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  #16  
Alt 10-02-2012, 09:23
Benutzerbild von domo77
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Kampfkunst: Jiu Jitsu/Judo
 
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Zitat:
Zitat von thinktwice Beitrag anzeigen
Du definierst dein Level also über die Gürtelfarbe? Sehr Schade, wenn dem so wäre.

Der Weg ist dir beim BJJ zu weit? Gibt so ein Spruch, der hier ganz gut passt: Der Weg ist das Ziel.

Aber vielleicht bin ich da einfach zu idealistisch. Für mich bedeutet nämlich Kampfsport meinen Stil zu perfektionieren und da ist es mir egal, welche Farbe mein Gürtel hat.
auch wenn diese diskusion an anderer stelle schon wie ein altes kaugummi durchgekaut wurde´:

Nein. ich definiere mein können nicht durch meine Gürtelfarbe.
Wenn du aufmerksam gelesen hättest, hättest du vielleicht gelesen, dass es mein Ziel ist, eine eigenen Judo oder Jiu Jitsu Gruppe zu unterichten.
Für mich bedeutet Kampfkunst/Kampfsport nämlich noch mehr, als meinen stil zu perfektionieren. für mich ist es wichtig mein wissen auch an andere weiter zu geben. Im Judo habe ich schon einen relativ hohen schülergrad, sodass der weg zum DAN nicht mehr so lang ist, als wenn ich neu einsteige.Somit ist mein Mittelfristiges Ziel, wieder zu unterichten nicht in zu weiter ferne.

kein vernünftiger Verein wird mich nach einem Jahr BJJ als Trainer einsetzen.
allein danach zu fragen wäre unangebracht und peinlich.

Wenn ich aber einen Braungurt im Judo habe und auch wieder auf diesem Niveau bin, sieht die sache ganz anders aus.
Meine Judotechniken waren mal recht gut und ich habe sehr viel Wettkampferfahrung und habe da einige Titel erzielt. um die Qualität meiner KK geht es aber hier sowieso nicht....
ob ich mich über meinen grad definiere ist da sowieso nebensächlich, da zumindest die eltern der schüler und auch die schüler selbst dies in der regel tun (zumindest am anfang). und das meines erachtens nicht vollkommen zu unrecht. klar gibt es DAN-Träger, die nix können aber es gibt auf jeden fall mehr leute ohne dan, die keine ahnung haben als mit.

der weg ist das ziel: das stimmt.
ich bestreite den weg aber in einer von mir gewählten reihenfolge.

Bisher sieht mein plan folgendermaßen aus:
- Jiu Jitsu trainieren und dort möglichst schnell möglichst viel lernen.
- Judo wieder auf mein altes LVL kommen und ein neues LVL erreichen.
- Judo an andere weitergeben
- in einigen Jahren auch im Jiu Jitsu in der Lage sein zu unterichten. (besonders die Kombi Judo/jiu Jitsu ist da interessant, finde ich)
- später (wenn meine Kids größer sind und ich mehr Zeit habe) ergänze ich mich noch durch Aikido, BJJ oder ähnliche)

das alles ist jedoch total off topic..
ich muss hier gar nicht vom bjj überzeugt werden, sondern wollte nur wissen, wo die unterschiede liegen.
Teilweise sind ja schon interessante dinge gepostet worden.

- beinheben
- genickhebel
- technischer im boden
- noch mehr schwerpunkt auf bodentechniken

hier interessieren mich weitere einzelheiten.
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  #17  
Alt 10-02-2012, 14:50
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Kampfkunst: (Sport-)Judo, Allkampf, über den Tellerrand gucken
 
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Der Bodenkampf wird im BJJ wird meist konzeptioneller und didaktisch ausgereifter unterrichtet.
BJJ legt wert auf Positionen, Transition, 'Flow' etc. und versucht das Phänomen Bodenkampf analytisch zu durchdringen.
Die Submission ist das höchste Ziel im BJJ, Haltegriffe sind bestenfalls Übergangspositionen.

Im Sportjudo sieht man oft Vermittlung von relativ zusammenhangslosen Einzeltechniken, und die versucht man dann im Randori anzuwenden.
Im Judo haben Haltegriffe eine große Bedeutung. Das ist auch gut so, denn die Bedeutung von Kontrolle am Boden sollte man nicht unterschätzen. Man denke an Sicherheitspersonal, Ground and Pound, Countergrappling, in der SV schnell wieder aufstehen zu können etc.

Judo (auch oder gerade Sportjudo) vergleiche ich gerne mit einem ungeschliffenen Schwert. Leider haben die meisten Judoka vergessen, dass man ein Schwert schleifen kann und wissen auch nicht wie man das tut.

Wie auch immer - ich spreche hier über Tendenzen, es gibt auch exzellente Judo-Bodenkämpfer, die diesen Aspekt auch vermitteln können.

Geändert von Jan_ (10-02-2012 um 15:00 Uhr).
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  #18  
Alt 10-02-2012, 14:56
Benutzerbild von domo77
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Kampfkunst: Jiu Jitsu/Judo
 
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Zitat:
Zitat von Jan_ Beitrag anzeigen
Der Bodenkampf wird im BJJ wird meist konzeptioneller und didaktisch ausgereifter unterrichtet.
BJJ legt wert auf Positionen, Transition, 'Flow' etc. und versucht das Phänomen Bodenkampf analytisch zu durchdringen.
Die Submission ist das höchste Ziel im BJJ, Haltegriffe sind bestenfalls Übergangspositionen.

Im Sportjudo sieht man oft Vermittlung von relativ zusammenhangslosen Einzeltechniken, und die versucht man dann im Randori anzuwenden.

Ich spreche hier über Tendenzen, es gibt auch exzellente Judo-Bodenkämpfer, die diesen Aspekt auch vermitteln können.
danke...sowas hab ich mir gedacht...da mein trainer auch bjj macht hoffe ich, dass er mir im Judotraining da ansätze zeigen kann, sofern diese judokonform sind.,
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  #19  
Alt 10-02-2012, 15:18
Benutzerbild von KhRYZtAL
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Kampfkunst: Judo, BJJ, Grappling
 
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Zitat:
Zitat von Jan_ Beitrag anzeigen
Der Bodenkampf wird im BJJ wird meist konzeptioneller und didaktisch ausgereifter unterrichtet.
BJJ legt wert auf Positionen, Transition, 'Flow' etc. und versucht das Phänomen Bodenkampf analytisch zu durchdringen.
Die Submission ist das höchste Ziel im BJJ, Haltegriffe sind bestenfalls Übergangspositionen.

Im Sportjudo sieht man oft Vermittlung von relativ zusammenhangslosen Einzeltechniken, und die versucht man dann im Randori anzuwenden.
Im Judo haben Haltegriffe eine große Bedeutung. Das ist auch gut so, denn die Bedeutung von Kontrolle am Boden sollte man nicht unterschätzen. Man denke an Sicherheitspersonal, Ground and Pound, Countergrappling, in der SV schnell wieder aufstehen zu können etc.

Judo (auch oder gerade Sportjudo) vergleiche ich gerne mit einem ungeschliffenen Schwert. Leider haben die meisten Judoka vergessen, dass man ein Schwert schleifen kann und wissen auch nicht wie man das tut.

Wie auch immer - ich spreche hier über Tendenzen, es gibt auch exzellente Judo-Bodenkämpfer, die diesen Aspekt auch vermitteln können.
sehr guter beitrag! sollte ich mir kopieren und bei der frage nach BJJ vs Judo immer einfügen
__________________
TK87: ps: google doch selber mal! Trinculo, KKB Moderator: ... am besten nach "Hirnprothese". ||||||||Vantage Fighting
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  #20  
Alt 10-02-2012, 15:35
Benutzerbild von domo77
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Kampfkunst: Jiu Jitsu/Judo
 
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Zitat:
Zitat von Jan_ Beitrag anzeigen
.
Im Judo haben Haltegriffe eine große Bedeutung. Das ist auch gut so, denn die Bedeutung von Kontrolle am Boden sollte man nicht unterschätzen. Man denke an Sicherheitspersonal, Ground and Pound, Countergrappling, in der SV schnell wieder aufstehen zu können etc.
.
funktinieren die denn im ernstfall?

z.B. bei Kesa ketame und auch anderen hat der angegriffene eine hand frei.
damit kann er hauen, kratzen, haare ziehen und sogar ne waffe ziehen...

im wettkampf verboten...im ernstfall nicht.
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  #21  
Alt 10-02-2012, 17:24
Benutzerbild von Teashi
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Kampfkunst: Judo, Ju-Jutsu
 
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Zitat:
Zitat von domo77 Beitrag anzeigen
funktinieren die denn im ernstfall?

z.B. bei Kesa ketame und auch anderen hat der angegriffene eine hand frei.
damit kann er hauen, kratzen, haare ziehen und sogar ne waffe ziehen...

im wettkampf verboten...im ernstfall nicht.
kuzure kesa gatame kontrolliert das schultergelenk in der ursprungsform (katame no kata). die variante wo man den kopf festhält ist eine andere. man kann daraus auch genickhebel ansetzen (auch im judo). du kannst aber natürlich auch den arm festhalten.

judo lehrt (zumindest nach kodokan) keine techniken, sondern prinzipien. es gibt im kodokan keinen ko-uchi-barai oder ko-uchi-makikomi. das sind techniken, die eher außerhalb japan ausgegrenzt werden. in japan heisst das alles ko-uchi-gari. ko-uchi-gari ist ein prinzip und keine technik. das gilt auch für all die ippon-seoi-nage varianten.

die lehrmethode der prinzipien hat ihre vor- und nachteile gegenüber der lehrmethode nach den techniken, wie im bjj.
__________________
"The man who is at the peak of his success, and the man who has just failed are in exactly the same position. Each must decide what he will do next." - Jigoro Kano
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  #22  
Alt 10-02-2012, 22:30
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Zitat:
Zitat von Jan_ Beitrag anzeigen
BJJ legt wert auf Positionen, Transition, 'Flow' etc. und versucht das Phänomen Bodenkampf analytisch zu durchdringen.

[...]

Im Sportjudo sieht man oft Vermittlung von relativ zusammenhangslosen Einzeltechniken, und die versucht man dann im Randori anzuwenden.
Ich hab vor ein paar Tagen mal wieder ein BJJ-Training besucht und hatte dabei die Gelegenheit, mit einem sechs oder sieben Jahre alten Jungen zu grappeln. Techniken konnte er nicht so viele, aber von seinem Bewegungsmuster, seinem Positionskampf und seinem "Flow", wie du so schön sagst, könnten sich viele Judoka ne dicke Scheibe abschneiden!
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  #23  
Alt 12-02-2012, 07:39
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Wie verhält sich Kosen-Judo im vergleich zu BJJ?
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  #24  
Alt 12-02-2012, 13:04
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Zitat:
Zitat von Black Adder Beitrag anzeigen
Wie verhält sich Kosen-Judo im vergleich zu BJJ?
Wie paniertes Kalbsschnitzel zu Wiener Schnitzel
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  #25  
Alt 12-02-2012, 23:24
Benutzerbild von sivispacemparabellum
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Im BJJ werden zum Teil völlig andere Techniken als im Judo unterrichtet. Hat jemand beim Judo schon mal Sweeps aus der Deep Halfguard gelernt oder einen Berimbolo...das ist schon etwas anderes. Und ich finde es gut wenn der TE beim Judo bleibt um es zu unterrichten, denn Schuster bleib bei deinen Leisten. BJJ zu lernen schadet aber nie.
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  #26  
Alt 13-02-2012, 09:06
Benutzerbild von domo77
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Kampfkunst: Jiu Jitsu/Judo
 
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Zitat:
Zitat von sivispacemparabellum Beitrag anzeigen
Im BJJ werden zum Teil völlig andere Techniken als im Judo unterrichtet. Hat jemand beim Judo schon mal Sweeps aus der Deep Halfguard gelernt oder einen Berimbolo...das ist schon etwas anderes. Und ich finde es gut wenn der TE beim Judo bleibt um es zu unterrichten, denn Schuster bleib bei deinen Leisten. BJJ zu lernen schadet aber nie.
so sehe ich das auch...werde später sicher mal da reinschnuppern..denn ich denke, dass man seine eigene KK durchaus erweitern sollte...
klingt auf jeden fall für mich interessant..
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