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  #1  
Alt 21-11-2009, 17:25
Benutzerbild von Kannix
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Kampfkunst: Sich verbeugen und dabei aufrecht bleiben
 
Registrierungsdatum: 22.07.2004
Beiträge: 8.379
Standard Gewalt in der Grundschule

Die teilweise schwierige Situation in Kindergärten und Schulen in der Stadt war für mich immer ein Argument dass meine Kinder auf dem Dorf groß werden sollen. Nun scheint mich das alles auch auf dem Dorf einzuholen. Ich bin eigentlich nicht direkt betroffen, aber es geht mir auf die Nüsse.
In der Grundschule(Dorf) geht es ganz offensichtlich auf den Fluren und auf dem Schulhof hoch her. Die Zahl an verhaltensauffälligen Kindern scheint zuzunehmen. Ich habe schon mal davon erzählt das ein paar mit Medikamenten wegen ADS behandelt werden(Das will ich hier aber nicht thematisieren, danke). Es sind 4 die mir bekannt sind, und laut Klassenlehrer noch vier weitere in nur einer Klasse mit 26 schülern!!! In den anderen Klassen weiß ich es nicht, werden nicht soviele sein.
Die Pausenaufsicht sind eigentlich immer 2 Lehrer, die tuen nach Aussagen von Beobachtern gar nix. Selbst wenn Schüler ankommen dann wiegeln sie das ab meist als Petzerei. Höhepunkt war jetzt eine Platzwunde die genäht werden musste, aus einem Streit der sich hochgeschaukelt hat. es werden dauernd welche geschubst, gedrängelt, gerauft, gewürgt. Ich konnte schon sehen wie ein paar einfach mit anlauf in eine Gruppe gesprungen sind.
Alle regen sich auf, keiner unternimmt was. Eltern erzählen mir dass sie jetzt ihren braven zurückhaltenden Kindern sagen dass sie zurückschlagen sollen. Da werde ich immer schön sauer. Ich meine dass bei den kleinen kaum einer dabei ist der gezielt gewaltätig ist weil er sich nicht artikulieren kann oder wirklich mit dem Ziel jemanden weh zu tun handelt. Nun kommen Eltern und erklären das Gewalt ein Mittel ist sich durchzusetzen
Dafür bin ich nicht aufs Land gezogen.
Klar sage ich auch: lieber wird ein anderes Kind geschlagen als meins. Aber da spricht doch eher das Ego eines Erwachsenen. Das ist kein Ghetto wo die Schwächeren tyrannisiert werden, da wird nicht gemobbt, unterdrückt, gedemütigt. Das sind einfach nur Kinder die sich nicht regulieren können. Da nimmt keiner psychischen Schaden von, doch eher wenn man zu gewalt angestachelt wird.
Wenn ich die Eltern frage was sie denn unternommen haben, oder ob sie bei der schulleitung waren, dann sagen die meisten, wieso, das weiß doch jeder. Oder in einem Fall sagte der Schulleiter das wäre nicht so tragisch, das käme bie Kindern mal vor.

Ok, wie kann man etwas erreichen?
Wir haben jetzt ein Schreiben aufgesetzt an den Schulleiter mit der Aufforderung die Zustände zu ändern und versuchen dass die anderen Eltern der Klasse das alle unterschreiben. Meiner Meinung nach ist etwas schriftlich festzuhalten der erste Schritt. Wie kann man weiter vorgehen? Hat da jemand schon Erfahrungen?
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  #2  
Alt 21-11-2009, 17:36
Benutzerbild von Nak-Muay
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Vergiss nicht das Schreiben als Leserbrief in die Lokalpresse zu setzen. Und vergiss nicht es zeitgleich ans Schulamt zu senden. Nicht kleckern sondern Klotzen. Schön Nägel mit Köpfen machen. Nicht dass dein Begehren verpufft.
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  #3  
Alt 21-11-2009, 17:41
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Kampfkunst: Auf den Boden setzen und quengeln!!
 
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Beiträge: 5.648
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Zitat:
Zitat von Kannix Beitrag anzeigen
Ok, wie kann man etwas erreichen?
Wir haben jetzt ein Schreiben aufgesetzt an den Schulleiter mit der Aufforderung die Zustände zu ändern und versuchen dass die anderen Eltern der Klasse das alle unterschreiben. Meiner Meinung nach ist etwas schriftlich festzuhalten der erste Schritt. Wie kann man weiter vorgehen? Hat da jemand schon Erfahrungen?
Das Problem ist (ich bin ja noch nicht so lange aus der Grundschule draußen ) dass man kontinuierlich darauf beharren muss, weil die Lehrer nach deinem Schreiben wohl kurz in den Klassen darüber reden werden, die Kinder benehmen sich für 2~3 Wochen dementsprechend und dann versinkt das wieder im Untergang. Die Aufpassenden Lehrer werden wohl auch wieder ins alte Muster des nichts-tun zurückfallen und das gilt es zu verhindern.
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  #4  
Alt 21-11-2009, 18:00
Benutzerbild von Sven K.
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Zitat:
Zitat von Kannix Beitrag anzeigen
Die teilweise schwierige Situation in Kindergärten und Schulen in der Stadt war für mich immer ein Argument dass meine Kinder auf dem Dorf groß werden sollen. Nun scheint mich das alles auch auf dem Dorf einzuholen. Ich bin eigentlich nicht direkt betroffen, aber es geht mir auf die Nüsse.
In der Grundschule(Dorf) geht es ganz offensichtlich auf den Fluren und auf dem Schulhof hoch her. Die Zahl an verhaltensauffälligen Kindern scheint zuzunehmen. Ich habe schon mal davon erzählt das ein paar mit Medikamenten wegen ADS behandelt werden(Das will ich hier aber nicht thematisieren, danke). Es sind 4 die mir bekannt sind, und laut Klassenlehrer noch vier weitere in nur einer Klasse mit 26 schülern!!! In den anderen Klassen weiß ich es nicht, werden nicht soviele sein.
Die Pausenaufsicht sind eigentlich immer 2 Lehrer, die tuen nach Aussagen von Beobachtern gar nix. Selbst wenn Schüler ankommen dann wiegeln sie das ab meist als Petzerei. Höhepunkt war jetzt eine Platzwunde die genäht werden musste, aus einem Streit der sich hochgeschaukelt hat. es werden dauernd welche geschubst, gedrängelt, gerauft, gewürgt. Ich konnte schon sehen wie ein paar einfach mit anlauf in eine Gruppe gesprungen sind.
Alle regen sich auf, keiner unternimmt was. Eltern erzählen mir dass sie jetzt ihren braven zurückhaltenden Kindern sagen dass sie zurückschlagen sollen. Da werde ich immer schön sauer. Ich meine dass bei den kleinen kaum einer dabei ist der gezielt gewaltätig ist weil er sich nicht artikulieren kann oder wirklich mit dem Ziel jemanden weh zu tun handelt. Nun kommen Eltern und erklären das Gewalt ein Mittel ist sich durchzusetzen
Dafür bin ich nicht aufs Land gezogen.
Klar sage ich auch: lieber wird ein anderes Kind geschlagen als meins. Aber da spricht doch eher das Ego eines Erwachsenen. Das ist kein Ghetto wo die Schwächeren tyrannisiert werden, da wird nicht gemobbt, unterdrückt, gedemütigt. Das sind einfach nur Kinder die sich nicht regulieren können. Da nimmt keiner psychischen Schaden von, doch eher wenn man zu gewalt angestachelt wird.
Wenn ich die Eltern frage was sie denn unternommen haben, oder ob sie bei der schulleitung waren, dann sagen die meisten, wieso, das weiß doch jeder. Oder in einem Fall sagte der Schulleiter das wäre nicht so tragisch, das käme bie Kindern mal vor.

Ok, wie kann man etwas erreichen?
Wir haben jetzt ein Schreiben aufgesetzt an den Schulleiter mit der Aufforderung die Zustände zu ändern und versuchen dass die anderen Eltern der Klasse das alle unterschreiben. Meiner Meinung nach ist etwas schriftlich festzuhalten der erste Schritt. Wie kann man weiter vorgehen? Hat da jemand schon Erfahrungen?
Ja. Ist ein bekanntes Problem. In der Grundschule meiner Tochter gab es
"offiziell" keine Gewalt. Durfte es ja nicht geben wegen dem guten Ruf der
Rektorin. Als sich meine Tochter öfter beklagte dass Sie in den Pausen in
den Magen geboxt und getreten wurde, bin ich etwas aus der Reserve
gekommen und mich mit der Lehrerin zusammengesetzt. Natürlich kamen
dann so Sachen wie "das sind doch nur Rangelleien", "Jenni ist ja auch nicht
ohne" usw. usf. Nun kam es aber auch vor, dass mir meine Tochter - quasi
als Augenzeuge - berichtete, dass einige Jungs sich regelrecht
zusammengetan haben um andere zu Prügeln ( Auch Mädchen ) und dies
zufälligerweise auch von einer Referendarin gesehen wurde. Nach einem
Vorfall, bei dem ein Junge den Zettel eines anderen Jungen versehentlich
zusammen geknüdelt und in den Papierkorb geworfen hat, woraufhin der
zweite Junge zum ersten gegangen ist und ihm stumpf die Faust in die
Fresse gehauen hat, inklusive Platzwunde und Gehirnerschütterung, habe
ich der Rektorin gedroht mich an den Stadtelternrat bzw. Landeselternrat
zu wenden. Das hat dann etwas geholfen und die Pausenaufsichten wurden
etwas "verschärft".

Das drohen mit der Presse hilft wirklich.

Es kann doch nicht sein, das die Lütten schon in der Grundschule fertig
gemacht werden. Deswegen ist "Gewalt gegen Gewalt" nicht hilfreich.
Auch wenn es manche nicht einsehen wollen.
__________________
Bis denn. Euer Sven.
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  #5  
Alt 21-11-2009, 18:18
Benutzerbild von Kannix
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Sich verbeugen und dabei aufrecht bleiben
 
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Zitat:
Zitat von Nak-Muay Beitrag anzeigen
Vergiss nicht das Schreiben als Leserbrief in die Lokalpresse zu setzen. Und vergiss nicht es zeitgleich ans Schulamt zu senden. Nicht kleckern sondern Klotzen. Schön Nägel mit Köpfen machen. Nicht dass dein Begehren verpufft.
Nein, das wäre im Moment für mich blindwütiger Aktionismus. Dafür habe ich auch zu wenig in der Hand. Ich möchte auch von der Schulleitung als vernünftiger Gesprächspartner wahrgenommen werden und nicht als geltungssüchtiger Spinner der sich wichtigtuen will. Ich sehe auch viel Schuld bei den Eltern, die genau wie die Lehrer aus Bequemlichkeit nichts unternehmen außer untereinander zu jammern.
Ich will der Schulleitung die Möglichkeit geben aktiv zu werden. Medien einzuschalten das wäre angesagt wenn sowohl die Schule als auch Behörden nicht bereit sind etwas zu unternehmen

Zitat:
Zitat von Rocky777 Beitrag anzeigen
Das Problem ist (ich bin ja noch nicht so lange aus der Grundschule draußen ) dass man kontinuierlich darauf beharren muss, weil die Lehrer nach deinem Schreiben wohl kurz in den Klassen darüber reden werden, die Kinder benehmen sich für 2~3 Wochen dementsprechend und dann versinkt das wieder im Untergang. Die Aufpassenden Lehrer werden wohl auch wieder ins alte Muster des nichts-tun zurückfallen und das gilt es zu verhindern.
Kann sein, muss man mal sehen. der Witz ist ja dass noch nie etwas unternommen worden ist. Solange keiner das Problem offiziell thematisiert, passiert ja auch nix.
Die Kinder sind 6-10, wenn man mit denen nur redet dann benehmen die sich eventuell einen Tag lang besser
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  #6  
Alt 21-11-2009, 18:24
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Kannix, hast du das schonmal im Elternrat angesprochen, ist die Schülervertretung informiert? Das Schulamt findet so etwas übrigens sehr interessant, aber das sollte der letzte Weg sein oder die Angelegenheit entsprechend dringlich.
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If I exorcise my devils, my angels may leave, too ...
[...] du bist Luzifer, ....der Lichtbringer Zitat Nymphaea Alba
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  #7  
Alt 21-11-2009, 18:44
Benutzerbild von Nak-Muay
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Registrierungsdatum: 16.02.2006
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Zitat:
Zitat von Kannix Beitrag anzeigen
Ich möchte auch von der Schulleitung als vernünftiger Gesprächspartner wahrgenommen werden und nicht als geltungssüchtiger Spinner der sich wichtigtuen will.
Wenn du dich von denen so dahin stellen lässt bist du selbst schuld.
Mit meiner Anregung meinte ich eigentlich nur dass du gezielt die richtigen Schritte gehen solltest. Weil dann wissen sie wenigstens warum sie ihrer Linie treu bleiben sollten was das angeht. Das hat dann weniger mit Geltungssucht zu tun als mit breitflächigem Ausnutzen der gesamten Angriffsfläche.

Ich ging halt davon aus dass du schon über den Schritt hinaus bist den vernünftigen Gesprächspartner zu spielen.
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  #8  
Alt 21-11-2009, 18:46
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Kampfkunst: auf dicke hose machen
 
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daß "gerangel" unter jungs in der schule normal ist, berücksichtig ihr bei euerer anti-gewalt-in-der-grundschulde diskussion aber, oder?

es gibt nämlich auch krasse gegenbeispiele. der sohn einer freundin von mir wäre fast von der grundschule geflogen, weil er ein "gerangel" angefangen hat.

hier ist das problem, daß wir eine verweiblichung unserer schulen speziell der grundschulen erleben. die bedürfnisse kleiner jungs - die ganz anders ticken als mädchen - bleiben auf der strecke. es wird von ihnen politisch korrekt verlangt, daß sie sich genau so brav wie die mädchen benehmen. das liegt nicht in der natur kleiner jungs und behindert sie in ihrer entwicklung, männer zu werden.

hier meine ich natürlich kein fortgeschrittenes mobbing u.s.w. - aber jedes kleine grangel gleich zu verteufeln, kommt der entwicklung kleiner jungs nicht zu gute.
__________________
“Es ist schwer, fromm zu sein, wenn auf gewisse Menschen nie ein Blitzstrahl niedersaust.”
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  #9  
Alt 21-11-2009, 19:02
Benutzerbild von Kannix
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Kampfkunst: Sich verbeugen und dabei aufrecht bleiben
 
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Beiträge: 8.379
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Zitat:
Zitat von Krümel2 Beitrag anzeigen
Kannix, hast du das schonmal im Elternrat angesprochen, ist die Schülervertretung informiert? Das Schulamt findet so etwas übrigens sehr interessant, aber das sollte der letzte Weg sein oder die Angelegenheit entsprechend dringlich.
Schulelternbeirat kommt noch. Schülervertretung, ich wußte gar nicht dass es das in der Grundschule schon gibt?
Zitat:
Zitat von Nak-Muay Beitrag anzeigen
Wenn du dich von denen so dahin stellen lässt bist du selbst schuld.
Mit meiner Anregung meinte ich eigentlich nur dass du gezielt die richtigen Schritte gehen solltest. Weil dann wissen sie wenigstens warum sie ihrer Linie treu bleiben sollten was das angeht. Das hat dann weniger mit Geltungssucht zu tun als mit breitflächigem Ausnutzen der gesamten Angriffsfläche.

Ich ging halt davon aus dass du schon über den Schritt hinaus bist den vernünftigen Gesprächspartner zu spielen.
Häh?
Kannst du verstehen dass mir zumindest Dein erster Satz die Lust nimmt, Dich enrst zu nehmen? Aus welcher Position heraus wirfst Du mir belehrende Phrasen an den Kopf?

Zitat:
Zitat von 2050HH80 Beitrag anzeigen
daß "gerangel" unter jungs in der schule normal ist, berücksichtig ihr bei euerer anti-gewalt-in-der-grundschulde diskussion aber, oder?

es gibt nämlich auch krasse gegenbeispiele. der sohn einer freundin von mir wäre fast von der grundschule geflogen, weil er ein "gerangel" angefangen hat.

hier ist das problem, daß wir eine verweiblichung unserer schulen speziell der grundschulen erleben. die bedürfnisse kleiner jungs - die ganz anders ticken als mädchen - bleiben auf der strecke. es wird von ihnen politisch korrekt verlangt, daß sie sich genau so brav wie die mädchen benehmen. das liegt nicht in der natur kleiner jungs und behindert sie in ihrer entwicklung, männer zu werden.
Hältst du mich für einen Pullunderträger?
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  #10  
Alt 21-11-2009, 19:03
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Zitat:
Zitat von 2050HH80 Beitrag anzeigen
daß "gerangel" unter jungs in der schule normal ist, berücksichtig ihr bei euerer anti-gewalt-in-der-grundschulde diskussion aber, oder?

es gibt nämlich auch krasse gegenbeispiele. der sohn einer freundin von mir wäre fast von der grundschule geflogen, weil er ein "gerangel" angefangen hat.

hier ist das problem, daß wir eine verweiblichung unserer schulen speziell der grundschulen erleben. die bedürfnisse kleiner jungs - die ganz anders ticken als mädchen - bleiben auf der strecke. es wird von ihnen politisch korrekt verlangt, daß sie sich genau so brav wie die mädchen benehmen. das liegt nicht in der natur kleiner jungs und behindert sie in ihrer entwicklung, männer zu werden.

hier meine ich natürlich kein fortgeschrittenes mobbing u.s.w. - aber jedes kleine grangel gleich zu verteufeln, kommt der entwicklung kleiner jungs nicht zu gute.
Wenn man sich mal eingängig mit dem Thema beschäftigt, kommt man
unter Umständen zu anderen Einsichten.

Wenn Jungen lernen, dass man sich mit Gewalt das erarbeiten kann, was
man ohne nicht erreicht und dazu noch lernt, dass das eigene Handeln
keinerlei Konsequenzen hat, was meinst Du lernt der Junge fürs Leben ?

Für das Aufsichtspersonal ist es in den Pausen schwer zu beurteilen was noch
"Gerangel" ist und was Gewalt.
Wenn 4 - 5 Jungen meine Tochter umringen und nacheinander jeder ihr mal
in den Bauch schlägt oder tritt, ist das zu unterbinden. Fertig aus !

Wenn man für eine "gewaltlose Schule" eintritt, dann gilt das immer für alle.
Gibt es keinerlei Ausnahmen wird Gewalt uninteressant für die Kinder. Auch
muss den Kindern ein Weg aufgezeigt werden, anders mit seinen
Aggressionen umzugehen. So was kostet Geld und erfordert "Manpower".
Es geht aber.
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Bis denn. Euer Sven.
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  #11  
Alt 21-11-2009, 19:09
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Kampfkunst: Sich verbeugen und dabei aufrecht bleiben
 
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Zitat:
Zitat von Sven K. Beitrag anzeigen
So was kostet Geld und erfordert "Manpower".
Es geht aber.
Ach, ich denk nicht mal das. Ein engagierter Lehrer der seine Kolleginn mitzieht, kriegt das hin. Das ist dann eben Stress und keine Pause für die Aufsicht. Leider ist es wirklich so, dass Grundschulpädagogik oder überhaupt Lehramt bei vielen ein Verlegenheitsstudium ist
Meiner Meinung nach müssten die alle ein 6monatiges Praktikum machen als Studienvorraussetzung
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  #12  
Alt 21-11-2009, 19:10
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Zitat:
Zitat von Kannix Beitrag anzeigen
Schulelternbeirat kommt noch. Schülervertretung, ich wußte gar nicht dass es das in der Grundschule schon gibt?
Ach Mist, das ist ja erst ab Klasse 5... Dennoch, formuliert doch als Elternbeirat ein Schreiben an die Verantwortlichen und wendet euch an euren Kreisschülerrat, vielleicht auch gleich an den Landesschülerrat in dem Atemzug. Wir sind in solchen Sachen aktiv und haben auch entsprechende Ansprechpartner und Unterstützung. Je mehr darauf aufmerksam gemacht wird umso wahrscheinlicher eine Reaktion, weil bestimmte Leute irgendwann unter Zugzwang sind.
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  #13  
Alt 21-11-2009, 19:19
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Zitat:
Zitat von Kannix Beitrag anzeigen
Häh?
Kannst du verstehen dass mir zumindest Dein erster Satz die Lust nimmt, Dich enrst zu nehmen? Aus welcher Position heraus wirfst Du mir belehrende Phrasen an den Kopf?
Nein! Wieso nimmt er dir die Lust mich ernstzunehmen?
Aus welcher Position heraus? Du hast ne Frage gestellt. Ich hab geantwortet. Warum wirst du da denn gleich so grantig?
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  #14  
Alt 21-11-2009, 19:25
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Kann das vielleicht sein dass du mich generell nicht ernst nimmst?
Reagierst du deswegen so auf meine Antwort?
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  #15  
Alt 21-11-2009, 19:37
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Lieber Kannix!
...was Du schreibst, kommt mir sehr bekannt vor. Auch wir hatten während der Grundschulzeit unserer Tochter solche Experten (Schüler) darunter. Die Lehrer:
scheinbar machtlos. Der Rektor: König seiner Schule.
Sicher ist es vernünftig, sich mit anderen Eltern zusammenzuschließen, das Problem zu benennnen und im Rahmen der Elternpflegschaft (als erste Instanz) und weiter im Rahmen der Schulpflegschaft (zweiter Schritt) zu thematisieren, als auch Lösungen zu fordern.
Leider habe auch ich die Erfahrung gemacht, dass die Schule (Rektor und Lehrkörper) mit allen Mitteln versuchen abzuwiegeln, schönzureden.... und immer schön auf der Basis des "Pädagogisch Wertvoll" zu argumentieren.
Was wirklich etwas gebracht hat,...wir sind drangeblieben. Öfters mal die Zeit genommen den Pausenhof zu beobachten.... und dem Rektor die Bude eingerannt. Einfach mal gezeigt, dass wir (als Eltern) auch präsent sind.
Als bei einem der letzen Gespräche der Rektor versuchte auf der Schiene zu argumentieren:" ...ja,..sie müssen verstehen, dass sind Einzelfälle,... schwierige soziale Situation zu hause,...alles nicht so einfach...", stand mein Mann auf und sagte zu dem Herrn: "Richtig, und weil da Handlungsbedarf besteht, und das ja nur Einzelfälle sind, werden Sie sich jetzt bekümmern. Seltsam, in Schulen, die in sozialen Brennpunkten angesiedelt sind, klappt das doch auch. Wir sind hier auf einem Kuhdorf! Können Sie oder wollen Sie nicht. Wenn ich jetzt auf sie losgehen würde, ist das dann auch einfach so zu entschuldigen,... war halt ne schwierige Situation, nicht wahr!"
Ein anderes Elternpaar hat anschließend noch geäußert, dass die Presse sowas doch überaus interessant finden würde.... (Das Wort Jugendamt ist auch immer sehr unangenhem für Schulleiter!!)
An unserer Grundschule hat es was bewirkt. Die Pausenaufsicht wurde "verstärkt" und die Lehrer etwas mehr sensibilisiert auch mal einzugreifen.

...sicherlich, Eltern haben einen ausgeprägten Beschützerinstinkt,... und Rangeleien sind kein Weltuntergang. Aber wenn die Grenze überschritten wird, sollte man handeln.
Mittlerweile ist das Kind schon längst auf der weiterführenden Schule. Was dort auf dem Schulhof abgeht..... aber man wächst mit seinen Aufgaben... Kind sowieso, wir Eltern arbeiten dran.
*mit lieben Ziegengrüßen*
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.....schlimmer geht´s immer.....
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