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#1
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| Hallo Leute, nachdem in verschiedenen Beiträgen über die Qualität des DJJV gesprochen wurde - hier mal eine Frage zum Prüfungsprogramm. Was würdest Du am Prüfungsprogramm, bzw. der Prüfungsordnung des DJJV anders machen? Was soll dazu, was sollte weg, was sollte vielleicht Deiner Meinung nach anders gemacht werden? Und WICHTIG - was findest Du gut am aktuellen Prüfungsprogramm? Vielen DANK Viele Grüße Heiko
__________________ Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. (A. Einstein) Wer, wie, was, wieso ,weshalb ,warum wer nicht Fragt, bleibt dumm! |
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#2
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| Hallo! Also eine gute aber auch nicht ganz leicht zu beantwortende Frage... ich denke als erstes sollte man mal genau Definieren was genau JJ eigentlich sein soll!!! Soll es eine effektive SV sein, müßte das Prüfungsprogramm anders abgeändert als wenn es mehr richtung Kampfkunst oder sogar Wettkampf ausgerichtet werden soll. Bevor wir uns über diese Frage nicht im klaren sind, bringt es nichts uns über Techniken oder Methodiken zu unterhalten! ![]() Grüße Stephan |
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#3
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| Routine prüfen, statt Beinstellen und Festlegetechniken Dinge die auch im Schlaf funktionieren. Ein Selbstverteidigungssystem braucht keine Fülle an Kontrolltechniken. Mehr Kampferfahrung durch Sparring, heißt: Freikampfverhalten. |
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#4
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| Zitat:
![]() Das Prüfungsprogramm als solches finde ich gut und mir fällt nach einem kurzen Durchgucken nichts ein, was man da besser machen könnte. Das "Problem" ist eher, dass viele Leute/Vereine das Training zu sehr aufs Prüfungsprogramm ausrichten, wenig auf Kampfsport oder SV. "Problem" deshalb in "", da auch Breitensportler/Gürteljäger gerne den Sport so machen dürfen, wie sie wollen. Das ich mich damit nicht wohl fühlen würde heißt ja nicht, dass es für andere nicht die optimalere Lösung für Spaß am Sport ist - und das ist wohl für die allermeisten mit die Hauptmotivation. Andererseits erfahre ich auch am eigenen Leib, dass es gar nicht so einfach ist, bei wenigen Trainingseinheiten im Otto-Normal-Verein (bei uns momentan 2 Std für die "Großen") ein gutes Niveau zu erreichen und dann zu halten. Mein Trainer und Abteilungsleiter geht scharf auf die 50 zu, ist selber Polizist (-> Schichtdienst), ist gesundheitlich nicht mehr ganz auf der Höhe, hat eine junge Tochter und eine ebenfalls bei der Polizei arbeitende Frau, wodurch das mit dem Training gerne mal ziemlich rar wird. Vergleichbar ein weiterer Polizist bei uns, selbes Alter und darf offiziell nur noch "Gesundheitssport" machen, und noch eine Frau, die jetzt auch noch relativ häufig verhindert ist. Dann ist bei uns Großen, die vor ihrem eigentlichen Training erstmal 3 Stunden Kindertraining durchstehen müssen, dann schon etwas die Luft raus. Andere haben dann eigentlich gar keine eigene Trainingseinheit mehr. Das ist schon etwas komplexer, als einfach zu sagen, dass das Prüfungsprogramm Schuld ist, oder dass durch eine Änderung des Prügungsprogrammes eine Besserung eintritt. Ok, man könnte den "Schlechten" ihren Dan entziehen, bzw in Zukunft nicht mehr geben, wenn sie zwar beim Prüfungstermin die Leistung erbracht haben, aber eventuell nicht halten können. Stichprobenartige Überraschungsinspektionen der Danträger. Fallen sie durch, ist der Dan wieder weg, inkl. aller evtl. erworbenen Lizenzen. Das ist nicht nur teures Geld, dass da verloren geht (für die Prüflinge, aber auch als Kosten für den Verband), sondern auch ziemlich "unspaßig", nervig, demotivierend und macht das Ganze dann wieder unattraktiv. Nein danke. Edit: Zitat:
Kampferfahrung ist für mich, wie ich woanders bereits dargestellt hatte, nicht die Aufgabe des Prüfungsprogrammes bzw der Prüfungsvorbereitung, sondern des normalen Trainings, das nicht durch die Prüfungsvorbereitung dominiert werden sollte. Ich weiß nicht mehr wo es stand, aber der Verband hat im Zusammenhang mit dem Prüfungsprogramm ziemlich deutlich gemacht, dass dieses eben NICHT als Kurrikulum für das allgemeine Training dienen soll.
__________________ Wer eine Not erblickt und wartet, bis er um Hilfe gebeten wird, ist ebenso schlecht, als ob er sie verweigert hätte. Dante Alighieri Geändert von Budoka_Dante (26-04-2009 um 20:59 Uhr). |
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#5
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| Naja ein Problem des JJ ist meiner Meinung nach das es Versucht die EierlegendeWollmilchsau zu sein... Einerseits wird gerne mit effektiver SV geworben, andererseits mit dem Begriff der Kampfkunst und auch der Tradition, Wettkampf soll ja auch nicht zu Kurz kommen, und der Otto-Normal-Sportler der nur etwas außergewöhnlicheres Machen will als Fußball der soll auch gleichzeitig angesprochen werden! Von daher finde ich das Prüfungsprogramm im Grunde garnicht so schlecht da es viele Bereich abdeckt... wie gesagt laßt uns erstmal klären in welche Richtung ihr euch eine Weiterentwicklung des JJ vorstellt... soll es eine effektive SV werden (in möglichst vielen Bereichen) dann werden wir wohl mittelfristig nicht um eine Änderung des PP vorbeikommen! |
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#6
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| Zitat:
Was ist für Dich hauptsächlich Ju-Jutsu
__________________ Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. (A. Einstein) Wer, wie, was, wieso ,weshalb ,warum wer nicht Fragt, bleibt dumm! |
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#7
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| Ich meinte mit Sparrings- oder Freikampfverhalten, dass man testet wie derjenige sich verhält, ob er fähig ist die Dinge anzuwenden und nicht nur zu zeigen. Ich kenne genug Leute bei mir im Training, die es psychisch nicht hinbekommen jemanden zu schlagen und wenn es nur leicht und in den Bauch ist, sie schaffen es nicht, sie weichen immer auf eine Distanz zurück bei der nichts passieren kann. Das Ju-Jutsu sollte vielleicht einen Split erleben, ein wettkampforientierter Teil einer für private Selbstverteidigung, einer für Sicherheitsdienste und Polizeikräfte. Traditionelles Jiu-Jitsu wird ja parallel angeboten. Dementsprechend müssten auch die Prüfungen sein. Ich finde es schwierig bei dem Thema nicht in Richtung "Wie sollte das Training sein?" abzuschweifen, weil beides untrennbar verbunden ist. Geprüft werden sollten auch klassische Straßensituationen, weil reines Wissen oft nicht anwendbar ist. |
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#8
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| Hallo! Also das mit dem nicht Schlagen können ist mir bislang noch nie untergekommen bei den JJkas die ich kennengelernt habe! Allerdings, ist es natürlich ein Unterschied ob man (frau) richtig gelernt hat zu zuschlagen oder nicht! Sowas wird vor allem durch ein gutes Vollkontakttraining mit entsprechendem Schlagtraining möglich, leider findet man sowas im JJ viel zu selten! Einen Split halte ich nicht für Sinnvoll, dann kannst Du gleich 4 verschiedene Stile draus machen! Und trad. Jiu und Ju-Jutsu ist dann doch noch ein unterschied (zumindest wie wir es betreiben). Es muß ein für alle mal geklärt werde was genau JJ sein soll, und fertig, und DANN können wir sagen was es zu verändern gibt oder auch nicht! |
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#9
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| das stimmt. Ich finde Ju Jutsu teilweise viel zu Hebel und Wurf lastig. Habe ich zumindest im Training und auf Lehrgängen erlebt. Hebel funktionieren meiner Meinung nach in einer realistischen SV im Stand kaum. Ich möchte mal einen durchschnittlichen JJ Danträger im Sparring gegen einen durchschnittlich Kb oder mt Kämpfer sehen. Da kann doch nix bei raus kommen. Viele im Ju Jutsu sind auch total dick, da kann ja auch was nicht stimmen. |
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#10
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| Das Prüfungsprogramm des DJJV ist im Moment sehr ausgewogen und gut! So steigt die Komplexität der Techniken mit dem angestrebten Kyu- oder Dan-Grad proportional an. Persönlich habe ich mich sehr darüber gefreut, dass der DJJV eine Annäherung an die anderen "Jiu-Jitsu" Verbände gewagt hat und so auch deren PO im "Ju-Jutsu 1x1" aufgenommen hat. Insgesamt liegt es nunmehr an jedem einzelnen Kampfsportler/-künstler etwas aus den Möglichkeiten zu machen, die ihm geboten werden. Zum Vergleich wird auch nicht aus jedem Menschen, der einen Box-Stall/-Training besucht, ein guter Boxer werden - obschon Boxen ein harter Kampfsport ist. Die Frage SV oder Kampfsport stellt sich für micht nicht, da ich selbst mündig genug bin für mich Schwerpunkte zu setzen. Deswegen habe ich mich auch bewusst für Ju-Jutsu und beispielsweise nicht für Krav Maga entschieden, weil ich im Ju-Jutsu viel mehr Freiheiten habe. Was allerdings nicht bedeutet, dass ich Krav Maga nicht für effektiv halte - ganz im Gegenteil. Aber Krav Maga Inhalte lassen sich problemlos in ein Ju-Jutsu Training integrieren. Ebenfalls bietet das JJ eine gute Basis, auf der man später weiter aufbauen und sich nach gusto weiter spezialisieren kann. Für mich ist "Ju-Jutsu"/"Jiu-Jitsu" meine persönliche Lieblings-Kampfkunst, weil man viele SV-Situationen durchspielt, alle Kampfdistanzen abdeckt, Waffenabwehr und Fallschule übt, die Leute nett und niveauvoll sind & es Spaß macht! Im Ju-Jutsu arbeiten viele erfahrene KK die cross trainieren und nicht auf den Kopf gefallen sind, so dass man viel Erfahrung für wenig Geld geboten bekommt. Was will man/frau mehr? Das Maß der Dinge ist man selbst. Grüße
__________________ Du bist, was Du warst; und Du wirst sein, was Du tust. Tu es oder tu es nicht, aber höre auf es zu versuchen. |
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#11
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| Hi Heiko, das Programm ist gut - die Frage ist vielmehr, wie es in den Vereinen ausgelegt wird. Also ein Philosophieproblem. Da kann man wenig entgegensteuern, es sei denn man führt radikale Bewertungsrichtlinien ein. Aber da will ich mich jetzt nicht zu äußern, außerdem unterstütze ich hier die aktuelle Variante. Das Graduierungssystem sollte eben nur bedingt eine Auslese sein und das ist gut so. Was stört, sind Kleinigkeiten: wieso z.B. wird der Dreierkontakt erst im Blaugurt verlangt, der Schleuderwurf gar erst im Braungurt? Das passt nicht, weil beide Techniken wichtige Trainingsinhalte darstellen. Was mir auch nicht gefällt, ist die Pistolenabwehr im III. Dan. Finde ich überflüssig. Aber gut, wie gesagt, Kleinigkeiten. Was ich weiterhin zusätzlich ändern würde, wäre die Pratzenarbeit. Ich finde, eine Kombination sollte hier schon ab Gelbgurt enthalten sein. Also: alles in Allem schneidet das Prüfungsprogramm, sowie die PO gut ab bei mir ![]() Zitat:
__________________ Viele Leute meinen, ich bin oberflächlich. Das stimmt aber nicht! Ich habe auch hässliche Freunde... |
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#12
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| Zitat:
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#13
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| Im Prüfungsprogramm wird alles abgedeckt was sich unter Ju-Jutsu beheimatet SV-Wettkampf-Technik welchen hauptschwerpunkt man dann im training hat ist wohl bei jeder trainingsgruppe eindeutig vom trainer abhängig. und andere vorurteile kann ich nicht nachvollziehen erwachsenen gruppe 16 leutchen 8 jugendliche bis 18 / 8 erwachsene von 35-55 teilweise mütter und väter dabei wo die kiddis in der kindergruppe sind. und um es mit obelix seinen worten zu sagen : * Ich bin nicht dick* und die besten referenten hier in schleswig holstein sind alles cross erfahrene sei es MT,Escrima,Judo,GokorSubm. etc pp mein trainer TKD und Karate ich selbst Judo und Boxen.... und dementsprechend sieht das training auch aus waffenabwehr würde ich vereinfachen zb blau stock braun messer.... nicht in jeder gürtel ein wenig mehr davon lieber einmal richtig mehr freie SV würd ich reinnehmen bzw früher freie SV oder besser mehr als nur die Duo Serie ich werde zb beim Dan die selben Techniken zeigen wie beim Braun da ich da schon entwaffnet habe. ansonsten past das schon von den techniken auch wen nicht alle unbedingt mein ding sind, heißt das nciht das man sie nicht lerne kann oder sollte.... Geändert von Ju_Jutsu_Lübeck (27-04-2009 um 20:38 Uhr). |
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#14
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| grundsätzlich finde ich die PO2000 gut .da könnte soviel drinstecken - weil sie ja eigentlich recht frei formuliert ist. leider sind die jj-vereine (wie mcfly schon sagte) diejenigen, welche das aktuelle jj ausformen. in vielen vereinen wird aber immer noch ein karate-lastiges jj betrieben, das zumindestens mir (und meinen bewegunxabläufen) nicht so gefällt (ich frage mich zb immer noch, was die eine hand an meiner hüfte soll, wenn ich in einer schlägerei stecke). unterstützt wird, so wie mir freunde/bekannte/... erzählen, dieser "karate"-aspekt noch durch die prüfer, welche wohl nach der neuen PO prüfen, aber alte inhalte sehen wollen. mir selber ist schon gesagt worden, dass ich meine bewegunxmuster über bord werfen müsste, um eine prüfung zu bestehen. hier sehe ich den knackpunkt. jj könnte so viel sein, wenn mensch es zulassen würde. gut finde ich, das langsame ranführen an realistische waffentechniken. wenn ich daran zurückdenke, was ich 1990 so an stocktechniken gesehen habe - war schon eine seltsame erfahrung, wenn du die stunde vorher dein arnis-training hattest . ob mensch die jetzt anders sortiert, könnte diskutiert werden. aber um sich gegen eine waffe wehren zu können, muss mensch erst mal wissen, wie mensch mit dieser waffe angreift.was mensch im jj abschaffen könnte ist der ganze pseudo-japanische "quatsch". verstehen sowieso die wenixten (wie ich in vielen gesprächen raushörte). endlich eine eigene europäische kk werden. auch verstehe ich nicht, warum ich als otto-normalo 1001-abführtechnik benötige. dies sind sonderthemen für polizisten, jva-beamte, ... . ach ja - die schlagtechniken sollten mehr unterstützt werden. auch ich kenne einige vereine, in welchen auf angriffe immer direkt mit einem hebel geantwortet wird. imo recht unrealistisch. auch die wertigkeit der hebel sollte überdacht werden. nicht jeder hebel muss zum festleger am boden werden (ich hole aber nun nicht meine gebetsmühle heraus ). |
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#15
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| tja meine trainingsvariante dazu ist 1. techniktraining schön bis in den boden oder als abführtechnik 2- sv variante kurz und knack und weg egal ob atemi oder hebel....oder beides |
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