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  #1  
Alt 06-12-2006, 19:06
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Kickboxen/Südshaolin- Kung Fu
 
Registrierungsdatum: 02.12.2006
Ort: Westerstede
Alter: 33
Beiträge: 14
Standard warum hat Kickboxen einen schlechten Ruf?

Hallo zusammen!
Ich stelle mal folgendes in den Raum:
Kickboxen hat deswegen ein so verkommenes Image, weil es leider von vielen Idioten zum Prügeln in der Kneipe missbraucht wird.

Was denkt ihr? Liegt´s an den o.g. Idioten? Oder tragen die Verbände auch Mitschuld weil sie sich nicht entschieden gegen die schwarzen Schafe wehren?

Trotz K-1 oder Superleague gilt Kickboxen in den Köpfen vieler Menschen noch als "Proletensport". Wieso?

fragt Carsten
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  #2  
Alt 06-12-2006, 20:06
Branco Cikatic
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Das hatte was mit den Anfängen des Sports zu tun!
Als Kickboxen in den 70er und 80er Jahren populär wurde,
haben viele Kiezgrössen Kickboxer als Leibwächter und
Handlanger benutzt, was zur Folge hatte das dieser Sport
einen schlechten Ruf hatte und hat.
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  #3  
Alt 06-12-2006, 20:20
Benutzerbild von enraged_Clown
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Boxen zur Fitness
 
Registrierungsdatum: 21.06.2005
Ort: Rhein Main
Alter: 30
Beiträge: 3.038
Standard

Zitat:
Zitat von Hosenscheisser
Das hatte was mit den Anfängen des Sports zu tun!
Als Kickboxen in den 70er und 80er Jahren populär wurde,
haben viele Kiezgrössen Kickboxer als Leibwächter und
Handlanger benutzt, was zur Folge hatte das dieser Sport
einen schlechten Ruf hatte und hat.
ging dem boxen ja nicht anders, auch da lief damals zumindest in deutschland vieles in der kriminellen halbwelt ab. erst durch boxer wie maske, schulz usw. wurde es langsam salonfähig.
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  #4  
Alt 07-12-2006, 06:25
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Meister
 
Registrierungsdatum: 13.12.2005
Beiträge: 1.774
Standard

Zitat:
Zitat von Hosenscheisser
Das hatte was mit den Anfängen des Sports zu tun!
Als Kickboxen in den 70er und 80er Jahren populär wurde,
haben viele Kiezgrössen Kickboxer als Leibwächter und
Handlanger benutzt, was zur Folge hatte das dieser Sport
einen schlechten Ruf hatte und hat.

die meisten Arbeiten immer noch als Türsteher!
__________________
mehr Weltmeister braucht dieses Land!
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  #5  
Alt 07-12-2006, 08:46
Benutzerbild von sadman_23
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: KKB (Kleine Kinder Beissen)
 
Registrierungsdatum: 31.05.2006
Alter: 31
Beiträge: 17
Standard ...

Mal als Aussenstehender, ohne jemanden zu nahe treten zu wollen ...

Denke eher weil es von allen möglichen Kampfsport- Vereinen oder
Fitnessstudio´s ( 3 x s ) "Kickbox- Kurse" angeboten werden.

1 x die Woche 1 Std. = "Ey, Alder ... Isch mach Kickboxen ... sei vorsichtig ..."

Sind alles Kickboxer und das versaut halt den Ruf ...

Hat aber nichts mit den "echten" Kickboxern zu schaffen ...
__________________
"Vermutlich hat Gott die Frau erschaffen, um den Mann kleinzukriegen.
Voltaire 21.11.1694 - 30.05.1778
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  #6  
Alt 07-12-2006, 09:40
Benutzerbild von netwolff
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: empathisch Zuhören
 
Registrierungsdatum: 02.02.2006
Ort: Moormerland
Alter: 37
Beiträge: 2.467
Standard

Joa, sehe ich wie mein Vorredner. Niemand hat etwas gegen ernsthafte Kickboxer, aber man gehe mal in die vielen Studios und schaue sich die degenerative Klientel an. Auch als Deutsche nicht in der Lage die Sprache halbwegs sinnvoll zu nutzen, komplette Sätze als mentale Herausforderung etc.
Ein Kollege sagte mir neulich, er gäbe sich nicht gerne mit dem "Normalvolk" ab - ich für meinen Teil bin noch nicht gewillt zu akzeptieren, dass das normal sein soll.

Egal, zum Thema - Kickboxen leidet an den vielen Vollidioten die das Bild prägen.
__________________
If we're focused on judgements, right and wrong, good or bad, we're going to be in pain, and so will the people around us.
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  #7  
Alt 07-12-2006, 10:33
Benutzerbild von Slick
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Boxen
 
Registrierungsdatum: 14.09.2005
Alter: 31
Beiträge: 414
Standard

Ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, dass jemand der einen Kampfsportwirklich gut beherrscht sich eher selten prügelt und schon garnicht damit droht...
Die Leute, die Sätze wie "isch kann Kickboxääähn" raushauen, können es in der Regel nämlich nicht
Einige fühlen sich eben unbesiegbar, nachdem sie gelernt haben WIE man schlägt..
Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel.
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  #8  
Alt 07-12-2006, 13:41
Branco Cikatic
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Zitat von sadman_23
Mal als Aussenstehender, ohne jemanden zu nahe treten zu wollen ...

Denke eher weil es von allen möglichen Kampfsport- Vereinen oder
Fitnessstudio´s ( 3 x s ) "Kickbox- Kurse" angeboten werden.

1 x die Woche 1 Std. = "Ey, Alder ... Isch mach Kickboxen ... sei vorsichtig ..."

Sind alles Kickboxer und das versaut halt den Ruf ...
Das sind aber nicht die Gründe, warum Kickboxen einen schlechten
Ruf hat. Geh mal in Städte wie Köln,Frankfurt,Berlin oder HH.
Da wirst Du in jedem grösserem Gym vorbestrafte Kickboxer finden.
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  #9  
Alt 07-12-2006, 13:59
diva
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Hi,

bei uns verlaufen sich auch oft so Halbgare (egal welcher Nation - aber immer wahnsinnig männlich und oft noch gar nicht volljährig), die tatsächlich meinen, dass sie einen eh "in 10 Sekunne fätisch" machen können. Dumm geboren, nix dazugelernt, Respekt und Edikette sind Fremdwörter. Leider schmeisst der Trainer die nicht raus, das Gym muss halt bezahlt werden.

Zum Glück bleiben die oft nicht lange.

Die besten Erfahrungen habe ich mit folgenden beiden "Kickboxtypen" gemacht
1. die ernsthaften Wettkämpfer oder
2. die - oft schon etwas ältere - Generation, die es einfach aus Spaß, Fitness und Kampfsportinteresse heraus machen. Zur letzteren gehöre auch ich

Ich glaube auch nicht, dass die Fitnessstudio-Kurse (meist doch eher ThaiBo oder andere Schreibweisen) sind, ganz im Gegenteil - Billy Blanks und co haben KB doch eher wieder ein bisschen hoffähig gemacht.

Geändert von diva (07-12-2006 um 14:02 Uhr).
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  #10  
Alt 07-12-2006, 15:31
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: kickboxen und boxen aktuell. früher mal karate, judo, TKD, seit 24 jahren
 
Registrierungsdatum: 20.06.2005
Ort: Region Mittelhessen
Alter: 44
Beiträge: 383
Standard also

auch ich denke

das klientel ist im grossen und ganze dass, was den ruf schlecht macht

ein guter bekannter (nur als bsp) ist türke und hat irgendwann mal auf einem turnier einen ausraster gehabt, während eines fights eines freundes seinen gegner, ein grieche, als scheisse ausländer bezeichnet und ist ihm quer durch die halle hintergelaufen und hat gebrüllt, er wolle ihn töten

naja, ist ein ausraster, aber solche ausraster machen den sport schlecht
das hätte sicher auch ein deutscher sein können, es geht als weniger um deutsch oder ausländer, mehr um das benehmen

na, wenn ich mir viele trainer anschaue, die nur von selbstherlichkeit leben, mit ihren eigenen titel oder gürteln betrügen, ist klar, dass die keine anderen leute heranziehen können, wie auch, wenn sie selbst oft keinen charakter haben

auch ist das bildungsniveau in vielen schulen nicht zwingend hoch, karate hat sehr oft einen anderen stellenwert, um vieles mehr akademiker sind dort zu finden, die sich dann selbstredend weitaus seltener prügeln

ausserdem ist der anteil der sportler, egal ob ausländer oder deutsche, aus mittlerem und unterem sozialen umfeld im kickboxen weitaus höher als im judo, karate etc
ich will es ganz und gar nicht auf die ausländer schieben, sonst herscheint der kann hier und will mich fritieren

es geht in erster linie eher um die trainer und schul/vereins leiter
ich nehme leute die sich von anfang an nicht benehmen, gar nicht erst auf, und werfe auch schnell leute raus, wenn sie es nicht lernen wollen
viele denken aber nur an das geld und oder den möglichen erfolg, den menschen mit zweifelhaften verhalten oft mit deutlichen gesteigertem körperlichen gut und gerne verkörpern können und wollen

jeder darf seine eigene meinung haben, aber das ist meine, nach nunmehr 16 jahren unterrichten und 23 jahre kampfsport, und ich war in vielen schulen/vereinen, sicher über 100 als gast, sportler, gasttrainer, bundestrainer, schwarzgurtprüfer oder was auch immer

lerne den trainingsleiter kennen, und du weisst wie sich die dort trainierenden verhalten
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  #11  
Alt 07-12-2006, 21:13
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Kickboxen/Südshaolin- Kung Fu
 
Registrierungsdatum: 02.12.2006
Ort: Westerstede
Alter: 33
Beiträge: 14
Standard

Zitat:
Zitat von Hosenscheisser
Das sind aber nicht die Gründe, warum Kickboxen einen schlechten
Ruf hat. Geh mal in Städte wie Köln,Frankfurt,Berlin oder HH.
Da wirst Du in jedem grösserem Gym vorbestrafte Kickboxer finden.
Hmmm, ich denke nicht das das was mit der Größe des Gym´s zu tun hat. Ich denke gerade die großen Schulen achten sehr auf ihren Ruf, da sie ja auch einen gewissen Bekanntheitsgrad besitzen.
Schulen in den sich solche Leute einfinden, Vorbestraft eben, werden auch von eben solchen Leuten betrieben.
Ich bin nicht ganz sicher, aber ist es nicht sogar gesetzlich untersagt das man Kampfsport machen darf, wenn z.B. wg. Körperverletzung vorbestraft ist?
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  #12  
Alt 07-12-2006, 21:26
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Taekwondo
 
Registrierungsdatum: 11.08.2006
Ort: Germania
Beiträge: 333
Standard

ein wichtiges Element scheint mir auch das sportliche Niveau zu sein.

beim TKD ist es so dass du auf Landesmeisterschaften und kleinen Turnieren dir vorkommst wie auf einer türkischen Meisterschaft oder auf dem orientalischen Basar, mit den ganzen unangenehmen Nebenerscheinungen die eine Majorität an türkisch oder arabisch-stämmigen Jugendlichen eben so mit sich bringt.

Wenn es dann auf Punkteturniere gehst oder auf internationale Turniere, sieht die Welt ganz anders aus. Dort triffst du auf Sportler und nicht auf Prolethen (und dort gibt es genauso wieder Türken, aber welche mit denen man sich ohne Probleme anfreundet).,,,

ich gehe davon aus, dass auch beim Kickboxen das intellektuelle Niveau mit dem sportlichen Niveau steigt und auch der Umgangston nicht mehr " ey Aldää isch mach disch fertisch." - "guckst du meine schwester nischt so , du Schwuläää" - "kämpfen weiter vor der Türe odää hast du nix ehre ???"
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  #13  
Alt 08-12-2006, 17:33
Benutzerbild von Klingone
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Kickboxen, Boxen, Ho Sin Do
 
Registrierungsdatum: 08.01.2005
Ort: bei Paderborn
Alter: 54
Beiträge: 415
Standard Es sind nicht nur die Sportler selbst ...

... sondern auch das ganze verbands-/schulorganisatorische und Turnier-Umfeld.

Solang es tausende von Welt- und Europameistern gibt, solange Erwachsene auf Turnieren mit Kinderhandschuhen kämpfen, solange wie schlecht ausgebildete "Kickboxer" wild um sich schlagen u. kicken, solange Kompetenz mit Kommerz verwechselt wird, solange .... .... ...

... genauso lang wird unser Image schlecht sein. Und das leider zu recht sehr zum Leidwesen der Ernsthaften.

der KLINGONE
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  #14  
Alt 08-12-2006, 17:35
Benutzerbild von MatzeOne
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: working on my stand up & teaching grappling
 
Registrierungsdatum: 07.03.2003
Ort: Kalifornien, USA
Alter: 30
Beiträge: 7.380
Standard

Zitat:
Zitat von Metasequoia
Ich bin nicht ganz sicher, aber ist es nicht sogar gesetzlich untersagt das man Kampfsport machen darf, wenn z.B. wg. Körperverletzung vorbestraft ist?
Da zeigste mir aber mal bitte den Paragraphen.
__________________
World Grappling League
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  #15  
Alt 08-12-2006, 17:46
Benutzerbild von Nahot
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Muay Thai
 
Registrierungsdatum: 09.05.2004
Ort: Ravensburg
Beiträge: 2.516
Standard

Zitat:
Zitat von MatzeOne
Da zeigste mir aber mal bitte den Paragraphen.
Hätte er einen Paragraphen zur Hand, wäre er sich auch sicher, logisch oder.
__________________
Dewey hör zu, wir sind hier vielleicht in der Wüste, aber wir sind trotzdem noch ziv. Menschen u ziv. Menschen errichten willkürlich Grenzen, für deren Schutz sie dann bis zum Tode kämpfen werden. Hal
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