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  #1  
Alt 26-02-2011, 03:45
Benutzerbild von HellToKitty
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Muay Thai
 
Registrierungsdatum: 29.01.2011
Beiträge: 320
Standard Sinn und Unsinn verschiedener Tritte!

Ich frage mich immer wieder, warum Kickboxer so viel Augenmerk auf so viele verschiedene Kicks legen, die meiner Meinung nach keine Kampf spezifische Relevanz haben. Als Konkretes Beispiel fällt mir da der Sidekick ein. Ich kann mir keine Situation vorstellen, in der ich einen Sidekick einem Frontkick vorziehen würde. Meiner Meinung nach ist ein simpler Fontkick einfacher auszuführen, schneller und tut mehr weh. Warum also Sidekicks? Bei vielen Anderen Techniken kann ich ebenfalls keinen praktischen Nutzten im Vollkontakt erkennen. Und wenn man sich jetzt mal Kickboxen nach K1 Regelwerk ansieht, merkt man auch schnell, dass die allermeisten Kämpfer diesen unnötigen Klimbim weglassen und sich zum allergrößten Teil auf schmerzhafte Halbkreiskicks beschränken. Versteht mich nicht falsch, ich finde viele Kicks durchaus beeindruckend anzusehen und könnte so was selber nicht machen. Aber außer dem athletischen Aspekt kann ich da keinen praktischen Nutzen erkennen. Aber ich lasse mich da gerne aufklären und würde mich da über mehr Einblick freuen.
Das ist auch nicht als generelle Kritik gemeint aber vielleicht steht für mich persöhnlich einfach die Vollkontakttauglichkeit zu sehr im Vordergrund oder ich übersehe einfach gewisse Aspekte, oder habe einfach unrecht, weil mir der genaue Einblick fehlt.

Geändert von HellToKitty (26-02-2011 um 03:57 Uhr).
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  #2  
Alt 26-02-2011, 06:01
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: K1/Kickboxen
 
Registrierungsdatum: 16.12.2009
Alter: 24
Beiträge: 813
Standard

sidekick ist z.b. der kick mit der größten reichweite bzw kannst du mit etwas "anlauf" bzw. einem step verdammt viel kraft entwickeln, fast so viel wie bei einem back kick. klar sieht man ihn im vk selten, weil die distanz oft nicht gegeben ist, gibts aber trotzdem

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  #3  
Alt 26-02-2011, 10:39
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: BJJ und Kung Fu
 
Registrierungsdatum: 21.03.2010
Ort: Hessen
Alter: 21
Beiträge: 1.247
Standard

Mache zwar kein Kickboxen aber eine Kung Fu Stil bei dem auch sehr viele unterschiedliche Kicks gelehrt werden. Ich sehe es so, dass sich dann aus den vielen verschiedene möglichkeiten die man gezeigt bekommt jeder mit der Zeit die Kicks raussucht die für die jeweilige Person am besten funktionieren. Je größer die Auswahl an Kicks, desto besser findet jeder 'was zu ihm passt'.
Ausserdem hat man eventuell den Vorteil das ein Gegner der nur die 'Standards" kennt von dingen wie Hookkicks, Sidekicks oder Backkicks überrascht wird.
__________________
Συν ται η επι ται!
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  #4  
Alt 26-02-2011, 10:58
Brezlmeier
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

eder Kick hat seine Berechtigung.
Das Problem ist aber:
1)Trainieren die wenigsten Sidekicks, Axekicks, etc. in Kombinationen oder im Sparring
2)Die wenigsten können sie "richtig" mit viel Kraft ausführen und dafür die richtige Distanz finden
3)Sind die Klassiker Roundkick, Roundhousekick, Frontkick, Pushkick einfach sehr simpel, wohingegen ein Sidekick eine halbwegs perfekte Form braucht, um zu zünden, und keiner ohne extreme Dehnung einen Axekick hinkriegt, der zwiebelt.

Wenn man sie kann, ist es gut, wenn nicht, ist es nicht schlimm.
Boxer kommen ja auch ohne aus

PS: Für die kraftvolle Ausführung der Tritte kann ich euch diesen Kanal empfehlen:

Kwonkicker
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  #5  
Alt 26-02-2011, 13:55
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Kickboxen
 
Registrierungsdatum: 24.10.2004
Beiträge: 1.577
Standard

Ich würde die Frage ganz anders stellen. Warum verzichten heute viele Kämpfer darauf den sehr harten und leicht anzubringenden Sidekick anzuwenden.
Vielleicht weil er nicht zum Reportoire im Muay Thai gehört und vor lauter lowkicktreterei vergessen wurde.

Man könnte aber auch noch fragen, warum machen Kickboxer Haken, warum nicht nur einfache aber viel härtere Gerade? Weil die Vielseitigkeit sehr wichtig ist, aus der richtigen Position zum richtigen Zeitpunkt muss die richtige Technik kommen und das kann der Sidekick sein, oder halt ein anderer.

http://www.youtube.com/watch?v=3d4iCH3b0Us

Ein Sidekick und das wars...

Geändert von Superkicker (26-02-2011 um 14:03 Uhr).
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  #6  
Alt 26-02-2011, 14:02
Benutzerbild von The-Puncher
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Inosanto Kali - Jeet Kune Do Concepts - Grappling - Kickboxen
 
Registrierungsdatum: 29.05.2010
Ort: Dojo
Beiträge: 403
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jetzt geht das wider mit den low kicks los....
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  #7  
Alt 26-02-2011, 14:48
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: von jedem etwas
 
Registrierungsdatum: 15.01.2011
Beiträge: 89
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Diese Festellung könntest du auch auf Handtechniken ausweiten.

Warum braucht man einen Schwinger, wenn ich alles mit der Geraden machen kann?

Die Antwort ist ganz einfach: es gibt Kampfsituationen, wo der Einsatz eines side-kicks effektiver ist.
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  #8  
Alt 26-02-2011, 16:47
Ag123
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Also ich finde den Site kick gut, um abstand zum gegner zu halten.
Also beim Leichtkontakt.

MFG
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  #9  
Alt 26-02-2011, 17:02
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: Muay Thai, Boxen
 
Registrierungsdatum: 27.04.2009
Ort: Mainz
Alter: 22
Beiträge: 672
Standard

Ich bringe auch immer mal wieder gerne den Sidekick im Sparring^^.
Grade wenn du mit nem Roundkick o.Ä. daneben getreten hast und dein Gegner rein will finde ich ihn recht angenehm um die Distanz zu wahren und mich wieder halbswegs vernünftig zu positionieren
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  #10  
Alt 26-02-2011, 17:29
Benutzerbild von HellToKitty
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Muay Thai
 
Registrierungsdatum: 29.01.2011
Beiträge: 320
Standard

Zitat:
Zitat von Superkicker Beitrag anzeigen
Ich würde die Frage ganz anders stellen. Warum verzichten heute viele Kämpfer darauf den sehr harten und leicht anzubringenden Sidekick anzuwenden.
Vielleicht weil er nicht zum Reportoire im Muay Thai gehört und vor lauter lowkicktreterei vergessen wurde.
Soweit ich weiß, gehört der Sidekick sehr wohl zum klassischen Reportoire im Muay Thai (Bin mir da aber nicht 100% sicher) Er wird halt nicht oft benutzt, weil er meiner Meinung nach keinen Vorteil gegenüber eines einfachen Frontkicks hat. Natürlich gibt es auch Leute, die harte und schnelle Sidekicks machen, das untere Video ist ja ein gutes Beispiel. Nur muß man sehr viel mehr Lernaufwand investieren um den so zu können. ´Nen einfachen Frontkick hat man viel schneller aufm Kasten. Ich glaube halt an einfache Aktionen und Kombinationen.

Zitat:
Zitat von Superkicker Beitrag anzeigen
Man könnte aber auch noch fragen, warum machen Kickboxer Haken, warum nicht nur einfache aber viel härtere Gerade?
Ein Haken und eine Gerade hat eine voöllig andere Distanz, somit können beide effektiv benutzt werden. Bei vielen verschiedenen Kicks gilt es aber gleiche bis ähnliche Distanzen zu überwinden. Somit finde ich es logisch nur die effektivsten Kicks für die jeweiligen Distanzen zu benutzen. Wobei die Effektivität natürlich im Zweifelsfall eine Glaubensfrage ist.

Zitat:
Zitat von Superkicker Beitrag anzeigen
Weil die Vielseitigkeit sehr wichtig ist, aus der richtigen Position zum richtigen Zeitpunkt muss die richtige Technik kommen und das kann der Sidekick sein, oder halt ein anderer.

YouTube - Bill Wallace vs Dieter Herdel PKA USA vs Europe Karate Full-contact 1976 Paris

Ein Sidekick und das wars...
Da liegt ja genau der Denkfehler. Es gibt ja eben nicht so viele verschieden Distanzen oder Positionen und man kann sich durchaus erfolgreich auf ein Minimum an Grundtechniken klammern. Wenn der Gegner am weitesten weg steht, greife ich mit Frontkicks an. Kommt er näher mache ich Jabs und Halbkreiskicks. Kann ich die Hände berühren benutze ich Knie. Wenn ich im Clinch bin benutze ich Ellbogen. Klar ist das jetzt vereinfacht ausgedrückt und hat fürs Kickboxen nur bedingt Relevanz, aber im Grunde mag ich die Beschränkung der Thai Techniken auf das jeweils effektivste.

Geändert von HellToKitty (26-02-2011 um 17:48 Uhr).
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  #11  
Alt 26-02-2011, 21:47
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Kampfkunst: Boxen, zu Hause noch etwas kicken
 
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Beiträge: 1.116
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Sidekick braucht die perfekte Distanz und ist zu leicht vorhersehbar. Deshalb sieht man im K1 auch niemanden, der ihn anwendet.
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  #12  
Alt 26-02-2011, 22:15
Benutzerbild von HellToKitty
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Kampfkunst: Muay Thai
 
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Beiträge: 320
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Zitat:
Zitat von axon Beitrag anzeigen
Sidekick braucht die perfekte Distanz und ist zu leicht vorhersehbar. Deshalb sieht man im K1 auch niemanden, der ihn anwendet.
Das ist ein guter Punkt. Manche Techniken setzen ein zu hohes Maß an Genauigkeit voraus, was in einer Kampfsituation kaum gegeben ist. Ein Frontkick z.B. ist viel toleranter, was den Abstand des Gegners betrifft. Klar gibt es auch da eine optimale Distanz, aber im Großen und Ganzen hat man mehr Spielraum.
Auch mit Halbkreiskicks verhält es sich ähnlich. Der Abstand zum Gegner kann mehr oder weniger eine komplette Schienbeinlänge differieren. Bei anderen Tritttechniken wo z.B mit dem Hacken getroffen wird, ist das oft Zentimeterarbeit.
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  #13  
Alt 26-02-2011, 22:35
Benutzerbild von Schnueffler
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Wenn der aber passend durchkommt, dann scheppert es aber so richtig!
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Denke immer daran, dass es nur eine wichtige Zeit gibt: Heute. Hier. Jetzt.
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  #14  
Alt 26-02-2011, 22:55
Benutzerbild von Krach Bumm
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Kampfkunst: Boxen
 
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Mein Frontkick ist kacke. Mein Sidekick ist annehmbar. Also setz ich letzteren ein (natürlich nicht ausschließlich). Das ist für mich an sich schon Grund genug.
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  #15  
Alt 26-02-2011, 22:57
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Kampfkunst: Kickboxen
 
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Zitat:
Zitat von axon Beitrag anzeigen
Sidekick braucht die perfekte Distanz und ist zu leicht vorhersehbar. Deshalb sieht man im K1 auch niemanden, der ihn anwendet.
Glaube ich nicht, die heutigen Kämpfer bringen ihn nicht mehr, weil er nicht zu ihren einstudierten Techniken gehört, das ist alles. Früher wurden viele Aktionen mit Sidekick eingeläutet, weil man zuerst immer etwas weiter wegsteht vom Gegner. Er ist so ziemlich der härteste Kick und ständig auf die Unterarme getreten werden die mürbe werden.

Er ist nicht mehr vorhersehbar als ein anderer Kick. Es kommt immer darauf an, wie gut ihn jemand kann. Früher konnten ihn einige sogar sehr hart zum Kopf treten und da er auf direktem Weg und nicht von aussen kommt schlug das oft verdammt hart ein. Es liegt aber nicht am Kick selbst, wenn man das nicht mehr sieht. Es gibt halt kaum einen, der ihn ausführen kann, ohne mit dem Oberkörper weit zurück zu gehen.
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