Kampfkunst-Board



Antwort
 
LinkBack Themen-Optionen Ansicht
  #16  
Alt 26-04-2011, 17:40
Benutzerbild von Gaoli
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Arnis
 
Registrierungsdatum: 13.02.2011
Beiträge: 98
Standard

Die Beiträge hier sind sehr interessant zu lesen. An dieser Stelle nochmal vielen Dank an alle.

Zitat:
Zitat von Ogami Itto Beitrag anzeigen
Vollkontakt mit Kindern??? Also entweder wir verstehen da was komplett unterschiedliches drunter oder du solltest noch mal die Formulierung überdenken.
Ah, also, den Vollkontaktteil hab ich übersehen. Ich weiß nicht. Die sollen sich ja gerade nicht schlagen. Also, schon schlagen, aber nicht ... äh ... wie erklär ich das?

Zitat:
Zitat von Ogami Itto Beitrag anzeigen
Ob jemand gefährlich wird oder nicht hängt nicht von der KK sondern von den Mentoren/Meistern/Trainern dem sozialen Umfeld und letzlich auch der eigenen Entscheidung ab.
Ich glaube die Eltern und Freunde beeinflussen das stärker als die Lehrer. Bin aber kein Pädagoge.

Zitat:
Zitat von Ogami Itto Beitrag anzeigen
Meine 2 Cent, spielerische Grundlagen ohne wirkliche finishs und Form sind wohl mehr als ausreichend. Am besten noch als Defensive unterichtet, umkehren lässt sich der Effekt ins Offensive später relativ einfach.
Nee, so was wie Finishs und Takedowns will ich da nicht. Spiele sind, glaub ich, wichtig. Sowas hatten wir gar nicht. War immer total ernst das Training. Also, bei mir war das früher so, dass das was wir da bei uns zu Hause so gelernt hatten, für uns, total nutzlos außerhalb des Trainings war. Also, vom Stock auf die Hand zu übertragen war in unseren Köpfen nicht drin. Ich war ~ 11 als ich meinen Bruder ein Handtuch anstelle eines Stockes benutzen gesehen habe. Und was wir gemacht haben waren, wie Du gesagt hast, eher solche "Drills". Quasi, nicht in Zusammenhang eingebettet. Sowas kam erst viel später.

Das sich das übertragen lässt wurde erst erklärt als ich so 12 oder so war. Dann wurde aber auch erklärt wie ich einer Schlägerei aus dem Weg gehen sollte. Und auf einmal musste ich Werke von Sunzi, Yamamoto und Co. lesen. Und später noch Dao de Jing und Lun Yu. Aber ich glaube, deutsche Kinder wollen sich bestimmt nicht mit solchen alten Büchern beschäftigen, oder? Ist, glaub ich, zu viel für so ein Hobby.

Zitat:
Zitat von Karateka94 Beitrag anzeigen
ich denke dass reife die verpasste trainingszeit in der kindheit wieder wett macht.
Also eher als junger Erwachsener?

Ich stimme Ogami Itto aber zu, wenn jemand die ganze Zeit Sport betreibt kommt er bei sowas schneller rein. Wenn aber sehr, sehr starken Fokus auf geistige Unterhaltung legt sind die motorischen Fähigkeiten oft auch nicht so toll.

Das klingt jetzt alles so als wäre eine Jugendgruppe im Arnis nicht so toll, hier.
__________________
http://img714.imageshack.us/img714/6264/1andresbonifaciokatipun.jpg 对我来说中华人民共和国是亚洲人的国家。我爱中国,我爱吕宋岛。我也爱卡提浦南政党与中国的中国共产党。ᜋ ᜇᜋᜒᜅ᜔ᜐᜎᜋᜆ᜔ᜉᜓ|| ~ᜄᜓᜇᜒ~
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
Werbung
  #17  
Alt 27-04-2011, 14:52
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Arnis, Karate (früher Judo, Wing Chun, Kickboxen, Taekwon Do)
 
Registrierungsdatum: 19.05.2006
Beiträge: 1.005
Standard Meine Erfahrung und Meinung

Hier Arnis de Mano Deutschland e.V. und hier Modern Arnis - Mano Mano Organisation Deutschland wurde der waffenlose Teil aus dem Kombatan speziel für die Kinder herausgelöst. Hier laufen auch ganz erfolgreich Gruppen (Budoka Emmendingen und hier Arnis Königslutter - Hauptseite). Der weitere Weg zum Waffenteil ist dann ja nicht mehr so weit.

Als Vater eines 9 jährigen Sohns will ich auch mal meinen Senf dazugeben.
Mein Sohn hat mit ca.5 mit Taekwondo angefangen und ist später zum Shotokan Karate gewechselt. Vorher hat er probeweise einige Male beim Judo mitgemacht. Zu hause "spielen" wir auch manchmal mit Safteys rum aber niemals mit Rattan oder Holz.
Aus dem, was ich jetzt aus diesen drei Schulen/Vereinen beurteilen kann, bin ich der Meinung das man ein Stocktraining in einer diziplinierten Kindergruppe durchaus umsetzen kann. Das ist aber auch schon das Problem! In der Judo und der TKD Gruppe hätte man den Kids nie einen Stock geben dürfen auch keine Safteys. Die Diziplin in den beiden Gruppen war wesentlich schlechter obwohl die TKD Gruppe mit max. 8 Kindern sehr klein war. Die Karate Gruppe in der mein Sohn heute trainiert ist mit 20-30 Kindern wesentlich größer aber auch erheblich diziplinierter. Aber es vergehen schon mal 12 Monate (bei einigen auch mehr) eh sie diese Diziplin auch haben. Selbst nach dieser Zeit (ich sag mal 1-3 Jahre Training) gibt es bei einigen noch kleine "Ausraster". Mit einem Rattan Stock kann da doch erheblich mehr passieren als mit Hand oder Fuß.

Von daher mein Fazit: Es geht, wenn die Gruppe dizipliniert ist und schon min. 3 Jahre beim waffenlosen Training ist. Sofort mit dem Stock zu beginnen in einer Gruppe halte ich in Deutschland für nicht empfehlenswert. Ab 14 denke ich kann man auch sofort mit dem regulären Waffentraining (ausser Messer) beginnen, wobei wie auch allg. üblich, erst einmal nur mit dem Stock trainiert werden sollte.

Soweit zum Arnis

Im Kobudo es das ja doch anders. Hier muß ja erst einige Jahre waffenlos (Karate) trainiert werden bevor man an den Hanbo oder Bo darf. Von Tonfa und Sai ganz zu schweigen.

Und schließlich gibt es ja auch noch Kendo für Kids. Und die fangen ja wohl gleich mit dem Shinai an. Da scheint es ja zu funktionieren.
__________________
Um das Mögliche zur erreichen, musst du das Unmögliche versuchen!
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #18  
Alt 27-04-2011, 14:59
Benutzerbild von Sven K.
Moderator
Kampfkunst: SENKI-Combat.
 
Registrierungsdatum: 20.06.2002
Ort: Osterholz-Scharmbeck
Alter: 46
Beiträge: 8.752
Blog-Einträge: 2
Standard

Ich denke, dass viele den Fehler machen und Überlegungen zu diesem Thema
nur aus der eigenen "Wissen" nähren. Per se ist eine Waffe immer nur ein Mittel
zum Zweck. Ein Trainer kann und sollte den "richtigen" Umgang mit diesen
Dingen vermitteln. Bei uns lernen die Kids so ab 8 jahren "sporadisch" den
Umgang mit dem Stock. Einfache Drills, Koordinationsübungen, einige Blöcke,
unser Winkelsystem usw. Wir fangen mit Schaumstoffwaffen an und klären
natürlich über die Gefahren und den ordnungsgemäßen Umgang auf. Ab 14
jahren verfahren wir wie genannt, nur dann mit dem Messer.
Gerade auch die kleineren "hauen" sich gerne mal mit den Schaumstoffteilen.
Stöcke sind für mich ein ideales "Instrument" um die verschiedensten
motorischen Fähigkeiten zu schulen. Im Besonderen werden die fünf
koordinativen Fähigkeiten (nach HIRTZ (1985)) geschult. Immer nach den
Vorgaben von Kosel. Wer sich ein wenig für die Sportwissenschaften
interessiert, sollte mal nach "Ommo Grupe" googlen. Der hat reichlich dazu geschrieben.

Zum Lesen eventuell noch
Kindliche Welterfahrung in Spiel und Bewegung: Sportpädagogische Perspektiven: Amazon.de: Helmut Altenberger, Friedemann Maurer: Bücher
oder
Bewegungslehre Sportmotorik: Abriss einer Theorie der sportlichen Motorik unter pädagogischem Aspekt: Amazon.de: Kurt Meinel, Günter Schnabel, Gesamtredaktion Günter Schnabel, Jürgen Krug: Bücher

Wer also gerade den Stock als "böse Waffe" sieht, irrt meiner Meinung nach.
Sollte es andere als die eigenen moralischen Einwände geben, so möge man
mich bitte belehren.

Meine 2 ct.
__________________
Bis denn. Euer Sven.
www.selbstschutzakademie.de www.senki-ma.com
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #19  
Alt 27-04-2011, 16:14
Ogami Itto
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

e

Geändert von Ogami Itto (08-11-2011 um 15:23 Uhr).
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #20  
Alt 29-04-2011, 17:15
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 16.04.2011
Beiträge: 6
Standard

Ich finde das man so früh wie möglich Kindern den Umgang mit Waffen bzw. sonstigen gefährlichen Gegenständen nahe bringt, schon allein daswegen, dass Kinder lernen die Gefährlichkeit solcher Dinge realistisch einzuschätzen. Mit dem Waffenkampftraining würde ich allerdings warten bis eine gewisse Reife erreicht worden ist.
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #21  
Alt 29-04-2011, 17:49
Benutzerbild von Sven K.
Moderator
Kampfkunst: SENKI-Combat.
 
Registrierungsdatum: 20.06.2002
Ort: Osterholz-Scharmbeck
Alter: 46
Beiträge: 8.752
Blog-Einträge: 2
Standard

Zitat:
Zitat von Ogami Itto Beitrag anzeigen
Naja, bis jetzt scheinen wir ja alle nicht soweit von einander
weg zu sein.

Danke für die links.

PS: 14 Jahre und Messer? Erzähl mal mehr. ( bitte würd mich echt interessieren )
Da gibt es nicht viel zu erzählen. Sie lernen einfache Drills, Winkeln etc., das
Arbeiten GEGEN Messer und natürlich sehr viel Theorie.

Bei uns gehört aber auch noch die Graduierung dazu. Wenn ein Kind mit 14 bei
uns anfängt bekommt es auch noch kein Messer in die Hand. Also Alter+Grad.
__________________
Bis denn. Euer Sven.
www.selbstschutzakademie.de www.senki-ma.com
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #22  
Alt 19-07-2011, 16:20
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Kobudo, Judo
 
Registrierungsdatum: 06.07.2002
Ort: Kamp-Lintfort (Niederrhein)
Alter: 34
Beiträge: 209
Standard

Hi,

da ich auch der Kobudo Ecke komme, wollte ich hier auch mal meine Erfahrungen euch mitteilen. Als erste möchte ich diese Äußerung kommentieren:

Zitat:
Zitat von cross-over Beitrag anzeigen
Im Kobudo es das ja doch anders. Hier muß ja erst einige Jahre waffenlos (Karate) trainiert werden bevor man an den Hanbo oder Bo darf. Von Tonfa und Sai ganz zu schweigen.
Ich selber biete Kobudo Training ohne Karate an. Ich kennen auch weitere Vereine die diesen Weg gehen oder Vereine die zwar beides anbieten, aber in denen Karate für Kobudo kein muss ist.



In unseren Verein bieten wir schon längere Zeit Kobudo training an und unterrichten Kinder- und Jungendliche "an den Waffen". Aus diesen Erfahrungen kann ich Svens Meinung nur unterstützen. Wir haben mit den Kindern und Jungendlichen sehr gut Erfahrungen dabei gemacht, auch ohne das sie vorher eine KK trainiert haben. Bei unserem Training war der Jüngste sieben, von meinen Trainer weiß ich das er auch schon mal sechsjährige im Training hatte. Die Gruppengröße liegt zwischen 6-14 Kinder/Jungendlichen. Das Kobudo Training haben wir in dieser Form auch bereits mal als SchulAG angeboten. Die Schule sah in diesem Fall auch kein Problem damit.

Zur rechtlichen Situation hab ich bisher nichts gegenteiliges für das Training mit Hanbo und Bo heraus finden können.

Zitat:
Zitat von cross-over Beitrag anzeigen
Von daher mein Fazit: Es geht, wenn die Gruppe dizipliniert ist und schon min. 3 Jahre beim waffenlosen Training ist. Sofort mit dem Stock zu beginnen in einer Gruppe halte ich in Deutschland für nicht empfehlenswert. Ab 14 denke ich kann man auch sofort mit dem regulären Waffentraining (ausser Messer) beginnen, wobei wie auch allg. üblich, erst einmal nur mit dem Stock trainiert werden sollte.
Hier kann ich nur sagen, das man auch Gruppen mit weniger als drei Jahren KK erfahrung gut händeln kann. Man muss die Gruppe etwas aufmerksamer im Auge behalten und wenn und man merkt das jemand blödsinn machen will den etwas schneller in die schrankenweisen. Aber die jenigen kann man ja leicht schon bei den Spielen zum äufwärmen herausfinden.
Aber in diesem Bereich sind die Meinungen meistenst sehr geteilt, die einen sagen, wie kannst du nur, die anderen sagen kool....

MfG

Thomas
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #23  
Alt 19-07-2011, 22:35
Gorkhali
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Bei uns ist das Kobudo-Training ab 14 Jahren. Bisher gab es keine Probleme.
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #24  
Alt 20-07-2011, 00:36
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Boxen,Kali, 1ster dan(n) lass uns lieber ein Bier trinken
 
Registrierungsdatum: 23.05.2011
Ort: so eine art schwarzes Loch mitten in S-H
Beiträge: 301
Standard

Ich denke es liegt am Trainer wenn einer gut mit Kindern kann und für Disziplin sorgen kann no Problem.
Mein Trainer hat das wohl früher gemacht Probleme gab es nie.
Und beim MT hatten wir auch eine Kindergruppe und wenn du siehst wie technisch elegant die kleinen kämpfen wirst du doch alls alter Sack neidisch.
Allso seh ich da kein Problem must ihnen ja nicht gleich bebringen wie man mit Buttermessern jemanden filitiert.
__________________
Er bringt uns Frieden, brecht ihm die Beine
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
Antwort


Dieses Thema betrachten zurzeit 1 Personen. (0 registrierte Benutzer und 1 Gäste)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist An.
Smileys sind An
[IMG] Code ist An
HTML-Code ist Aus
Trackbacks are Aus
Pingbacks are Aus
Refbacks are Aus

Ähnliche Themen
Thema Erstellt von Forum Antworten Letzter Beitrag
TRAININGS-FREQUENZ: Wieviel Training ist sinnvoll, wieviel Regeneration notwendig? Muay Thai Kid Muay Thai, Muay Boran, Krabi Krabong 6 23-04-2009 19:55
Ab wieviel Jahren? fmamann Arnis, Eskrima, Kali 9 05-02-2008 15:46
Ab wieviel Jahren Boxen? Chris1993 Anfängerfragen - Das Forum für Kampfkunst-Einsteiger 6 01-07-2007 14:13
Mit wieviel Jahren habt ihr angefangen? Sabine Karate, Kobudō 159 19-03-2005 15:13
seit wieviel Jahren macht Ihr Kampfsport? Pantha Offenes Kampfsportarten Forum 0 22-04-2002 08:00



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 08:18 Uhr.

Powered by vBulletin Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
SEO by vBSEO 3.3.0 ©2009, Crawlability, Inc.