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  #31  
Alt 29-01-2011, 19:35
Benutzerbild von AndyLee
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Zitat:
Zitat von Kannix Beitrag anzeigen
@Andy-Lee
Find ich nicht. Ob Ost oder West, wir haben doch ähnliche Werte.
Ist eher eine Abwägung. Ich denke wenn man fragt kommt man zu dem Ergebnis dass eigentlich die Mehrheit der Meinung ist dass glück und Zufriedenheit über Geld und Macht steht. Nur ist es in der Praxis so dass viele denken das erstere wäre von dem letzteren abhängig. Vielleicht ist es das auch, aber oft scheint es so, dass dabei Erfolg und Geld einen Selbstzweck erhalten den sie eigentlich unserer Vorstellung nach gar nicht haben dürften.
Ich glaube es gibt so eine Erkenntnis aus der Psychologie, dass wenn man wenig erwartet, man auch wenig bekommt. Dies ist aber im Verhältnis wieder mehr als wenn man viel erwartet und wenig bekommt
Jede Gesellschaft hat ihre eigenen Werte und Normen, die eigentlich nur rudimentär ähnlich sein können. Wenn man z. B. in China bedenkt, dass Regimekritiker inhaftiert werden, Menschenrechte also als nicht so wichtig erachtet werden, haben wir hier schon einen unüberwindbaren Disput zwischen den Gesellschaften zu verzeichnen.

Ich habe mit solchen Diskussion Schwierigkeiten, weil hier Argumente ausgetauscht werden, die a) schon seit Jahrzehnten bekannt sind und wir b) auch hier in Deutschland mit unseren Kindern nicht gerade zimperlich umgehen, wenn es um den Lerndrill geht.

Daher geht es m. E. nicht um die Tatsache, dass Kinder zum lernen gedrillt werden (und zwar überall auf der Welt), sondern wohl eher darum, mit welchem Blickwinkel und mit welcher Motivation nun nur auf China geschaut und damit die Realität um uns herum ausgeblendet wird.
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  #32  
Alt 31-01-2011, 11:01
Benutzerbild von ponyeule
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In Deutschland gibt es auch viele, die Kindererziehung mit Drill verwechseln - genauso viele, wo die "armen Kleinen" die Chefkis in der Familie sein dürfen. Ist alles nicht so einfach...

Noch mal auf die Kuscheltiere zurück: Warum sollen Kinder nicht glauben dürfen, diese "lebten"? In Deutschland ist es leider - trotz Kuschelpädagogik - immer noch Usus, speziell Jungs eine lange"Durststrecke" zu verorden. Die Zeit zwischen "bei Mama kuscheln" und "Freundin haben" kann ohne den Stoffkameraden ganz schön lag werden... Wird natürlich noch "getoppt" von den Müttern, die ihre lieben Kleinen mit drei Jahren noch stillen, weil diese das für ihre Psyche brauchen

Negativbeispiele gibt es hierzulande natürlich auch, wo Kinder geknechtet und geschlagen werden...

Für jeden Menschen heißt es eigentlich, in jeder Beziehung über den Tellerrand zu schauen. Ob das um Kindererziehung oder andere Werte geht...
In jeder Kultur findet sich sicher irgendwas, was man adaptieren kann und einiges, worüber man sich kolossal aufregen kann. Ändern kann man was nur im eigenen Umfeld...
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  #33  
Alt 31-01-2011, 11:44
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Zitat:
Zitat von Zhijepa Beitrag anzeigen
Ich halte von der Pädagogik hier im Westen auch nicht besonders viel , mit deren Resultate darf ich mich seit über 10 Jahren , um mal die Kampfkunst wieder reinzubringen , herumschlagen.
Westen = das Dorf, in dem du wohnst? Ich bin regelmäßig in allen möglichen Ländern des "Westens" unterwegs und kann Dir getrost versichern, dass z.B. zwischen der Pädagogik in Frankreich und Deutschland riesige Unterschiede bestehen.

Zitat:
Zitat von Zhijepa Beitrag anzeigen
Erstaunlicherweise , dieses mag jetzt ein rein subjektiver Eindruck sein , erscheinen mir die Kinder aus asiatischen Familien wesentlich besser erzogen . Das Lernmodell der Asiaten schult hier anscheinend doch eine nützliche Form von Selbstbeherrschung , auch wenn es mir generell etwas zu unpassend vorgeht.
Kommt eben darauf an, was man möchte. Der Preis für den Drill sind unter anderem enorme Selbstmordraten.

Zitat:
Zitat von Zhijepa Beitrag anzeigen
So einige Eltern im "Westen" , halten selbst das scheinbar so übliche , unkontrollierte Verhaltensmuster der lieben Kleinen ( herumalbern , keine Grenzen kennen , schlechte Disziplin usw ) für doch vollkommen normal....da fällt es mir dann durchaus immer noch schwer , es nicht als das Resultat einer mangelhaften Erziehung zu betrachten . Es als Entwicklungsbedingt abzutuen fällt gar noch viel schwerer , wenn man sieht das es durchaus auch anders gehen kann ....
Ersetze "einige Eltern im "Westen"" durch "einige Akademikerspinner/Lehrerehepaare in Deutschland"
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  #34  
Alt 31-01-2011, 11:47
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Ich denke die Kunst darin liegt zu erkennen was dem Kind spaß macht und was es gerne macht. Je nach dem können dann Entscheidungen zugunsten des Kindes getroffen werden.
Zudem gibt es Werte die unter solchem extremen Drill gerne verloren gehen.

Dem Kind Menschlichkeit und gesunde Werte beizubringen sind meiner Meinung nach der größte Erfolg den Eltern haben können.
Was nützt ein Wunderkind wenn es später im Leben keine klaren Werte hat, da es in der Kindheit nur um den Erfolg ging ?!
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  #35  
Alt 31-01-2011, 12:50
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Zitat:
Zitat von ponyeule
Noch mal auf die Kuscheltiere zurück: Warum sollen Kinder nicht glauben dürfen, diese "lebten"? ..
Wüßte derzeit auch nicht warum , aber wer sagt das denn ?

Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
Westen = das Dorf, in dem du wohnst?
Stadt und nein ... ich meinte schon so ganz undifferenziert den Westen , und wenn ich das anfügen darf , auch noch den Norden , Süden und natürlich den Osten

Zitat:
Zitat von Amy Chua
Üben, üben, üben! Im verweichlichten Westen mag Gehorsam nur für Hunde gut sein _ bei Chinesen, schreibt Amy Chua, gilt Gehorsam als Tugend. Als Lulu sich im Alter von drei Jahren weigerte, ihre erste Klavierstunde zu nehmen, und statt dessen lieber mit den Fäusten auf den Tasten herumhämmerte und überhaupt sehr unartig war, da sagte die Tigermama zu ihr: "Willst du jetzt wohl brav sein oder gehst du lieber nach draußen?" Es war Winter. Der Rohrstock hat uns doch damals auch nicht geschadet - Nachrichten Print - DIE WELT - Kultur - WELT ONLINE
Zitat:
Zitat von RemyB
Dem Kind Menschlichkeit und gesunde Werte beizubringen sind meiner Meinung nach der größte Erfolg den Eltern haben können.
Was nützt ein Wunderkind wenn es später im Leben keine klaren Werte hat, da es in der Kindheit nur um den Erfolg ging ?!
sehe ich ähnlich
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  #36  
Alt 31-01-2011, 17:14
Benutzerbild von AndyLee
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Zitat:
Zitat von RemyB Beitrag anzeigen
Ich denke die Kunst darin liegt zu erkennen was dem Kind spaß macht und was es gerne macht. Je nach dem können dann Entscheidungen zugunsten des Kindes getroffen werden.
Zudem gibt es Werte die unter solchem extremen Drill gerne verloren gehen.

Dem Kind Menschlichkeit und gesunde Werte beizubringen sind meiner Meinung nach der größte Erfolg den Eltern haben können.
Was nützt ein Wunderkind wenn es später im Leben keine klaren Werte hat, da es in der Kindheit nur um den Erfolg ging ?!
Soweit die Theorie, hinter der auch ich stehe.

Die Praxis sieht aber auch schon für unsere Kinder anders aus. Die Grundlage für den Spaß am Lernen sollte eigentlich in der Grundschule gelegt werden. Leider geht es für viele Kinder jedoch schon in der 1. Klasse mit dem Lernstress los, einige bleiben hier sogar schon sitzen.

Da Kinder eben - aus ihrer Zeitrechnung betrachtet - den halben Tag in der Schule verbringen, muss sich Schule am Sozialisierungsprozeß der Kinder beteiligen - ist im Übrigen auch Auftrag der Schule. Stattdessen wird alles nur aufs Lernen fokussiert: Alle Schüler müssen zur gleichen Zeit das Gleiche können. Dies obwohl der eine Schüler mit 5 J. früher und der andere mit 7 J. später eingeschult wurde. Individualität sucht man umsonst an deutschen Schulen, hier fängt der Lerndrill in der 1. Klasse an.

Man kann über die Aussagen von Amy Chua streiten, wie man will. Ein großer Teil davon ist eben auch schon in Deutschland angekommen...Empörung sollte dementsprechend zurückhaltender ausfallen.

In diesem Zusammenhang empfehle ich das Buch "Was wir unseren Kindern in der SCHULE antun - ...und wie wir das ändern können" von Sabine Czerny. Äußerst interessant, mal aus Sicht einer Lehrerin zu lesen, wie Dinge so in der Schule laufen und warum. Selektion ist nämlich auch in Deutschland das "Zauberwort".
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  #37  
Alt 31-01-2011, 21:41
Benutzerbild von Kannix
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Kampfkunst: Sich verbeugen und dabei aufrecht bleiben
 
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Zitat:
Zitat von AndyLee Beitrag anzeigen
Die Praxis sieht aber auch schon für unsere Kinder anders aus. Die Grundlage für den Spaß am Lernen sollte eigentlich in der Grundschule gelegt werden. Leider geht es für viele Kinder jedoch schon in der 1. Klasse mit dem Lernstress los, einige bleiben hier sogar schon sitzen.

Da Kinder eben - aus ihrer Zeitrechnung betrachtet - den halben Tag in der Schule verbringen, muss sich Schule am Sozialisierungsprozeß der Kinder beteiligen - ist im Übrigen auch Auftrag der Schule. Stattdessen wird alles nur aufs Lernen fokussiert: Alle Schüler müssen zur gleichen Zeit das Gleiche können. Dies obwohl der eine Schüler mit 5 J. früher und der andere mit 7 J. später eingeschult wurde. Individualität sucht man umsonst an deutschen Schulen, hier fängt der Lerndrill in der 1. Klasse an.
Das ist wohl das andere Extrem, eine genauso verdrehte Sichtweise. Walldorfschule ist genauso ein quark
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  #38  
Alt 31-01-2011, 22:01
Scorp1on King
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Zitat:
Zitat von Alfons Heck Beitrag anzeigen
Ich verschiebe es mal in unser Eltern-Kind Forum.

Im Spiegel steht auch ein Artikel darüber (habe ihn noch nicht gelesen).

Grundsätzliche Anmerkung:
Alle Spitzenleute haben als kleine Kinder mit regelmäßigem Training angefangen. Solche Personen werden von uns bewundert und idealisiert aber die Erziehung (Förderung?/Forderungen) dahin lehnen wir ab?


Gruß
Alfons.
Ich kann natürlich nicht für alle Sportarten etc. sprechen...
Aber Bas Rutten z.B fing erst mit 21 an zu trainieren.
Zufor war er nur Türsteher und ist auf Bäumen rumgeklettert.
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  #39  
Alt 31-01-2011, 23:18
Benutzerbild von Pyriander
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Zitat:
Zitat von Black Samurai Beitrag anzeigen
Ich kann natürlich nicht für alle Sportarten etc. sprechen...
Aber Bas Rutten z.B fing erst mit 21 an zu trainieren.
Zufor war er nur Türsteher und ist auf Bäumen rumgeklettert.
Taekwondo hat er z.B.doch schon deutlich früher trainiert, oder?
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  #40  
Alt 31-01-2011, 23:28
Benutzerbild von RemyB
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Kampfkunst: Muay= schlagen Thai= zu Brei ; „sich gegenseitig zu brei schlagen"
 
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Zitat:
Zitat von Black Samurai Beitrag anzeigen
Ich kann natürlich nicht für alle Sportarten etc. sprechen...
Aber Bas Rutten z.B fing erst mit 21 an zu trainieren.
Zufor war er nur Türsteher und ist auf Bäumen rumgeklettert.
Hier gehts ja mittlerweile hauptsächlich ums Bildungssystem, aber selbst da hast du recht.
Selbst mit 21 könnte man sich theoretisch noch zum Mathegenie mausern. Die allgemeine Erfahrung zeigt jedoch das die Weichen hierfür meist früher gelegt werden/werden müssen oder sich eben selbst irgendwie stellen.


Zitat:
Die Praxis sieht aber auch schon für unsere Kinder anders aus. Die Grundlage für den Spaß am Lernen sollte eigentlich in der Grundschule gelegt werden. Leider geht es für viele Kinder jedoch schon in der 1. Klasse mit dem Lernstress los, einige bleiben hier sogar schon sitzen.

Da Kinder eben - aus ihrer Zeitrechnung betrachtet - den halben Tag in der Schule verbringen, muss sich Schule am Sozialisierungsprozeß der Kinder beteiligen - ist im Übrigen auch Auftrag der Schule. Stattdessen wird alles nur aufs Lernen fokussiert: Alle Schüler müssen zur gleichen Zeit das Gleiche können. Dies obwohl der eine Schüler mit 5 J. früher und der andere mit 7 J. später eingeschult wurde. Individualität sucht man umsonst an deutschen Schulen, hier fängt der Lerndrill in der 1. Klasse an.
Klar man muss das Bildungssystem irgendwie überdenken. Aber soviel Individualität die man bräuchte kann man leider nicht umsetzen.
Irgendwo bleibt immer wer auf der Strecke, so hart das klingen mag.

Wir dürfen doch bei all dem Kladrerdatsch auch nicht vergessen den Erziehungsauftrag haben die Eltern. Und bisher liegt es immernoch im Ermessen der Eltern wann ein Kind eingeschult wird.

Ich denke das Kindern der Umgang mit diesem Druck nicht spielerisch genug beigebracht wird. Es sind immernoch Kinder! Die für fehltritte nicht wirklich bestraft sondern BELEHRT gehören. Bevor man sitzen bleibt wird es ja wohl genug Spielraum geben in dem die Eltern wissen was blüht. Genug Zeit um Gegenmaßnahmen zu ergreifen oder sich Alternativen auszudenken. Ich weiss ja nicht wie es mittlerweile ist aber bis vor 20 Jahren scheint dieses System meiner Meinung nach funktioniert zu haben.

Weiterhin spricht man (wenn wir mal weiter wie die Grundschule gehen)
immer davon das wir mehr und mehr und schneller Bilden müssen. (Beispiel G8)
Wieso? Gab es durch das "alte" System denn etwa irgendwelche Nachteile, wie zu wenig kluge Köpfe? Oder gar zuviele Dumme?
Mit was hängt dieser Druck nach schneller und besser eigentlich zusammen, denn wir werden ja wohl kaum glauben dadurch früher bessere Leute auf den Markt zu bekommen ?!

Es wäre gesünder den Kindern nicht zuviel aufzubürden, aber das was Ihnen abverlangt wird sollte ein streng und gut durchdachtes System sein. Genug Zeit um einen ich sag mal "Genie" aus dem Kind zu machen ist immernoch vorhanden ab der Oberstufe, in der das mittlerweile Jugendliche Kind reif genug sein sollte um mit soetwas umzugehen. Schließlich heisst es nicht umsonst OBERSTUFE.

Liebe Grüße
Remy
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  #41  
Alt 01-02-2011, 00:37
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Zitat:
Zitat von Amy Chua
Im .. Westen mag Gehorsam nur für Hunde gut sein _ bei Chinesen, .. gilt Gehorsam als Tugend.
Die fehlende Diszipliniertheit zieht bei einigen dann noch bis in die mitte Zwanzig hinein , bevor sie langsam vernünftiger werden , lustiger Weise meist dann wenn sie selbst Eltern werden.

Als Normal bzw Optimal , würde ich diesen langen Reifungsprozess nicht unbedingt bezeichnen , da grade aus ihm ein Großteil der Probleme der Gesellschaft entspringen. Wer als Kind keine Disziplin gegnüber den Anderen und sich Selbst gelernt hat , kann nun mal als Erwachsener wesentlich leichter auf Abwege geraten

Disziplin im Klassenzimmer ? den Lehrern kann man hier kaum Vorwürfe machen , sie müssen halt die Suppe auslöfeln die jene Eltern leider völlig verkocht und versalzen haben >





Zitat:
Zitat von Disziplin im Land des duftenden Grases

Ausländer-Kinder berichten über ihre Erlebnisse in einer chinesischen Volksschule

Jeder Tag beginnt mit morgendlichem Turnen auf dem Schulhof, jeweils eine halbe Stunde lang: Beugen, Strecken und vor allem Marschieren. Alle müssen teilnehmen,...

Disziplin ist in chinesischen Schulen nämlich das A und O. Während des Unterrichts muß jeder Schüler kerzengerade auf seinem Stuhl sitzen und die Hände hinter dem Rücken verschränken, damit er nicht herumzappeln kann.
Alle seine Bücher muß er vor Unterrichtsbeginn ausgepackt und in einer Ecke seines Pults fein säuberlich aufgeschichtet haben.

Flüstern ist verboten. Ebenso darf während des Unterrichts nichts ausgeliehen, kein Bleistift gespitzt werden. Jeder Schüler muß mindestens fünf gespitzte Bleistifte vor sich liegen haben.Außerdem muß er einen Trinkbecher und ein sauberes Handtuch mit in die Schule bringen. Die Fingernägel müssen geschnitten und sauber sein.

Kein Schüler darf unaufgefordert sprechen. Kann er eine Frage des Lehrers beantworten, muß er die Hand heben, den Ellbogen stets auf dem Tisch. In der Luft herumzugestikulieren oder gar mit dem Finger zu schnipsen, wie bei uns üblich, ist verboten. DER SPIEGEL*28/1983 - Disziplin im Land des duftenden Grases


Zitat:
Zitat von Erziehungsdebatte Stern
Drill, Druck und Disziplin: Wenn es nach Thilo Sarrazin ginge, würde sich Deutschland ein Beispiel am chinesischen Bildungssystem nehmen

lobte Sarrazin das strenge chinesische Bildungssystem und empfahl, "sich seine positiven Wirkungen anzusehen". "Vor die Wahl gestellt, dass ein Kind zuhause vor dem Fernseher verblödet, finde ich es besser, dass die Kinder eine verpflichtende Ganztagsschule haben, mit einem geregelten Freizeitangebot und einer Hausaufgabenbetreuung" Erziehungsdebatte: Sarrazin lobt Chinas Schleiferschulen - Panorama | STERN.DE
Blinder Gehorsam ist für mich keine Tugend , aber Gehorsamkeit ist eine unabdingbare Voraussetzung in allen Bereichen des Lebens , die Folgen ihrer Vernachlässigung sieht man leider nur zu häufig . Aber als sogenannte Tugend für sich , aus sich selbst heraus , vollkommen frei von einem weiteren evaluierten Fokussierungspunkt , kann sie den Menschen zu leicht zur bloßen Drohne degradieren.Die sich dann auch selbst in ihrer positiven Entwicklungsmöglichkeit beschränken würde , das jene Beschränkungen auch langfristig das Kollektiv beschränken , vernachlässigt man scheinbar zu Gunsten des vermeindlichen kurzfristigen Nutzen.

Ist die Gehorsamkeit dagegen fokussiert auf einen positiven Wert den die Person auch durch kritisches Hinterfragen und Erleben , für Sich und in ihrer gesellschaftlichen Bedeutung klar als förderlich erkannte so wird Sie , die Gehorsamkeit , wirklich zu einer Tugend

Die Selbstdisziplin ist hierbei auch eine Form von Gehorsamkeit gegenüber sich selbst. Generel gewinnt die Gehorsamkeit natürlich besonders dann an Wert und Bedeutung wo ein kritisches Hinterfragen einfach nicht oder noch nicht möglich ist , wie es z.b teilweise bei Kindern der Fall ist. Hier sehe ich es rein persönlich doch noch immer als ureigene Verantwortung der Eltern an , das Jene auch die Gehorsamkeit als Werkzeug benutzen , um das Kind in die Richtigen Bahnen zu lenken.Und zwar so , das hierbei weder die Reflexionsfähigkeit des Kindes , noch seine förderungswürdigen Willensausdrücke unterdrückt werden.
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  #42  
Alt 01-02-2011, 10:43
Benutzerbild von Kannix
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Ist sicher eine Frage wie man Gehorsamkeit für sich definiert, aber das Wort Gehorsam ist für mich ein Greuel. Ich bin mir ziemlich sicher das ich niemandem gegenüber gehorsam bin. Ich tue nichts einfach nur weil es mir gesagt wird. Ich tue alles weil es meine Entscheidung ist. Umso bewußter bin ich mir meiner Verantwortung meiner Handlungen.
Die oberste Priorität in unserem Erziehungssystem ist Hilfestellung zu leisten, damit autonome Persönlichkeiten entstehen. Nichts anderes
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  #43  
Alt 01-02-2011, 10:50
Benutzerbild von Trinculo
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Zitat:
Zitat von Zhijepa Beitrag anzeigen
Ist die Gehorsamkeit dagegen fokussiert auf einen positiven Wert den die Person auch durch kritisches Hinterfragen und Erleben , für Sich und in ihrer gesellschaftlichen Bedeutung klar als förderlich erkannte so wird Sie , die Gehorsamkeit , wirklich zu einer Tugend
Würde ich eher Disziplin nennen.
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  #44  
Alt 01-02-2011, 12:41
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Gehorsam kann man im Berufsleben nicht gebrauchen. Wenn es um eine technische Entscheidung geht, und der "Ranghöhere" eine total dämliche Idee hat, dann hat der technisch Beschlagene da sachlich Einwände zu erheben. Wenn der, weil das ja so klasse ist, dann einfach den Blödsinn umsetzt und das ganze Projekt baden geht, dann ist das nur für einen gut - die Konkurrenz. Also von mir aus können die Chinesen weiterhin bei einem Top-Down-Modell bleiben wo der Chef Schwachsinn vorgibt und die Indianer Schwachsinn umsetzen. Erhält mir meinen Arbeitsplatz.
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  #45  
Alt 01-02-2011, 13:19
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