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  #1  
Alt 23-06-2003, 16:52
mart
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard Verein vs. kommerz. Schule

ich habe früher mal Boxen in einer kommerziellen Schule gelernt, wo die Fortgeschrittenen, die sich auf einer Liste eintrugen ließen, jederzeit freies Sparring machen konnten. Später ging ich dann mal in einen Boxverein (einen rennommierten), war aber sehr enttäuscht, weil es außer für die Wettkämpfer nur lächerlich wenig Sparring gab, und das Training zu 80-90% aus boxfremder, allgemeiner "Leibesertüchtigung" bestand. Es gab kein Pratzentraining und in der ganzen Halle nur 1 Sandsack, und das Serien-Boxen in die Luft hätte ich auch zuhause machen können.

Nun würde mich interessieren, ob das in anderen Vereinen auch so ist, und ob man in Vereinen generell damit rechnen muss, erstmal ewig solche Trockenübungen mitmachen zu müssen, bevor man an sowas ähnliches wie "Boxen" herangelassen wird, und ob man als Nicht-Wettkämpfer auch in anderen Vereinen froh sein kann, alle 2 Wochen mal für 1, 2 Runden in den Ring zu dürfen, wenn überhaupt ?

Ich würde nämlich gerne wieder Boxen, kann mir aber eine kommerzielle Schule momentan leider nicht leisten
Würde mich freuen, wenn mir jemand aus seinen Erfahrungen berichten könnte.
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  #2  
Alt 23-06-2003, 19:25
Benutzerbild von George Stark
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: (ex)WT, Boxen
 
Registrierungsdatum: 11.02.2002
Beiträge: 155
Angry oje ...

Hallöle,

habe gerade dieselbe schlechte Erfahrung mit einem Boxverein in Berlin gemacht.

Da habe ich fast die ganzen Trainingszeit nur am Sandsack verbracht (ja, die gabs zu genüge). Aber sogut wie kein Techniktraining, kein Partnertraining. Sparring ging, aber hab ich natürlich ohne jegliche technische Grundlage nicht gemacht.

Will jetzt nen anderen ausprobieren, hoffe da geht mehr ab.

Ich denke, dass die Vereine, die ja um die Förderung des Nachwuchses bemüht sind, alle anderen, die das ganze als Freizeit / Hobby machen, nur als "Fitness-Sportler" sehen (jedenfalls habe ich diesen Eindruck bei mir im Verein) - " macht mal nen paar übungen, hält fit - Fitnessboxing". Und auf das bisschen Geld, dass man im Verein bezahlt, kommts den eh nicht so an, wie in der privaten Schule, die vom "Vereinsbeitrag" abhängig ist, denke, da wird sich deswegen mehr gekümmert.

Ich bin aber in den Verein gegangen, um Boxen zu lernen .. naja .. schaun wir mal

Grützi

GS
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  #3  
Alt 23-06-2003, 22:31
Hoppsinglebt
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Meine ersten Erfahrungen in einem Boxverein waren ähnlich.
Am Anfang wurde durch die Halle gelaufen, dann Seil gesprungen und dann die Nichtleistungsträger an den Sandsack gestellt (bzw es wurde gar nichts gesagt, sondern jeder suchte sich einen Platz zum trainieren) und dann lustig Runde für Runde draufgekloppt, während ein betagter selbst ernannter Co-Trainer ab und zu"Arbeiten, Männer, arbeiten" brüllte.
Später in folgenden Trainingseinheiten, als man gesehen hatte, daß man offensichtlich nichts drauf hatte, kam dann mal jemand auf einen zu: "Ey alder, has du Bock Sparring mit mir zu machen, abbä gans logger" mit der Absicht einem mal kräftig auf die Glocke zu hauen. Gut daß ich da schon einen guten Zahnschutz hatte. Aber dann ging man halt im nächsten Training hin und fragte ob man wieder mit demjenigen sparring machen könnte und versuchte sich Respekt zu verschaffen(Ich hab zwar immer noch nichts drauf, aber ich konnte öfter mal Nasenbluten verschaffen)
Als ich dann genervt war weil es irgendwie kein Techniktraining gab bin ich einfach zu guten Leuten hingegangen ob sie mir was zeigen und das war eigentlich immer gut.
Später kannte man einen weil man trotzdem immer ins training kam und so wurde man auch beachtet.
Ich weiß nicht ob mir so eine Art Managerboxen mehr gebracht hätte

Rick
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  #4  
Alt 24-06-2003, 00:32
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Boxen
 
Registrierungsdatum: 17.09.2002
Ort: Pleskau, Russland
Beiträge: 121
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also ich persönlich habe ziemlich gute erfahrungen mit boxvereinen gemacht. das kommt natürlich auf die leute an. am besten ist ein verein wo es einen anfängerkurs gibt (am besten für anfänger, meine ich, profis haben das problem nicht). dort gibt es normalerweise kompetente trainer, sparring wird auch gemacht (am anfang natürlich nicht soooo viel, man braucht schon gewisse voraussetzungen um in den ring zu steigen, oder?), und der trainer passt dabei auf, sagt jedem was er machen/ändern/verbessern muss usw. pratzentraining gibt es auch mit trainer, und den rest (medizinballtraining, partnerübungen, sandsacktraining, seilspringen, etc) sollte man auch nicht unterschätzen - boxen ist nicht nur das "draufhauen".
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  #5  
Alt 24-06-2003, 07:18
Benutzerbild von Michael Kann
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: www.warriors.de www.psds.de www.nikolaus-budo-lehrgang.de
 
Registrierungsdatum: 24.06.2002
Beiträge: 10.794
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Ich hatte, sowohl in den Kasernen der US-Streitkräfte in Erlangen als auch im Studio meines Freundes Jürgen Virnstein die Möglichkeit unter der Anleitung von Boxtrainern zu lernen. Die Trainings waren, nach meiner Meinung, sehr gut strukturiert. Vor allem Leonard Dawn legte viel wert darauf das die Grundlagen eingeschliffen sind bevor es ans Sparren ging!

Die Betreuung/Begleitung durch die Trainer war sehr gut! Ich denke gerne und oft an diese Zeit!

Gruß
Mike
__________________
www.nikolaus-budo-lehrgang.de www.warriors.de www.psds.de NBL 2012 am 08. und 09. Dezember
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  #6  
Alt 24-06-2003, 13:03
mart
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

ich hatte in meiner Jugend die Möglichkeit, in einer kommerziellen Schule (mit Studentenausweis damals nicht teuer) mit Amateur- und Profiboxern zu trainieren und gelegentliches Einzeltraining durch den Coach von Rene Weller zu bekommen (das war natürlich nicht im Preis inbegriffen, sondern hat sich einfach ab und zu ergeben), außerdem konnte ich Sparring machen wann ich wollte, wenn ich jemanden dafür fand. Als ich dann Jahre später in einen Verein ging, und dort so eine Art Fitness-Boxen mit leicht sadistischem Kasernen-Ton und fast ohne effektive Trainingsinhalte vorgesetzt bekam, war das schon ein Unterschied wie Tag und Nacht. Das Training mit den Wettkämpfern war zwar etwas zu hart für mich gewesen, und mit dem Chef des kommerz. Studios kriegte ich mich in die Haare, aber der Verein war IMO einfach Zeitvergeudung, das hat mich null motiviert.
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  #7  
Alt 25-06-2003, 22:47
Benutzerbild von George Stark
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: (ex)WT, Boxen
 
Registrierungsdatum: 11.02.2002
Beiträge: 155
Standard ...

Hallöle,

also scheint im groben die schlechte Kritik an den Boxvereinen nicht ganz aus der Luft gegriffen zu sein. Einige haben durch ziemlich besondere Umstände halt positive Erfahrungen gemacht, aber in 08/15 Standardvereinen ohne Profis & Co oder ohne, dass das Teil deinem Freund gehört, wird man wohl immer gleich behandelt - man ist kein Leistungsträger, also hops nen bissel herum ...

@Hoppsinglebt: hehe, klingt ja wie mein Verein.

Grützi

GS
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  #8  
Alt 25-06-2003, 23:57
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Kampfkunst: Boxen, Kickboxen, Shidokan, Arnis
 
Registrierungsdatum: 14.03.2002
Ort: Backnang
Alter: 53
Beiträge: 587
Standard

2)Egal ob Verein oder kommerzielle Schule, bei einem guten Trainer sollte immer die Boxgrundschule im Vordergrund stehen, bevor es zu bedingtem Sparring kommt.
2)Logisch ist ein Verein billiger. In der Regel wird 3x die Woche trainiert und da die meisten Vereine in Schulhallen trainieren, fehlen dir in den Ferien die Trainingseinheiten. Das sind 13 Wochen im Jahr. Wenn dann, wie beim DBV im September die Meisterschaften anstehen, sind die Trainer ganz ordentlich gefordert, irgendwo Ersatz herzubekommen, um die erforderlichen Wettkampftrainingseinheiten einzuhalten. Da ist dann der Freizeitsportler, der sich nur fit halten will, natürlich uninteressant.
Als Mitglied in einer Schule bist Du in jeder Beziehung besser dran. Wir z.B. verlangen Euro 35,00 monatlich. Dafür ist 10maliges Training a 1,5 Stunden möglich, plus Krafttraining.
Dazu sind die Ausfallzeiten in den Ferien nicht in der Form vorhanden. Klar schliessen wir auch aufs Jahr gesehen 6 Wochen.
Trotzdem kann in den Zeiten trainiert werden, da wir die Schlüssel an einen Athleten weitergeben und die Trainingspläne im voraus schreiben.
Auch darf man nicht vergessen, das die privaten Schulen von Ihren Mitgliedern leben. Da ist man auch dran interessiert, dass sich die Leute wohlfühlen.

Heidi
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