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#1
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| Hallo, ich habe eine Frage zum Thema Messerabwehr, was mich seit langen beschäftigt, aber eine Antwort habe ich leider noch nicht finden können, nicht hier (und ich habe das ganze Forum durchgestöbert) und auch nicht bei mir im Verein. Vornehin möchte ich noch kurz sagen, das soll keine Diskussion über Sinn oder Unsinn vom Messerabwehr, oder welcher System besser ist. Ich habe eine ganz klare Frage, und eine klare Antwort wäre sehr schön ![]() Die Frage: Bei uns im Verein wird ein Schnitt zum Hals (Angreifer hält das Messer im rechten Hand) nach Prinzip des Dreierkontakts, oder direkt mit dem rechten Hand "angenommen" (mit der Unterarm, Handrücken) und weitergeleitet. Dann folgen die "Folgetechniken". Dies kommt wohl vom FMA... Im Bücher vom Christian Braun sind auch diese "Weiterleiten-Techniken" aufgeführt. Im Krav Maga (und anderen Mil. Nahkampf) Büchern wird aber eine grundsätzlich andere Technik gezeigt. Nämlich, dass man nach dem Unterarmblock die Messerführende Hand sofort fest packt, und diese nicht mehr los lässt, gleiczeitig werden Angriffstechniken durchgeführt. Lange Rede, kurzer Sinn: Im Ju Jutsu (soweit ich es kenne) Messerabwehr immer mit Weiterleiten - beim Krav Maga und co. Messerhand blocken und packen - festhalten. Meine Frage wäre nur: Wie sind die begründungen für die zwei Meinung nach stark unterschiedlichen Techniken? Also, wieso lieber Weiterleiten, oder wieso denn Festhalten? Und geht nicht beides? Am besten ein erfahrener Ju jutsuka und Krav Magaer (?) könnten kurz Antworten? Vielen Dank und viele Grüße |
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#2
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| Ich kenne beides! Je nach Situation ist das eine, bzw. das andere sinnvoller! MfG Markus
__________________ Lieber im Training schwitzen, als auf der Straße bluten! |
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#3
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| Zitat:
Dein Gegner hat ein Messer! Warum wohl festhalten? Solange Dein Gegner noch in der Lage ist, es zu benutzen darfst Du ihm nicht die Kontrolle über das Ding überlassen.
__________________ Rock´n Roll above all ! Chris bamboozle: Warum darf Lars hier eigentlich reinspammen und sich aufführen wie ein Grundschulkind? |
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#4
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| Ja, der Dreier-Kontakt kommt aus den FMA. Nein, er ist dort keine Technik, sondern eine Drill-(Übungs-)Form. Festhalten halte ich für die (allgemein) sicherere Alternative, um den Waffenarm zu kontrollieren. |
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#5
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| wenn du ein pro bist, kannst du die angriffe weiterleiten und gleichzeitig selber angreifen, wenn du nicht so sicher bist, die KM-variante mit knie zu den genitalien... |
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#6
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| @ lars n roll: mit festhalten meinte ich blocken und sofort festhalten. die andere variante endet ja auch mit festhalten, aber erst wirds weitergeleitet.... danke an die schnelle antworten, ich sehs eigentlich auch so..... nur bei mir im verein kamen dann die argumente, wenn ich die hand nach dem block sofort festhalte, kann der angreifer meinen arm oder hand trotzdem noch schneiden ?! |
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#7
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| Ich weiß. Aber ist imho zu fancy... sieht geil aus, ist aber schwerer. Da würde ich nix riskieren wollen.
__________________ Rock´n Roll above all ! Chris bamboozle: Warum darf Lars hier eigentlich reinspammen und sich aufführen wie ein Grundschulkind? |
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#8
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| Ich denke mal, das du es so gut wie NIE schaffen wirst, wenn du dich gegen ein Messer verteidigen zu müssen, das du ohne Schnitte auskommst, wenn du da raus kommst! Wenn ich es schaffe ihn zu kontrollieren = SUPER, wenn direkt der Konter kommt! Kann ich ihn nur weiterleiten, so das ich mich nicht im direkten Gefahrenbereich von Schneide und Spitze befinde = SUPER, dann Konter starten (Knie in die Genitalien oä) und schnell laufen!
__________________ Lieber im Training schwitzen, als auf der Straße bluten! |
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#9
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| Das kann genau so gut passieren, wenn du ihn weiterleiten willst... Also kein Argument, gegen das Festhalten. |
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#10
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| Zitat:
Also: auch und gerade im Ju-Jutsu ist die Messerabwehr ein heiß diskutiertes Thema, welches wohl niemals eine einheitliche Lösung erreichen wird. Problemtische Sache, denn viele Techniken, die für Prüfungen empfohlen werden, sind für reale SV keine gute Wahl. Messerabwehr über Dreierkontakt halte ich für die gefährlichere Alternative. Ich begründe gerne warum: Also - der Schnitt zum Hals... das Problem ist hier die Intensität des Angriffs. Einen kraftvoll ausgeführten Schnitt wird man nicht ohne weiteres ableiten können, selbst wenn man ihn rechtzeitg erkennt und Kontakt aufnimmt. Das muss man einfach einmal ausprobieren - die Kraft des Waffenarms ist zu groß... die Klinge trifft. Stimmen Winkel und Timing nicht, kann die Klinge abrutschen und Brust oder andere Körperteile schneiden. Diagonale Abwehr (also die Annahme mit rechts, wenn der Waffenarm auch der Rechte ist) wird zwar neuerdings gerne und häufig gelehrt, weil hier schöne Weiterführungen gezeigt werden können - aber du führst eben die Klinge auch hierbei gefährlich nahe an unteren Körperregionen vorbei: Leber, Milz und andere wichtige Organe... Ich persönlich favorisiere Blockarbeit mit beiden Armen oder Händen und schnellstmögliches Fixieren des Armes. Beidhändige/-armige Blöcke können selbst kraftvolle Angriffe stoppen, was bei einigen Angriffen mit nur einem Arm nicht möglich wäre... Geändert von MCFly (26-12-2007 um 21:33 Uhr). |
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#11
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| Zitat:
Die Messerabwehr im Krav Maga wird meist als Reaktion auf einen plötzlich und unerwarteten Stichangriff eingesetzt. Soll heissen die KM Messerabwehr die man so aus YT Clips oder auch Büchern kennt, behandelt nicht die selbe Vorgehensweise in Duellsituationen. Schnitte werden im KM eher durch ausweichen und eventuellen parieren und kontern von der Außenseite entgegen gegangen. Wenn überhaupt möglich (Früherkennung der Waffe,... etc.) wird sowieso empfohlen sich mit "Common Objects" zu bewaffnen. Gruß Markus |
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#12
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| schließe mich markus an. dreier kontakt funktioniert nicht. auch das packen vom handgelenk ist eher wunschdenken. wer auch nur ansatzweise mit dem messer umgehen kann, ist zu schnell um "gepackt" zu werden. vom einsatz der linken hand ganz zu schweigen. ich habe noch keinen erlebt, der mein handgelenk erwischt ohne das ich das erlaube. macht einfach mal ein bischen sparring, oder übungen ohne kooperativen partner. hilft sicherlich weiter. |
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#13
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| Kommt doch aber auch immer darauf an von wem man angegriffen wird. Bei einem Messerkampfprofi ist es natürlich anders als beim Pubertär-Proll der aus dem Suff mal eine Klinge zieht. Die paarmal wo ich mit dem Messer angegangen worden bin hatte ich das Glück, dass ich augewichen bin und meine Konter gleich schwere Treffer waren. Einmal habe ich versucht zu blocken - hat mit einer Narbe am Unterarm geendet. Allerdings hatte ich in diesen Situationen überhaupt keine richtige Kontrolle über mein Handeln. Kam alles zu 100% aus dem Unterbewußtsein. |
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#14
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| Dann hattest du aber bisher mächtiges Glück, wenn du nur eine Narbe von mehreren Messerangriffen davon getragen hast!
__________________ Lieber im Training schwitzen, als auf der Straße bluten! |
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#15
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| Diesen kurzen Artikel: http://www.kampfkunst-board.info/for...470-post1.html habe ich irgendwann mal verfasst. Erläuterung zum Text: Unter Schwächebindung bzw. Schwäche versteht sich das Binden oder Festlegen des langen Hebels. Bei einem Arm wäre das z. B. das Handgelenk. Bei einem Bein wäre es der Bereich auf Knöchelhöhe usw. ... Roberto
__________________ "Na nuddu postu 'u mari è accussì ranni, 'u suli accussì forti, 'u celu accussì blu. Na nuddu postu 'u ventu cunta storie accussì beddi." Poesia Italiana |
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