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#121
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| Informiere dich doch bitte mal etwas genauer. Pädophilie ? Wikipedia |
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#122
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| Zitat:
Jetzt sich gegenseitig mit Definitionen und Zitaten zu überhäufen bringt nix. Kein Psychologe oder Sozialwissenschaftler unter uns? |
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#123
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| Zitat:
mit der Problematik. Daher habe ich diese Thema auch initiiert. Bücher lesen, mit Leuten sprechen. Sowohl Täter als auch Opfer. Mit der Polizei kommunizieren usw. usf. bietet ein etwas anders Bild. ![]() |
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#124
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| -introviertiert ja/nein -stammt aus einer intakten Familie ja/nein -stammt aus einer Großfamilie oder Einzelkind -oft Kontakt mit Menschen ja/nein -verbringt wieviel Stunden vor dem PC etc. -Pädophile auch eigene Kinder ja/nein -Anzahl Familie Freunde bzw noch Kontakt mit denen -Unter/Mittel/Oberschicht -Ausländer ja/nein -Pädophilefälle eher in Dörfer oder Großstädten -im Osten oder Westen etc etc |
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#125
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| @bekus: Ich denke nicht, dass sich die Täter in so ein Schema pressen lassen.
__________________ In der Ruhe liegt die Kraft. Wer viel ruht, der viel schafft. |
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#126
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| Daher gibt es sicherlich Täter, die in so ein Schema passen würden... (meine meinung)
__________________ "Die Zahl der Feinde ist um ein lächerliches Dreifaches größer." |
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#127
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| Natürlich gibt es auch Täter die in dieses Profil passen, die Frage ist aber ob man es als irgendwie vorherrschend identifizieren kann. Da sprechen die (wenigen) persönlichen Erkenntnise dich ich habe und die (vielen) die an entsprechender Stelle publiziert werden einfach dagegen. Es gibt eben nicht die einfachen Merkmale die die identifikation eines Täters zulassen - mal abgesehen davon das es nach derzeitiger Kenntnis in der Regel Männer sind. |
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#128
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| Spannende Frage: Was eigentlich haben Polizisten für "Erfahrungen" mit Tätern von Kindesmissbrauch bzw. welche "Erfahrungen" können sie eigentlich nur haben?
__________________ Immer gut drauf - wenn nicht, dann schlecht drauf. |
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#129
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| Zitat:
In ursprünglicheren Kulturen ist das sogar erlaubt: Kinderheirat ? Wikipedia |
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#130
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| Straßenpolizist, den Kriminalbeamten(OFA) oder eventuell einen Polizeipsychologen? Je nach dem kommt, man zu sehr unterschiedlichen "Erfahrungen". Das geht von "keine" bis "sehr viel". |
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#131
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| Was ist denn ein "Straßenpolizist" und ein Polizeipsycholog ist ja wohl eher Psychologe als Polizist? Tja... und was für Erfahrung können die von dir genannten Polizeibeamte denn nun konkret haben?
__________________ Immer gut drauf - wenn nicht, dann schlecht drauf. |
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#133
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![]() Eben weil ich in meiner Arbeit sehr viel mit Kindesmissbrauch zu tun habe, stelle ich die Arbeit der Polizei in einem absolut kritischen Kontext. Meine Erfahrung - und die meiner Kollegen - ist, dass die Polizei ganz andere Maßstäbe ansetzt, zumeist persönliche, die mit der Sache ansich nichts zu tun haben. Wenn du so willst, arbeitet die Polizei diesbezüglich häufig absolut unprofessionell. Häufig wurde in der Vergangenheit so lange gewühlt (z. B. über Hausdurchsuchungen und staatsanwaltschaftliche Ermittlungen bis hin zu rechtsmedizinische Untersuchungen der Kinder) bis entweder irgendetwas gefunden (dann zumeist Kleinigkeiten) oder das Verfahren eingestellt wurde. Der Schaden, der hier für die Kinder entsteht (durch etliche Verhöre, Untersuchungen und Befragungen von vielen - aus Sicht der Kinder fremden - unterschiedlichen Personen), ist überhaupt nicht abzuschätzen - abgesehen von der Arroganz, mit der die staatlichen Organe (Polizei und Justiz) hier vorgehen. Kommt bei derartigen Vorgehensweisen nichts heraus bzw. stellt man fest, dass man "die Falschen" hat, sind dies eben Kollateralschäden, die eben passieren. Ebenfalls kann ich aus meiner Arbeit erwähnen, dass die wenigsten angezeigten Fälle tatsächlich zutreffen. Bedeutet: Anzeigen häufen sich, leider werden diese immer häufiger auch dazu benutzt, mit dem Nachbarn oder ungeliebten Freunden abzurechnen. Ein gewisses Klientel weiß eben, wie z. B. das Jugendamt vorgeht/vorgehen muss: Egal wie glaubwürdig eine Anzeige ist, wir müssen auf jeden Fall immer zu zweit in die Familie und einen Gefahreneinschätzung vornehmen. Da gerade auch beim sex. Kindesmissbrauch Beschuldigungen unreflektiert schnell ausgesprochen werden, ist dies ein gutes Mittel, um z. B. dem ungeliebten Menschen so richtig eine reinzuwürgen. Wenn man bedenkt: Gerade bei Kleinkindern ist es oft unglaublich schwer, einen solchen Missbrauch festzustellen. Zumeist sieht man nicht viel - oder gar nichts - muss sich dennoch absichern. Es ist also vorprogrammiert, dass ein betreffendes Kind einem Arzt vorgestellt werden muss (mit entsprechenden Verdacht), viele Ärzte sind darauf nicht vorbereitet, was bedeutet, dass es zu einer "Untersuchungs-Odyssee" kommt, was eben auch etwas mit den Kindern macht. Gut, wenn dann am Verdacht auch etwas dran ist! Hinzu kommt, dass das Wort "Kindeswohl" langsam inflationär eingesetzt wird, alles und jedes kann darunter fallen. Leider spielen hier besonders Kindergärten eine schlimme Rolle, da man dort eigentlich Sachverstand erwartet, dieser häufig aber nicht vorzufinden ist. Dazu muss erwähnt werden, dass im SGB VIII über den §8a klare Direktiven vorgegeben werden und es bei uns Standards gibt. Standard kann es sich nicht sein, dass mir vom KiGa etwas geschickt wird und ich raten muss, warum es sich nun handelt... also ist das eine KiWo-Meldung oder nicht. Außerdem winden sich die Erzieherinnen häufig, weil sie nicht möchten, dass sie in den Augen der anderen Eltern "Vertrauen verraten"... verständlich zwar, aber angesichts der bedrohlichen Lage eines Kindes völlig unangebracht, Imagepflege zu betreiben. Mein Fazit: Das Thema ansich ist so ernst, dass wir uns eigentlich die von mir oben beschriebenen Szenarien nicht leisten können. Wie ich oben schon beschrieb, liegt das eigentliche Problem in der Bewertung des KiWo, wozu Polizisten fachlich nicht in der Lage sein können. Unglaublich, was ich mit diesen "Experten der Sicherheit" schon alles erlebt habe, vor allem, wieviel Wind aufgewirbelt wird. Tragisch, weil die Masse der tatsächlichen Fälle, eher nicht über die Polizei laufen (eher über Krankenhäuser, KiGa, anonyme Melder, die sich ans JA wenden). Bei Meldungen von Krankenhäusern ist der Sachverhalt zumeist wiederum klar. Bei den anderen Fällen arbeiten wir - wie o. g. - gegen die Inflation der KiWo-Meldungen, wobei es tatsächlich immer schwieriger wird, sich durch den Wust an Meldungen durchzuarbeiten und zugunsten der Kinder tätig zu werden. Was ich geschildert habe, ist meine berufliche Realität - gerade habe ich so einen Fall und bin mächtig ärgerlich über die Alleingänge der Polizei, die eben keine "Team-Player" sind, sondern für sich einfach irgendwie los-gallopieren, nichts abstimmen. Auch dies gehört also zur Realtität des (sexuellen) Kindesmissbrauchs und der Kindesmisshandlungen. Für uns wird es immer schwieriger, sich durch so einen Dschungel zu kämpfen. Laut Meinung vieler Menschen nimmt das Jugendamt ja entweder die Kinder viel zu früh aus den Familien oder sie kommen zu spät. Der Mainstream unserer Arbeit wird dadurch nicht erfasst. Daher bin ich nicht dafür, dass die Vorgehensweise bei Kindesmissbrauch unprofessionell sein sollte, also die o. g. Kollateralschäden behinhalten muss. Wenn alle Institutionen mehr zusammenarbeiten würden (auch diesbezüglich den Sinn des Team-Playing erkennen würden) wären Kinder in unserer Gesellschaft auch mehr geschützt. Momentan redet alle Welt nur über den Schutz, hält sich mit adäquaten, gewinnbringenden und sinnvollen Handlungen allerdings zurück. Für Trainer hieße dies, bei Kindern immer genau hinzuschauen, aber nie alleine für sich eine KiWo-Gefährdungsmeldung abzugeben! Zuvor steht immer das Gespräch mit anderen Trainern, bzw. erwachsenen Personen des Vereins und die Abstimmung deren Beobachtungen. Eine gute Beratung gibt auch den Trainern viel Sicherheit, wenn es denn tatsächlich darum gehen wollte, einen Missbrauch zu melden. Man steht nicht alleine und kann deutlich machen, dass man eine Gefährdungseinschätzung mit anderen, erwachsenen Beteiligten bereits initiiert hat. Solche Meldungen sind dann "Gold" wert! So etwas sollte in jedem Verein frühzeitig besprochen werden und nicht erst dann geschehen, wenn tatsächlich etwas akut wird.
__________________ Immer gut drauf - wenn nicht, dann schlecht drauf. Geändert von AndyLee (18-03-2012 um 13:33 Uhr). |
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#134
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| @AndyLee OK. Da kann ich dir nur zustimmen. *Edit* Noch ein paar Gedanken, die das Gesagt aber nicht relativieren sollen. Die angesprochene Problematik ist aber eher administrativer Natur. Ich bezog mich da auf die Einbringungen von @Bekus. Die sind sehr allgemein gehalten. Es gibt innerhalb der Strafverfolgung auch "Fachleute", die eben Erfahrungen mit Missbrauch haben. Sei es, das sie sich in die Täter einfühlen müssen (OFA) oder das sie mit Tätern "arbeiten" (Polizeipsychologen). In dem Zusammenhang verfügen sie sicherlich über "Erfahrung" mit Missbrauch. Geändert von Sven K. (18-03-2012 um 16:57 Uhr). |
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#135
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| Kindertraining Karate, Gruppe mit ca. 10Kindern im Alter von 5 - 10Jahren. Bewegungsspiel zum Dampfablassen zwischendurch (Fangen oder so). Einer von den Kleinen gerät genau in die Kollisionszone 2er Grosser, tut sich weh und erschrickt dabei auch noch ganz ordentlich. Ergebnis: Lautes Weinen, daß sich schnell intensiviert. Der Trainer geht hin, überzeugt sich schnell, daß keiner der drei ernsthaft verletzt ist, schickt die beiden Grossen mit einer kurzen Ermahnung, sie sollen etwas besser auf die kleinen aufpassen, wieder ins Spiel, setzt sich zu dem Kleinen auf den Boden, nimmt ihn auf den Schoss, drückt ihn an sich und tröstet ihn. Nach 1-2 Minuten hat sich der Kleine beruhigt und drückt sich jetzt selber an seinen Trainer. Der streicht ihm noch mal kurz über den Kopf, stellt ihn auf die Füsse, fragt ihn ob es wieder geht und schickt ihn dann mit einem Highfive und einem Klaps auf die Schulter wieder ins Gefecht. Ich bin mir sicher, daß in dieser Situation schon viele einen Hinweis auf sexuelle Übergriffe entdeckt hätten. Was haltet ihr davon? Frank
__________________ Lieber stehend vor dem Richter, als liegend vor der Gemeinde |
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