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  #1  
Alt 01-11-2006, 23:26
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Kampfkunst: Boxen, Muay Thai, BJJ
 
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Standard Boxschule, wann Haken?

Habe vor, vom Thaiboxen ganz auf Boxen umzusteigen. Besuche seit 6 Monaten parallel zum Thaiboxen zusätzlich Boxtraining (Club 1). Dort wird bereits von Anfang an alles gelernt inklusive Sparring, hat aber leider viele Anfänger und keine Wettkämpfer.

Nun habe ich zwei Probetrainings im zukünftigen Boxclub (Club 2) hinter mir. Ca. 12 Wettkämpfer auf Amateurniveau. Habe aber das Gefühl, dass es Ewigkeiten dauern könnte bis man Seitwärts- und Aufwärtshaken lernt. Der Trainer sagte es dauert ca. 4 Jahre (bei 2-3 Trainings wöchentlich) um eine guten Boxer aufbauen zu können und Sparring sei die höchste Trainingsform vor dem Wettkampf

Jetzt möchte ich wissen ob das wirklich so ist in "Oldschool" Boxclubs, dass man so langsam rangeht. Will nichts überstürzen weil ich vom Thai aufs Boxen umstellen muss (Stellung, Fussarbeit, Gerade, Deckung). Möchte wennmöglich aber bis Neujahr auch Haken (die ich bisher trainierte) im Programm haben.

Hat jemand eine ähnliche Boxschule hinter sich und kann mir mehr dazu sagen?

Geändert von polderi (01-11-2006 um 23:35 Uhr).
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  #2  
Alt 02-11-2006, 08:17
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Standard

das Problem ist nicht das Haken selber, sondern die Schritte die dazu gehören, Faust und Bein müssen zusammen Arbeiten. Das ist das Schwierige, da gebe ich dein Trainer Recht, das dauert
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  #3  
Alt 02-11-2006, 08:30
Benutzerbild von marq
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Zitat:
Zitat von polderi
Nun habe ich zwei Probetrainings im zukünftigen Boxclub (Club 2) hinter mir. Ca. 12 Wettkämpfer auf Amateurniveau. Habe aber das Gefühl, dass es Ewigkeiten dauern könnte bis man Seitwärts- und Aufwärtshaken lernt. Der Trainer sagte es dauert ca. 4 Jahre (bei 2-3 Trainings wöchentlich) um eine guten Boxer aufbauen zu können und Sparring sei die höchste Trainingsform vor dem Wettkampf
hmm ich glaube nicht, dass der trainer gar keine haken trainert, aber im amateurboxen wird sinnvollerweise in erster Linie der distanzkampf gelernt, in dem die geraden incl. der richtigen beinarbeit wichtig sind.

.....freies sparring ist sicherlich in erster Linie für den wettkampf nötig, denn lernen tut man dadurch nicht wirklich etwas. vorher kann man sich aber mittels bedingtem sparring und partnerübungen zunächst gut aufbauen. die intensität des sparring wird immer etwas gesteigert.

4 jahre für einen guten, technisch sauber ausgebildeten boxer ist schon ideal gerechnet.
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Brazilian Jiu Jitsu - Submission Wrestling - Kassel
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Geändert von marq (02-11-2006 um 08:36 Uhr).
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  #4  
Alt 02-11-2006, 09:32
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Geh in Club 2. Cubanische Boxer lernen auch erstmal ewig die "lange Distanz" - der Erfolg gibt ihnen Recht.

Auch mein Trainer ist kein Freund von Haken. Manchmal ist es echt eintönig wenn man nur hört: Führhand, Führhand, immer stören... aber ich denke das ist der richtige Weg!

Gruss
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  #5  
Alt 02-11-2006, 09:59
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Ok, dann gehört dies wohl dazu. Ich bevorzuge eigentlich den Infight.
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  #6  
Alt 02-11-2006, 14:23
Benutzerbild von Klaus
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Kommt auf Dein Ziel an. Willst Du Amateurboxwettkämpfe bestreiten, dann musst Du in einen Verein der sowas anbietet. Willst Du eher boxtechnische Grundlagen für Freefight-Kämpfe oder "Strassenkämpfe" legen, da wirst Du mit Jaborgien nicht weit kommen. Ich kenne keinen der in Freefight-Formaten einen Kampf mit Führhänden und Stören überstanden hat. Eigentlich ist das eher eine Frage des Raumgefühls, der Distanz, ein Haken ist eben ein runder Schlag der in einer Kurve kommt, mit einer langen Bewegung. Man ist einfach nur näher am Mann und muß da erstmal hinkommen, ansonsten ist das nichts "unnatürliches". Im Profiboxen wird erheblich mehr mit Haken und Overhands gearbeitet, weil das mehr Bumm macht. Es gibt natürlich auch eine Schule die mehr auf Punkten geht und mit überraschenden störenden schnellen Händen kommt (US-Boxen), stark aus der Bewegung. Ich kann dem Wolkeschen Eins-Zwei nicht viel abgewinnen, wenn NUR das kommt, und permanent.
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  #7  
Alt 02-11-2006, 14:48
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@Klaus und polderi

Passend zum Thema, schaut euch mal Felix Savon vs. Lamon Bruster an.


Grundsatzfrage weil das Stichwort Freefight gefallen ist @polderi: willst du Amateurboxkämpfe machen oder nur Boxen als Ergänzung trainieren?



Gruss
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  #8  
Alt 02-11-2006, 14:57
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@ reno

Nur noch Boxen trainieren.


@ Klaus

Sind Amateurboxer zusehr aufs Punktemachen konzentriert, und schlagen deshalb nur Geraden gepaart mit guter Fussarbeit?
Oder gehen sie auch mal in den Mann, um mit einem Haken "Bumm" zu machen?
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  #9  
Alt 02-11-2006, 15:35
Benutzerbild von Klingone
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Hi polderi,

einige Aspekte sind ja schon genannt worden - ich will das aus meiner Sicht mal so zusammenfassen:
  1. lerne zuerst, die lange Distanz zu beherrschen (jab/punch)
  2. lerne Distanzveränderungen (halbe Distanz, Nahdistanz) durchzuführen; damit meine ich auch die Synchronisation von Schlag und Schritt
  3. Haken gehören zur halben/kurzen Distanz - Haken auf langer Distanz sind fast immer Innenhandschläge oder unkontrollierte Schwinger
  4. aus genau diesen Bedingungen heraus wird klar, warum man einige Zeit braucht, die Haken wirklich effektiv zu schlagen. Ob es gleich Jahre sein müssen, lasse ich mal dahingestellt.

Grüssle,
der KLINGONE
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  #10  
Alt 02-11-2006, 20:34
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Im Amateurboxen lernt man alles. Gerade, Haken, Aufwärtshaken. Der Cross ist auch nur eine Gerade die über den Arm des anderen geschlagen wird.
Mehr Schläge gibts nicht. Amateure wie Profis.
Nur die Overheaddinger wirste nicht unbedingt beigebracht kriegen. Die sind auch eher aus der Not geboren. Rübe einziehen und so ein Ding abfeuern.
Bei den Amateuren gehts halt eher ums Punkte sammeln. Saubere Hände zählen. Nicht unbedingt die Schlagwirkung. Gibt aber trotzdem genug KO´s bei den Amateuren. Die boxen aber nur 4x2 Minuten, früher 3x3. Dann muss/musste die Sache klar sein.

Was du schlägst hängt doch vom Gegner ab.
Ist er kleiner, bleibst du lang. Ist er grösser, musst du ran.
So einfach bzw. so schwer ist das.
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  #11  
Alt 03-11-2006, 20:20
Benutzerbild von Klaus
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Wie bereits erwähnt ist ein Haken ein Halbdistanzschlag, und damit läuft man immer Gefahr vorher ein paar Schläge abzubekommen. Im Amateurboxen zählt halt ein klarer Jab genausoviel wie ein Haken, ist aber wesentlich leichter und vor allem öfter ins Ziel zu bringen. Die Punktenachteile wird man eher selten durch KO-Wirkung aufwiegen. Ein einigermassen abgezockter Amateur wird die Haken fast immer vermeiden, damit kassiert er keine Treffer und die Aktivität zählt kaum bis gar nicht. Jabs dagegen sind gut sichtbar wenn sie treffen, kosten nicht soviel Zeit und Kraft, sind schwerer zu vermeiden, usw. Also warum auf Wirkung boxen, wenn es um Punkte geht. Sehr gute Amateure boxen aber alle möglichen Kombinationen in denen es auch Haken gibt. Insofern ist es eine Frage der Philosophie. Ein perfekter Jab bei nicht vorhandenen Powerpunches ist punktemässig eine stärkere Waffe als ein brauchbarer Jab, ein brauchbarer Haken und brauchbare Kombinationen. Soweit ich mich erinnere hat ein Povetkin nicht nur Jabs gehauen, sondern die gleichen Kombinationen die er jetzt erfolgreich im Profiboxen einsetzt, das ist schon sehr gut anzuschauen, und hat offenbar auch Wirkung. Er hat nur Probleme mit 12 Runden, da das doch ganz schön aufwendig ist. Der Jab bzw. ein schneller erster Schlag ist eine wichtige Grundlage. Es gibt aber zahlreiche Verfahren der Kampfgestaltung. Ein Calzaghe kämpft ganz anders als ein typischer 1-2-Boxer wie Sven Ottke, der alles aus dem schnellen ersten Schritt gemacht hat. Siehe Calzaghe-Lacy, der hat den ganzen Kampf aus der Halbdistanz gemacht und Lacy kaum mal schlagen lassen.

Ich kann nachvollziehen daß ein Trainer möchte, daß man zuerst mal Grundlagen der Distanzgestaltung und die schnelle, gezielte erste Aktion lernt. Sonst artet das in Heumacher-Orgien aus. So wie es sich anhört, meinte der Trainer aber daß man nach 4 Jahren FERTIG ist, und nicht nach 4 Jahren den dritten Schlag lernt.
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  #12  
Alt 03-11-2006, 22:47
Benutzerbild von hutt
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Standard Haken

Du lernst ALLES am Anfang. Auch Haken. Natürlich erst den Bewegngsablauf. 4 jahre ist zu lange. Wechsle sofort den Verein. Ausserdem ist 1-2x Training viel zu wenig. Um schnell gut zu werden musst du mindestens 5x pro Woche trainieren. Zusätzlich Jogging, Dehnübungen u. evtl. Krafttraining. Gesnde Ernährung. Ganz wichtig: Den ganzen Tag an Boxen denken!!!
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  #13  
Alt 03-11-2006, 22:55
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Hosianna

Zitat:
Zitat von polderi
Habe vor, vom Thaiboxen ganz auf Boxen umzusteigen. Besuche seit 6 Monaten parallel zum Thaiboxen zusätzlich Boxtraining (Club 1). Dort wird bereits von Anfang an alles gelernt inklusive Sparring, hat aber leider viele Anfänger und keine Wettkämpfer.
Wieso gehste da weg ? Weils keine Wettkämpfer hat ? Was ist dabei das Prob ? Zu schwache Sparringspartner ? Zu lahmarschige Truppe ?

Zitat:
Nun habe ich zwei Probetrainings im zukünftigen Boxclub (Club 2) hinter mir. Ca. 12 Wettkämpfer auf Amateurniveau. Habe aber das Gefühl, dass es Ewigkeiten dauern könnte bis man Seitwärts- und Aufwärtshaken lernt.
Wie kann man "das Gefühl" haben ? Das müsstest du schon genauer erklären.

Zitat:
Der Trainer sagte es dauert ca. 4 Jahre (bei 2-3 Trainings wöchentlich) um eine guten Boxer aufbauen zu können und Sparring sei die höchste Trainingsform vor dem Wettkampf
was heißt das konkret ?

Zitat:
Jetzt möchte ich wissen ob das wirklich so ist in "Oldschool" Boxclubs, dass man so langsam rangeht.
was ist denn bitte ein "Oldschool Boxclub" ?

Zitat:
Will nichts überstürzen weil ich vom Thai aufs Boxen umstellen muss (Stellung, Fussarbeit, Gerade, Deckung).
hm... das kann schwer oder leicht sein, je nachdem wie gut dein Boxtraining im Thaiboxen war. Da es da große Unterschiede gibt, kann das niemand im Internett einschätzen.

Zitat:
Hat jemand eine ähnliche Boxschule hinter sich und kann mir mehr dazu sagen?
ich war zwar bei 5 verschiedenen Boxtrainern (von ein paar Schnuppertrainings über ein paar Monate bis einem Jahr), aber ich kann nur sagen dass es meistens üblich ist, dass von Anfang an alle Grundschläge im Training vorkommen. Wenn im Verein nicht separates Training für die Aktiven und die Anfänger sondern gemischte Klassen stattfinden, ist das ja auch logisch. Du lernst in der Regel von der ersten Stunde an Aufwärtshaken, Diagonalschritthaken, Passchrittkombinationen, Haken aus dem Rollen und Sidesteppen, Kombinieren am Sandsack, am Mann und in der Luft usw. Wenn du vom Thai kommst kann es sein, dass der Trainer deine Grundtechnik (z.B. die Schulterbewegung beim Schlag sowie das Zurückziehen, die Höhe der abgehobenen Ferse beim Ballengang, die ganze Grundstellung, die "Rundheit" der Bewegung beim Rollen und Hakenschlagen, die genaue Faustdrehung, die Kopfhaltung usw.) streng kritisieren wird, da beim Boxen auf solche Details viel mehr Wert gelegt wird als oft in Thaibox-Clubs, und das zurecht. Wenn du tatsächlich auf einen Trainer triffst, der dich nur Schulboxen und Führhand machen lässt, dann könntest du ein Glückspilz sein, denn von solch einer strikten Schule kannst du dann den Rest deines Lebens zehren. Ich gebe dir aber Recht, dass Sparren, Infight und Haken dazugehören, mir macht das eigentlich auch mindetens genau so viel Spaß wie das laaange "Fechten" und der Drill mit dem Coach und den Pratzen. Von daher kann ich deine Frage auch nicht beantworten...

Mein Tipp: Pick dir überall die Rosinen raus und bleib dir selber treu ! Aber wenn dir was total gegen den Strich geht, mach es mal eine Weile lang trotzdem mit. Es könnte genau das sein, was dich weiterbringt.

Kamille
Dr. S.
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Steig auf die Gebirge, sag ich Dir, und iß Erdbeeren.
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  #14  
Alt 04-11-2006, 15:33
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Ich würde es auch schlicht mal damit probieren, 3 Monate dabei zu bleiben und es Dir anzuschauen. Soviel Zeit ist das nicht, und dann weiß man schon mehr. Allerdings gebe ich Dir den DRINGENDEN Rat, erstens nicht ständig an Boxen zu denken, und zweitens es mit dem Training nicht zu übertreiben. Für Leistungssport geht man an tägliches Training heran, einen Hobbyisten wird sowas überfordern. Man muß auch regenerieren, auch geistig. Meistens sind die Leute die gleich zweimal täglich trainieren und sich vor Ehrgeiz überschlagen dann auch schnell wieder weg und machen wieder was anderes "voll".

Worauf ich allerdings achten würde ist, welche Haltung der Trainer exakt fordert. Da gibt es WELTEN zwischen verschiedenen Ansichten. Ich propagiere die "chinesische Schule", in der man die Schultern entspannt und fallen lässt. Sowas findet man üblicherweise bei den Profis, die sich auch durch große Schlagkraft auszeichnen (Abraham). Woher die andere kommt, bei der man die Schultern und den Oberkörper stark einrollt und damit unheimlich an Schlagkraft einbüsst (Felix Sturm, Torsten May) weiß ich nicht, da müssten die Experten was zu sagen, ich halte davon jedenfalls nicht viel. Ich hoffe Du fällst nicht einem Protagonisten dieser Richtung in die Hände.
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  #15  
Alt 04-11-2006, 18:19
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Zitat:
Zitat von Klaus
Worauf ich allerdings achten würde ist, welche Haltung der Trainer exakt fordert. Da gibt es WELTEN zwischen verschiedenen Ansichten. Ich propagiere die "chinesische Schule", in der man die Schultern entspannt und fallen lässt. Sowas findet man üblicherweise bei den Profis, die sich auch durch große Schlagkraft auszeichnen (Abraham). Woher die andere kommt, bei der man die Schultern und den Oberkörper stark einrollt und damit unheimlich an Schlagkraft einbüsst (Felix Sturm, Torsten May) weiß ich nicht, da müssten die Experten was zu sagen, ich halte davon jedenfalls nicht viel. Ich hoffe Du fällst nicht einem Protagonisten dieser Richtung in die Hände.
Hosianna,

bin zwar kein Experte und hab auch kein Bild von den Stilen der Boxhelden unserer Fernsehnation à la Schlumpf, Sturm oder May, aber ich finde, daraus sollte man keine dogmatische Weltanschauung machen. Der eine zieht die linke Schulter hoch (um beim Führhandboxen keinen Schlaghand-Haken zum Kopf zu kassieren) und holt die Power in der Führhand mehr aus dem Sprunggelenk, der andere lässt halt die Schulter unten und holt die Power noch mehr aus der Drehung von Hüfte und Schultergürtel. Kann man so oder so machen und schließt sich sowieso nicht gegenseitig aus, im Gegenteil. Eine stark eingerollte Haltung bietet optimalen Schutz gegen Kopfhaken, andererseits macht man sich damit klein und muss natürlich aufpassen, sich in seinem Schneckenhaus nicht zu verkrampfen. Eine lockerere Oberkörperhaltung bietet mehr Raum für eigene Aktionen, aber grad wenn man noch kein abgezockter Profi mit entsprechendem Instinkt und Experience ist kassiert man dann halt dementsprechend Konter... Drum würde ich eine Kombi aus beiden Stilen empfehlen, aber jeder wie er meint. Dass das eine besser sein soll als das andere würde ich in der pauschalen Form nicht gelten lassen. Grad wenn man aus dem Thaiboxen kommt, könnte man vielleicht eher geneigt sein ziemlich offen und kraftvoll zu arbeiten, daher könnte es vielleicht nicht schaden das Ganze eben mal von der anderen Seite her aufzurollen. Die Wahrheit findet man dann in der (eigenen) Mitte...

Kamille
Dr. S.
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Steig auf die Gebirge, sag ich Dir, und iß Erdbeeren.

Geändert von Dr.Seltsam (04-11-2006 um 18:23 Uhr).
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