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#1
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| Hey leute Ich hab mal ne frage : Habt ihr erfahrungen mit psychisch erkrankten Kampfsportlern? ich bin selbst in dieser lage und weiß daher wie es ist als kampfsportler mit na psichischen erkrankung umzugehen. aber ich würde gern wissen was ihr davon haltet das "wir" (vieleicht sogar in eurem verein) trainieren.??? also wenn ihr lust habt antwortet einfach mal, und teilt eure erfahrung mit allen. lg
__________________ Selbstüberschätzung ist meist der falsche weg einen kampf zu gewinnen. Einen kampf gewinnt man nicht mit den fäusten, sondern mit dem mund. |
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#2
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| also ich würde jetzt mal behaupten, dass es die reaktionen sehr variieren. es kommt vermutlich auch auf die art der erkrankung und die schwere an, aber ich persönlich hab dazu keine erfahrungen... |
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#3
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| Ich glaube, dass alle Kampfsportschulen (wir auch) vorurteilsfrei damit umgehen. Wenn jemand mittrainieren möchte, sich bei uns wohl fühlt und integriert, dann spielt es keine Rolle, ob er körperlich oder geistig eingeschränkt ist. Eine "Psychische Erkrankung" kann natürlich sehr viel sein und ist recht weit gefasst. Wir haben zwei Damen im Training, die Probleme mit Körperkontakt und Härte haben. Im JJ ist das natürlich eine Herausforderung für Gruppe und Trainer und alle Seiten müssen daran arbeiten, dass es ein gutes Miteinander und kontinuierliche Erfolge gibt und da werden auch alle in die Pflicht genommen. Bei Johan Skalberg in Göteborg trainiert jemand mit Down Syndrom im Kali Sikaran. Ich habe selber mit ihm trainiert. Er ist witzig, voll bei der Sache und technisch wirklich gut. Er wird von allen akzeptiert und respektiert. Und so sollte es sein.
__________________ Und sollte ich vergessen haben, jemanden zu beschimpfen, dann bitte ich um Verzeihung! - Johannes Brahms |
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#4
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| Ich mein, wenns mich im Training nicht gefährdet und ich halbwegs normal mit der Person trainieren kann is es mir persönlich vollkommen gleich. Bodenkampf (me=BJJ) mit ner Person die Probleme mit Körperkontakt hat... hmm is halt schwierig... mit dieser Person wäre ein BJJ Training dann quasi unmöglich. Auch wenn jemand k.a. n schweres Aggresionsproblem hat schränkt das ein - ich muß mich ja drauf verlassen können das mein Trainingspartner bei der Sache ist wenn er z.B. n Hebel ansetzt...
__________________ Hippopotomonstrosesquippedaliophobie: Angst vor langen Wörtern |
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#5
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| Hi duke, Wenn Du selbst betroffen bist, weißt Du sicher, dass es ziemlich viele verschiedene psychische Erkrankungen gibt. Hier eine Pauschalaussage zu treffen ist unmöglich. Generell schließt es sich aber meiner Meinung nach nicht aus. Viele Grüße Lars
__________________ Mein Abnehmthread |
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#6
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| Nun gibts ja ganz unterschiedliche psychische Erkrankungen, von der Depression bis zur Schizophrenie... insofern müßterst du deine anfrage präzisieren. Die Wahrscheinlichkeit, daß ein psychisch Erkrankter im Training so ausratet, daß er anderen Schaden zufügt halte ich für sehr gering. Grüße Kalle |
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#7
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| Wenn jemand Agressionen hat wird er das sicher im eigenen Interesse vorher sagen, denn ich glaube nicht, dass ein psychisch Kranker eine KK beginnt, bewusst Agressionsanfälle verschweigt und damit riskiert andere ernsthaft zu verletzen. Die Verletzungen und Fast-Verletzungen, die ich mitbekommen habe, wurden ausnahmslos von sich selbst überschätzenden, grobmotorischen, Möchtegernmeistern hervorgerufen. Wenn ich jemandem sage, er soll sich langsam nach vorne und unten bewegen, gehe ich nicht davon aus, dass er sich mit seinen 99 Kilo schwungvoll und senkrecht auf meine Wirbelsäule setzt, während ich in der Bankposition bin ![]() Psychisch Kranke sind da deutlich rücksichtsvoller. Was die beiden Damen betrifft, so haben wir sie natürlich interviewt, denn Offenheit ist das A & O. Es sind kleine Schritte und wir sind keine Psychologen. Die medizinische Betreuung muss natürlich ein Fachmann übernehmen.
__________________ Und sollte ich vergessen haben, jemanden zu beschimpfen, dann bitte ich um Verzeihung! - Johannes Brahms Geändert von hundzerberus (17-12-2009 um 16:37 Uhr). |
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#8
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| Übrigens möchte ich noch einwerfen, dass psychisch Kranke, sofern sie einen Schub oder einen krankheitsbedingten Ausnahmezustand haben, in diesen Situationen i.d.R. im Krankenhaus sind. Sofern jemand nicht "akut" ist und folglich im normalen Leben unterwegs ist, kann er auch normalen Beschäftigungen nachgehen, dazu gehört auch Sport.
__________________ Mein Abnehmthread |
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#9
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| Den meisten fällt es noch nicht einmal auf... und das ist gut so. ![]()
__________________ If I exorcise my devils, my angels may leave, too ... [...] du bist Luzifer, ....der Lichtbringer Zitat Nymphaea Alba |
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#10
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| Also ich persönlich hab da relativ angst vor meinem trainings partnern zu sagen das ich ne psychische erkrankung habe. mein sensai weiß zwar das ich solch ein handicap habe , aber noch kein anderer daher bin ich natürlich relativ angespannt beim training. Also um mal kurz zu erklären welche krankheit ich persönlich habe: diese nennt sich "EMETOPHOBIE" --> das sind leute die ANGST/PANIK davor haben sich selbst zu übergeben. dazu kommt dann meist noch ne "VERMEIDUNGS" strategie, wie kein bus/bahn zu fahren , oder auch nicht mehr öffentlich zu essen, oder sogar nur noch selten raus zu gehen. also wie gesagt es ist alles n wenig Komplex. aber mein sensai geht damit auch relativ entspannt um, und versucht mir zu helfen wo es geht. und trotzdem hab ich da relativ große angst mich zu "outen" als psychisch kranker. weil ja einige gleich denken : "ohh man der is nich normal da muss ich aufpassen , am besten kein kontakt". ich versuch zwar recht locker damit umzugehen aber es ist trotzdem recht schwer. lg
__________________ Selbstüberschätzung ist meist der falsche weg einen kampf zu gewinnen. Einen kampf gewinnt man nicht mit den fäusten, sondern mit dem mund. |
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#11
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| Ich sehe da erstmal keinen Zusammenhang und daher auch keine Notwendigkeit, dass Du Dich outest.
__________________ Mein Abnehmthread |
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#12
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| Ich habe einiges hinter mir, meine ganze Biografie will ich nicht auspacken, ist mir persönlich zu krass. Ich sag' nur soviel AD(H)S und aus den daraus resultierenden Schwierigkeiten früher schwere Depressionen. Geb den Dingen Zeit! ![]() Für mich war es früher nahezu unmöglich regelmäßig zu trainieren, mich zu motivieren, mit meinen Leistungen zufrieden zu sein etc. Jetzt trainiere ich 3-5 mal die Woche, mache regelmäßig mit einem mehrfachen deutschen WAKOMeister Sparring bis zu 6 Runden. Das ist zwar immernoch sehr tough für mich, aber man lernt mit seinen Ticks umzugehen. Denk' nicht an Leistung oder über die Angst nach Fehler zu begehen, stell' Dir vorm Training die Dinge vor, die Du am Training liebst. Daraus kriegste Kraft! ![]() Ich hoffe ich konnte Dir etwas helfen. Aber , dass Du Dich traust so ein Thema hier anzusprechen.Gruß Julian
__________________ - pain is temporary, pride is forever - |
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#13
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| naja es kann halt immer sein das ich zbs. übelkeit empfinde wodurch meine angst gesteigert wird was dazu führt das ich evtl. das training abbrechen muss. das würde doch komisch sein oder? wenn jemand plötzlich und unerwartet das dojo verläßt ohne groß was zu sagen. die körperlichen symptome habe ich natürlich meist auch , obwohl ja eigentlich keine gefahr besteht, das es mir "wirklich" schlecht geht.
__________________ Selbstüberschätzung ist meist der falsche weg einen kampf zu gewinnen. Einen kampf gewinnt man nicht mit den fäusten, sondern mit dem mund. |
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#14
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| Das wird gemeinhin einfacher akzeptiert und führt auch zu keinen dummen Nachfragen.
__________________ Mein Abnehmthread |
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#15
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| also wenn ich ehrlich bin hab ich auch immer angst vor dem kotzen *g* wüsste allerdings nicht inwiefern dass dein training beeinflussen kann?! ich nehme selber seit einiger zeit antidepressiva und die helfen mir zurechtzukommen. es fällt keinem auf und selbst wenn jemand fragt, hätte ich keine probleme das zu erzählen. glaube wir sind mittlerweile alle erwachsen und aufgeklärt genug, dass man über sowas nicht lacht, sondern den leuten dabei helfen sollte. ausserdem sind kampfsportler eh ein eigenes völkchen so einen zusammenhalt findet man glaube ich nirgenswo anderst!edit: wenn es dich wirklich beeinflusst, hast du es mal mit professioneller hilfe versucht? ansonsten oute dich deinem meister gegenüber und deinen engsten trainingspartnern. wie sie es aufnehmen und darauf reagieren zeigt dir, wieviel du von dem verein zu halten hast. Geändert von Leberwursttier (17-12-2009 um 18:23 Uhr). |
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