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#31
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Ich habe mit solchen Diskussion Schwierigkeiten, weil hier Argumente ausgetauscht werden, die a) schon seit Jahrzehnten bekannt sind und wir b) auch hier in Deutschland mit unseren Kindern nicht gerade zimperlich umgehen, wenn es um den Lerndrill geht. Daher geht es m. E. nicht um die Tatsache, dass Kinder zum lernen gedrillt werden (und zwar überall auf der Welt), sondern wohl eher darum, mit welchem Blickwinkel und mit welcher Motivation nun nur auf China geschaut und damit die Realität um uns herum ausgeblendet wird.
__________________ Immer gut drauf - wenn nicht, dann schlecht drauf. |
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#32
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| In Deutschland gibt es auch viele, die Kindererziehung mit Drill verwechseln - genauso viele, wo die "armen Kleinen" die Chefkis in der Familie sein dürfen. Ist alles nicht so einfach... Noch mal auf die Kuscheltiere zurück: Warum sollen Kinder nicht glauben dürfen, diese "lebten"? In Deutschland ist es leider - trotz Kuschelpädagogik - immer noch Usus, speziell Jungs eine lange"Durststrecke" zu verorden. Die Zeit zwischen "bei Mama kuscheln" und "Freundin haben" kann ohne den Stoffkameraden ganz schön lag werden... Wird natürlich noch "getoppt" von den Müttern, die ihre lieben Kleinen mit drei Jahren noch stillen, weil diese das für ihre Psyche brauchen ![]() Negativbeispiele gibt es hierzulande natürlich auch, wo Kinder geknechtet und geschlagen werden... Für jeden Menschen heißt es eigentlich, in jeder Beziehung über den Tellerrand zu schauen. Ob das um Kindererziehung oder andere Werte geht... In jeder Kultur findet sich sicher irgendwas, was man adaptieren kann und einiges, worüber man sich kolossal aufregen kann. Ändern kann man was nur im eigenen Umfeld...
__________________ Gib jedem Tag die Chance, Dein Bester zu werden... |
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#33
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__________________ But if they tell you that I've lost my mind Baby it's not gone just a little hard to find |
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#34
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| Ich denke die Kunst darin liegt zu erkennen was dem Kind spaß macht und was es gerne macht. Je nach dem können dann Entscheidungen zugunsten des Kindes getroffen werden. Zudem gibt es Werte die unter solchem extremen Drill gerne verloren gehen. Dem Kind Menschlichkeit und gesunde Werte beizubringen sind meiner Meinung nach der größte Erfolg den Eltern haben können. Was nützt ein Wunderkind wenn es später im Leben keine klaren Werte hat, da es in der Kindheit nur um den Erfolg ging ?!
__________________ "Hätt der Hund it gschisse´, hätt er d´ Katz verwischt" |
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#35
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Stadt und nein ... ich meinte schon so ganz undifferenziert den Westen , und wenn ich das anfügen darf , auch noch den Norden , Süden und natürlich den Osten ![]() ![]() Zitat:
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#36
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Die Praxis sieht aber auch schon für unsere Kinder anders aus. Die Grundlage für den Spaß am Lernen sollte eigentlich in der Grundschule gelegt werden. Leider geht es für viele Kinder jedoch schon in der 1. Klasse mit dem Lernstress los, einige bleiben hier sogar schon sitzen. Da Kinder eben - aus ihrer Zeitrechnung betrachtet - den halben Tag in der Schule verbringen, muss sich Schule am Sozialisierungsprozeß der Kinder beteiligen - ist im Übrigen auch Auftrag der Schule. Stattdessen wird alles nur aufs Lernen fokussiert: Alle Schüler müssen zur gleichen Zeit das Gleiche können. Dies obwohl der eine Schüler mit 5 J. früher und der andere mit 7 J. später eingeschult wurde. Individualität sucht man umsonst an deutschen Schulen, hier fängt der Lerndrill in der 1. Klasse an. Man kann über die Aussagen von Amy Chua streiten, wie man will. Ein großer Teil davon ist eben auch schon in Deutschland angekommen...Empörung sollte dementsprechend zurückhaltender ausfallen. In diesem Zusammenhang empfehle ich das Buch "Was wir unseren Kindern in der SCHULE antun - ...und wie wir das ändern können" von Sabine Czerny. Äußerst interessant, mal aus Sicht einer Lehrerin zu lesen, wie Dinge so in der Schule laufen und warum. Selektion ist nämlich auch in Deutschland das "Zauberwort".
__________________ Immer gut drauf - wenn nicht, dann schlecht drauf. |
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#37
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#38
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Aber Bas Rutten z.B fing erst mit 21 an zu trainieren. Zufor war er nur Türsteher und ist auf Bäumen rumgeklettert. ![]() |
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#39
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| Taekwondo hat er z.B.doch schon deutlich früher trainiert, oder? |
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#40
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| Selbst mit 21 könnte man sich theoretisch noch zum Mathegenie mausern. Die allgemeine Erfahrung zeigt jedoch das die Weichen hierfür meist früher gelegt werden/werden müssen oder sich eben selbst irgendwie stellen. Zitat:
Irgendwo bleibt immer wer auf der Strecke, so hart das klingen mag. Wir dürfen doch bei all dem Kladrerdatsch auch nicht vergessen den Erziehungsauftrag haben die Eltern. Und bisher liegt es immernoch im Ermessen der Eltern wann ein Kind eingeschult wird. Ich denke das Kindern der Umgang mit diesem Druck nicht spielerisch genug beigebracht wird. Es sind immernoch Kinder! Die für fehltritte nicht wirklich bestraft sondern BELEHRT gehören. Bevor man sitzen bleibt wird es ja wohl genug Spielraum geben in dem die Eltern wissen was blüht. Genug Zeit um Gegenmaßnahmen zu ergreifen oder sich Alternativen auszudenken. Ich weiss ja nicht wie es mittlerweile ist aber bis vor 20 Jahren scheint dieses System meiner Meinung nach funktioniert zu haben. Weiterhin spricht man (wenn wir mal weiter wie die Grundschule gehen) immer davon das wir mehr und mehr und schneller Bilden müssen. (Beispiel G8) Wieso? Gab es durch das "alte" System denn etwa irgendwelche Nachteile, wie zu wenig kluge Köpfe? Oder gar zuviele Dumme? Mit was hängt dieser Druck nach schneller und besser eigentlich zusammen, denn wir werden ja wohl kaum glauben dadurch früher bessere Leute auf den Markt zu bekommen ?! Es wäre gesünder den Kindern nicht zuviel aufzubürden, aber das was Ihnen abverlangt wird sollte ein streng und gut durchdachtes System sein. Genug Zeit um einen ich sag mal "Genie" aus dem Kind zu machen ist immernoch vorhanden ab der Oberstufe, in der das mittlerweile Jugendliche Kind reif genug sein sollte um mit soetwas umzugehen. Schließlich heisst es nicht umsonst OBERSTUFE. Liebe Grüße Remy
__________________ "Hätt der Hund it gschisse´, hätt er d´ Katz verwischt" |
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#41
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Als Normal bzw Optimal , würde ich diesen langen Reifungsprozess nicht unbedingt bezeichnen , da grade aus ihm ein Großteil der Probleme der Gesellschaft entspringen. Wer als Kind keine Disziplin gegnüber den Anderen und sich Selbst gelernt hat , kann nun mal als Erwachsener wesentlich leichter auf Abwege geraten Disziplin im Klassenzimmer ? den Lehrern kann man hier kaum Vorwürfe machen , sie müssen halt die Suppe auslöfeln die jene Eltern leider völlig verkocht und versalzen haben > Zitat:
Zitat:
Ist die Gehorsamkeit dagegen fokussiert auf einen positiven Wert den die Person auch durch kritisches Hinterfragen und Erleben , für Sich und in ihrer gesellschaftlichen Bedeutung klar als förderlich erkannte so wird Sie , die Gehorsamkeit , wirklich zu einer Tugend Die Selbstdisziplin ist hierbei auch eine Form von Gehorsamkeit gegenüber sich selbst. Generel gewinnt die Gehorsamkeit natürlich besonders dann an Wert und Bedeutung wo ein kritisches Hinterfragen einfach nicht oder noch nicht möglich ist , wie es z.b teilweise bei Kindern der Fall ist. Hier sehe ich es rein persönlich doch noch immer als ureigene Verantwortung der Eltern an , das Jene auch die Gehorsamkeit als Werkzeug benutzen , um das Kind in die Richtigen Bahnen zu lenken.Und zwar so , das hierbei weder die Reflexionsfähigkeit des Kindes , noch seine förderungswürdigen Willensausdrücke unterdrückt werden. |
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#42
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| Ist sicher eine Frage wie man Gehorsamkeit für sich definiert, aber das Wort Gehorsam ist für mich ein Greuel. Ich bin mir ziemlich sicher das ich niemandem gegenüber gehorsam bin. Ich tue nichts einfach nur weil es mir gesagt wird. Ich tue alles weil es meine Entscheidung ist. Umso bewußter bin ich mir meiner Verantwortung meiner Handlungen. Die oberste Priorität in unserem Erziehungssystem ist Hilfestellung zu leisten, damit autonome Persönlichkeiten entstehen. Nichts anderes |
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#43
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| Würde ich eher Disziplin nennen.
__________________ But if they tell you that I've lost my mind Baby it's not gone just a little hard to find |
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#44
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| Gehorsam kann man im Berufsleben nicht gebrauchen. Wenn es um eine technische Entscheidung geht, und der "Ranghöhere" eine total dämliche Idee hat, dann hat der technisch Beschlagene da sachlich Einwände zu erheben. Wenn der, weil das ja so klasse ist, dann einfach den Blödsinn umsetzt und das ganze Projekt baden geht, dann ist das nur für einen gut - die Konkurrenz. Also von mir aus können die Chinesen weiterhin bei einem Top-Down-Modell bleiben wo der Chef Schwachsinn vorgibt und die Indianer Schwachsinn umsetzen. Erhält mir meinen Arbeitsplatz.
__________________ "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes) |
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#45
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