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  #1  
Alt 09-10-2008, 08:16
Benutzerbild von kanou65
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Kampfkunst: Judo
 
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Exclamation Ganztagsschule, Welche Herausforderungen kommen auf Kampfkunstschulen und Verein zu?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Liebe Eltern

mich beschäftigt derzeit die Frage, wie wir in Zukunft unsere Dojos organisieren sollen, wenn Ganztagsschulen auch schon im Grundschulalter zum Standart werden sollen.

Ich frage mich, ob die Kinder und Jugendlichen dann nachmittags noch die Zeit finden, Kampfkunst (Sport) auszuüben.

Hintergrund ist u.a. meine Beobachtung seit Einführung des Gymnasiums G8: die Auswirkungen machen sich schon jetzt dahingehend bemerkbar, dass Kinder seltener zum Training kommen oder teilweise aufhören (müssen), weil die Schule sie so stark beansprucht.

Freue mich auf Eure Einschätzungen.
__________________
mit freundlichen Grüßen kanou65
www.flensburger-budo-club.de
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  #2  
Alt 09-10-2008, 12:02
Benutzerbild von marq
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Kampfkunst: Kickboxen - K-1 - Brazilian Jiu Jitsu - Olympisches Boxen
 
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die rechnung wird schon noch kommen... noch mehr unsportliche, verfettete kinder....
die sportl. basis mit denen die kinder das training beginnen, nimmt schon seit jahren ab .... viele kinder können noch nicht einmal einen purzelbaum....
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  #3  
Alt 09-10-2008, 12:56
Benutzerbild von Syekye
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Der Meinung kann ich auch nur zustimmen. Wie ich aus mehrern Fernsehberichten erfahren habe ist es wirklich so, dass die neuen G8 Schüler selbst teilweise nur einmal in der Woche Zeit haben sich mit ihren Freunden zu treffen und sogar Angst haben krank zu sein, weil sie so Stoff in der Schule verpassen würden. Durch dieses neue System sind nun auch schon immermehr junge Schülerinnen und Schüler in psychatrischer Behandlung, weil sie mit dem Stress nicht mehr klarkommen. Ich weiß wirklich nicht wozu das noch führen soll, aber eins steht sicherlich schon fest, dass ein klarer Rückgang der Jugentlichen in Vereinen zu verzeichnen ist.
__________________
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
-Mahatma Gandhi
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  #4  
Alt 09-10-2008, 12:57
Omega_reprise
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Vielleicht wären ja Kooperationen zwischen Schulen und KS Schulen möglich? An Universitäten funktionierts ja auch im Rahmen von Hochschulsport. In Tübingen werden z.B. von der Uni aus u.a. verschiedene KS Arten gegen z.T. recht geringe Semesterbeiträge (20 bis 40€) angeboten (neben populären KS wie TKD, Judo und Shotokan Karate u.a. auch Capoeira, BJJ, Kali...).
Die Finanzierung wäre da allerdings sicher ein Streitpunkt, die KS Schulen bzw. die Trainer wollen ja auch was verdienen.
Und in wiefern Schulen gewillt sind Populärsportarten wie Fußball, Basketball etc. durch KS zu ersetzen (oder diese zu mindest als Alternative anzubieten) sei auch dahingestellt...
Zumal es da auch ein Qualifikationsproblem gäbe. Ich möchte behaupten dass Sportlehrer (zu mindest wenn ich nach den heutigen Anforderungen eines Sportstudiums auf Staatsexamen ausgehe) besser qualifiziert für Sportunterricht sind als viele KS Trainer und Meister, welche zwar die Praxis aufgrund langjähriger Erfahrung beherrschen, von der Theorie vll aber nicht ganz so viel Ahnung haben.

Letztlich sind Schüler ja aber nicht die einzige Zielgruppe von KS Schulen. Es gibt auch genügend Azubis, Erwachsene usw. welche trotz Schichtdienst und ähnlichen Ärgernissen noch so regelmäßig wie möglich am Training teilnehmen können. Und wer meist geregelte Arbeitszeiten von vielleicht 8 bis 18 Uhr hat wird sich normal auch mit dem Problem konfrontiert sehen dass viele KS Schulen bereits um die Feierabendzeit mit dem Training anfangen.

Also erstmal Ruhe bewahren und abwarten, vielleicht wird ja doch alles gut.
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  #5  
Alt 09-10-2008, 13:39
Benutzerbild von marq
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Kampfkunst: Kickboxen - K-1 - Brazilian Jiu Jitsu - Olympisches Boxen
 
Registrierungsdatum: 07.07.2002
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Zitat:
Zitat von Omega_reprise Beitrag anzeigen
Vielleicht wären ja Kooperationen zwischen Schulen und KS Schulen möglich?

Zumal es da auch ein Qualifikationsproblem gäbe. Ich möchte behaupten dass Sportlehrer (zu mindest wenn ich nach den heutigen Anforderungen eines Sportstudiums auf Staatsexamen ausgehe) besser qualifiziert für Sportunterricht sind als viele KS Trainer und Meister, welche zwar die Praxis aufgrund langjähriger Erfahrung beherrschen, von der Theorie vll aber nicht ganz so viel Ahnung haben.
die schulen (staat) müssten innerhalb der schulzeit / stundenplans zusätzlich zum schulsport 3 mal 90 min wöchentlich sport oder künstlerische fächer verpflichtend anbieten in kooperation mit vereinen durch finanzierung dieser angebote.
nicht umsonst gibt es immer weniger spitzensportler in deutschen gefilden....

wenn ich da an meinen sportunterricht zurückdenke, kommen mir da aber zweifel bzgl. deiner aussage und soweit man hört, wird der sportunterricht heutzutage auch stiefmütterlich behandelt und auch oft von fachfremden lehrern unterrichtet...

Geändert von marq (09-10-2008 um 13:43 Uhr).
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  #6  
Alt 09-10-2008, 15:10
Omega_reprise
Gast
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"Innerhalb der Schulzeit" würde bei einer Ganztagsschule allerdings etwas anders aussehen als bei den bisherigen Schulzeiten, in sofern wäre zu mindest die zeitliche Unterbrigung denke ich kein größeres Problem.

Was de Sprotlehrer angeht hatte ich auch zwei verschiedene Typen in meiner Schulzeit: die Alten, die seit ~30 Jahren Lehrer sind, ggf. noch die damaligen Lehren vertreten (Wippendes Dehnen etc.) und denen die Leistung der Schüler auch ziemlich egal ist aber auch die jungen (Sport)Lehrer, welche erst vor kurzem ihr Studium abgeschlossen haben und an die man sich wirklich mit sämmtlichen sportrelevanten Fragen wenden konnte. (und wenns Ernährungslehre war) Wenn ich von besserer Qualifikation rede meine ich natürlich letztere. ;-)
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  #7  
Alt 09-10-2008, 21:42
Benutzerbild von kanou65
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Kampfkunst: Judo
 
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danke für eure bisherigen beiträge.

natürlich bieten ganztagsschulen auch eine menge neuer möglichkeiten.
ich habe schon an einer ganztagsschule kampfsportart als ag angeboten und diese wurde auch gut angenommen.
ein teil der schüler ist nach ablauf der ag tatsächlich in unseren dojo gekommen.

projekte wie "schule&verein" werden vom landsportbund unterstützt und gefördert-dort sind wir ebenfalls aktiv.

auch im hochschulsport gibt es hier tolle kk-angebote-durch unsere aktivitäten entstehen hier auch kooperationen und neue schüler.

das alles ist nur mit einer enormen kraftanstrengung möglich und ich glaube die dojos und die vereine sind bald am rande des möglichen angekommen.
die "soziale verantwortung der kk (des sports)" wird immer wieder betont-doch mit der unterstützung sieht es angesichts leerer kassen mau aus.


in welcher nische werden wir unsere dojos in einigen jahren suchen müssen und wie stellen wir heute die richtigen weichen?
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mit freundlichen Grüßen kanou65
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  #8  
Alt 10-10-2008, 00:17
Benutzerbild von Tomate
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Bildungssystem ist halt scheisse, weil wir keine Steuern zahlen/ scheiss Politker wählen. Schade eigentlich wenn man sieht welche Genialität in den Deutschen steckt als Meister in Erfindungen etc.
Wir brauchen nicht mehr Unterricht sondern besseren Unterricht, mit kleinern Klassen etc.
Die Nebeneffekte die Marq genannt hat sind gravierend aber wenn man nixfür die Zukunft tun will, als Bürger der BRD dann brauch man sich nicht wundern. Ist natürlich scheisse für dich, Und ja, die Kinder werden dann weniger Zeit haben und die Anzahl an Schülern wird in allen sportl. Angelegenheiten zurückgehen.
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  #9  
Alt 10-10-2008, 00:32
Benutzerbild von cpcwb
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Zitat:
Zitat von marq Beitrag anzeigen
die rechnung wird schon noch kommen... noch mehr unsportliche, verfettete kinder....
Mit Verlaub, die Rechnung ,mehr Ganztagsschulen = verfettete Kinder ist so mitnichten haltbar und ich hoffe, das du dich entweder missverständlich ausgedrückt, oder ich dass falsch verstanden habe.
In der Regel haben Ganztageschulen ein breites sportangebot für mittagspausen und auch als untterichtsaspekte (gesondert vom normalen sportunterricht).
Vorrausgesetzt, es wird entsprechend umgesetzt und wirklich das System Ganztagsschule breit eingeführt. Denn bis um 4 oder 5 unterricht, haben auch "stink normale" gymnasiasten und das heisst dann nicht ganztagsschule dementsprechen fehlt oft die strukturierte mittaspause und didaktisch / pädagogischer Zeitaufwand in "grupenstunden".

vom rechtschreibfehlern inhaltlichen abweichungen etc. bitte ich keine notiz zu nehmen, ich bin total betrunken :P
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  #10  
Alt 10-10-2008, 00:58
Benutzerbild von Tomate
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Kampfkunst: Shotokan Karate
 
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Zitat:
Zitat von cpcwb Beitrag anzeigen
Mit Verlaub, die Rechnung ,mehr Ganztagsschulen = verfettete Kinder ist so mitnichten haltbar und ich hoffe, das du dich entweder missverständlich ausgedrückt, oder ich dass falsch verstanden habe.
In der Regel haben Ganztageschulen ein breites sportangebot für mittagspausen und auch als untterichtsaspekte (gesondert vom normalen sportunterricht).
Vorrausgesetzt, es wird entsprechend umgesetzt und wirklich das System Ganztagsschule breit eingeführt. Denn bis um 4 oder 5 unterricht, haben auch "stink normale" gymnasiasten und das heisst dann nicht ganztagsschule dementsprechen fehlt oft die strukturierte mittaspause und didaktisch / pädagogischer Zeitaufwand in "grupenstunden".

vom rechtschreibfehlern inhaltlichen abweichungen etc. bitte ich keine notiz zu nehmen, ich bin total betrunken :P
Mit Verlaub, die Rechnung mehr mehr Ganztagsschulen = verfettete Kinder ist so nicht haltbar-- wenn genug Geld vorhanden ist. Ist es aber nicht.
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  #11  
Alt 10-10-2008, 03:25
sota
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Zitat:
Zitat von kanou65 Beitrag anzeigen
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Liebe Eltern

mich beschäftigt derzeit die Frage, wie wir in Zukunft unsere Dojos organisieren sollen, wenn Ganztagsschulen auch schon im Grundschulalter zum Standart werden sollen.

Ich frage mich, ob die Kinder und Jugendlichen dann nachmittags noch die Zeit finden, Kampfkunst (Sport) auszuüben.

Hintergrund ist u.a. meine Beobachtung seit Einführung des Gymnasiums G8: die Auswirkungen machen sich schon jetzt dahingehend bemerkbar, dass Kinder seltener zum Training kommen oder teilweise aufhören (müssen), weil die Schule sie so stark beansprucht.

Freue mich auf Eure Einschätzungen.
Sicherlich ist es schwierig, Kinder, die zeitlich sehr stark eingebunden sind, noch zu etwas zu motivieren. Gerade Grundschulzwerde sind "fertig", wenn sie erst zwischen 15.00 und 16.00 Uhr nach hause kommen. Man bedenke was das für ein langer Tag war für so einen kleinen Menschen. Auf der weiterführenden Schule ist der Tag zwar nicht kürzer, aber das Leistungspensum zieht stark an und somit werden die "großen" Kleinen zusätzlich unter Druck gesetzt.
Soweit ich das beurteilen kann, ist der Schulsport doch eher spielerisch. Auch die Nachmittagsangebote im schulsportlichen Ramen sind eher einfach gestrickt. Kinder und Jugendliche brauchen neben der Schule auch Freiraum, bzw. einen zeitlichen Rahmen, den sie perönlich gestalten können.
Aus eigener Erfahrung habe ich es bis jetzt so gehalten, dass ich mein Kind zwei mal wöchendlich dazu bewegen konnte, am späten Nachmittag, bzw. frühen Abend das Training zu besuchen. -nebenbei bemerkt, was nicht immer ohne Murren und Knurren geht- aber 100%ig nach dem Training kommt der Satz : "Das hat gut getan". Da sind "kleine" und "große" Menschen gleich: der Bewegungsausgleich muß sein. Es befreit den Geist!
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  #12  
Alt 10-10-2008, 06:02
Benutzerbild von kinkon
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Bemuehungen in Richtung Kampfsport als Schulsport bzw. Zusatzprogramm gab es und gibt es natuerlich schon, wenn auch nur vereinzelt.

Ich persoenlich weiss von einer Schule, die eine sehr erfolgreiche Box-AG hat, erfolgreich in dem Sinne, was die Entwicklung bzw. positive Veraenderung des Sozialverhaltens betrifft und natuerlich die koerperliche Ertuechtigung.

An einer zweiten Schule gibt es eine Kickboxgruppe, die trotz misstrauischer Beaeugung ein voller Erfolg ist: Schueler kommen zu scharen, benehmen sich, haben Spass und das positivere Verhalten ausserhalb der Kickboxstunden wird auf jene zurueckgefuehrt.

Dass viele Verantwortliche in den entsprechenden Institutionen gegen solche Massnahmen sind, ist auch bekannt. Man kann sich nur wuenschen, dass sich weiterhin Menschen fuer solche Projekte einsetzen und der Erfolg ihnen recht gibt.
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  #13  
Alt 10-10-2008, 06:21
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...ja, mit Wehmut im Herzen lausche ich oft den fast unglaublichen Geschichten meines Vaters, als Boxen im Sportunterricht noch Pflicht war!
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  #14  
Alt 11-10-2008, 11:55
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ich hielte es auch für wichtig den sport mehr anzuerkennen. wenn junge menschen durch sport auch zu mehr gsellschaftlicher anerkennung kämen würden sie sich mehr mühe geben.

schulsport sollte mehr als nur einmal die woche stattfinden! aktivitäten wie sport und schwimmabzeichen sollten alle machen!

die schulen und die vereine und sportschulen sollten wahlangebote für schüler anbieten. und optimal wäre die einrichtung von mehr sportgymnasien! wo die schüler durch die verküzten ferien den selben schulstoff schaffen obwohl sie 2x tgl trainieren.

dann kommt unser sport auch wieder nach vorn bei olympia und weltmeisterschaften.
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  #15  
Alt 12-10-2008, 18:56
Benutzerbild von kanou65
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Zitat:
Zitat von sota Beitrag anzeigen
Sicherlich ist es schwierig, Kinder, die zeitlich sehr stark eingebunden sind, noch zu etwas zu motivieren. Gerade Grundschulzwerde sind "fertig", wenn sie erst zwischen 15.00 und 16.00 Uhr nach hause kommen. Man bedenke was das für ein langer Tag war für so einen kleinen Menschen. Auf der weiterführenden Schule ist der Tag zwar nicht kürzer, aber das Leistungspensum zieht stark an und somit werden die "großen" Kleinen zusätzlich unter Druck gesetzt.
Soweit ich das beurteilen kann, ist der Schulsport doch eher spielerisch. Auch die Nachmittagsangebote im schulsportlichen Ramen sind eher einfach gestrickt. Kinder und Jugendliche brauchen neben der Schule auch Freiraum, bzw. einen zeitlichen Rahmen, den sie perönlich gestalten können.
Aus eigener Erfahrung habe ich es bis jetzt so gehalten, dass ich mein Kind zwei mal wöchendlich dazu bewegen konnte, am späten Nachmittag, bzw. frühen Abend das Training zu besuchen. -nebenbei bemerkt, was nicht immer ohne Murren und Knurren geht- aber 100%ig nach dem Training kommt der Satz : "Das hat gut getan". Da sind "kleine" und "große" Menschen gleich: der Bewegungsausgleich muß sein. Es befreit den Geist!
genauso erlebe ich das bei meinen eigenen kindern und bei meinen schülern im dojo.
auch ich halte meine kinder an, ein-zweimal die woche zum training zu gehen.allerdings sind die manchmal so groggy,dass es keinen sinn mehr macht.unser jüngster hat eine klasse übersprungen und muss nun richtig gas geben-macht ihm auch spaß-allerdings fällt dadurch öfters das training aus wegen der vielen hausaufgaben.
uns ist die entscheidung damals nicht leichtgefallen-letztlich sind wir den empfehlungen seiner lehrer gefolgt.nun steht bald g8 an.
ich weiß nicht, in was wir da unsere jugend hineinmanövrieren...
im training beobachte ich,wie dankbar die kids reagieren,wenn sie einfach mal erzählen dürfen.auch haben wir uns aus dem wettkampfgeschehen weitgehend zurückgezogen-die kids danken es uns.mit den kyu-prüfungen lassen wir uns nun auch mehr zeit.
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