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| Kampfkunst und Familie, Eltern & Kind Forum Diskussionen zu Kampfkunst-bezogenen Themen, die mit Eltern, Kind und Familie zu tun haben. |
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#1
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| Hallo, meine 7-jährige Tochter macht seit kurzem Taekwondo und steht kurz vor der ersten Gürtelprüfung. Sie ist ein sehr unruhiges, zappeliges Kind mit Konzentrationsschwäche und niedriger Frustrationsschwelle. So mache ich mir schon Gedanken, wie sie die Prüfung "durchstehen" wird, denn ewig in Aufstellung stehenbleiben ist enorm schwierig für sie. Mit dem Trainer habe ich natürlich über ihre Probleme gesprochen, die Prüfung nimmt aber der Großmeister ab, den ich eigentlich nur vom Sehen kenne. Wie streng sind denn diese ersten Prüfungen für Kinder? Und an andere Eltern von Taekwondo-Kids: Übt und lernt ihr denn Zuhause mit den Kindern? Meine Tochter hat letzte Woche eine Kopie bekommen, mit koreanische Begriffen, die sie inzwischen kennen sollten. Überraschenderweise kennt sie die - bis auf 2-3 Ausnahmen - alle, aber besprecht ihr Neugelerntes zuhause oder laßt ihr das einfach so laufen? Grüße Gwenchana |
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#2
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| Schau Dir die Prüfung nicht an. Dann wird es Deine Kleine schon machen. Nein Eltern müßen nichts extra mit den Kids üben. Gruß Alfons.
__________________ Hap Ki Do - Schule Frankfurt - eMail - 합기도 도장 프랑크푸르트 - Daehanminguk Hapkido - HECKelektro-Shop |
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#3
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| Danke, ich habe mir schon Gedanken gemacht, ob ich zusehen soll oder nicht. Beim Training möchte meine Tochter auch garnicht, daß ich zusehe, sie meint, dann fühlt sie sich beobachtet. Ich war inzwischen soweit, daß ich die Entscheidung ihr überlassen wollte, ob ich anwesend sein soll oder nicht. Meine Tochter führt mir viel zuhause vor, und es vergeht kein Tag, an dem nicht aus irgendeiner Ecke ein "kihap" kommt. Dann lasse ich es dabei und übe nichts mit ihr. Grüße Gwenchana |
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#4
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| "zusehen" kann für das Kind auch der Respekt der Eltern vor der Leistung sein. Ich habe meine Kinder einfach gefragt, ob ich mit dabei sein soll.... 2x JA als Antwort |
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#5
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| Hallo, Zitat:
Zitat:
Gruß Alfons.
__________________ Hap Ki Do - Schule Frankfurt - eMail - 합기도 도장 프랑크푸르트 - Daehanminguk Hapkido - HECKelektro-Shop |
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#6
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| Ganz ruhig, ich kenn mich zwar im TKD nicht aus, weiß aber von anderen Stilen, dass die erste Prüfung - gerade bei den Kleinen - kein Problem ist, so sich der Schüler denn bemüht. Es soll ja ein Erfolgserlebnis sein und zum weiter machen motivieren. |
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#7
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| Wenn der Lehrer dort "verantwortungsvoll" ist, weiß er ob dein Kind besteht oder nicht. Er sollte es also nur zur Prüfung zulassen, wenn es alles beherrscht was gefordert wird. |
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#8
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| Wie lange ist deine Tochter denn schon dabei? Ich denke, in Reih und Glied zu stehen und die allgemeine Etikette einzuhalten, dürfte sie schon im gewöhnlichen Training gelernt haben und regelmäßig bewältigen. Ich habe auch noch nie erlebt, dass ein Kind bei der ersten Gürtelprüfung durchfällt, dazu müsste sie schon total verweigern oder ähnliches. Was das Thema Zusehen angeht, ist sie zu fragen, was sie möchte wohl das schlauste. Tendenziell denke ich aber, ihr ist besser damit gedient, so wenig wie möglich bei der Prüfung von der gewöhnlichen Trainingsatmosphere abzuweichen - also wie da auch bei der Prüfung ohne Mami im Rücken. Die Kids machen das egtl. immer ganz gut, ich habe bis her noch nie einen Totalausfall erlebt, auch nicht bei Problemkindern. Die ernste Stimmung und der eigene Ehrgeiz führen schon dazu, dass sie sich konzentrieren und Mühe geben. |
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#9
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| Danke für die Antworten. Ob der Trainer verantwortungsvoll ist kann ich nicht beurteilen - ich denke und hoffe schon. Aber über den eigentlichen Prüfungsinhalt mache ich mir auch keine Sorgen. Sie kann die gelernten Kicks usw ganz gut, weiß von allen die koreanischen Bezeichnungen und bei Selbstverteidigung usw ist sie denke ich weder besser noch schlechter als die anderen Weißgürtel in ihrem Alter. Das einzige Problem ist eben das Still stehen bleiben und bei der Sache bleiben. Wenn man ihr sagt: "10 Ap-chagis", dann macht sie das. Aber wenn da vorne einer was erzählt und sie nichts direkt zu tun hat, also keine direkte Anweisung, dann schweifen die Gedanken ab... Die Frage ist also eher, wie eng sehen die Prüfer das mit dem Stehenbleiben? Ich werde sie wohl selbst entscheiden lassen, ob ich oder mein Mann oder beide zusehen sollen/dürfen. Kann sie ja auch ganz spontan direkt vor der Prüfung sagen. Geändert von Gwenchana (03-06-2011 um 22:40 Uhr). |
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#10
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| Aber das muss sie doch schon im alltäglichen Training bewältigen. Bei ihrer eigenen Prüfung wird überhaupt nicht viel geredet, da muss sie vorturnen. Je nach Organisation muss sie aber still sitzen, während die anderen geprüft werden. In der Regel sind die Kinder durch die ernste Stimmung und den (fremden?) Prüfer fast schon ehrfürchtig gelähmt, da muss man sich egtl. keine Sorgen machen. |
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#11
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| Also - sorry: Thema ist ein 7-jähriges Mädchen!!! Kinder wollen sich nunmal bewegen - von Natur aus... Wie schon in "tausenden" Diskussionen zuvor war genau dieser Bewegungsdrang Inhalt vieler Diskussionen. Warum sollte man Kindern "abgewöhnen", still zu sitzen/stehen? Reicht es nicht schon, wenn dies über den halben Tag in der Schule probiert wird? Disziplin und Kinder - ist das nicht in sich ein Widerspruch? Wie sollte ein Kindertraining aussehen - was für ein Ziel sollte es haben? Wie geht es auf ein bestimmtes Altersklientel ein, wie wird es dessen Bedürfnissen gerecht? Was ist eigentlich ein "zappliges Kind"? Ist es ein "schlechtes" Kind, ein "anderes" Kind oder einfach nur "Kind"? Wie sieht das Pendant aus...also ein "unzappliges" bzw. "ruhiges" Kind? War es nicht so, dass diese Kinder dann zu einem Training gehen sollten, um Selbstbewusster zu werden? Wo ist das "gesunde Mittelmaß" und wer hat als Trainer die Voraussetzungen dafür, genau dies zu erkennen und Kinder individuell zu Trainieren? Fragen über Fragen. Was also ist das Ziel: dressierte Kinder? Mein Tipp für dich: Immer und grundsätzlich bei Prüfungen dabei sein. Es ist dein Kind, du hast die Verantwortung, dein Kind vertraut dir. Wenn nicht zu Hause irgendwas total schief läuft und dein Kind Angst vor dir hat, wird deine Anwesenheit positiv auf sie wirken. Leistungsdruck gibt es mit 7 Jahren noch nicht...sorry...falsch ausgedrückt. Richtig muss es heißen: Für ein 7-jähriges Kind gibt es noch keinen Leistungsdruck, wohl aber für die Erwachsenen (z. B. Eltern) drum herum. Mag sein, dass sich dieses unangenehme Gefühl auf dein Kind übertragen hat...wird Zeit, das zu korrigieren... Geändert von AndyLee (04-06-2011 um 12:21 Uhr). |
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#12
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| Richtig, ein gesundes Mittelmaß. Ich verlange von meinen Kindern absolute Disziplin und Ruhe, da wird nicht mal gewackelt - wenn es eben gefordert ist. Dafür werden sie in regelmäßigen Abständen mit Spieleinlagen belohnt, bei denen sie sich austoben können. Ich halte nix von Kuschelpädagogik, wer nicht spurt macht erst Liegestützen und verläßt bei Wiederholung die Gruppe für ein paar Minuten. Aber das kommt selten vor, die Kinder verstehen freundlichen Ernst und Strenge schnell und lernen, dass ihre Spielzeit nicht zu kurz kommt, wenn sie dafür am rechten Punkt ordentlich mitmachen. Gut, diese Grundsatzdiskussion hat hier egtl. nichts zu suchen und hilft auch nicht weiter, weil der Trainer dort unsere Ergüsse nicht liest. Der einzige Rat kann bzgl. des Dabei-Seins erfolgen und den hat ja nun jeder in seinem Sinne abgegeben... Außerdem der schon mehrfach erteilte Trost im Voraus: Bei der ersten Gürtelprüfung fällt niemand durch ![]() |
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#13
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| So sieht's aus! :-) |
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#14
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| Zitat:
Für mich haben Trainer entweder eine persönliche Autorität oder nicht. Die, welche sie nicht haben, müssen die dann natürlich anderweitig ausgleichen. Die, welche sie haben, können sich dann auf ein kindgerechtes Training konzentrieren - i. d. R. sind diese auch sehr beliebt bei den Kindern. Vllt. zur Erinnerung: Ein Kindertraining ist kein abgeschwächtes Erwachsenentraining, von wegen: Liegestütze. Wenn dein erster Absatz tatsächlich ernst gemeint ist, musst du mir etwas erklären: Worin besteht bei dir der Unterschied zwischen dem Drill eines Kindes und dem eines Hundes? Ich erinnere mich daran, dass man auch Hunde mit regelmäßigen Spieleinlagen belohnt... Klingt jetzt vllt. n bissl fies meine Frage, ich hoffe aber, du weißt, wie ich das meine... ![]() Eltern, die sich für ihre Kinder interessieren, sind selbstverständlich bei so einer Prüfung dabei. Wie ich oben schon erwähnte, sollten Eltern nicht den Fehler machen, ihr Denken auf das Kind zu übertragen. Kinder mit 7 Jahren wissen i. d. R. noch nicht einmal, was überhaupt eine Prüfung ist...woher auch? Wenn ihnen aber z. B. vom Trainer oder von den Eltern eingeredet wird, dass man bei Prüfungen auch durchfallen (versagen) kann und ein riesiger Wirbel gemacht wird, muss man sich andererseits auch nicht wundern, wenn Kinder dadurch verunsichert werden. Mein Fazit: Wenn Kinder letztlich nicht nur funktionieren sollen, muss man ihnen auch den Raum für die Entwicklung eines gesunden Egos geben. Den Raum kann man gerne begrenzen, nur müssen dann die Grenzen auch kindgerecht justiert sein. Geändert von AndyLee (04-06-2011 um 19:43 Uhr). |
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#15
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