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  #1  
Alt 23-04-2011, 16:41
Benutzerbild von Gaoli
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Kampfkunst: Arnis
 
Registrierungsdatum: 13.02.2011
Beiträge: 98
Standard Waffentraining ab wieviel Jahren?

Hi,
Also: ich komme aus den Philippinen und bin von zu Hause aus mit Arnis aufgewachsen. Arnis ist eine Schule bei der haupts'chlich mit Waffen umgegangen wird. Meistens mit Rattanstöcken. Selbst zu trainieren habe ich erst mit 6 Jahren, aber ich habe seit ich mich erinnern kann Leute beim Training gesehen. Ich wollte fragen wie ihr das so haltet mit Kinderwaffentraining?

Auf der einen Seite sollte man möglichst jung anfangen zu trainieren und auf dern anderen Seite sollte man auch reif sein. Wollte nur mal eure Meinung hören, weil das ein wichtiges Thema ist.
__________________
http://img714.imageshack.us/img714/6264/1andresbonifaciokatipun.jpg 对我来说中华人民共和国是亚洲人的国家。我爱中国,我爱吕宋岛。我也爱卡提浦南政党与中国的中国共产党。ᜋ ᜇᜋᜒᜅ᜔ᜐᜎᜋᜆ᜔ᜉᜓ|| ~ᜄᜓᜇᜒ~
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  #2  
Alt 23-04-2011, 17:27
Ogami Itto
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Geändert von Ogami Itto (08-11-2011 um 15:26 Uhr).
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  #3  
Alt 23-04-2011, 18:56
Benutzerbild von Gaoli
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Arnis
 
Registrierungsdatum: 13.02.2011
Beiträge: 98
Standard

Zitat:
Zitat von Ogami Itto Beitrag anzeigen
Kommt wohl auf den Trainingsaufbau an.
Wie sieht der dort aus?
Hart..... hahahaha. Mein Vater war ein harter Lehrer. Aber mal wieder ernst: Am Anfang wurden Sinawali geübt. Ungefähr so:
↓↓↓↓↓↓



Hinzu kamen dann noch Grundschläge und Blöcke. Um ehrlich zu sein. Das tat ganz schön weh an den Händen. Es wurde geschlagen und wir sollten blocken. Aber wenn die Hände nicht so stark sind tut die Griffhand nach einem Block sehr weh. (Ich weiß nicht ob ich das so erklären kann):
↓↓↓↓↓↓



Später kommt dann noch hinzu das man nach einm Block die Angriffshand greifen und einen Gegenangriff machen soll:
↓↓↓↓↓↓




Und dann noch solche Übungen die hier in Deutschland 1-1 heißen. Die Partner schlagen abwechselnd. Der jeweils andere muss dann die Angriffe abblocken. Es gibt dabei keine Choreographie und man sollte sich möglcisht viel durch den Raum bewegen.
↓↓↓↓↓↓


Auf den Philippinen ist es auch typisch das die Leute mit Balisong umgehen können. Selbst Leute ohne KK-Hintergrund üben Tricks damit. Wenn wir Teenager sind können wir die Dinger auch in die Luft werfen und mit der anderen Hand auffangen.
↓↓↓↓↓↓


So. Und diese Übungen macht man bis man Teenager ist. Danach geht es dann weiter mit der Transition der Techniken auf andere Gegenstände und ohne Waffen. Ich denke, das mit dem Balisong ist weit übertrieben. Aber so wurde uns das beigebracht.
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  #4  
Alt 23-04-2011, 19:17
Ogami Itto
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Geändert von Ogami Itto (08-11-2011 um 15:24 Uhr).
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  #5  
Alt 24-04-2011, 10:51
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Kampfkunst: Jun Fan Kung-Fu, Jeet Kune Do, Inosanto-Kali, Ju-Jutsu
 
Registrierungsdatum: 07.05.2007
Ort: Nähe Hannover
Alter: 48
Beiträge: 927
Standard

Geht es hier wirklich um das Thema, wie früh Kinder an "Waffen" herangeführt werden sollten?

Aus meiner Sicht sind Stöcke in erster Linie Trainingsgeräte. Es geht also vornehmlich darum, ab wann man Kinder mit dieser Art der Kampfkunst konfrontiert (Stichworte: Nachhaltigkeit, Bedürfnisse von Kindern). Dazu gibt es wiederum etliche Threads hier im Board. Einfach mal ein bisschen stöbern...
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Immer gut drauf - wenn nicht, dann schlecht drauf.
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  #6  
Alt 24-04-2011, 12:00
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: JKD/Kali
 
Registrierungsdatum: 05.04.2010
Beiträge: 1.178
Standard

Also unter 14 ist das auf jeden Fall kritisch, da müssen die Eltern schon wirklich dahinter stehen. Die klischee-Entwicklung in Europa wäre wohl: erst mal was Grappling-lastiges (Judo) als Kind, ab ca. 14 was Kickboxerisches und ab 16/18 dann auch Waffentraining.
Da KK aber für die meisten Betreibenden bloß ein Hobbie ist, machens einfach alle irgendwie.
Die verbreitesten Kinderprogramme gibts nunmal mit nem weißen Anzug

Nur Fechten hat da irgendwie eine Sonderstellung, das machen viele schon mit 10 oder so. Evtl. weils eine olympische Disziplin ist, keine Ahnung.
__________________
"SV steht ja eigentlich für Einsetzbarkeit im Kampf und wird in der Einheit Penislängen gemessen."-Zitat DieKlette
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  #7  
Alt 24-04-2011, 12:10
Benutzerbild von Hadoken
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Kampfkunst: Arnis Kombatan, Kali Sikaran, Thaiboxen
 
Registrierungsdatum: 15.11.2005
Ort: Sehnde bei Hannover
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Beiträge: 35
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Ich glaube unter 14 Jahren ist es nicht nur kritisch sondern auch gar nicht erlaubt in Deutschland.
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  #8  
Alt 24-04-2011, 13:03
Ogami Itto
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Geändert von Ogami Itto (08-11-2011 um 15:24 Uhr).
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  #9  
Alt 24-04-2011, 13:06
Ogami Itto
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Geändert von Ogami Itto (08-11-2011 um 15:25 Uhr).
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  #10  
Alt 24-04-2011, 21:59
Benutzerbild von Gaoli
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Kampfkunst: Arnis
 
Registrierungsdatum: 13.02.2011
Beiträge: 98
Standard

Vielen Dank. das War wirklich sehr informativ. Danke.

Zitat:
Zitat von quirl Beitrag anzeigen
Da KK aber für die meisten Betreibenden bloß ein Hobbie ist, machens einfach alle irgendwie.
Die verbreitesten Kinderprogramme gibts nunmal mit nem weißen Anzug
und das hier:

Zitat:
Zitat von Ogami Itto Beitrag anzeigen
By the way: Ich würde meinen Kleinen auch erst mal in was grapplinglastiges schicken.
Mhm, ja. Weil keine Tradition dahinter steht wird scheinbar einfach alles irgendwie gemacht und von verschiedenen Schulen nur Teile mitgenommen. Ohne Kultur, ohne Geschichtskenntnisse, ohne Wert auf Tradition. Scheint mir zumindest bei den deutschen LernerInnen zumeist so. Was unterscheidet dann noch die europäischen Interpretationen asiatischer KK vom einfachen Sport? Ich habe bis jetzt nur Einen in Deutschland getroffen der sich mit Geschichte auskannte (in seinem Fall, hauptsächlich japanische) und noch keinen der asiatische Schriften lesen oder schreiben konnte. Kaum einer beschäftigt sich mit asiat. Philosophen oder Religionen. Zu oft wissen die Schüler noch nicht mal welche Schriftsysteme im jeweiligen Land existieren oder welche Sprachen gesprochen werden. Es ist halt nur ein Hobby. Ich sehe das auch bei den Arnisschülern in Deutschland. Diese Meinung werde ich auch nicht anfechten.

Ich hatte anfänglich versucht den Leuten auch über das Land zu informieren. Aber für die Leute ist so etwas langweilig. Sie wollen nichts darüber wissen. Nur Techniken. Aber das ist schon gut so. Seitdem ist mir es egal den Leuten so etwas beizubringen. Ich vertraue darauf, dass sie selbst ankommen wenn sie Fragen haben.

Zitat:
Zitat von quirl Beitrag anzeigen
erst mal was Grappling-lastiges (Judo) als Kind, ab ca. 14 was Kickboxerisches und ab 16/18 dann auch Waffentraining.
Da KK aber für die meisten Betreibenden bloß ein Hobbie ist, machens einfach alle irgendwie.
Die verbreitesten Kinderprogramme gibts nunmal mit nem weißen Anzug
Naja, gerungen haben wir erst ab 10 Jahren. Aber nur mit einem Erwachsenen. Um sicher zustellen das die Technik niemanden verletzt. Aber wie die Deutschen das Grappling im Training organisieren ist gut. Keiner wird verletzt. Ich denke, für die Deutschen ist es vielleicht das Beste mit Judo anzufangen. Obwohl ich wirklich denke das sie sich dabei hinter einer "harmonischen Illusion" der KK verstecken und deren ursprünglichen Nutzen total ausblenden wollen.

Zitat:
Zitat von quirl Beitrag anzeigen
Nur Fechten hat da irgendwie eine Sonderstellung, das machen viele schon mit 10 oder so. Evtl. weils eine olympische Disziplin ist, keine Ahnung.
Ich glaube, vielleicht weil Fechten eine "noble" Disziplin ist? Ein "Gentlemansport"? Eine Erinnerung an den Adel?

Zitat:
Zitat von Ogami Itto Beitrag anzeigen
Naja mit einem Balisong haben wir auch Tricks geübt ( und wir konnten die auch ohne uns zu schneiden ). Leider sind die ja aber jetzt verboten.
Naja, Balisong sind aber auch gefährlich. Es ist zwar schade, aber eine Gesellschaft ohne Waffen ziehe ich einer mit Waffen vor. (Klingt komisch, weil ich Arnis praktiziere...) Und Tricks sind nur Tricks. Damit kann man nicht mal Mädchen beeindrucken. Nur andere Jungs =_=|||

Zitat:
Zitat von Ogami Itto Beitrag anzeigen
Im Prinzip stimmt es schon je frühr je besser, aber ich bezweifel mal das du in der BRD offene Türen einrennst wenn es um waffen für Kids geht, da bist 16+ auf der sichereren Seite.
Ja, das meinen die anderen ja auch. 16 oder 18 ist eigentlich recht spät um mit KK anzufangen. Wenn man aber vorher schon was gelernt hat, geht das Lernen einer neuen Schule manchmal einfacher. Aber eine Waffe zu führen ist dennoch eine Disziplin für sich. Auf den Philippinen taucht Arnis das erste Mal in der Schule in der 7. Klasse (Alter 14-15) auf. Da werden dann nur Sinawali und Formen gemacht, weil sie am ungefährlichsten sind. Also, als Teenager klingt eigentlich besser für alle Beteiligten, denke ich.

Zitat:
Zitat von Ogami Itto Beitrag anzeigen
Aber wie gesagt ich glaube nicht das das gerne gesehen wird ( in Vereinen etc. )
Kann ich verstehen.

Zitat:
Zitat von AndyLee Beitrag anzeigen
Aus meiner Sicht sind Stöcke in erster Linie Trainingsgeräte.
Der Stock galt ursprünglich als Ersatz für das Schwert. Aber er hat sich zur eigenständigen Waffe entwickelt. Aber der Schwertkampf mit echten Schwertern wird im Arnis wirklich erst nach der Volljährigkeit beigebracht. Selbst bei stumpfen Waffen kann man sich verletzen.

Auf jeden Fall: Wenn man den Kindern den Stock als Trainingsgegenstand verkauft, dann bleibt der auch ziemlich lange ein Trainingsgegendstand in deren Köpfen. Aber er ist immer noch eine Waffe. Die Barangay Tanod auf den Philippinen laufen ja nicht umsonst mit diesen Stöcken rum.

Zitat:
Zitat von AndyLee Beitrag anzeigen
Es geht also vornehmlich darum, ab wann man Kinder mit dieser Art der Kampfkunst konfrontiert (Stichworte: Nachhaltigkeit, Bedürfnisse von Kindern). Dazu gibt es wiederum etliche Threads hier im Board. Einfach mal ein bisschen stöbern...
Ich gucke mal. Danke. Ich persönlich denke, man muss so etwas wirklich mit dem Ehepartner vorher besprechen und ggf. eine(n) gute(n) Lehrer(In) und eine geeignete Gruppe suchen. Zwischen 6 und 10 scheint ein geeignetes Alter für's ... Grappling...

Zitat:
Zitat von Ogami Itto Beitrag anzeigen
Die ganze Wahrheit ist aber wohl noch nix für die Kleinen.
Haha! Ja, stimmt.

Zitat:
Zitat von Ogami Itto Beitrag anzeigen
Bei einer kleinen handeverlesenen Gruppe sollte da nix gegen sprechen.
Wir waren anfänglich zu fünft, dann zu elft. Wenn die Gruppen klein sind, kann man schilmme Sachen gut verhindern~~~~
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  #11  
Alt 25-04-2011, 01:23
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Muay Thai
 
Registrierungsdatum: 07.01.2011
Alter: 17
Beiträge: 42
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ich finde es spricht nichts dagegen das kleinkinder waffentraining machen oder auch vollkontakt training aber halt immer nicht zu hart. dieser meinung bin ich weil ich denke das man so schnell sich seiner verantwortung und kraft bewusst ist. ausserdem denke ich das wenn man mit 6 mit so was anfängt mit 16 kein straßen/u-bahn schläger wird sondern eher das gegenteil eintritt
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  #12  
Alt 25-04-2011, 16:40
Benutzerbild von Gaoli
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Arnis
 
Registrierungsdatum: 13.02.2011
Beiträge: 98
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Zitat:
Zitat von Timmi Beitrag anzeigen
ich finde es spricht nichts dagegen das kleinkinder waffentraining machen oder auch vollkontakt training aber halt immer nicht zu hart. dieser meinung bin ich weil ich denke das man so schnell sich seiner verantwortung und kraft bewusst ist. ausserdem denke ich das wenn man mit 6 mit so was anfängt mit 16 kein straßen/u-bahn schläger wird sondern eher das gegenteil eintritt
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  #13  
Alt 25-04-2011, 17:25
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KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: Shotokan Karate und Kobudo, Judo, Boxen
 
Registrierungsdatum: 20.07.2010
Ort: Hamburg
Beiträge: 705
Standard

ich denke dass reife die verpasste trainingszeit in der kindheit wieder wett macht.
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  #14  
Alt 25-04-2011, 20:37
Ogami Itto
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Geändert von Ogami Itto (08-11-2011 um 15:23 Uhr).
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  #15  
Alt 25-04-2011, 20:40
Ogami Itto
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Geändert von Ogami Itto (08-11-2011 um 15:23 Uhr).
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