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  #1  
Alt 03-10-2011, 19:38
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Kampfkunst: for sure
 
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Standard JJ 2000 vs "ursprüngliches" JJ

Hi,

kann jmd von euch mal kurz anreissen, was genau an repertoire aus den FMA (und welchem stil), Krav-Maga, WingChun und dem Muay Thai ins JuJutsu 2000 Curriculum aufgenommen wurde und welche älteren Techniken dafür geopfert wurden?
Ist das neuere JuJutsu eurer Meinung nach nun SV-lastiger?

Besten Dank für ein paar Meinungen...
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  #2  
Alt 03-10-2011, 20:08
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Techniken machen nichts SV-lastiger.

Der Hauptpunkt beim JJ 2000 war auch eher einen roten Faden und methodische Reihen ins Training zu integrieren.

Bis auf die Ktfst und den Hubud Drill würde es mir auch schwerfallen wirklich Techniken den Stilen zuzuordnen. Lowkicks und Stopkicks gibbet in ziemlich vielen Stilen.

Es sind jetzt bestimmte Angriffe Pflicht im Bereich freie SV, es gibt viele Sparringsdrills und der Einsatz von Pratzen wird vorgeschlagen.

Generell gesehen kann man damit ein moderneres, SV-orientiertes Training machen. Man kann aber auch pre2k Training machen. Also immer auch das Training checken.
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  #3  
Alt 04-10-2011, 17:33
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Kampfkunst: for sure
 
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Hi Lenny,

danke. Klingt nach einem interessanten Ansatz. Lässt sich generell sagen dass der SV-Ansatz in Polizeisportvereinen womöglich höher als in (Sport-)Judovereinen, die eine JuJutsu Sparte anbieten, wäre?
Weil irgendwo muss doch die Trennung SV / Sport vollzogen werden (können)...oder lässt sich trotzdem beides gut unter einen Hut bringen?

Zuguterletzt: weswegen hat man das Repertoire so verändert? Einfach aus dem Aspekt heraus dass es so viele Hybrid-Stile gibt, und man hier am Markt teilhaben möchte?

Nochmals Danke,
Gruß
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  #4  
Alt 04-10-2011, 17:39
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Kampfkunst: Kenpo, Ju-Jutsu, Doce Pares Eskrima
 
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Zu den Polizeisportvereinen generell kann ich nichts sagen, da kenne ich zuwenige für
Schau Dir einfach die Vereine in deiner Gegend an und entscheide dich dann.

Ich denke mit der Hauptgrund für die Änderung war das Programm systematischer zu machen, also weg von der bloßen "Techniksammlung" pro Gürtel und hin zu einem bestimmten Bewegungsverständnis und aufeinander aufbauenden Techniken.
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  #5  
Alt 04-10-2011, 22:34
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Zitat:
danke. Klingt nach einem interessanten Ansatz. Lässt sich generell sagen dass der SV-Ansatz in Polizeisportvereinen womöglich höher als in (Sport-)Judovereinen, die eine JuJutsu Sparte anbieten, wäre?
Weil irgendwo muss doch die Trennung SV / Sport vollzogen werden (können)...oder lässt sich trotzdem beides gut unter einen Hut bringen?
Beim Ju-Jutsu kommt es einfach auf den Trainer an, dabei ist es egal ob es ein Polizeisportverein, eine Judo-Sparte, ein Breitensportverein oder what ever ist.

Zitat:
Zuguterletzt: weswegen hat man das Repertoire so verändert? Einfach aus dem Aspekt heraus dass es so viele Hybrid-Stile gibt, und man hier am Markt teilhaben möchte?
Hier schließe ich mich Lenny an. Es ging weniger darum mit anderen Systemen um "Marktanteile" zu kämpfen, als vielmehr darum, das vorhandene neu zu strukturieren.
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  #6  
Alt 05-10-2011, 11:32
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Darf ich mal eine Frage in den Raum werfen? Soweit ich weiß versteht sich das DJJV JJ als offenes System und könnten die Veränderungen nicht auch deshalb zustande gekommen sein weil man gedacht hat das die Elemente aus Boxen, MT, FMA usw effektiver sind, als die ganzen Karate, Judo und Aikido Elemente? Das man aufgrund der Effektivität am System herumgeschraubt hat würde mich nicht überraschen.
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  #7  
Alt 05-10-2011, 11:55
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Zitat:
Zitat von mrx085 Beitrag anzeigen
Darf ich mal eine Frage in den Raum werfen? Soweit ich weiß versteht sich das DJJV JJ als offenes System und könnten die Veränderungen nicht auch deshalb zustande gekommen sein weil man gedacht hat das die Elemente aus Boxen, MT, FMA usw effektiver sind, als die ganzen Karate, Judo und Aikido Elemente? Das man aufgrund der Effektivität am System herumgeschraubt hat würde mich nicht überraschen.
Man kann immer noch das "Zitat DerLenny: pre2k-Ju-Jutsu" trainieren und alle Neuerungen ignorieren. Das ist auch, einer der Gründe warum es im Ju-Jutsu einfach auf den Trainer ankommt. Es ist eben ein komplett offenes System in dem man prinzipiell machen kann was man will.
Ich hab schon in vielen Vereinen mittrainiert, bzw. hab dort Lehrgänge gemacht. Einige davon waren von einem KM-Kurs nicht zu unterscheiden, andere haben sich fast nur auf Wettkampftraining konzentriert und bei wieder anderen hatte ich das Gefühl ich bin in eine Aikido-Gruppe gestolpert.

In dem Sinne hat sich, mit der Neuauflage, eigentlich nicht viel geändert. Meiner Meinung nach ist die Struktur, bzw. der erwähnte "rote Faden" sichtbarer geworden. Macht sich evtl. erst bei der neuen Generation der Trainer bemerkbar.
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  #8  
Alt 05-10-2011, 12:01
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Ja beim JJ kommt es wirklich sehr auf den Trainer an. Ich denke viele ältere Trainer werden ohnehin noch der alten Linie tranieren da sie mit dem neuen noch nicht so vertraut sind. Es sei den Trainer betreibt neben dem JJ noch andere Stille. Und stimmt selbst bei uns in Ö unterscheidet sich das Jj von Schule zu Schule, obwohl wir nur einen Verband haben, ganz im Gegensatz zu unseren deutschen Nachbarn. Das ist wirklich interssant wie offen das JJ ist/ sein kann..
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  #9  
Alt 05-10-2011, 13:39
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Zitat:
Zitat von mrx085 Beitrag anzeigen
Darf ich mal eine Frage in den Raum werfen? Soweit ich weiß versteht sich das DJJV JJ als offenes System und könnten die Veränderungen nicht auch deshalb zustande gekommen sein weil man gedacht hat das die Elemente aus Boxen, MT, FMA usw effektiver sind, als die ganzen Karate, Judo und Aikido Elemente? Das man aufgrund der Effektivität am System herumgeschraubt hat würde mich nicht überraschen.
Darf ich die Frage zurückwerfen welche Elemente du meinst?
Und die PO ändert nur "was" geprüft wird. Nicht "wie" trainiert wird und auch nur in einem gewissen Rahmen "was" trainiert wird.
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  #10  
Alt 05-10-2011, 13:45
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@DerLenny Klar kein Problem. Also die Schlage würden im JJ ja früher eher karatemäßig ausgeführt, während man seit dem 200ner Programm ja eher boxerisch oder thaiboxerisch arbeitet. Und soweit ich richtig informiert bin, hat es sogar der gute alte Dings Bums Kettenfauststoß ins Programm geschaft. Auch FMA elemente es jetzt zu geben. Das alte pre 2000 JJ war ja wirklich nur eine Mischung aus Judo, Karate, Aikido und dem alten deutschen Jui Jitsu nach Erich Rahm" oder bin ich da falsch informiert.

ps: Die Infos beruhen nur auf Infos aus dem I Net, da ich das DJJV JJ nicht unterssant finde, aber aus aus geoprafischen Gründen nie ausprobieren konnte. Wobei das jetzt nicht mehr ganz so richtig ist. Bin ja von Oktober bis Dezember in Salzburg, und von Salzburg bis Freilassing, wo es ein JJ Dojo gibt, ist ja nicht sooooo extrem weit. Wenn es eine meine Zeit erlaubt, könnte ich mir ja mal selbst ein Bild davon machen.
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  #11  
Alt 05-10-2011, 13:51
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Zitat:
Zitat von mrx085 Beitrag anzeigen
könnten die Veränderungen nicht auch deshalb zustande gekommen sein weil man gedacht hat das die Elemente aus Boxen, MT, FMA usw effektiver sind, als die ganzen Karate, Judo und Aikido Elemente?
inwiefern ist boxen, muay thai und fma effektiver als judo?
__________________
"The man who is at the peak of his success, and the man who has just failed are in exactly the same position. Each must decide what he will do next." - Jigoro Kano
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  #12  
Alt 05-10-2011, 13:58
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Zitat:
Zitat von Teashi Beitrag anzeigen
inwiefern ist boxen, muay thai und fma effektiver als judo?

Was fragst du mich das? Ich habe nur eine Vermutung aufgestellt warum man das JJ System überarbeitet hat. Ich kann nicht in die Köpfe der Leute hinein schauen. Aber wenn du so fragst, was das schlagen betrifft ist boxen und Muy Thai sicher besser als Judo, den im modernen Judo wird nicht mehr geschlagen. Und ein FMaler kann sicher besser mit Messern und Stöcken kämpfen als ein Judoka. Aber wenn es ums Werfen und um den Bodenkampf geht ist ein Judoka natürlich besser als alle 3 KKler zusammen. Wobei in den FMA gibt es ja auch zum Teil Take Downs oder?
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  #13  
Alt 05-10-2011, 14:05
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boxen & MT dürften in sachen schlagen effizienter sein als judo.
für FMA gilt dies im stock- & messerbereich. ausserdem kann mensch ein wenig aus dem dumog ins jj schummeln .

übernommen wurden ein drill (3r-kontakt/hubud), der kfs, die erlaubnis nun in prüfungen auch boxerische schläge zu machen, allgemeiner umgang mit dem stock/messer (inc. entwaffnungen). mehr fällt mir gerade nicht ein. die würfe wurden neu sortiert, sodass sie besser zum übrigen programm passen & aufeinander aufbauen.

nachdem ich nu 3x versucht habe den unterschied zwischen jj2000 und alt-jj zu definieren habe ich abgebrochen. muss ich wohl noch mal drüber nachdenken .
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  #14  
Alt 05-10-2011, 14:07
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Zitat:
Zitat von mrx085 Beitrag anzeigen
@DerLenny Klar kein Problem. Also die Schlage würden im JJ ja früher eher karatemäßig ausgeführt, während man seit dem 200ner Programm ja eher boxerisch oder thaiboxerisch arbeitet.
Der Unterschied zwischen einem Schlag und einem Schlag ist eher marginal. Ob du es nun "Fauststoß mit der vorderen Hand" nennst oder Jab ist in erster Linie mal Banane. Die Frage ist doch nicht wie das Teil heisst, sondern wie du es trainierst. Und sobald Boxsack, Pratze, Kontakttraining am Partner dazu kommen, dann ist es recht banane wo der Fauststoß her kommt.
Und ja, du kannst jetzt Ktfst als eine Variante des Fauststoßes zeigen. Sind aber Ktfst an sich viel effektiver als ren tate zuki? Oder ist es hier wieder die Frage wie du sie trainierst?


Zitat:
Das alte pre 2000 JJ war ja wirklich nur eine Mischung aus Judo, Karate, Aikido und dem alten deutschen Jui Jitsu nach Erich Rahm" oder bin ich da falsch informiert.
Wenn du Techniken aus dem judo, karate, etc. geschrieben hättest, dann würde ich dir 100% recht geben. All die genannten KKs (mit ausnahme des Rahn-JJ) waren KK-Systeme. In sich geschlossen und vollständig.
Das 68er-JJ war eine Sammlung aus Techniken die in Kombination gezeigt werden mussten. Es gab kein System dahinter.
Und hier ist IMO die eigentliche Änderung passiert. Anstatt Techniken irgendwo im Programm zu haben gibt es nun eine recht gut ersichtliche Gliederung. Die Aufgaben an den Prüfling wachsen und bauen auf den zuvor geprüften Grundlagen auf.
Es sollte also nicht nur ein "immer mehr Techniken" sondern auch ein "immer besseres Bewegen" die Folge sein.
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  #15  
Alt 05-10-2011, 14:19
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Danke für die Infos Lenny, so ist das also. Und ja ich persönlich bin immer skeptisch wenn man etwas zusammen mischt was eigentlich nicht zusammen gehört. Was der KFST im JJ zu suchen hat ist mir nicht ganz ersichtlich. Beim Karate und auch beim Box Schlag wird ja mit der Hüfte gearbeitet, während man beim Kettenfausstoß ohne Hüfte arbeitet. Wie das zusammen passen soll ist mir nicht ganz klar. Aber du bist generell der Meinung das sich das JJ System verbessert hat? Und natürlich hat man sich beim alten JJ daraus nur Techniken ausgeborgt um was neues zu erschaffen. Man hat niemals alles aus dem jeweiligen Systemen übernommen. Habe mich dort nur unklar ausgedrückt..
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