit zur Differenzierten feinmotorischen Abstimmung während einzelner Teilphasen durch den kinästhetischen Analysator] - Kopplungsfähigkeit [Fähigkeit einzelne Teilkörperbewegungen zeitlich und räumlich zu koordinieren, um die Zielbewegung bestmöglich erreichen zu können] - Gleichgewichtsfähigkeit [Fähigkeit den eigenen Körper, Teilkörper oder Objekte im Gleichgewicht zu halten] - Rhytmisierungsfähigkeit [Fähigkeit, die eigene körperliche Bewegung einen vorgegebenen Rhythmus anzupassen] Jetzt könnte man sagen ich müsste das eigentlich wissen, da ich ja auch am Training dort teilgenommen habe, aber ich bin mir bei den meisten Sachen einfach nicht sicher, die Erfahrung habe ich einfach nicht, da ich außer Fitnessstudio noch nie Sport gemacht habe. Auch die Suche nach einer Internet-Quelle wo das in Bezug auf die Sportart Ringen beleuchtet wird war bisher erfolglos. Es tut mir leid dass der Text so lang geworden ist, aber ich weis nicht wie ichs kürzer erklären könnte^^. Wenn zufällig ein Ringer (oder vergleichbar) da ist, kann er ja antworten wenn er es weiß. Ansonsten wäre ich auch über eine Internetquelle wo man in Zusammenhang mit Ringen was über die koordinativen Fähigkeiten erfährt dankbar. Noch eine kleine Nebenfrage: Ich habe gemerkt das alle Ringer vom Körpertyp her eher mesomorph/athletisch sind, also eher kleiner, aber mit breiten Schultern und kräftigen Muskeln. Ich bin eher das Gegenteil also eher größer mit schmaleren Schultern, Muskelmasse und Kraft steigen zwar durch das Training im Fitnessstudio, aber sehr langsam, also ich neige eher zum ektomorphen/leptosomen Körpertyp. Kann ich mit diesen Voraussetzungen überhaupt jemals einen Ringkampf gewinnen? Wie gesagt nochmal sorry für die Länge, wenn es euch zuviel ist nicht schlimm, wenn zufällig jemand bis hierhin gelesen hat kann er ja antworten, wenn er was weiß und lust hat^^. Gruß und danke im Voraus, Matze 2189 |
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#2
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| In 42 Doppelblindstudien wurde herausgefunden, dass diese 7 koordinativen Grundfertigkeiten zwischen 473,73-978,965% mal besser im Ringen trainiert werden als in Internetforen Fragen zu stellen und theoretische Überlegungen anzustellen ![]() |
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#3
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| Es gibt nur eine Sache die uns alle glücklich macht und unsere motorischen Fähigkeiten verbessert.:-) Multidimensionales Krafttraining;-) Exklusiv bei Fighter-Fitness Online-Shop Tschüß Björn Friedrich P.S.: Ich würde mich schämen für diese schamlose Werbung, aber die DVD ist einfach zu geil um ein schlechtes Gewissen zu kriegen.:-) |
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#4
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| Man kann die Frage ganz einfach beantworten: Ja. Alle angesprochenen koordinativen Fähigkeiten werden durch das Training geschult. Aber mal eine andere Frage: Warum ist das denn für dich so wichtig, diese motorischen Fähigkeiten zu schulen? Und zu deinem Körperbau: Ja, kannst du definitiv. Jeder Körpertyp bietet Vor- und Nachteile. P.s.: Luta Livre, der Sport den ich betreibe, ist brasilianischer Ringkampf, also dem Ringen ähnlich.
__________________ :-) |
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#5
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| Hi, danke schonmal für die 3 Rückmeldungen zu meinen Fragen. Zitat:
Also ich war früher (leider) ein Sport-Muffel und war auch im Schul-Sport immer eher schlecht. Als ich dann merkte, das Sport (in vielerlei Hinsicht) wichtig ist, hatten meine gleichaltrigen Mitschüler (von denen viele seid ihrer Kindheit Sport im Verein betrieben) schon einen solchen Vorsprung aufgebaut, dass ich beschloss mich mit Trainingslehre zu beschäftigen um rauszufinden, wie ich die Defizite so gut wie möglich aufholen kann. Natürlich soll Sport in erster Linie Spaß machen, dennoch ist mir der Trainingseffekt wichtig. Gruß Matze 2189 |
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#6
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| Zitat:
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#7
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| Mein Trainer bspw. wenn er einen Wurf vormacht, sagt immer: "1, 2, 3!" und macht dabei die Bewegung. Rhythmisierung wird dann durch das akustische Signal verdeutlicht, dadurch die Phasen besser eingeprägt. @ Threadersteller: Ich selbst bin Ringer und ich habe mich mit meinem Sport auch schon theoretisch auseinandergesetzt. Die koordinativen Fähigkeiten werden beim Ringen grundsätzlich alle gefordert, manche eben mehr, manche weniger. Trotzdem wirst du alleine durchs Ringen nicht so koordinativ geschult sein, dass du prinzipiell alle Sportarten sehr schnell lernst. Ich persönlich bin bspw. im Sport-LK und muss so sehr viele Sportarten abdecken. So hatte ich z.B. Koordinationsprobleme beim Handball und auch beim Volleyball habe ich nicht so schnell gelernt, wie meine Mitschüler. Ob das nun an mir als Grobmotoriker oder an fehlenden koordinativen Fähigkeiten lag, weiss ich nicht. Allerdings kann ich dir sagen, dass ich z.B. im Turnen innerhalb von nicht einmal einer Stunde eine Kür mit der Bestnote eingeübt habe, während andere für Küren im mittleren Notenbereich teilweise einen Monat und mehr brauchten. Das habe ich übrigens auch beim Training auf der Matte bemerkt: meine Trainingspartner, die alle noch nie geturnt haben, lernen komplexe turnerische Elemente extrem schnell. Was deine Frage zur Körperform angeht: Als Ringer kannst du prinzipiell mit jeder Körerform antreten, dass du eher ektomorph bist, ist nicht schlimm, wenn du es zu deinem Vorteil nutzen kannst, kann es sogar ein positiver Faktor sein. Allerdings kann ich dir sagen, dass sich deine körperliche Form (solltest du das Ringen ernst nehmen!) sowieso noch ändenr wird ![]() |
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#8
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| @Threadersteller: Ja Ringen deckt alle mehr oder weniger ab, aber ist das für dich ein Grund diese Sportart auszuüben? Ich denke, dass du diese 7 koordinativen Grundfähigkeiten bei den meisten Sportarten wiederfinden wirst. @Dschinghis: Mein Trainer sagte mir zu Anfang: "Ringen ist alles". Wir spielen Basketball, Fußball, Volleyball, Tischtennis etc.pp und Turnübungen sowieso. Ich kann die komplexeren Turnübungen zwar noch nicht, aber das wird sich schon bessern. Hab jetzt kein besseres Video gefunden, aber das bietet einen Ausschnitt aus möglichen Aufwärmübungen fürs RIngen. Geändert von oldsql (21-10-2011 um 00:31 Uhr). |
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#9
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| Zitat:
![]() Bei uns im Training wird auch versucht, koordinativ so viel wie möglich zu machen, die Übungen aus dem Video sind bei uns alle regelmäßig Bestandteil im Training. Wir spielen sogar beim Aufwärmen dieses Händeklatsch-Reaktions-Spiel, ihr wisst hoffentlich was ich meine ![]() Trotzdem habe ich im Sport-LK im Vergleich zu Leuten, die bspw. Fußball spielen, Probleme damit, eine Bewegung zu lernen, die einen großen Umfang hat, z.B. den Sprungwurf beim Handball oder den Flop beim Hochsprung, weil ich es einfach nicht gewohnt bin, eine Bewegung durchzuführen, die aus so vielen hintereinanderfolgenden Teilbewegungen besteht. Kurze Bewegungen mit simultanen Teilbewegungen -so wie beim Turnen- sind hingegen überhaupt kein Problem, weil ich fast täglich meine Würfe übe, die eben alle höchstens 1-2 Sekunden dauern, allerdings immer im Schema von z.B. Armbewegung+Hüfteindrehung+Beinbeugen ablaufen. |
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#10
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| die frage ist doch: gibt es eine sportart bei der du die koordinativen fähigkeiten noch besser trainiern kannst? mir fällt keine ein. turnen ist sicher auch gut - aber da fehlen denke ich ein paar komponenten. alle grappling-sportarten zeichnen sich durch hohe komplexität aus und fordern entsprechend alle koordinativen fähigkeiten. wegen dem körpertyp: bei uns ringen die ektomorphen meist freistiel - fällt gerade bei den 74ern und 66ern auf. die mesomorphen sind eher im greco angesiedelt. sieht man auch in der liga so. kann man aber wohl nicht generell sagen. |
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#11
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| Also für mich stellt sich das eher so dar, dass alle angesprochenen Fähigkeiten beim Ringen benötigt werden. Daher verbessern sich auch all diese Dinge beim Ringen, aber um wirklich Fortschritte zu erzielen, sollten diese Dinge durch gezieltes Koordinationstraining verbessert werden. Gehört neben dem Technik, Ausdauer und Krafttraining zum Unterricht dazu.
__________________ Seminar mit Sebastian Baron in Münster am 20/21.11.2010 in Münster/ |
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#12
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| Ok, also langsam sehe ich etwas klarer, danke an alle, die bisher geantwortet haben. Zitat:
also das ich dadurch alle Sportarten sehr schnell lerne ist ja auch nicht nötig das ist denke ich auch grundsätzlich nicht möglich, da die Bewegungen bei jeder Sportart immer wieder anders sind und z.B. mit einem Ball interagieren wieder andere Fähigkeiten benötigt als mit einem Trainingspartner im Kampf zu interagieren, oder z.B. auf Ski oder Snowboard zu stehen wieder ganz andere Dinge Priorität bekommen als wenn man auf einer Matte steht, oder man beim Schwimmen z.B. ein ganz anders "Bewegungsmedium" hat: Wasser.Wenn es mir aber eine solide Basis schaffen würde die mir vor allem im Bereich Körpergefühl => Turnen (Handstand, Kopfstand, Überschläge etc.) auch etwas helfen würde, da ich da m.M.n. die größten Defizite habe, wäre ich schon zufrieden. Gruß Matze 2189 Geändert von Matze2189 (23-10-2011 um 12:52 Uhr). |
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#13
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| Hi, wollte mich nur nochmal bei allen bedanken die geantwortet haben, ich habe in Bezug auf Ringen und Koordination noch eine sehr ausführliche Diplomarbeit gefunden von einem Ringer Namens Daniel Weyrauch. Falls es jemanden interessiert: http://www.sport-training.de/pdf/Weyrauch%202008.pdf Ansonsten nochmal danke an alle, und bitte closen ![]() |
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