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Kampfkunst und Familie, Eltern & Kind Forum Diskussionen zu Kampfkunst-bezogenen Themen, die mit Eltern, Kind und Familie zu tun haben.



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  #1  
Alt 24-06-2010, 09:05
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Shotokan
 
Registrierungsdatum: 24.06.2010
Alter: 48
Beiträge: 13
Question KK Schule für 4 1/2j Tochter in Bielefeld gesucht / Tipps

Hallo zusammen,

grade im Forum angemeldet und schon komme ich mit einer Frage...

Wir waren gestern mit unserer Tochter bei einem Probetraining von einer Karate-Kids Schule. Ihr hat es sehr gut gefallen und sie möchte gern wieder hin. Allerdings haben meine Frau und ich gewisse Vorbehalte.

Ich bin mir nicht sicher, ob grade Karate für ein Kind/Mädchen der ideale Kampfsport ist, da hier doch recht viel über Kraft geregelt wird. Grundsätzlich wäre mir ein traditioneller weicherer Stil lieber.

Hinzu kommt, dass dieser Verein recht hohe Beiträge hat und nur 1x die Woche Training anbietet. Auch wenn mir das Probetraining ganz gut gefallen hat, so habe ich doch rein subjektiv und aus dem Bauch heraus, das Gefühl, dass hier vor allem ein Geschäftsmodell im Vordergrund steht.

Vorab: Mir ist durchaus bewusst, dass in diesem Alter noch kein "richtiges" Training möglich ist und auch die eine Stunde pro Woche völlig ausreichend ist. Allerdings gehe ich davon aus, dass es nach 1-2 Jahren schwierig sein dürfte zu wechseln, da sich innerhalb des Vereins Freundschaften bilden und der Trainer zu einer Bezugsperson wird. Darum würde ich es besser finden, sie gleich in einem Verein anzumelden, in dem es auch für später Möglichkeiten gibt.

Momentan geht es mir/uns vor allem darum, sie sportlich/motorisch zu fördern (Sport macht ihr grossen Spass) und vor allem um das Erlernen von Softskills/sozialen Fähigkeiten und Selbstvertrauen.

Kennt vielleicht jemand in Bielefeld eine Kampfsportschule, die ein spezielles Kids-Konzept hat, später aber auch für grössere Kinder geeignet ist.

Bisher habe ich vor allem Karate, Ju Jutsu, Wing Tzung und Aikido Schulen gefunden. Bis auf Karate wohl alles nicht so Kids geeignet und Karate ist eben sehr hart. Gibt es hier (lokal) alternativen oder liege ich mit meiner Einschätzung völlig daneben?

Gern nehme ich natürlich auch generelle Tipps von Euch Profis an. Was habt Ihr für Erfahrungen damit, das Kind nach ein oder zwei Jahren in einen anderen Verein zu stecken?

Liebe Grüsse und danke im Voraus für jeden Gedankenanstoss.

Frank
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  #2  
Alt 24-06-2010, 09:56
Benutzerbild von marq
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Glory & UFC fanboy
 
Registrierungsdatum: 07.07.2002
Beiträge: 20.553
Standard

ich persönlich finde schlagende kampfsportarten erst ab einem alter von 8 - 10 jahren sinnvoll. früher könnte man mit judo ab ca. 6 jahren anfangen.

ein sport der kinder für Ks gut vorbereitet ist turnen.

wobei ich sagen muss, ich verstehe nicht, warum kindertraining billiger als erwachsenen training sein soll. kinder stellen den trainer vor größere herausforderungen und er hat eine größere Verantwortung zu tragen ....... dies sollte man auch honorieren. wie teuer ist 1 h babysitting ? überlege dir dies mal
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  #3  
Alt 24-06-2010, 10:02
Benutzerbild von raien
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: -Pugna Vitae-
 
Registrierungsdatum: 27.04.2005
Ort: unterfranken
Beiträge: 3.638
Standard

Schau mal in der Abteilung Familie da ist dieses Thema schon seit jahren aktuell findest bestimmt eine passende Meinung












Zitat:
Zitat von toby68 Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,

grade im Forum angemeldet und schon komme ich mit einer Frage...

Wir waren gestern mit unserer Tochter bei einem Probetraining von einer Karate-Kids Schule. Ihr hat es sehr gut gefallen und sie möchte gern wieder hin. Allerdings haben meine Frau und ich gewisse Vorbehalte.

Ich bin mir nicht sicher, ob grade Karate für ein Kind/Mädchen der ideale Kampfsport ist, da hier doch recht viel über Kraft geregelt wird. Grundsätzlich wäre mir ein traditioneller weicherer Stil lieber.

Hinzu kommt, dass dieser Verein recht hohe Beiträge hat und nur 1x die Woche Training anbietet. Auch wenn mir das Probetraining ganz gut gefallen hat, so habe ich doch rein subjektiv und aus dem Bauch heraus, das Gefühl, dass hier vor allem ein Geschäftsmodell im Vordergrund steht.

Vorab: Mir ist durchaus bewusst, dass in diesem Alter noch kein "richtiges" Training möglich ist und auch die eine Stunde pro Woche völlig ausreichend ist. Allerdings gehe ich davon aus, dass es nach 1-2 Jahren schwierig sein dürfte zu wechseln, da sich innerhalb des Vereins Freundschaften bilden und der Trainer zu einer Bezugsperson wird. Darum würde ich es besser finden, sie gleich in einem Verein anzumelden, in dem es auch für später Möglichkeiten gibt.

Momentan geht es mir/uns vor allem darum, sie sportlich/motorisch zu fördern (Sport macht ihr grossen Spass) und vor allem um das Erlernen von Softskills/sozialen Fähigkeiten und Selbstvertrauen.

Kennt vielleicht jemand in Bielefeld eine Kampfsportschule, die ein spezielles Kids-Konzept hat, später aber auch für grössere Kinder geeignet ist.

Bisher habe ich vor allem Karate, Ju Jutsu, Wing Tzung und Aikido Schulen gefunden. Bis auf Karate wohl alles nicht so Kids geeignet und Karate ist eben sehr hart. Gibt es hier (lokal) alternativen oder liege ich mit meiner Einschätzung völlig daneben?

Gern nehme ich natürlich auch generelle Tipps von Euch Profis an. Was habt Ihr für Erfahrungen damit, das Kind nach ein oder zwei Jahren in einen anderen Verein zu stecken?

Liebe Grüsse und danke im Voraus für jeden Gedankenanstoss.

Frank
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Wenn der Mensch vom Neid zerfressen wird ,bleibt meist nichts menschliches zurück
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  #4  
Alt 24-06-2010, 10:26
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Shotokan
 
Registrierungsdatum: 24.06.2010
Alter: 48
Beiträge: 13
Standard

Zitat:
Zitat von marq Beitrag anzeigen
ich persönlich finde schlagende kampfsportarten erst ab einem alter von 8 - 10 jahren sinnvoll.
Gut, über 8-10 Jahren mag man diskutieren können. Dass es mit 4 1/2 aber definitiv noch zu früh ist, ist mir völlig klar. Daher habe ich ja auch explizit nach Schulen mit einem Kids-Programm gefragt, eben nicht etwas, wo die Trainingseinheiten für Erwachsene Kids kompatibel gemacht werden, sondern wo sie erstmal "turnen" und an Bewegungsabläufe herangeführt werden.

Eben auch in Verbindung mit "inneren Werten". Darüber, dass "richtiges" Kampftraining in dem Alter unsinnig ist, müssen wir nicht streiten.


Zitat:
Zitat von marq Beitrag anzeigen
wobei ich sagen muss, ich verstehe nicht, warum kindertraining billiger als erwachsenen training sein soll.
Muss/soll er gar nicht. Wenn Kurse für Kids günstiger sein sollen, dann dadurch, dass das Training einfach nicht so oft/lange stattfindet, wie bei Jugendlichen und Erwachsenen. Die Kosten pro Stunde dürfen gern gleich oder höher liegen. Kein Problem.

Aber ist 40 Euro/Monat für 45min/Woche wirklich gerechtfertigt? Plus Prüfungsgebühr, Anzug von Anfang an, 100 Euro Aufnahmegebühr? Die Vereine die ich im Web gefunden habe, lagen zwischen 20-40 Euro. Boten aber bei Bedarf teilweise bis zu 4x Training/Woche an, der Anzug war erst ab der 1. Prüfung vorgeschrieben und die Prüfungen fanden auch nicht im 2 Monatszyklus (für die *Kids*) statt.

Zitat:
Zitat von raien Beitrag anzeigen
Schau mal in der Abteilung Familie da ist dieses Thema schon seit jahren aktuell
Ich dachte, ich wäre genau in dieser Abteilung? Die generellen Posts zu diesem Thema (mit schwerpunkt auf Judo/Turnen) habe ich mir schon durchgelesen bzw. bin dabei. Eine Suche nach "Bielefeld" brachte jedoch keine Ergebnisse und vielleicht findet sich ja jemand, der auch konkret mit Vereinen hier Erfahrungen hat?

Grüsse

Geändert von toby68 (24-06-2010 um 10:28 Uhr).
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  #5  
Alt 24-06-2010, 11:06
Benutzerbild von Dash
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Dies und das ;)
 
Registrierungsdatum: 28.06.2007
Ort: Wien 23. - oida
Alter: 29
Beiträge: 1.158
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Zitat:
Zitat von toby68 Beitrag anzeigen
Aber ist 40 Euro/Monat für 45min/Woche wirklich gerechtfertigt? Plus Prüfungsgebühr, Anzug von Anfang an, 100 Euro Aufnahmegebühr? Die Vereine die ich im Web gefunden habe, lagen zwischen 20-40 Euro. Boten aber bei Bedarf teilweise bis zu 4x Training/Woche an, der Anzug war erst ab der 1. Prüfung vorgeschrieben und die Prüfungen fanden auch nicht im 2 Monatszyklus (für die *Kids*) statt.
... das hört sich leider wirklich etwas nach Abzocke an. Wobei ich nicht finde, dass es eine generelle Altersbeschränkung gibt, kommt halt sehr auf die Motorik und Koordination des Kindes an, ob es damit klarkommt. Und vor allem: Ob es Spaß macht!
__________________
“21 ist nur die halbe Wahrheit.”
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  #6  
Alt 24-06-2010, 13:22
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Shotokan
 
Registrierungsdatum: 24.06.2010
Alter: 48
Beiträge: 13
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Na, dann will ich wegen dieser Schule mal konkreter werden...

Es ging um die "Selbstbehauptungs-Schule Pelikan". Ich möchte diese Schule weder degradieren, noch Werbung für sie machen.

Das Probetraining hat mir (und meiner Tochter) soweit wirklich sehr gut gefallen. Die Gruppe ist zwischen 4-7 Jahren. Zuerst haben sie zum Aufwärmen ein Laufspiel mit Ball gemacht, bei dem schon gegenseitiges Helfen geübt wurde. Danach kam (sinnerweise nach dem Aufwärmen) eine kurze Diskussion zu Situationen in denen Kinder Hilfe benötigen und dann als Spassfaktor eine einfache Kata mit Basis Blocktechniken. Den Rest haben wir nicht mehr mitbekommen, weil wir dann rausgingen um mit der Leiterin die Details zu besprechen.

Grundsätzlich sollen soziale Aspekte mindestens genauso stark berücksichtigt werden, wie der Sport (anderen Helfen, Rücksicht, Selbstsicherheit, Disziplin, Ernährung etc.). Was "kämpfen" angeht, werden sie vor allem dazu angehalten, zu schreien und Aufmerksamkeit zu erregen, als wirklich zu versuchen, sich gegen einen körperlich überlegenem Gegner zu behaupten.

Soweit klingt das alles sehr gut - wie es in der Praxis aussieht können wir natürlich noch nicht beurteilen.

Das grosse "Aber" kommt für uns eben beim Preis und dem unbestimmten Gefühl, dass unter dem Mantel des "pädagogisch sinnvoll" vor allem Geld gemacht werden soll. Klar, die Trainer wollen auch etwas verdienen und es sei ihnen gegönnt.

Nur ist es wirklich zwingend, von Anbeginn an einen Vereinsanzug zu tragen, müssen alle zwei Monate für 35 Euro Gurt-Prüfungen mit etlichen Unterfarben abgehalten werden? 100 Euro Aufnahmegebühr (um eine Karteikarte anzulegen) Die Verträge laufen immer für 12 Monate - bei Kindern in dem Alter ein unüberschaubarer Zeitraum... Das alles zu den (umgerechnet 13 Euro/Stunde) Kursgebühren.

Die Erläuterungen waren ein klassisches (erlerntes) Verkaufsgespräch - etwas, das mich auch immer stutzig macht.

Nochmal: Ich möchte hier nichts unterstellen, sondern bin nur verunsichert und könnte mir vorstellen, dass es aufgrund der Kundenbindung schwierig wird, unsere Tochter nach einem Jahr oder so in einen anderen Verein zu stecken. Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen mit dieser oder einer ähnlichen Schule.

Ansonsten geht meine Suche nach einer regulären Kampfschule mit einem zumindest annähernd ähnlichen Kids-Konzept weiter und ich bin für jeden Tipp dankbar.

Grüsse
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  #7  
Alt 24-06-2010, 13:24
Benutzerbild von hashime
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Kyokushin, MT
 
Registrierungsdatum: 15.09.2003
Ort: Wien
Beiträge: 4.700
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Wie schon erwähnt wurde, ist Judo für die kleinen Knirpse meist ein besserer Einstieg als schlagende Kampfkünste
__________________
Kyokushinkai Karate Klub Wien
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  #8  
Alt 24-06-2010, 14:24
Benutzerbild von marq
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Glory & UFC fanboy
 
Registrierungsdatum: 07.07.2002
Beiträge: 20.553
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ok. dann sind deine fragen berechtigt. das hört sich nach ein kommerziellen programm an, was an sich nicht schlecht sein muss. schau noch mal nach alternativen...
das macht de entscheidung meist einfacher

dachte teuer ist mehr als 8 euro im monat .
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  #9  
Alt 24-06-2010, 19:24
Benutzerbild von Helmut Gensler
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: shodokan, kae-in-sog-in
 
Registrierungsdatum: 13.09.2008
Ort: Dörfles-Esbach bei Coburg, Bayern
Alter: 64
Beiträge: 2.155
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hier sind 2 Aspekte wichtig.
1. WENN diese Schule kindgerecht trainiert udn es deinem Sprößling Spaß macht, warum nicht? Wirklich kindergerechtes Karate beinhaltet alle Formen der Körperschulung.
2. Der Preis und das dazu passende Angebot bzw. das Verkaufsgespräch wirken sehr "professionell", also primär Geldbezogen.
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  #10  
Alt 25-06-2010, 07:50
Benutzerbild von Francois
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: boxen
 
Registrierungsdatum: 21.07.2005
Beiträge: 756
Standard

Warum muß es denn Kampfsport sein?

Relevante Verhaltensweisen bez. "Kampf" sollten da doch wirklich noch die Eltern vermitteln können insofern das überhaupt eine Rolle spielt.

In dem Alter halte ich Kinderturnen z.B. für wesentlich sinnvoller.
Ansonsten lass sie doch einige Dinge anschauen wie z.B. Ballett.
Ballett ist eine exzellente Körperschulung. Soziale Aspekte hast bei einem guten Lehrer immer inklusive, nur nicht so penetrant wie in asiatischen KK`s.

Oder Hockey, Mutter-Kind Turnen,Schwimmkurs. Viele Eltern lassen ihre Kinder auch einfach bis 6-7 komplett zuhause und dort mit anderen Kindern spielen, wobei Kinder am meißten über Sozialverhalten lernen.

Ansonsten sehe ich das wie ein Vorposter: Schlagsportarten erst ab einem bestimmten Alter welches ich sogar erst ab 9-10 ansetzen würde. Je nach Reife des Kindes. Eine ineffiziente KS wie Karate deren Bewegunsprinzipien dazu noch recht abgehackt/unnätürlich sind (ok steinigt mich) würde ich einem Kind sowieso nie empfehlen.

Ansonsten kannst dir auch noch den regionalen Ringerverein anschauen wenn es um KS geht. In dem Fall den ASV Atlas Bielefeld. Macht aber imo erst ab 6 Jahren Sinn. Den Verein selbst kenne ich nicht. In meiner Heimatstadt macht allerdings der Ringerverein das sportlich-didaktisch beste Kindertraining.

Hier eine Vorführung des Ringervereins:
rsk1.de - Taekwondo/Muenchen - Taekwondo Kampfsport Gala 2008 im Circus Krone (4/5) - regionale Sportvideos, Nachrichten und Veranstaltungen - Verrückt nach Sport - Deutsch - Video - 729736791

Wenn deine Tochter mehr Spaß beim Tanzen hat würde ich sie dann auch das ausüben lassen.
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Geändert von Francois (25-06-2010 um 08:07 Uhr).
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  #11  
Alt 25-06-2010, 08:49
Benutzerbild von Kyoshi
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Kampfkunst: Close Combat / Selfdefense
 
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Beiträge: 3.656
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@ Helmut Gensler

Wieder einmal


@ Francois
Zitat:
Warum muß es denn Kampfsport sein?
Warum nicht ?

Kampfsport fuer "Zwerge" beinhaltet fuer mich den Schwerpunkt Sport !
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Ich sehe Dich und wenn ich will, treffe ich Dich auch !!!
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  #12  
Alt 25-06-2010, 09:12
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Shotokan
 
Registrierungsdatum: 24.06.2010
Alter: 48
Beiträge: 13
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Hallo und schonmal danke für Eure zahlreichen Antworten.

Auch wenn ich mir vielleicht erhofft hätte, dass einige hier aus der Gegend konkret hätten sagen können, dass eine bestimmte Schule eine besonders gute Kinderarbeit hat, ist es schon mal hilfreich zu sehen, dass ich mit meiner Einschätzung bezüglich des besuchten Vereins nicht so ganz falsch liege.

Zumindest scheinen diese Konditionen ja nicht üblich zu sein - was ebenfalls meine Web-Recherche ergeben hat. Wir werden uns also definitiv nochmal die anderen umliegenden Vereine ansehen.

Nochmal zur immer wieder auftretenden Frage nach dem "warum". Meine Tochter hat einfach Spass am Sport. Natürlich ist es da erstmal egal, was sie macht. Wir bevorzugen KK einfach deshalb, weil es neben dem sportlichen Aspekt (idealerweise) am stärksten auch auf die geistige Entwicklung eingeht. Ausserdem habe ich in meiner Jugend selbst jahrelang Kung Fu gemacht und könnte ggf. zumindest mitreden bzw. würde mit ihr zusammen wieder damit anfangen.

Wie Kyoshi schon schrieb - in dem Alter sollte es denke ich, vor allem um Sport gehen und nicht darum, aus den Kids böse drahtige Kampfmaschinen zu machen. Da ist es letztlich erstmal egal. Ich sehe allerdings einen Vorteil darin, in einem KK Verein anzufangen. Auf diese Weise werden schon die Grundlagen für später gelegt und man muss später nicht den Verein, mit den dort entstandenen Bindungen wechseln.

Prinzipiell hätte ich auch lieber noch 1-2 Jahre gewartet, bis ich sie dorthin geschickt hätte. Das im Moment etwas Handlungsdruck herrscht, kommt daher, das sie es gern möchte.

Kinder, mit denen sie spielen kann, gibt es hier in der Nachbarschaft nicht und Verabredungen aus dem Kindergarten heraus sind leider auch oft nicht einfach. Da halte ich einen Verein in dem sie andere Kinder kennenlernt immer noch für besser, als den ganzen Tag mit ihren grantigen Eltern zuhause zu hängen.

Und um meine "Rechtfertigung" abzuschliessen: Natürlich können und sollten die Eltern vorrangig die Erziehung übernehmen. Allerdings wird mir jeder, der eigene Kinder hat zustimmen, dass Aussenstehende oft mehr Einfluss auf die Kids haben, als die eigenen Eltern, die ja sowieso alles verbieten.

Grüsse
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  #13  
Alt 25-06-2010, 09:13
Benutzerbild von Francois
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: boxen
 
Registrierungsdatum: 21.07.2005
Beiträge: 756
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@ Kyoshi

Klar warum nicht. Mir geht es doch eher darum das er seiner Tochter noch andere Bereiche wie Tanz,Turnen etc. zeigt und diese nicht von vorneherein ausschliesst. Denn letzten Endes geht es einfach um Spaß an der Bewegung und wenn sein Kind dies evtl. mehr beim Tanzen hat würde ich eben das unterstützen. Wenn es dann aber beim Kinder KS bleibt ist ja auch gut.
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  #14  
Alt 25-06-2010, 09:29
Benutzerbild von Kyoshi
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Close Combat / Selfdefense
 
Registrierungsdatum: 30.01.2007
Ort: Germany
Alter: 56
Beiträge: 3.656
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Grundsaetzlich schliesse ich andere Sportarten in diesem Alter nicht aus !
Spass an der Bewegung, Bewegungslehre, Gruppendynamik, Motorikverbesserung, etc. sollten im Vordergrund stehen !

Jede Sportart ist besser, als gar kein Sport !
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Ich sehe Dich und wenn ich will, treffe ich Dich auch !!!
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  #15  
Alt 25-06-2010, 09:54
AndyLee
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Für Kinder im Alter bis ca. acht Jahre kann es nur um Bewegung gehen, so dass für deine Tochter mit vier Jahren ganz klar der Sport zweitrangig sein muss...hier ist einfaches Probieren angesagt. Warum? Es geht um Entwicklungspsychologie, Lernverhalten, um Nachhaltigkeit, um das Bewusstsein der Eigenwirkung, etc. Letztlich wird auch nicht jeder ein Genie am Klavier oder an der Geige - das sind absolute Ausnahmen...die Regel ist das also nicht!

Allerdings sind deine Aussage m. E. auch ambivalent, denn einerseits sprichst du von "Sport" andererseits führst du ein "Selbstbehauptungsprojekt" an, was etwas völlig anderes ist. Im Übrigen solltest du die Angebote wirklich genauestens auf ihre Inhalte und vor allem auf das päd. Handwerk im Bezug auf Kinder testen. Nicht überall dort, wo "Baumwolle" drauf steht, ist auch nur "Baumwolle" drin. Auch hierhinter steht ein Wirtschaftszweig, nicht jeder Anbieter kann auf Kinder eingehen...Dazu muss man sich natürlich über die Bedürfnisse von Kindern in diesem Alter genau informieren. Außerdem geht es eben um Kinder und gerade dort sollte man Angebote besonders kritisch hinterfrage...so, wie man es z. B. auch bei der Ernährung machen sollte.

Dies bezieht sich vor allem auf das "Kids-Konzept". Ich habe mir das mal genauer angeschaut. Ich glaube, dass es sich hierbei um ein ganz normales Training für Erwachsene handelt, mit dem Unterschied, dass es Kinder machen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Als Trainer bekomme ich alle Naselang Werbung für solche Kurse per Email...allein diese Flut erinnert mich an Spam, was unseriös ist.

Selbstbehauptungskurse müssen nicht etwas mit KS zu tun haben - zumeist geht es hierbei um Gestik und Mimik. Wissen sollte man, dass kein 4-jähriges Kind eine Chance gegen einen jugendlichen od. erwachsenen Übeltäter hat, auch wenn man dies noch so gerne suggerieren möchte. Wer meint, das geht dennoch: Gerne stehe ich aus Versuchszwecken zur Verfügung, wenn damit dann endlich auch registriert wird, dass es für Kinder in diesem Alter keinen "Kampf" geben kann - Prävention wäre das Zauberwort.

Mal ehrlich: Worin genau besteht denn die körperliche und psychische Gefahr heutzutage für ein 4-jähriges Kind? Einerseits doch wohl eindeutig im Elternhaus selbst, was z. B. Entzug der Nahrung, keine Liebe, keine Zuwendung, körperliche Züchtigung, im Zimmer einschließen usw. impliziert und gemeinhin als "Missbrauch" angesehen wird. Andererseits in der Gefahr von Dritten (Verwandtschaft, Fremdtäter), zumeist mit dem Ziel eines sexuellen Missbrauchs und anschließender Kindstötung.

Wie also kann man Kinder vor diesen Dingen schützen? Z. B. indem auch Nachbarn aufmerksam sind, z. B. indem Eltern ihre Kinder gut beobachten und sensibel für Veränderungen sind, z. B. indem Eltern misstrauisch werden, wenn die Kinder neue Spielsachen oder Klamotten haben usw. Kinder selbst kann man nur begrenzt zur Aufmerksamkeit "erziehen", ein Treibtäter ist eben nicht der "schwarze böse Mann", sondern ein Typ, der sehr gut mit Kindern umgehen kann. Das Kind läuft in die Falle, ohne dass es eine Ahnung hat. Hier muss Prävention gegensteuern. Technik hilft da gar nichts. Auch wenn ein Kind einem Erwachsenen einen Tritt vors Schienbein versetzt, kann das mit 4 Jahren keine elementare Wirkung haben und auch das schreien eines Kindes, von wegen: "Hilfe, das ist nicht mein Papa..." o. ä. hilft eben auch nicht immer, Thema: Zivilcourage...

Bedeutet: Eltern müssen ihre Kinder wesentlich engmaschiger begleiten und eben sehr aufmerksam sein. Genauso müssen Kinder Aufmerksamkeit anerzogen bekommen, ohne Angstgefühle auszulösen.

Letztlich bleibt die nüchterne Erkenntnis, dass es eben die 100%ge Sicherheit nicht gibt und nie geben wird.

Soviel von mir zu diesem Thema, ich hoffe, es hat geholfen...

Geändert von AndyLee (25-06-2010 um 09:58 Uhr).
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